Eine Reise- und Lebensgeschichte aus den Anfängen der Moderne, niedergeschrieben 1846. Sie beginnt im symbolträchtigen Jahr 1789 damit, dass Johann August Engelhardt sein Heimatdorf im Kraichgau verlässt. Er lebt einige Jahre in London, bereist als Seemann die Karibik, ist Matrose auf einem englischen Kriegsschiff und lässt in Guyana Sklaven für sich arbeiten.Die Lebensgeschichte von Johann August Engelhardt ist ein Beispiel dafür, wie Europa in den Kolonien durch Unterdrückung und Ausbeutung zu seinem Reichtum kam. Das Kapital, das Engelhardt zurück nach Hause brachte, hat hier zum industriellen Aufschwung beigetragen, aber auch die Lebenswelt in seinem Kraichgaudorf aus dem Gleichgewicht gebracht. Eine Geschichte aus der Epoche, in der Europa die Gewinne aus den Kolonien in den Beginn der Industrialisierung steckte und so den Weg in die moderne Gesellschaft und den heutigen Wohlstand fand.
Peter Wanner, Zwischen Kraichgau und Karibik. Das Leben des Johann August Engelhardt.192 Seiten mit 24 meist farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-161-7. EUR 17,90
In der gleichnamigen Fotoausstellung werden 20 Teilnehmerinnen in großen Porträts gezeigt, und zwar bei einer für sie wichtigen Tätigkeit oder an einem für sie bedeutsamen Ort. Im vorliegenden Begleitbuch werden neben den Fotos die persönliche Lebensgeschichte, die aktuelle Lebenssituation, Interessen, Hobbies und alles, was die Interviewte selbst für wichtig hält, in kurzen biografischen Texten oder im Interview vorgestellt. Das Ziel des Projekts ist es, ältere Frauen sichtbar zu machen und zu zeigen, dass sie keineswegs uninteressante »alte Schachteln« sind.
Ulrike Thomas, „Alte Schachteln“. Zwanzig Mannheimerinnen im Porträt.96 S. mit 64 farbigen Abb., fester Einband.978-3-95505-138-9. EUR 16,90.
Christian Wentzinger, Benedikt Gambs, Johann Pfunner und Simon Göser haben mit ihrer Malerei im ausgehenden Barock und beginnenden Klassizismus den südwestdeutschen Raum (Ortenau, Breisgau, Markgräfler Land und Elsass) über ein Jahrhundert lang geprägt. Für viele Kirchen, Klöster und Schlösser haben sie großartige Werke geschaffen oder ganze Räume gestaltet – und immer wieder blickt man in einen offenen Himmel, einen Himmel mit antiken Göttern, Heroen und Putten in den Schlössern, einen Himmel mit Dreifaltigkeit, Heiligen und Engeln in den Klöstern und Kirchen. Während das Werk von Christian Wentzinger und Benedikt Gambs gut erforscht ist, liegt nun erstmals eine umfassende Darstellung der Werke von Johann Pfunner und Simon Göser vor, die einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Kultur des 18. Jahrhunderts in der südwestlichen Region leistet.
Deshalb urteilt der Kunsthistoriker Dr. Ingo Gabor: „Wir halten diese verdienstvolle Arbeit für sehr interessant, deckt sie doch ein Desiderat der Forschung ab. So stellt sie zu einigen Aspekten die seit längerer Zeit erste Publikation dar, wie zu Johann Pfunner oder zum Kirchlein in Urach.“
Gerhard Bender, Der Himmel steht offen. Leben und Werk der Freiburger Barockmaler Christian Wentzinger, Benedikt Gambs, Johann Pfunner und Simon Göser.80 S. mit 31 farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-140-2. EUR 14,90.
Warum beschäftigen wir uns mit dem Thema „Hunger“ – wo wir heute doch mehr über Fettleibigkeit reden und nicht über Nahrungsmangel, zumindest nicht in unseren Regionen und bei der weitüberwiegenden Anzahl der hier lebenden Menschen?Unser Überfluss und der Hunger in anderen Weltregionen hängen sehr eng miteinander zusammen. Mit unserem Reichtum, mit unserem Bedürfnis, zu jeder Jahreszeit alles zu bekommen, beeinflussen wir die Nahrungsgüterproduktion weltweit.Vielleicht hilft uns ein Blick in die eigene Geschichte, um aktuelle Probleme weltweit besser zu verstehen.
Hunger. Zur Geschichte einer existenziellen Bedrohung.Hrsg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Verbindung mit der Stadt Stuttgart. Redaktion Irene Pill. Stuttgarter Symposion Schriftenreihe, Band 18.304 Seiten mit 30 meist farbigen Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-128-9. EUR 16,90.
Das historische Lesebuch „Tradition durch Erinnerung“ aktualisiert und ergänzt die Ortschronik von Muggensturm aus dem Jahr 1985. Neben der Beschreibung der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde vom Mittelalter bis in die Gegenwart wird erstmals vor allem die Zeit zwischen 1918 und 1945/49 beleuchtet.Mit Hilfe von Zeitzeugengesprächen, unerschlossenem Archivmaterial und zum Teil noch nie gezeigten Fotografien und weiteren Dokumenten konnten die dunklen Jahre des Nationalsozialismus (1933–1945) und des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) sowie die französische Besatzungszeit (1945–1949) rekonstruiert werden. Noch in den 1980er-Jahren war eine solche Aufarbeitung der Vergangenheit von Muggensturm nur bedingt möglich gewesen.Ein großes Geschenk sind deshalb viele aus der Bevölkerung nun zur Verfügung gestellte Unterlagen und die erhaltenen Protokolle der Muggensturmer Gemeinderatssitzungen zwischen 1930 und 1950. Infolgedessen werden nun erstmals bisher unbekannte Details zum Leben in Muggensturm präsentiert.
Christian Jung/Ernst Schneider, Tradition durch Erinnerung. Die Geschichte von Muggensturm - Historisches Lesebuch.Hrsg. von der Gemeinde Muggensturm.256 S. mit 279, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-126-6. EUR 19,90.
Einwohner von Eppingen wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Verwaltungsstelle in Richen, Gemminger Str. 7, 75031 Eppingen-Richen.
Richen im Kraichgau – In kurpfälzischer Zeit erhielt Richen das Marktrecht. Zwei Mal im Jahr fand dort ein großer Markt statt, während das tägliche Leben sonst von Landwirtschaft und Handwerk geprägt war. Die Geschichte hinterließ ihre Spuren auf der Gemarkung und bei den dort lebenden Menschen. Der Dreißigjährige Krieg wütete im Land, die Eppinger Linien wurde erbaut und napoleonische Truppen zogen durch Richen. Vieles hat sich dadurch verändert, doch das Dorf Richen ist erhalten geblieben: Heute ist es der älteste Ortsteil Eppingens und ein Ort voller Charme. Verschiedene Autoren beleuchten diese historisch bedeutsame Vergangenheit Richens und machen sie für die Gegenwart greifbar.
Richen. Geschichte(n) eines Dorfes im Kraichgau.Hrsg. von der Stadt Eppingen in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Richen e. V.Eppinger Stadtgeschichtliche Veröffentlichungen, Bd. 4.464 S. mit 395, z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-150-1. EUR 24,80.
„Wir möchten dazu die Poesie aus den verstaubten Lyrikbänden heraus in das Leben der Menschen der Region hinein bewegen und einen Ort für regionale Dichtung schaffen. Ziel ist es, die Menschen zu eigenem lyrischen Schaffen anzuregen, denn: Lyrik ist gut gegen Sprachlosigkeit.“.
Dieser Sinnspruch des Main-Reim-Vereins scheint von Hildegard Willoweit in diesem Band überraschend umgesetzt. Ihr Porträt Aschaffenburgs nimmt die Menschen in den Blick: die heutigen Bewohner der Stadt genauso wie jene, deren Wege im Laufe der Geschichte hierher führten. In ihren Worten wird die Stadt beschrieben und zugleich ein interessanter Überblick über ihre Geschichte gegeben. So kommen neben einigen zeitgenössischen Aschaffenburger Autoren auch Künstler und historische Größen bis hin zu Goethe und Humboldt zu Wort. Zeitungsnotizen sind ebenfalls dabei. Ergänzt wird diese literarische Schilderung von zahlreichen schönen aktuellen Aufnahmen der bekannten und auch der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten Aschaffenburgs. So gelingt es, das Flair dieser Stadt über die Jahrhunderte hinweg lebendig und einzigartig einzufangen.
Hildegard Willoweit, Aschaffenburger Leben. Literarische Zeugnisse aus alter und neuerer Zeit.144 S. mit 160, größtenteils farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-102-0. EUR 19,90.
Wie genau Pirat Mütze aussieht, ist nicht wirklich bekannt. So beschreiben ihn einige Zeitzeugen als Bär von einem Mann, der mindestens 150 Kilogramm wiegt und Hände hat so groß wie Bratpfannen. Andere wiederum beschreiben ihn als kleinen, zierlichen Mann, der so schnell laufen kann, dass man seine Füße nicht einmal den Boden berühren sieht. Auf einem anderen Kontinent erzählt man von Pirat Mütze mit einem Holzbein aus feinstem Ebenholz und einem schrecklichen Widerhaken aus rostigem Eisen anstelle seiner linken Hand. In Frankreich behaupten dagegen die namhaftesten Adligen, Pirat Mütze sei immer königlich gekleidet und beherrsche viele Sprachen fließend, natürlich auch Latein. Da ihr euch aber selbst einen Eindruck von diesem legendären Piraten machen sollt, sind in diesem Buch einige seiner unglaublichen Abenteuer erzählt.
Uwe Böser, Pirat Mütze und seine unglaublichen Abenteuer.64 S. mit 31 Illustrationen von Irina Raif, fester Einband.ISBN 978-3-95505-158-7. EUR 9,90.
Der vorliegende Werkkatalog II ergänzt den ersten Werkkatalog der Künstlerin Uscha Rudek-Werlé. Der Schwerpunkt ihrer über dreißig Jahre andauernden künstlerischen Tätigkeit liegt diesmal wieder im Bereich der Objektplastik, wobei die Bandbreite insgesamt von Malerei und Zeichnung über Collage und Assemblage bis zu Tonarbeiten reicht. Der Einführungstext will Zugänge zum Werk Uscha Rudek-Werlés legen und Assoziationsräume eröffnen. Man sieht wie sich die Künstlerin über die Jahre konsequent von der zweiten in die dritte Dimension entwickelt hat.
Uscha Rudek-Werlé, WIE DAS LEBEN SO SPIELT. Werkkatalog II.265 S. mit 342 farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-147-1. EUR 34,80.
Das Werk Uscha Rudek-Werlés zeichnet sich insbesondere durch Aufmerksamkeit und Einfühlung aus. Mit großer Sensibilität registriert sie ihre Umwelt, bemerkt und verarbeitet sie in ihrem künstlerischen Werk Veränderungen im sozialen und kommunikativen Umfeld. All ihre Arbeiten umkreisen den Menschen, seine soziale Interaktion sowie die ihn umgebende Natur im Verhältnis zum Menschen und seinem Umgang damit.
Uscha Rudek-Werlé, DER MENSCH IM NETZ. Objekte zu Kommunikation und Beziehungen. Kunstausstellung im Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim88 S. mit 70 farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-152-5. EUR 22,80.
Einwohner des Landkreises Rastatt wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Volkshochschule Rastatt:Am Schlossplatz 576437 Rastatt Tel. 07222 381-3500
Der aktuelle 58. Band der traditionsreichen Heimatbuchreihe des Landkreises Rastatt ist wieder ein besonderes Lesevergnügen geworden. Das Heimatbuch berichtet auf 256 reich bebilderten Seiten und in modernisierter Form über vielfältige Themen aus den Bereichen Aktuelles und Gegenwart, Natur und Umwelt, Kunst, Kultur und Lebensart sowie der Geschichte unseres mittelbadischen Raumes. Daneben bietet das Heimatbuch 2019 fundierte Einblicke in die Arbeit erfolgreicher Unternehmen, berichtet spannend über Industriekultur insgesamt oder über jugendliches Engagement sowie bedeutende Persönlichkeiten. Alles in allem vereint das Heimatbuch aktuelle Themen der Gegenwart mit wissenswerten Bereichen unserer Gesellschaft in einzigartiger Weise.
Heimatbuch 2019. Aktuelles und Wissenswertes.Hrsg. vom Landkreis Rastatt und Landrat Toni Huber.256 S. mit 291, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-148-8. EUR 12,90.
Die Bodan-Werft begann 1919 mit der Reparatur und dem Bau von Holzbooten. Bereits wenige Jahre später entstanden die ersten Fahrgastschiffe aus Stahl, welche von Jahr zu Jahr größere Dimensionen annahmen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg belieferte die Werft neben dem Bodensee auch andere Gewässer. Während des Krieges baute „Bodan“ unter anderem Pionier-Landungsboote.In den 1950er und 1960er Jahren konnte die Werft ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben und ihre Schiffe unter anderem an zahlreiche schweizerische Seen liefern. Als die Aufträge im Kerngeschäft nachließen, gelang es dem Unternehmen, durch Produkte jenseits des Schiffbaus seine Existenz für weitere Jahrzehnte zu sichern. 2011 wurde für die Werft und das Konstruktionsbüro die Insolvenz angemeldet.Mit diesem Buch wurde die Geschichte dieser bedeutenden deutschen Binnenwerft anschaulich und umfassend aufgearbeitet. Zahlreiche Abbildungen verdeutlichen die erstaunlich vielfältige Produktpalette und den qualitativ außergewöhnlich hohen schiffbaulichen Standard. Darüber hinaus kommen zahlreiche ehemalige Mitarbeiter mit ihren spannenden Erinnerungen zu Wort.
Die ehemalige Bodan-Werft in Kressbronn am Bodensee 1919–2011. Zur Geschichte einer bedeutenden deutschen Binnenwerft.Hrsg. von Michael Berg. Mit Beiträgen von Michael Berg, Peter Butendeich, Herbert Klein, Karsten Meyer, Lukas Reimann, Willi Schmeh, Karin Uetz und Beat Zumstein.248 S. mit 415, zumeist farbigen Abb., fester Einband im Großformat.ISBN 978-3-95505-135-8. EUR 39,80.
In einer am 3. August 819 ausgestellten Urkunde des Klosters Weißenburg im Elsass wird Au am Rhein erstmals erwähnt. Zwölf ereignisreiche Jahrhunderte hat das kleine Dörfchen seither überdauert. Von der Agrargesellschaft des frühen Mittelalters bis zu unserem Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung spannen sich die vergangenen 1200 Jahre. Dieses Buch behandelt das Dorf Au am Rhein, seine Entstehung und Entwicklung, seine Häuser und Kirchen und sein Schicksal in den Zeitläuften, insbesondere des 20. Jahrhunderts. Es behandelt die Menschen, die in Au lebten und leben, ihre Berufe, ihre Lebensumstände, ihr Brauchtum und ihre Mundart. Und es behandelt schließlich den vom Rhein geformten Naturraum, der Dorf und Menschen prägt, aber auch von diesen verändert wird.
1200 Jahre Dorfgeschichte(n). Au am Rhein 819–2019.Hrsg. v. Bettina Bauer-Wörner und Martin Krauß im Auftrag der Gemeinde Au am Rhein und des Fördervereins Dorfjubiläum Au am Rhein e.V.184 S. mit 224, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-145-7. EUR 20,00.
Einwohner von Rheinstetten wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Rheinstetten.
Wir werden badisch! Vor über 300 Jahren, um genau zu sein 1707, konnten die Bürger von Neuburgweier das verkünden. Ob mit Freude, ob mit einer eher neutralen Haltung oder mit Skepsis, weil sie dabei gar nichts mitzureden hatten, sei dahingestellt. Dass der „Flecken“ am Rhein, heute ein Ortsteil von Rheinstetten mit immerhin knapp 2.500 Einwohnern, auf eine deutlich längere Historie als die inzwischen 312 Jahre alte „badische Geschichte“ zurückblicken kann, belegt ein Blick in die Geschichtsbücher. 1219, also vor 800 Jahren, soll Neuburgweier als Anhängsel von Neuburg gegründet worden sein; nachzulesen in der ersten urkundlichen Erwähnung.Zwischen diesem Datum, zwischen Spätmittelalter und der Neuzeit liegt im wahrsten Sinne des Wortes viel Geschichte – liegen viele Geschichtchen. Davon wird diese Chronik künden, von wechselvollen Ereignissen, von Begebenheiten am Rande, aber auch von Ereignissen mitten in der Geschichte. Die Chronik soll eine Art Lesebuch sein, soll informieren und sie soll Erinnerungen wecken. Ohne die Arbeit vieler Neuburgweierer, die zu Füller und Tinte, zu Computertastatur und Maus griffen, wäre das alles nicht möglich gewesen. Kurzum: Es ist eine Dorfchronik von Bürgern aus Neuburgweier für Bürger in Neuburgweier. Und es ist eine Chronik für all diejenigen, die mehr über Neuburgweier erfahren möchten. Und da gibt’s eine Menge zu erfahren und zu entdecken.
Klaus Müller, 800 Jahre Neuburgweier.Hrsg. von der Stadt Rheinstetten.96 S. mit 112, zumeist farbigen Abb., fester Einband im attrakt. Querformat.ISBN 978-3-95505-141-9. EUR 14,90.
Die vorliegende Arbeit stellt erstmals Rheinland-Pfalz zwischen 1947 und 1969 in das Zentrum der deutschen Bundesstaatsgeschichte. In Rheinland-Pfalz erhob Ministerpräsident Peter Altmeier (CDU) während seiner Regierungszeit zwischen 1947 und 1969 stets den Anspruch, eine föderalistische Politik zu betreiben, die auf eine weitgehende Unabhängigkeit des Landes von Zentralorganen bzw. vom Bund zielte. Dieser Anspruch wurde von Altmeier stets öffentlich vertreten und fand als Narrativ auch Eingang in die Landesgeschichtsschreibung. Dieser Anspruch Altmeiers kontrastiert jedoch auffällig mit der v.a. in den Rechtswissenschaften bereits zeitgenössisch konstatierten Unitarisierungstendenzen, die einer konföderalen und föderalen Vielfalt kontinuierlich Grenzen setzte. Die vorliegende Arbeit geht anhand verschiedener Kooperationsformen zwischen Bund und Ländern sowie zwischen den Ländern untereinander der Frage nach, inwieweit Anspruch und Wirklichkeit des rheinland-pfälzischen Föderalismusverständnisses unter den Kabinetten Altmeier übereinstimmten und von welchen Motiven sich Altmeier jeweils leiten ließ.
Michael Ucharim, Rheinland-Pfalz, der Förderalismus und der unitarische Bundesstaat. Die Bund-Länder-Politik der Kabinette Altmeier 1947-1969.Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz, Bd. 31.Hrsg. von der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz.520 S., fester Einband.ISBN 978-3-95505-069-6. EUR 39,80.
Das Buch ist für Anwohner und Urlauber selbstverständlich auch vor Ort erhältlich:Weissenhäuser Strand GmbH & Co. KG Seestraße 1 23758 Weissenhäuser Strand
Interessant, launig und reich bebildert blickt dieses Buch auf 45 Jahre Feriengeschichte am Weissenhäuser Strand zurück. Dabei werden nicht nur Entwicklungen und Ausbau der größten Ferienanlage an der Ostsee selbst geschildert. Von Karel Gott über Rudi Carell bis hin zu Queen Mary hat hier schon so manches "Schlachtschiff" vor Anker gelegen und das herrliche Wetter genossen. Nicht zuletzt aber zeigt sich in der lebendigen Chronik jede Menge Zeitkolorit und ist deshalb nicht nur für Dauergäste, sondern auch für neugewonnene Fans des Weissenhäuser Strandes mehr als lesenswert!
45 Jahre Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand. „Mee(hr) als Urlaub“ – Unsere Unternehmenschronik von 1973 bis 2018Hrsg. von David Depenau.200 S. mit 204, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-127-3. EUR 14,90.
Erhalten Sie über die Video-Slideshow einen ganz besonderen Einblick in das Buch "Einmal Zappatown und zurück"!
Einmal im Jahr wird Bad Doberan bei Rostock zu Zappatown. Dann treffen sich Fans aus aller Herren Länder, um vier Tage lang bei der Zappanale ihr Idol Frank Zappa zu feiern. Zur 29. Auflage dieses außergewöhnlichen Musikfestivals machte sich der Weingartener Autor Stefan Kleiber im Juli 2018 mit der Bahn auf die knapp 900 km lange Reise. Im Gepäck neben seiner Kompaktkamera kiloweise Steckbriefe und Interview-Fragebögen für Fans, Musiker und weitere Persönlichkeiten wie den Gründer der Zappanale Wolfhard Kutz oder den Bürgermeister von Zappatown Thorsten Semrau. Insgesamt 21 Persönlichkeiten machen in „Einmal Zappatown und zurück“ deutlich, was den Charme dieses Festivals ausmacht und warum Frank Zappa auch heute noch großen Einfluss auf die Musikwelt besitzt. „Zappa ist nicht nur „Zappa“, Zappa ist eine „Attitude“, Politik, ein „Way of Life““, bringt es der englische Zappa-Kenner und Autor Ben Watson auf den Punkt. In dem von Bernhard Hlava graphisch gekonnt in Szene gesetzten Zappanale-Portrait mit über 40 Farbbildern, stehen keine Superstars im Vordergrund, sondern die Lieblings-Bands des Autors wie GABBA ZAPPA HEY! aus London oder die Monika Roscher Big Band aus München. Darüber hinaus erhält der Leser auch einen Einblick in die Region an der Ostsee, wenn der 51-jährige Autor mit dem historischen Dampfzug Molli durch Zappatown zum Festival-Gelände an der ältesten Trabrennbahn Europas fährt oder der „Weißen Stadt am Meer“ – Heiligendamm – einen kurzen Besuch abstattet. Begleiten Sie Stefan Kleiber auf seiner Festival-Reise und entdecken Sie den Charme der Zappanale und von Zappatown.
Stefan Kleiber, Einmal Zappatown und zurück.96 S. mit 49 farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-137-2. EUR 14,90.
Burgen erwandern, Geschichte entdecken, zünftig einkehren – das ist das Erfolgsrezept der Burgenliebhaberin Margaret Ruthmann, die mit diesem Band in das einzigartige Reich der über 400 Ruinen und Burgen in die Vogesen einlädt. Nirgendwo sonst in Europa gibt es derart viele Ruinen wie im Elsass, das als staufisches Reichsland Kernland des Mittelalters war. Heute sind Ruinen wie Lützelstein, Klein und Groß Geroldseck, die Ortenburg oder das Nationaldenkmal Hohkönigsburg Anziehungspunkte für Ausflügler und warten darauf, erkundet zu werden. Daneben dürfen sich Wanderer auf eine besonders reizvolle Landschaft mit herrlichen Blicken in die Bergwelt, auf die Rheinebene und auf zauberhafte, malerische Orte zu Füßen der Vogesen freuen.
→ Detaillierte Geschichte und Grundrisse der Burgen → Genaue Wanderwegbeschreibung mit Hinweisen auf Besonderheiten am Wegesrand → Kartenausschnitte für jeden Rundweg → Hinweise zu Einkehrmöglichkeiten → Genaue Beschreibung der Anfahrtswege zum Parkplatz → Übersichtskarte zur Lage der Wanderungen
Margaret Ruthmann, Burgenwandern Vogesen. 26 Rundwege zu spannenden Ruinen.Erschienen in Kooperation mit dem Lauinger-Verlag.192 Seiten mit 90
farbigen Abbildungen, 26 Tourenkarten
sowie 1 Übersichtskarte,
Klappenbroschur
im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-998-9. EUR 18,00.
Sie können das E-Book beispielsweise über diese Online-Shops erwerben:
Die tragische Flucht einer iranischen Familie in ein Land, wo sie ein friedliches, menschenwürdiges Leben ohne politische Verfolgung und Unterdrückung führen möchte. An ihrem Fall wird exemplarisch das Schicksal unzähliger Menschen aus vielen Ländern dieser Welt aufgezeigt, die sich aus existentieller Not und Verzweiflung auf diese gefahrvolle Reise begeben, getrieben von dem Funken Hoffnung, eine neue Heimat zu finden. Oft bezahlen sie einen hohen Preis.
Alexander Bertsch, Kein Fährmann wartet am Totenfluss. Die Flucht des Loran Moradi aus dem Iran nach Süddeutschland.EPUB. ISBN 978-3-89735-012-0. EUR 5,99.
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Unterhalb einer Burgruine wird eine tote junge Frau gefunden. Eine grausige Tat, die auf einen Ritualmord hindeuten könnte. Eine Sonderkommission unter Hauptkommissar Hans Funk beginnt mit den Ermittlungen, ebenso stellt Anton Vinaeger Nachforschungen an. Der Privatdetektiv ist außerdem ein bekannter Gewürzspezialist, dessen feine Spürnase auf subtile Weise zum Einsatz kommt. Die Ermittler stoßen auf einen ganzen Morast von Vorurteilen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen. Bei den Untersuchungen führen die Spuren in mehrere Richtungen: in die rechte Szene, in die Kreise von Salafisten und schließlich zum Islamischen Staat.
Alexander Bertsch, Mörderische Ausgrenzungen. Kriminalroman.EPUB. ISBN 978-3-89735-013-7. EUR 6,99.
Für einen Pilger bietet schon der Weg an sich ein Füllhorn an Reflektionspunkten für die innere und äußere Weiterentwicklung – eine Reise zu den unterschiedlichsten Zielen und Orten, welche mit der Zeit ein Gefühl von Heimat vermitteln.So, oder so ähnlich spiegeln das die Lebensabschnitte von Verena Pfisterer-Ludwig und Hans Pfisterer als Teil einer Pfarrfamilie wider. Auch sie empfinden sich als Wanderer – dem Ruf einer neuen Gemeinde folgend. Die Illustratorin Pfisterer-Ludwig verewigte diese gemeinsame Zeit in einer Art gezeichnetem Tagebuch und lässt uns Anteil nehmen an eben diesen persönlichen Momenten, links und rechts des Weges. Es ist berührend, wenn sich ihre unterschiedlichen Zeichenstile den jeweiligen Objekten anpassen – den Betrachter mitnehmen – Eindrücke vermitteln. Es lohnt sich, ihren Blicken auf die Dinge zu folgen, welche Licht und Schatten auf die gemeinsame Zeit werfen. Einleitende Texte des ehemaligen Prälaten für den Süden der Evangelischen Landeskirche in Baden, Herrn Pfisterer, umrahmen die gemeinsamen Lebensetappen, die gemeinsame Reise. Ihre Zeit – ihre Lebenszeich(n)en – unterwegs in Baden.
Unterwegs in Baden. Lebenszeich(n)en von Verena Pfisterer-Ludwig mit Texten von Hans Pfisterer.112 S. mit 181 Zeichnungen, fester Einband im Großformat.ISBN 978-3-95505-143-3. EUR 21,80.
Am 15. Juni 1786 machte sich die in Stuttgart geborene Eberhardine Christiane Lotter (1749–1834) von ihrem damaligen Wohnort Herrenberg auf eine abenteuerliche Reise. Von Rotterdam führte sie eine strapaziöse Schiffspassage über den Atlantik nach Charleston in South Carolina. Dort suchte sie ihren ein Jahr zuvor ausgewanderten Ehemann auf, um die familiären Verhältnisse zu klären – drei Optionen standen zur Debatte: die gemeinsame Rückkehr nach Herrenberg, der Nachzug der gesamten Familie nach Charleston oder der Verbleib des Gatten in Amerika mit wirtschaftlicher Unterstützung der Daheimgebliebenen. Nach vier Monaten Aufenthalt kehrte Frau Lotter ohne ihren Ehemann nach Herrenberg zurück, wo ihre Erlebnisse in der "Beschreibung meiner Reise nach Charlestown" schriftlich niedergelegt wurden. Der vorliegende Band präsentiert diesen Text erstmals ungekürzt und mit einem umfänglichen wissenschaftlichen Anmerkungsapparat. Das Nachwort widmet sich der spannenden Frage nach der Authentizität des Berichtes. Ist es wirklich möglich, dass eine württembergische Kaufmannsfrau am Ende des 18. Jahrhunderts zu einer einjährigen Reise über die Kontinente hinweg aufbricht, ihre Kinder zurücklässt, sich tödlichen Gefahren aussetzt und am Ende unversehrt wieder zu Hause eintrifft? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage eröffnet zugleich einen historischen Blick auf das zeitlose Phänomen der Migration und ihre Folgen.
Pressestimmen
Das vorliegende Buch ist über den eigentlichen Reisebericht hinaus als Ergebnis einer formidablen wissenschaftlichen Spurensuche empfehlenswert. Es wurde eine immense Dokumentationsarbeit in das Projekt investiert, an der sich so manches Nachrichtenmagazin heutzutage eine Scheibe abschneiden könnte. (Reinhold Fülle, Schwäbische Heimat)
Die Reisebeschreibung liest man angesichts der überstandenen Abenteuer und Gefahren mit heißen Ohren (...) die Vorsatzblätter des sorgfältig gestalteten Buches zeigen die Routen, zeitgenössische Illustrationen die Schauplätze. Kurzum: eine gelungene Edition und ein empfehlenswertes Werk. (Irene Ferchl, Literaturblatt Juli/ August 2019, S. 21)
Wie ein Thriller liest sich der Reisebericht der Eberhardine Lotter, die im 18. Jahrhundert allein von Herrenberg nach Amerika aufbrach" (Barbara Wollny, Südwestpresse, 24.8.2019)
Ein Reisebericht, der in einer Mischung aus Huckleberry Finn-Erzählung und Karl May-Roman daherkommt. Den Herausgebern sei Dank für diese herrliche und zugleich aufschlussreiche Entdeckung (Silke Arning, SWR 2)
Die Reise der Frau Lotter aus Herrenberg nach America in den Jahren 1786 bis 1787.Herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Katharina Beiergrößlein und Jürgen Lotterer.Veröffentlichungen des Stadtarchivs Stuttgart, Band 112. Hrsg. von Roland Müller.242 Seiten mit 24 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-132-7. EUR 22,00.
Einwohner von Elzach wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an das Heimatmuseum.
Karl Tränkle untersucht in diesem Band drei Aufsehen erregende Kriminalfälle in Yach: das Attentat eines über umfangreiche obrigkeitliche Holzhiebe verärgerten Bauern auf den Elzacher Bürgermeister 1771, die Taten des legendären „Watzsepp“ und deren Hintergründe im 19. Jahrhundert sowie den tragischen Todesfall eines jungen Yachers 1847. Die Darstellung stützt sich auf reichhaltiges Quellenmaterial und ermöglicht ein dichtes Bild des Lebens in Yach. Der harte Existenzkampf vieler Menschen und die heute fast nicht mehr vorstellbare Armut werden zugleich in ihre geschichtlichen Zusammenhänge gestellt. Aus den Einzelfällen erschließen sich übergreifende Verkettungen.
Karl Tränkle, Kriminalität und Gesellschaft. Drei Fallstudien zu Yach aus dem 18. und 19. Jahrhundert.Lebendige Geschichte in Yach, Bd. 5. Hrsg. vom Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach.96 Seiten mit 37 Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-139-6. EUR 13,90.
Einwohner der PLZ-Bereiche beginnend mit 64..., 67...., 68... und 69... wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Schriesheim.
„Gesund will ich bleiben, wieder zurückkehren.“ So lautete die letzte Botschaft einer Schriesheimer Jüdin, als sie 1942 von Karlsruhe aus deportiert wurde. Sie kehrte nicht mehr zurück. Einer anderen Jüdin eröffnete sich 1941 die Möglichkeit auf Befreiung aus dem Internierungslager Gurs und zur Flucht in die USA. Aber die 78-Jährige hoffte auf andere Rettung und schrieb an ihre Helfer: „Nach Amerika will ich nicht!“ Sie wurde ein Jahr später in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ein junger Mann konnte vor drohender Deportation nach Frankreich fliehen. Dort schloss er sich der Résistance an und gab sein Leben im Kampf für die Befreiung vom Joch der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.In Schriesheim an der Bergstraße hatte sich nach dem Dreißigjährigen Krieg bis Ende des 19. Jahrhunderts eine lebendige Gemeinde mit Synagoge, Gemeindehaus und eigenem Friedhof entwickelt. 1933 lebten in Schriesheim unter 4.300 Einwohnern noch etwa 45 jüdische Bürger. Andere Juden hatten den Ort aus beruflichen Gründen oder durch Heirat zum Teil schon lange vor 1933 verlassen. Sie lebten auf dem Land, in großen Städten (z.B. Berlin, Frankfurt, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Würzburg) und auch in den Niederlanden. In ihren Schicksalen zeichnen sich alle Facetten der nationalsozialistischen Judenverfolgung ab: Verdrängung aus dem Beruf und wirtschaftlicher Niedergang, Flucht, Deportation, Ermordung. Nur wenige der Deportierten überlebten. Parallel zur Judenverfolgung wurden Frauen, Männer und ein Kind Opfer der Zwangssterilisation und der NS-„Euthanasie“. Das Gedenkbuch stellt die Einzelschicksale der Verfolgten auf der Grundlage umfangreicher Archivstudien und unter Verwendung der Aussagen von Zeitzeugen dar. Das Schlusskapitel zur „Wiedergutmachung“ beschreibt neben der Rückerstattung entzogener Vermögenswerte und der Entschädigung für erlittenes Unrecht auch die Bemühungen der Stadtgesellschaft um eine Kultur des Erinnerns.
Joachim Maier, Die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung und „Euthanasie“ aus Schriesheim. Ein Gedenkbuch.Hrsg. von der Stadt Schriesheim.720 S. mit 482, überwiegend farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-101-3. EUR 39,80.
Um 1770 verlässt Samuel Fischer, Nachfahre der Laufenmüller von Welzheim, seine Heimat und siedelt in das noch junge Ludwigsburg über, das als wüttembergischer Regierungssitz unter Herzog Carl Eugen aufzublühen verspricht. Es ist der Auftakt zu einer Geschichte vom Aufstieg einer bürgerlichen Familie, die viele Generationen überspannt und in der sich zugleich das wechselvolle Schicksal der Residenz- und Garnisonsstadt Ludwigsburg spiegelt.Wirtschaftsjurist Dr. Volker Grub zeichnet den Werdegang der Familie Fischer in seinen vielen Verästelungen nach. Er entdeckt die letzten Reste der Laufenmühle im schönen Wieslauftal und schildert ihren Untergang. Dabei ist sein Beweggrund von ganz persönlicher Art. Seine Großmutter Julie war eine geborene Fischer, die als junge Frau die Blütezeit der Familie erlebte, aber auch ihre schwere Krise während und nach dem Ersten Weltkrieg. Der Autor, der einen Teil seiner Kindheit und Jugend in Ludwigsburg verbrachte, verknüpft seine persönlichen Erinnerungen mit den Ergebnissen einer umfassenden Recherche zu einem facettenreichen Panorama, das viele überraschende Perspektiven eröffnet.
Volker Grub, Von Welzheim nach Ludwigsburg. Auf Spurensuche zur Geschichte einer bürgerlichen Familie namens Fischer.264 S. mit 228, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-134-1. EUR 29,80.
Mannheim hat eine neue Institution, das MARCHIVUM, von seiner Eröffnung wird berichtet. Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren neue Ausstellungen: „SteinHart" belegt die nicht nur materielle, sondern auch formale Dauerhaftigkeit altägyptischer Kunst. Erkenntnisse über die Lebensumstände in früheren Zeiten erlauben die Mumien, wenn sie dem Publikum „Die Geheimnisse des Lebens“ nahebringen. Im Museum Zeughaus gibt es die neuen Bereiche „Glaubensschätze" und „Belle Époque". Zu ersterem gehört der meisterhaft gestaltete Rother Altar, letzterer führt in Mannheims zweites „Goldenes Zeitalter" mit seiner bürgerlichen Prachtentfaltung. Ein Zeugnis aus dieser Zeit ist auch die hier vorgestellte Villa am Oberen Luisenpark 5, stilgerecht restauriert erstrahlt sie in neu-altem Glanz. Die bereits ein halbes Jahrhundert währende Unterstützung der Reiss-Engelhorn-Museen durch seinen Fördererkreis wird geschildert, er sorgt unter anderem für die Erweiterung der Bestände und die Finanzierung von Restaurierungsarbeiten und Sammlungspräsentationen. Die „Mannheimer Akte", hier in ihrer Bedeutung gewürdigt, regelt seit 150 Jahren die Rheinschifffahrt und ist das älteste noch gültige Vertragswerk Europas. Als Mannheim im 19. Jahrhundert gegen eine befürchtete Invasion aus Frankreich neu befestigt werden sollte, entstanden mannigfache Pläne, doch jeder hätte letztlich eine Einengung für die Stadt bedeutet.Die schwerwiegenden mentalen Folgen des Ersten Weltkrieges zeigen die Reaktionen von Mannheimer Pfarrern auf den Zusammenbruch ihrer Welt, sie hielten die „Ehre der Deutschen“ für verloren.Wie die Nazidiktatur Menschen brutal aus ihren Lebenszusammenhängen riss, sie misshandelte und tötete, wird anhand zweier Beispiele aus Mannheim erläutert, der Familie Hofeller und Sr. Theodolinde Katzenmaier.2.000 Jahre alte Tierskelette erzählen vom Arbeitseinsatz und nicht zuletzt vom Leiden dreier Reit- und Trosstiere aus der Römerzeit, wie der interdisziplinäre Untersuchungsbericht aus der Archäologischen Denkmalpflege der Reiss-Engelhorn-Museen zeigt.
Mannheimer Geschichtsblätter 36/2018. Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß und Hans-Jürgen Buderer sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem MARCHIVUM.160 S. mit 143, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-136-5. EUR 19,80.
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Emily C. Rose, Amerikanerin jüdischer Abstammung, schildert jüdische Geschichte aus einer lang vergangenen Zeit: die Geschichte von einfachen Menschen in den Dörfern und Kleinstädten im ländlichen Württemberg zwischen 1730 und 1880. Und sie weiß, wovon sie spricht: Es ist die Geschichte ihrer Vorfahren, die sie nach intensiver Quellensuche lebendig werden lässt. Ein handgeschriebenes jüdisches Familienregister, das sie 1992 zufällig von einem Verwandten erhielt, brachte sie auf die Spur ihrer Ahnen, die in den Hungerjahren um die Mitte des letzten Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert waren. Sie recherchierte in den Archiven zahlreicher Städte und Gemeinden - und nach fünf Jahren hielt Emily Rose das Material einer faszinierenden Familiengeschichte in den Händen. Im Verlauf ihrer Spurensuche erfuhr sie auch, dass einer ihrer Vorfahren sogar in die Geschichtsbücher eingegangen ist: Moises Kaz rettete 1799 die Reichsstadt Rottweil vor Napoleons Armeen. Zwar liegen die Schauplätze dieser in die allgemeinen Entwicklungen der Zeit eingebetteten Familiengeschichte in Süddeutschland, ihre Bedeutung reicht aber weit über diesen Raum hinaus. Sie spricht jeden an, der mehr über das Leben deutscher Landjuden vor dem 20. Jahrhundert erfahren möchte.
Emily C. Rose, Als Moises Kaz seine Stadt vor Napoleon rettete. Meiner jüdischen Geschichte auf der Spur.EPUB mit 45 Abb.ISBN 978-3-89735-015-1. EUR 14,90.
Verstreute Spuren: ein Kleiderbügel aus einem Textilhaus, Reste eines Teeservices, ein paar vergilbte Fotos. Verblasste Erinnerungen älterer Bürger. Nur schemenhaft erscheinen die Konturen einer einst blühenden jüdischen Gemeinde. Aktenbestände, die die Bombennächte überstanden haben, lassen die Umrisse deutlicher werden. Ein jüdisches Gasthaus wird sichtbar, von dem bis dahin kaum einer mehr wusste. In protokollierten Aussagen längst verstorbener Zeitzeugen erscheinen der Metzger, der Kaufmann, der Viehhändler und ihre Familien vor unseren Augen, ihr unkompliziertes Zusammenleben mit der christlichen Nachbarschaft. Doch dann der katastrophale Bruch: Isolierung und Verfolgung, Vertreibung und schließlich Deportation. Die Täter: Nazifunktionäre, SS- und SA-Leute, verführte, fanatische Jugendliche und nicht zuletzt Zeitgenossen, die von dem Verschwinden der Juden profitieren. Die große Mehrheit jedoch ohne bösen Willen, eher angepasst und eingeschüchtert. Aber immer wieder gibt es Mutige, die den Geängstigten und Gedemütigten wagen beizustehen. Tröstlich ist auch das Schlusskapitel, in dem die ins Ausland Entflohenen ihre ehemaligen deutschen Mitbürger wiedersehen.
Ulrich Behne, Verstreute Spuren - verblasste Erinnerungen. Die jüdische Gemeinde Hörden. Die jüdischen Kaufmannsfamilien in Gaggenau. Der Rotenfelser Arzt Dr. Meyerhoff und seine Familie.176 S. mit zahlreichen farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-131-0. EUR 17,90.
Die Gemeinde Waldhausen, heute Ortsteil von Lorch/Württ., ist seit jeher einem ständigen Wandel unterworfen. Die Veränderungen, die zum Leben dazugehören, scheinen jedoch in den letzten Jahrzehnten derart intensiv gewesen zu sein, dass der sympathische Ort im Remstal fast nicht mehr wiederzuerkennen ist. – Die vielen liebevoll zusammengestellten und beschriebenen Bilderpaare von „einst und heute“ zeigen, wie sehr sich das Ortsbild und der Alltag der Bewohner in Waldhausen, mit den Teilorten Rattenharz und Weitmars, in allen Lebensbereichen gewandelt haben.
Manfred Schramm / Karl Maier / Hans Bertleff, Waldhausen einst und heute. Alte Bilder – neue Ansichten.120 S. mit 193, überwiegend farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-117-4. EUR 17,90.
Migration war und ist Teil unserer Geschichte. Während die mühsame Eingliederung der zahlreichen Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg immer stärker in den Fokus der historischen Forschung gerät, sind die Erfahrungen mit diesem Thema durch die Ereignisse des Jahres 2015 tagesaktuell. Der vorliegende Band zeigt durch die Konzentration auf den ländlichen Raum in Südbaden die vielfältigen Facetten dieses Bestandteils unserer Vergangenheit seit dem späten 18. Jahrhundert. Somit tragen die zahlreichen Aufsätze zur Einordnung jüngster Entwicklungen bei und öffnen den Blick für die positiven aber auch negativen Faktoren, die damit verbunden sein können. Neben allgemeiner gehaltenen Untersuchungen kommen die Akteure zu Wort und machen die Folgen von Migration sehr anschaulich. Vermutlich hat ein Großteil der heutigen Familien einen Migrationshintergrund – man muss nur den zeitlichen Horizont entsprechend weiten.
Menschen in Bewegung, Lebenswelten im ländlichen Raum. Historische Erkundungen in Mittel- und Südbaden, Band 4. Hrsg. von Juliane Geike und Andreas Haasis-Berner.240 Seiten mit 111 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-123-5. EUR 22,80.
Oskar Behrens dritter Fall: Auf dem Basler Bruderholz stößt Oskar Behrens nach einem Konzertbesuch beim Wasserturm auf einen jungen Mann mit einer Spritze im Arm. Dieser stirbt auf dem Weg ins Spital. Alles deutet auf einen Suizid oder einen Unfall hin. Doch Behrens glaubt nicht, dass der Jugendliche namens Damian Eschenberg freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Die Silben, die er dem Sterbenden mehr von den Lippen abgelesen als verstanden hat, führen Behrens schließlich in ein Sundgauer Dorf und zu einem Mann, dessen Unberechenbarkeit er zu spät erkennt.
Franz Osswald, Die Befragung der Silben.144 Seiten, fester Einband.ISBN 978-3-95505-119-8. EUR 17,90.
Einwohner von Neuenstadt wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an: Rathaus Neuenstadt am Kocher Zimmer 12 Hauptstr. 50 74196 Neuenstadt am KocherTel. 07139 9723, Mail post@neuenstadt.de
800 Jahre Stein am Kocher bedeuten auch 800 Jahre, in denen die Einwohner viele Höhen und Tiefen erlebten. Mit großer Flexibilität und Anpassungsbereitschaft hatten sie die Veränderungen in Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe zu meistern. Alteingesessene Familien haben sich ihr Lebensumfeld bewahrt. Für viele Zugezogene wurde Stein am Kocher zu einer neuen Heimat.In einem Gemeinschaftsprojekt haben viele Freiwillige Geschichte und Geschichten aus diesen 800 Jahren zusammengetragen. Im Buch zum Jubiläumsjahr sind sie in Wort und Bild festgehalten und für kommende Generationen bewahrt.
Stein am Kocher 1219-2019. Geschichte und Geschichten.Hrsg. von der Stadt Neuenstadt a.K. 336 S. mit 606, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-133-4. EUR 27,00
Die an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim abgelegte Dissertation befasst sich mit dem Einleben von eingewanderten Geschäftsleuten in der nordfranzösischen Stadt Lille ausgehend von der ökonomischen Tätigkeit. Als Quellen für den Untersuchungszeitrum 1789 bis 1914, dienen bisher wenig beachtete Archivalien. Der Schwerpunkt liegt neben dem Kultur- und Wissenstransfer auf dem Anpassungsprozess. Es wird gefragt, wie sich die Selbstwahrnehmung und Identität im Generationenverlauf veränderten. Mit der auf Homi K. Bhabha zurückgehenden Hybriditätstheorie zum „dritten Raum der Identität“ wird versucht, die bisherigen Assimilations- und Integrationskonzepte aufzubrechen. Dafür werden die englische Familie Geldart, die schottische Familie Baxter, die deutsche Familie Kolb und die schweizerische Familie de Felice untersucht. Mit Ludwig Philipp Kolb aus Grötzingen bei Karlsruhe besaß Charles de Gaulle einen deutschen Ururgroßvater, was selbst in Lille so gut wie unbekannt ist.
Marius Golgath, Le coeur étrange et l’âme française? Kaufleute, Händler und Unternehmer in Lille: Eine vergleichende Studie zur britischen, deutschen und schweizerischen Migration nach Nordfrankreich (1789 – 1914).420 S. mit 7 Abb. und 27 Tabellen, Broschur.ISBN 978-3-95505-120-4. EUR 39,80.
Einwohner von Neckargemünd wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Neckargemünd.
Schon beim ersten Lesen erschließen sich die Lebenssituationen der Familien: Kinderreichtum, oftmals früher Tod der Ehefrau im Kindbett, Wiederverheiratung, eheliche und uneheliche Kinder, Weitergabe der Berufe innerhalb der Familie. Wir lesen von Menschen, die früh starben, und anderen, denen ein hohes Alter beschieden wurde. Ein- und Auswanderung gab es in allen historischen Epochen. Auch Neckargemünder und Kleingemünder Einwohnerinnen und Einwohner mussten in früheren Zeiten aus Not ihre Heimat verlassen. Wiederum kamen Menschen, weil sie in ihrer Heimat verfolgt wurden.Dem Autor sei es gedankt, dass er in jahrzehntelanger Arbeit die Kirchenbücher erfasst und ausgewertet hat, und damit einen tiefen Blick in die Neckargemünder und Kleingemünder Stadtgeschichte gibt.
Rolf Odenwald, Familien in Neckargemünd und Kleingemünd. 1640-1910.Hrsg. von der Stadt Neckargemünd.Badische Ortssippenbücher, Bd. 184, registriert in der Reihe Deutscher Ortssippenbücher als OSB/OFB Nr. 02.086.768 S., fester Einband.ISBN 978-3-95505-129-7. EUR 39,80.
Das Buch ist ausschließlich über die Autorin Sabine Schulze-Hirzel zu erwerben.
Während ihrer Unterrichtszeit als Grundschullehrerin hat Sabine Schulze-Hirzel ihren Erstklässlern zur Einführung eines neuen Buchstabens immer eine Geschichte erzählt, die bei den Kindern sehr gut ankam. Nun findet man die Geschichten in diesem Buch als gesammelte Werke. Sie können vorgelesen, aber auch selbst von den Schülern gelesen werden und dienen zur Aneignung bzw. Vertiefung der Buchstabengestalten und Laute.Nun wünschen wir allen Eltern und Kindern viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der fantastischen Buchstaben!
Sabine Schulze-Hirzel, Die Welt der fantastischen Buchstaben. Lesen lernen leicht gemacht mit 33 lustigen Buchstabengeschichten.72 S. mit zahlreichen Illustrationen von Marie Schmitz, Spiralbindung.ISBN 978-3-95505-125-9. EUR 12,90.
Dieses Buch ist derzeit bei uns leider vergriffen!!
Einwohner von Östringen wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Östringen.
Das zum 1250-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Östringens herausgegebene und reich bebilderte Werk „Östringen – vom Dorf zur Stadt“ bietet mit Bekanntem und Neuem aus den zurückliegenden rund 70 Jahren ein ebenso informatives wie unterhaltsames Lesevergnügen und gibt in vielen Zusammenhängen wertvollen Aufschluss über die Details der jüngeren Ortsgeschichte. Alle Östringer Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihrem neuen, angestammten oder früheren Heimatort verbunden fühlen, werden an der Lektüre dieses Buches ihre Freude haben.
Östringen. Vom Dorf zur Stadt.Autoren: Jürgen Alberti, Stefan Bachstädter, Susanne Christ, Wolfgang Essig, Walter Rothermel. Hrsg. von der Stadt Östringen.228 S. mit 350, größtenteils farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-114-3. EUR 17,90.
1965 wurde das Copernicus-Gymnasium gegründet. Da hieß es noch nicht so, der Name kam später, sonst war alles schon da. Klassische Bildung. Moderne Bildung. Menschliche Bildung. Was ein Gymnasium beruflich halt so tut. Und über dem erstreckten sich von Beginn an Zusammenhalt und unglaublich viel Gemeinschaft. Das Gymnasium im Bruhrain verband die Menschen vieler Orte und knüpfte viele Bande, die so nie zustande gekommen wären. Waghäusel, Kirrlach, Wiesental, Oberhausen-Rheinhausen, Graben-Neudorf, Dettenheim und natürlich Philippsburg mit Huttenheim und Rheinsheim. Die Kinder dieser Orte fuhren auf die Île de Ré, flogen nach Massachusetts, erkundeten auf Studienfahrten ganz Europa, lernten die Welt und dabei sich selbst kennen. Landheime, Klassenfahrten, Lerngänge ... Englisch, Mathematik, Deutsch und über ein Dutzend weitere Fächer und unzählige AGs. An den Tafeln standen Lehrerinnen und Lehrer, die Originale waren oder erst hier mit Kreide in der Hand zu diesen werden konnten. Weil sie Raum bekamen, aber auch von ihren Klassen erzogen wurden. Dabei und mittendrin – Schülerinnen und Schüler. Über 3.000 Abiturientinnen und Abiturienten später – nun das Buch dazu. Doch was sind schon Zahlen? Was zählt, sind nicht nur Bildungsabschlüsse, sondern auch das, was zwischen den Statistiken entstand, nicht neben dem Unterricht, vielmehr mittendrin. Lebenswege, die sich erschlossen, und Freundschaften, welche blieben.Das Copernicus-Gymnasium ... 50 Jahre? Nein. Mehr als ein halbes Jahrhundert.
Copernicus-Gymnasium Philippsburg. Mehr als ein halbes Jahrhundert. Hrsg. vom Copernicus-Gymnasium Philippsburg, Redaktion Stefan Kirstätter.258 S. mit 500, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-035-1. EUR 19,90.
Karl Pister war eine bedeutende Persönlichkeit in Brühl. 1883 geboren, im Zivilberuf Magazinverwalter, mit 28 Jahren Gemeinderat, Anhänger der Sozialdemokratischen Partei. 1919 bis 1928 Bürgermeister von Brühl. 1933 verhaftet und ins Konzentrationslager Kislau gebracht. Dort 1936 entlassen, nach schwerer Krankheit 1938 verstorben.Sein Tagebuch, zwischen 1914 und 1918 akribisch geführt, macht die inneren Gegensätze greifbar, die das Leben vieler Frontsoldaten damals prägte: Sozialdemokrat und dem Kaiser und dem Reich treu ergeben. Im täglichen Kampfeinsatz mit dem Tode bedroht und zugleich Achtung vor dem Feind, dem es nicht anders ergeht. Karl Pister bedrücken auch die Veränderungen in der Gesellschaft, die er während der Kriegsjahre wahrnimmt: Die zunehmende Entfremdung zwischen Heimat und Front. Die wachsende Distanz zwischen Offizierskorps und Mannschaften. Die Spannungen zwischen der Etappe und der Front. Und schließlich die ständige Hoffnung auf Frieden, die durch den ebenso ständigen Fortgang des Krieges zunichte gemacht wird. Die Lektüre des Tagebuches lässt verstehen, weshalb die Bevölkerung zwischen den Kriegen die Erinnerung an die Jahre 1914 bis 1918 sehr intensiv pflegte.
Carl Pister, Tagebuch 1914-1918. Hrsg. von Volker Kronemayer. Schriftenreihe des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege Brühl/Rohrhof e.V., Bd. 1.192 S. mit 62, überwiegend farbigen Abb. sowie 13 Kartenskizzen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-121-1. EUR 18,90.
Dieses Buch präsentiert die Vielfalt an Kleindenkmalen, die der Landkreis Rottweil zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb aufzuweisen hat. In Überblicksbeiträgen werden die Kleindenkmal-Landschaften des Kreisgebiets ebenso wie landschaftstypische Kleindenkmal-Gattungen vorgestellt. Im topographischen Teil des Buches sind herausragende Kleindenkmale, gegliedert nach Gemeinden, in repräsentativer Auswahl beschrieben. Das reich illustrierte Kleindenkmal-Buch, ein Gemeinschaftswerk von 26 sachkundigen Autoren und Autorinnen, vereinigt die Vorzüge eines Sachbuchs mit denen eines Bildbandes.
Kleindenkmale im Landkreis RottweilIm Auftrag des Landkreises Rottweil hrsg. v. Bernhard Rüth und Armin Braun.320 S. mit 532 farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-973-4, EUR 24,80.