Ob präsent in der Ortsmitte oder versteckt in Wald und Flur – die Kleindenkmale begleiten uns auf unseren Wegen. Sie zu bewahren und zu beschützen ist die Aufgabe von Verwaltung, von Heimat- und Geschichtsvereinen und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, sie zu bestaunen ist Teil unserer lebendigen und vielfältigen Kulturlandschaft. Grenzsteine und Kriegerdenkmale, Bildstöcke und Brunnen und vieles mehr zeugen von Verwaltungshandeln, Krieg und Frieden, von religiösem Brauchtum und wirtschaftlichem Handeln – teils Jahrhunderte alt oder frisch gesetzt und eingeweiht. Ihre ganze Vielfalt ist im Landkreis Karlsruhe in 32 Städten und Gemeinden vorhanden, über 6.300 einzelne Kleindenkmale wurden in einem groß angelegten Kulturprojekt von über 240 ehrenamtlichen Erfasserinnen und Erfassern beschrieben und verortet, rund 5.000 von ihnen sind über das Geoportal des Landkreises Karlsruhe online abrufbar. Diese Publikation stellt zu den verschiedenen Arten von Kleindenkmalen in den Kategorien Gedenken und Erinnerung, Religion und Glaube, Verwaltung und Justiz, Wirtschaften, Handwerk und Industrie, Infrastruktur sowie Krieg und Militär besondere und herausragende Objekte vor. Jedes Denkmal ist ein Unikat, hinter jedem Denkmal steckt eine eigene Geschichte, vieles ist erforscht, manches bleibt für immer im Dunkeln. Die Kleindenkmale für die Zukunft zu bewahren und zu beschützen ist Aufgabe der jetzigen und der zukünftigen Generationen.
Frank Heinrich, Bestaunen, Bewahren und Beschützen. Die Kleindenkmale im Landkreis Karlsruhe. Herausgegeben von Bernd Breitkopf im Auftrag des Kreisarchivs Karlsruhe416 Seiten mit 485 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-572-1. EUR 24,80.
Bereits Bürgermeister Dr. John Gustav Weiss, der die Akten des Stadtarchivs ordnete und 1901 das Eberbacher Geschichtsblatt begründete, betonte die Wichtigkeit dieser Tätigkeit mit folgenden Worten: „… alles Zugrundegehenlassen, das heißt für eine Gemeinde: keine Geschichte haben. Und wer keine Geschichte hat, der hat keine Erfahrung.“ Mit dem Geschichtsblatt, seinen Abhandlungen und Theaterstücken setzte sich Dr. Weiss dafür ein, dass die Menschen die Historie unserer bald 800-jährigen Stauferstadt besser verstehen, einen Zugang zum kulturellen Erbe finden und auf die Besonderheiten Eberbachs aufmerksam werden. In dieser Tradition steht das Geschichtsblatt noch heute. Es ist eine der ältesten regionalgeschichtlichen Veröffentlichungen in Nordbaden und kann 2026 auf sein 125-jähriges Bestehen zurückblicken.
Hrsg. von der Stadt Eberbach, Eberbacher Geschichtsblatt 2026. 125 Jahre Eberbacher Geschichtsblatt 1901 – 2026. Band 125
Schriftleitung von Dr. Marius Golgath.
304 Seiten mit 132 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-623-0. ISSN 0734-4908. EUR 12,50.
Wie klingt eigentlich Heimat? Im Landkreis Tuttlingen begegnet sie uns mit den unterschiedlichen Dialekten überraschend vielfältig. Zwischen schwäbischen und alemannischen Mundarten entfaltet sich von Ort zu Ort eine Sprachlandschaft, die in diesem Sprachatlas mit ihren feinen Unterschieden in Aussprache, Grammatik und Wortschatz auf über 70 Sprachkarten sichtbar wird. Der „Kleine Sprachatlas des Landkreises Tuttlingen“ lädt dazu ein, diese Vielfalt neu zu entdecken, und erklärt ausführlich, wie Geschichte, Landschaft und gelebter Alltag die Mundarten der Region geprägt haben. Anschauliche Sprachkarten, verständliche Erläuterungen und zahlreiche Beispiele führen mitten hinein in die Alltagssprache der 55 Gemeinden und Teilorte im Landkreis Tuttlingen: vom Vieh auf dem Hof über Feld und Flur bis zu Familie, Haushalt, Essen und Trinken. Eine ebenso fundierte wie zugängliche Übersicht für alle, die genauer hinhören und hinschauen möchten – für Menschen aus der Region, Sprachbegeisterte, Heimatkundige und alle, die wissen wollen, warum schon wenige Kilometer sprachlich einen großen Unterschied machen können.
Rudolf Bühler, Kleiner Sprachatlas des Landkreises Tuttlingen.
Herausgegeben vom Landkreis Tuttlingen.
160 Seiten mit 77 farbige Karten und Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-635-3. EUR 24,80.
MAINHARDT IN HISTORISCHEN ANSICHTEN
In historischen Fotos und Bildern schlummern wahre Schätze: Gebäude, Menschen und viele Details geben einen Einblick in das Leben früherer Zeiten. Bilder erzählen Geschichte.
Heike Krause, Mainhardt. Bilder-Geschichten – Geschichte in Bildern.
Herausgegeben von der Gemeinde Mainhardt.
132 Seiten mit 159 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-615-5. EUR 19,00.
Systematisch wurden ab 1938 die deutschen Jüdinnen und Juden wirtschaftlich enteignet, was einen weiteren Schritt zu ihrer völligen Entrechtung und späteren physischen Vernichtung durch das NS-Regime markierte. Jüngere Forschungen haben gezeigt, wie sehr auch die Kommunen als untere staatliche Ebene in diesen Prozess eingebunden waren, ihn mitgestalteten und von ihm profitierten. Das vorliegende Buch untersucht, wie diese wirtschaftliche Ausplünderung in Stuttgart konkret verlief und welche Rolle insbesondere die Stadt Stuttgart mit ihrem Liegenschaftsamt dabei spielte. Über dieses Amt erwarb sie zwischen 1933 und 1945 zahlreiche Immobilien aus jüdischem Besitz und unterschied sich dabei hinsichtlich Rücksichts- und Empathielosigkeit kaum von anderen Akteuren. Effizienzdenken und der finanzielle Vorteil standen klar im Vordergrund – auch nach 1945, als es der Stadt gelang, selbst von der ‚Wiedergutmachung‘ noch zu profitieren. Christoph Raichle, Dr. phil., studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Stuttgart. Seit über 20 Jahren erforscht er die Geschichte der NS-Zeit und arbeitet derzeit als Historiker in der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart sowie als Lehrbeauftragter der Universität. Zuletzt erschien von ihm eine umfangreiche Studie zur finanziellen Entrechtung der Juden in Baden und Württemberg in der NS-Zeit durch die Landesfinanzbehörden.
Katharina Ernst (Hrsg.), Christoph Raichle, ‚Arisierung‘ in Stuttgart.
232 Seiten mit 12 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-637-7. EUR 25,00.
So unterschiedlich, wie in verschiedenen Ländern und Regionen die fünfte Jahreszeit benannt und gefeiert wird, so unterschiedlich schlägt sich dies auch in der närrischen Speisekarte nieder. Jürgen Stoll, erfahrener und leidenschaftlicher Fastnachter aus dem Herzen Badens, hat viele „Narrenspeisen“ aus zwanzig europäischen Nationen zusammengetragen – und auch die flüssigen „Narrungsmittel“ kommen nicht zu kurz. Die Herkunft der Bezeichnungen wie Fastnacht–Fasching–Karneval wird ebenso erläutert wie die Hochtage der Narretei, wie Narrensprüche und -bräuche. Entstanden ist ein kurzweiliges Lese-, Geschichts- und Kochbuch für alle, die diesen Ausnahmezustand lieben.
Jürgen Stoll, So närrisch is(s)t Europa. Eine kulinarische Reise durch die fünfte Jahreszeit.
112 Seiten mit 87 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-636-0. EUR 14,90.
Der Zweite Weltkrieg ist noch nicht beendet, als Anfang April 1945 französische Truppen in Ettlingen einmarschieren und Fritz Strauss, einen überlebenden jüdischen Einwohner der Stadt, zum Bürgermeister erklären. Noch während die letzten Kämpfe im Albtal ausgetragen werden, wird Strauss für einige Einwohner zum Hoffnungsträger für die Aufarbeitung der geschehenen Untaten und der stillschweigenden Duldung des Unrechts in der NS‑Zeit. Für die Mehrheit jedoch ist der bis dato kaum in Erscheinung getretene Jude, der das höchste Amt in der Stadt innehat, eine Provokation. Sie fürchten nun, für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Besatzungsmächte schätzen die Arbeit von Strauss. Die Franzosen befördern ihn nach kurzer Zeit zum Landrat und als die Amerikaner in Nordbaden die neue Besatzungsmacht stellen, soll Strauss künftig die Entnazifizierung des Landkreises Karlsruhe kontrollieren. Doch Strauss’ Gegner, allen voran der Schriftsteller Theophil Kaufmann, opponieren unerbittlich gegen den Amtsträger und die Person Fritz Strauss. In den Jahren 1945 bis 1948 kommt es in Ettlingen zu heftigen Auseinandersetzungen über die Frage, wie mit dem Nationalsozialismus, den massenhaft eintreffenden Heimatvertriebenen und den ehemaligen Zwangsarbeitern umgegangen werden soll. Die auf Originalquellen basierende historische Untersuchung deckt bislang unbekannte Vorgänge dieser Ettlinger Nachkriegsgeschichte auf.
Gundula Axelsson, Eine umstrittene Geschichte. Der Jude Fritz Strauss und die Gerechtigkeit: Ettlingen in den Nachkriegsjahren 1945 – 1948. Beiträge zur Geschichte des Landkreises Karlsruhe, Bd. 13.Hrsg. vom Kreisarchiv des Landkreises Karlsruhe.704 Seiten mit 160 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 9978-3-95505-631-5. EUR 34,80.
Es war einmal ein einmaliger Zufall – und das Finderglück der Tüchtigen – dass beim Einzug des Badischen Schulmuseums in die ehemalige Waldenserschule in Palmbach das aus dem Jahr 1929 stammende, motiv- und figurenreiche Wandgemälde des damaligen Kunststudenten und späteren, bekannten deutschen Malers und Grafikers Hans Fischer-Schuppach entdeckt und einige Jahre später freigelegt wurde. Darin sind 62 Märchenmotive versteckt. Niemand hätte sich damals träumen lassen, dass Trudel Zimmermann, die unermüdliche Seele des Schulmuseums, mit akribischer Recherche die in diesem Kunstwerk verborgenen Märchen aus aller Welt entschlüsseln würde, oft sogar in unterschiedlichen Varianten oder Versionen. Nun können Sie, werte Leserinnen und Leser, sich in die Welten der Palmbacher Märchen hineinlesen oder hineinlesen lassen.
Badisches Schulmuseum Karlsruhe e. V. (Hrsg.), Palmbacher Märchenwelt. Recherche und Redaktion von Trudel Zimmermann,384 Seiten im repräsentativen Großformat mit
Hans Fischer-Schuppachs Wandgemälde als Plakat, 138 illustrierten Ausschnitten daraus und zusätzlich 6 Farbabbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-610-0. EUR 39,80.
„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“ – Dieses geflügelte Wort hat den Autor bewogen, sich mit den Künstler-Steinzeichnungen zu beschäftigen und sie zu sammeln. Der Blick richtet sich dabei auf die alte Pfalz rechts und links des Rheins, vom Rhein zur Saar, vom Neckar zur Nahe. Das Territorium der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrückens umfasste auch Teile des Hunsrücks, der Nordvogesen, des Mosel- und des Mittelrheintals, Rheinhessens, des Odenwalds und des Kraichgaus. Bonkhoff hat von 2019 bis 2024 drei umfangreiche Text- und Bildbände zur Malerkolonie Obersteinbach, die von 1896 bis 1918 bestand, vorgelegt. Gründer und Lehrer waren die führenden Künstler des Karlsruher Künstlerbundes Franz Hein, Gustav Kampmann, Karl Biese, Otto und Jenny Fikentscher, Friedrich Kallmorgen und Margarethe Hormuth-Kallmorgen von der Grötzinger Malerkolonie. Davon ist die Obersteinbacher Malerkolonie ein Ableger. Die meisten dieser Lehrkräfte, aber auch ihre Malschülerinnen, haben sich der Künstler-Steinzeichnung gewidmet. Die auf diesem Weg entstandenen Kunst-Postkarten sind stark vom Jugendstil und dem neuen Lebens- und Kunststil der jüngeren Generation geprägt. Gerade das südwestdeutsche Land rechts und links des Ober- und Mittelrheins ist reich an diesen starkfarbigen Kunstkarten, die bisher noch nirgendwo in der Fachliteratur vorgestellt und gewürdigt worden sind. Nach der romantischen Epoche der z. T. kolorierten Stahlstiche zeugen die starkfarbigen Steindrucke des frühen 20. Jahrhunderts von einer Zeit des aufblühenden Tourismus, der Wochenend- und Urlaubsgestaltung, die immer weitere Schichten der Bevölkerung erreichten.
Bernhard H. Bonkhoff, Im Blick des Jugendstils – Bilder aus der Pfalz. Vom Rhein zur Saar – vom Neckar zur Nahe.Mit Fotografien von Richard Menzel.
120 Seiten mit 151 Farbabbildungen, Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-626-1. EUR 19,90.
Da die einzige Papiergeschichte Württembergs von Friedrich v. Hößle bereits 1925 erschienen ist, soll nun – ca. 100 Jahre später – mit der vorliegenden Studie eine wissenschaftliche Aufarbeitung der württembergischen Papierproduktion, des Papierhandels und der Papiermühlen bis zur Industrialisierung vorgelegt werden. Die vorliegende Arbeit ist mit zahlreichen Quellenbelegen und einem Mühlenregister versehen, welches die Daten zu den Mühlenbesitzern und Pächtern sowie nach Möglichkeit die komplette Laufzeit bis zur Schließung vollständig wie möglich aufführt.
Christine Bührlen-Grabinger unter Mitarbeit von Frieder Schmidt, Die Papiergeschichte Württembergs. Papierproduktion, Papierhandel und Papiermühlen bis zur Industrialisierung.
280 Seiten, Broschur.
ISBN 978-3-95505-632-2. EUR 29,80.
Als ich noch mit Mann und drei Kindern in einer Dachgeschosswohnung ohne Balkon lebte, bekam ich das Angebot, einen Pachtgarten zu übernehmen. Obwohl dieser etwas abgelegen war, griff ich freudig zu. Mein zweiter Garten lag dann wesentlich näher. Nach dem Hausbau lag er mir letztendlich sogar zu Füßen, allerdings nur als grober Acker. Die brachliegende Scholle erforderte daher einen Bepflanzungsplan. Also los! Jahre später, als der Garten längst seine heutige Gestalt angenommen hatte, machte ich es mir zur Gewohnheit, einfach mal Notizen in gereimter Form über bemerkenswerte Vorkommnisse zu machen. Ganz allmählich brachte ich eine gewisse Ordnung in diese Zettelwirtschaft. Dadurch, dass ich alles notierte und mit viel Kopfzerbrechen passend miteinander verknüpfte, kam schließlich das vorliegende Ergebnis zustande: Vermutlich eine seltene Art der Schilderung über ein ganzes Gartenjahr hinweg in Form eines „Epos“, eine Erzählung in Reime gefasst und in einem unterhaltsamen Plauderton präsentiert.
Viel Spaß und Freude beim Lesen wünscht
Margot Tripodi
Margot Tripodi, Mit Margot durch das Gartenjahr.
104 Seiten mit 370 Farbabbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-586-8. EUR 16,90.
Der Kreisgeschichtsverein Calw e. V. (KGV) präsentiert zum zwölften Mal den Band „Einst & Heute – Historisches Jahrbuch für den Landkreis Calw“ in Fortsetzung der gleichnamigen Heftreihe sowie der Jahrbücher des Landkreises Calw. Auf 192 Seiten sind nach der Einleitung des Redakteurs elf Beiträge verschiedener Autoren zu lesen. Die untenstehende Liste gibt eine Übersicht. Die informativen Abhandlungen konnten nur durch den Fleiß der Autoren und deren umfangreiche Recherchen in den Archiven, vor Ort und in der Literatur entstehen. Dabei gilt es zu betonen, dass die lokalen Archive durch die dauerhafte Aufbewahrung schützenswerten Kulturguts die wesentliche Grundlage dafür bieten, dass heutige und künftige Generationen einen Blick in die Vergangenheit werfen können. Durch die zeitintensive und fordernde Arbeit der Autoren kann dieses „Rohmaterial“ im weiteren Verlauf für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht und in einem verständlichen und übersichtlichen Format zur Verfügung gestellt werden. Besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen: Autoren, Redakteur, Redaktionsbeirat und allen darüber hinaus an der Erstellung des Werkes beteiligten Mitgliedern des KGV, weiter der Sponsorin Sparkasse Pforzheim Calw sowie dem die Herausgabe fördernden Landkreis Calw. Alle gemeinsam ermöglichen durch ihr Engagement neue Einblicke in vergangene Zeiten.
Kreisgeschichtsverein Calw e.V. (Hrsg.), Einst & Heute – Historisches Jahrbuch für dem Landkreis Calw. Ausgabe 2026/27.
176 Seiten mit 157 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-634-6. EUR 9,00.
Heidelbergs traditionelles Stadtbild erfährt mehr und mehr Konkurrenz durch Formen und Farben moderner Baukultur. Vereinzelt tauchen bereits auch Merkmale der Neuen Schwarzen Architektur (NSA) auf, beispielsweise in der Bahnstadt oder auf dem Campus Im Neuenheimer Feld. Die NSA tritt momentan im Heidelberger Raum nur punktuell in den Blick, aber es gibt sie schon, wie in diesem Buch belegt wird. Bemerkenswert erscheint dabei das Phänomen, dass man schwarze Gebäude zwar mit dem Auge flüchtig wahrnimmt, ihnen aber eher wenig Aufmerksamkeit schenkt. Es herrscht noch keine Klarheit über die Gründe für eine schwarze Farbwahl. Dennoch scheint Übereinstimmung darin zu liegen, dass es sich nicht nur um eine Modeerscheinung handelt, sondern auch um den Ausdruck einer veränderten Lebenshaltung. Manche freuen sich auf viele weitere schwarze Perlen, Diamanten und Juwelen in der Architektur, andere schauen mit Skepsis auf die als bedrohlich und bedrückend empfundene, neue schwarze Bauweise. Auch wenn Heidelberg im Vergleich zu anderen Städten aktuell im Schwarz-Ranking noch im Hintertreffen liegt, so spricht einiges dafür, dass man auch hier künftig aufholen und in Bezug auf Gebäude etwas mehr „schwarzsehen“ wird als früher.
Hans Jörg Staehle, Heidelbergs modernes Stadtbild. Bahnstadt – Im Neuenheimer Feld unter Berücksichtigung der Neuen Schwarzen Architektur (NSA).
176 Seiten mit 184 Farbabbildungen, Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-633-9. EUR 19,90.
Fünfzehn bedenkliche Geschichten von den politischen und kulturellen Problemen unserer Zeit sind im dritten und letzten Teil von Wolfgang Reinhards „Ausgewählten Abhandlungen“ vereint. Die facettenreichen Themen ziehen sich durch das professionelle wie auch private Leben Reinhards, wie: Glaube und Unglaube, Identität und Differenz, Europa und Resonanz, Repräsentation und Beauftragte, Erinnerungskultur und Geschichtswissenschaft, Wachstum und Kulturwandel. Die Essays verbindet der Bezug von Gegenwart und Vergangenheit sowie der analytische Blick des vielseitigen Historikers und Anthropologen. Sie wollen Anstoß erregen, denn sie sind geprägt von einem rücksichtslosen Wahrheitswillen, der zwar nicht verletzen will, aber dieses Risiko durchaus in Kauf nimmt. „Bedenklich“ sind sie, weil sie zum Weiterdenken anregen wollen – wie einst, vor fast 500 Jahren, der abgebildete große Denker Erasmus von Rotterdam.
Wolfgang Reinhard, Bedenkliche Geschichten von menschlichem Verhalten. Ausgewählte Abhandlungen III.
248 Seiten, Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-629-2. EUR 24,80.
Carolin Merkles bildhaftes Buch beschreibt eine Reise auf der Autobahn A5, von deren Beginn in Hessen bis hin zur Schweizer Grenze. Die Autorin verarbeitet eine Vielzahl an Themen, die sich von persönlichen Erfahrungen bis hin zu historischen Begebenheiten bewegen. Dies spiegelt sich in der literarischen Gattung wider: Gedichte reihen sich an Prosatexte und Konversationen, unterbrochen von grafischen Skizzen, den «Staugeometrien». Mal heiter, mal tragisch, erzählt das Buch Geschichten entlang der Autobahn, dem Rhythmus des Verkehrs folgend. Manchmal geht es schnell, manchmal stockend, manchmal möchte man einfach nur bleiben und der Autorin beim Erzählen einer weiteren Anekdote lauschen.
Carolin Merkle, Autobahn A5. Gedichte und Kurzprosa.48 Seiten mit 3 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-611-7. EUR 12,90.
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Kraichgaus war äußerst wechselvoll. Das galt auch für die Juden Neidensteins, die um 1800 ca. 37 % der Einwohnerschaft ausmachten. Wegen zahlreicher Abgaben und Schutzgeldzahlungen war die Armut der jüdischen Landbevölkerung groß. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts besserte sich ihre Lebenssituation. Trotz vielfältiger Reformversuche, um jüdischen Schulabgängern Ausbildungsberufe zu ermöglichen, blieb die Mehrheit der jüdischen Männer Neidensteins auch im 19. Jahrhundert im Viehhandel tätig. Die völlige Gleichstellung erlangte die jüdische Bevölkerung in Baden erst 1862. Doch der politisch motivierte Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts verhinderte eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus erfuhr auch die jüdische Bevölkerung in Neidenstein Ausgrenzung und Tyrannei. Zwanzig jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert und fanden einen gewaltsamen Tod. Achtzig Menschen mit Neidensteiner Wurzeln oder Bezug zu Neidenstein wurden von anderen Orten deportiert und ermordet. Bewusst wurde dem Buch der Titel: Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, um aufzuzeigen, was mit den Menschen geschehen ist, die in den Osten verschubt (NS-Jargon) worden sind oder in der Fremde als entwurzelte, kranke oder vereinsamte Emigranten und Emigrantinnen überlebt haben. Oft sind ihre Lebensspuren kaum noch sichtbar. Dennoch soll das Wenige aufgezeigt werden, um ihr In-der-Welt-gewesen-sein zu dokumentieren.
Edith Wolber, Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 680 Seiten mit mit 621 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-558-5. EUR 39,80.
Auf der Grundlage von Dokumenten in Land-, Kirchen- und Stadtarchiven nennt das Buch in Kurzform die Würdigungen für Gefallene, Vermisste und Verstorbene des Ersten Weltkriegs in den unterschiedlichen Formen, ob Kriegerdenkmal, Gedenktafel, Glasmalerei, Glocken oder Ähnliches. Dabei werden alle Gemeinden, die Ende der zwanziger Jahre zur Pfalz gehörten, in alphabetischer Reihenfolge berücksichtigt. Initiative, Planung, Finanzierung und Gestaltung sowie die zeitgenössische Deutung werden dazu je nach Quellenlage aufgezeigt. Dabei werden die verschiedenen Stufen der Entwicklung der Kriegerdenkmäler sichtbar von der Trauer zu Beginn der zwanziger Jahre bis hin zum Totenkult in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Kriegerdenkmäler wurden nach Aussage des Speyerer Oberbürgermeisters zu Brücken vom Zweiten ins Dritte Reich. Die nur unvollständige Überlieferung der Geschichte der einzelnen Objekte macht deutlich, dass diese Übersicht nur ein Anfang sein kann als Anstoß und Orientierung für die lokale Geschichtsforschung.
Heinrich Thalmann, Von der Trauer zum Totenkult. Kriegerdenkmäler, Gedenktafeln und Ähnliches der Pfalz in der Zwischenkriegszeit. Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. 125. 400 Seiten mit 1020 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-461-8. EUR 39,80.
Die Waldenser – Anhänger des seit 1174 tätigen Lyoner Laienpredigers Waldes – wurden ab dem 16. Jahrhundert als Vorläufer der Reformation betrachtet, ja sogar als „Rest“ der Urkirche. Dieses Fremdbild und auch Selbstbild sollte ihr Überleben als religiöse Minderheit im Piemont sichern. Trotzdem wurden zwischen 1685 und 1730 viele Waldenser von dort vertrieben. Die meisten fanden eine neue Heimat in Hessen und Württemberg; andere zogen früher oder später weiter bis nach Nordamerika. Dieser Tagungsband beleuchtet in sieben Aufsätzen die vielschichtige Geschichte der Waldenser zwischen 1600 und 1900 aus unterschiedlichen Perspektiven: ausgehend von neuzeitlichen Geschichtsbildern über Erkenntnisse zu transnationalen Migrationsbewegungen bis hin zu den lokalen Lebenswelten und sprachlichen Traditionen der Waldenser in Württemberg.
Albert de Lange, Kay Weidenmann
(Hrsg.)
, Waldenser – eine Minderheit in Bewegung. Zwischen Bild und Wirklichkeit in England, Piemont, Nordamerika und Württemberg (1600 –1900).Waldenserstudien, hrsg. von der Deutschen Waldenservereinigung e.V. Ötisheim-Schönenberg, Bd. 9.224 Seiten mit 51 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-616-2. EUR 29,80.
In diesem Buch habe ich die Erinnerungen an meine Kindheit aufgeschrieben. Darin beschreibe ich meine persönlichen Erlebnisse in dieser Zeit, wie ich das Hitlerregime und die Schrecken des II. Weltkrieges als Kind in Bruchsal erlebt habe. Es soll zur Erinnerung und Mahnung für die jetzigen und nachkommenden Generationen dienen. Meine Hoffnung ist, dass es nie wieder Krieg geben wird, und die Menschen in Frieden und Freiheit leben können.
Ingeborg Hefft, Kellerkinder. Erinnerungen einer Zeitzeugin des „Dritten Reiches“. 104 Seiten mit 30 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-598-1. EUR 16,90.
„Herr der sieben Länder“, Kunstmäzen, Musikpatron, Schöpfer der Mannheimer Kulturblüte – Kurfürst Carl Theodor wird bis heute vor allem mit den kulturellen und repräsentativen Leistungen seiner Regierungszeit verbunden. Hinter diesen weithin bekannten Facetten seines Wirkens steht jedoch ein weiterer, nicht weniger bedeutsamer Teil seines Vermächtnisses: seine Rolle als Wegbereiter von Innovation und Fortschritt. Dieses Buch richtet den Blick auf diese bislang wenig beachtete Seite des pfälzisch-bayerischen Regenten. Behandelt werden dabei unter anderem die Bedeutung der Enzyklopädien für den Wissenstransfer, technische Entwicklungen wie Kräne und Mühlen, Wasserbau und Trinkwasserversorgung, die Stadtentwicklung Mannheims sowie die Förderung von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Unternehmern. Unterstützt durch zahlreiche Beispiele aus Archiven, Museen und historischen Quellen zeichnet sich somit ein klares Bild ab, wie eng Aufklärung, wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und staatliche Modernisierung in der Regierungszeit Carl Theodors miteinander verknüpft waren.
Kai Budde, Kurfürst Carl Theodor, Förderer von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik. 208 Seiten mit 118 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-619-3. EUR 24,80.
Die Vorgänge in Pirmasens während der Zeit der Separatistenherrschaft vom 29. November 1923 bis zum 12. Februar 1924, dabei insbesondere der Sturm auf das Bezirksamt an diesem 12. Februar, werden heute sehr kontrovers betrachtet. Das liegt daran, dass das Geschehen des 12. Februar zum Mythos geworden ist, welcher über all die seither vergangene Zeit von den verschiedensten politischen Gruppierungen in ihrem Sinne genutzt wurde. Dies reicht von einer nationalistischen Überhöhung als heldenhafter Freiheitskampf zur Zeit der Nationalsozialisten bis hin zur Wertung als abscheuliche Mordtat, wie es in heutiger Zeit angesagt zu sein scheint. Im vorliegenden Buch geht es nun nicht um eine Neubewertung der damaligen Vorgänge, irgendwo zwischen den genannten Extremen, sondern darum, es dem Leser zu ermöglichen, sich anhand der geschichtlichen Fakten ein eigenes Bild von diesen weit zurück liegenden Vorgängen zu machen. Dazu soll der Nachdruck des vom Pirmasenser Heimatforscher Oskar Schäfer im Jahr 1936 veröffentlichten Buches dienen, welches eine genaue und in alle Einzelheiten gehende Abfolge des damaligen Geschehens aufzeichnet. Sicher ist auch diese Darstellung nicht frei von kleinen Fehlern, sie belegt aber die geschriebene Historie mit sehr vielen Originaldokumenten und Fotos und ist in dieser Form von allen Historikern als die Dokumentation anerkannt, welche das damalige Geschehen am gründlichsten recherchiert wiedergibt. Eine kurze Einführung widmet sich der Problematik bei der Bewertung dieser Historie und diese Einführung möchte den Leser auch für den behutsamen Umgang mit Schäfers Darstellung der Geschichte sensibilisieren.
Manfred Woll (Hrsg.), Oskar Schäfer, Die Pirmasenser Separatistenzeit 1923 – 1924. Faksimile-Ausgabe. 320 Seiten mit 113 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-627-8. EUR 27.80.
Die KLEINE GESCHICHTE DER PFALZ zeichnet fundiert und leicht lesbar die bewegte Geschichte der Pfalz nach. Kompakte Schwerpunkttexte, zahlreiche Abbildungen, Karten, eine Zeitleiste und eine Auswahl bedeutender Persönlichkeiten vermitteln einen anschaulichen Überblick. Tipps zum Besuch historischer Orte und der breitgefächerten Museen sowie eine bibliografische Auswahl laden zur Vertiefung ein.
Region Pfalz bis 1816
• Frühzeit, Kelten, Römer, Franken, Pfalz als Begriff
• Zentrum des Heiligen Römischen Reichs im 11.–13. Jahrhundert
• Missionare, Klöster und Burgen
• Territorien der Pfalz, Adelshäuser, Städte
• Jüdisches Leben
Kurfürstliche Pfalz bis 1816
• Pfalzgrafschaft bei Rhein und Kurfürstentum Pfalz
• Reformationszeit und Jahrhundert der Kriege
• Aus- und Einwanderung
• Französische Revolution und das Ende der Kurpfalz
• Wittelsbacher am Rhein und ihre Linien
Region Pfalz ab 1816
• Bayerischer Rheinkreis, Pfalz und die Wittelsbacher
• Revolutionäre Pfalz 1832 und 1848–1849
• König- und Kaiserreich: Politisch, Soziales, Religion
• Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus
• Die Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz
Michael Landgraf, Kleine Geschichte der Pfalz.
224 Seiten mit 224 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-612-4. EUR 19,90.
Kunstwerke prägen die Atmosphäre des Karlsruher Instituts für Technologie. Denn in Hörsälen, auf Gängen, in Laboren und Büros, auf Plätzen oder als Kunst am Bau fordern die Werke zu eigenständigem Denken und Urteilen dort heraus, wo man nach einer ästhetischen Erfahrung zunächst nicht suchen würde. Beeindruckend ist die Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke, die am Karlsruher Institut für Technologie seit 1961 kontinuierlich wächst und so zum sichtbaren Teil der Erfolgsgeschichte des KIT wird.
Oliver Jehle, Andrea Stengel, Ines Kelly (Hrsg.), Zwischen Tradition und Transformation. Die Kunstsammlung des Karlsruher Instituts für Technologie.436 S. mit 116 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Klappenbroschur.ISBN 978-3-95505-608-7. EUR 29,80.
Die 30 neue Streckentouren in der Region Stuttgart „Da liegst du nun im Sonnenglanz, schön wie ich je dich sah, in deiner Berge grünem Kranz.“ Schon der Dichter Karl von Gerok wusste um unsere facettenreiche Landeshauptstadt und ihre malerische Umgebung. Uralte Schlösser und Burgen im Neckartal, wunderschönes Panorama auf der Schwäbischen Alb, Eisenbahn-Romantik im Strohgäu – Schritt für Schritt durchqueren unsere 30 neuen Wandertouren die Region Stuttgarts, jede einzelne davon wunderbar erreichbar mit Bus und Bahn. Erkunden Sie die traumhafte Natur der Leonsteiner Berge, tauchen Sie ein in die Vergangenheit des Schönbuchs, entdecken Sie die Vielfalt unserer schwäbischen Metropole – immer begleitet von mystischen Sagen, spannenden Geschichten und langen Traditionen. → Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein Übersichtsplan → Mit GPS-Tracks zum Download → Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Download der GPS-Daten der Touren
Michael Erle, Wandern in der Region Stuttgart. Die 30 schönsten Touren.176 Seiten mit 151 farbigen Abbildungen, 30 Tourenkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-544-8. EUR 17,90.
Am 6. August 1515 spielte sich im Kloster der Franziskanerkonventualen St. Martin in Freiburg ein dramatischer Vorgang ab. Der Konvent, der seit seiner Gründung um 1229 fast drei Jahrhunderte lang in der Stadt gewirkt hatte, wurde von einem großen Aufgebot von 27 fremden Ordensbrüdern geistlichen Würdenträgern und städtischen Amtsträgern handstreichartig besetzt, die seine Reform verkündeten. Die dreizehn Priester und neun Novizen wurden vor die Alternative gestellt, sich entweder der Reform anzuschließen oder das Kloster zu verlassen. Der lange Streit zwischen den beiden Ordenszweigen, den traditionellen Konventualen und den Observanten, die für sich in Anspruch nahmen, das Ideal des Ordensgründers und seine Regel authentischer zu leben, führte hier zu einem letzten Höhepunkt vor der endgültigen Trennung der beiden Richtungen 1517. Vorausgegangen war eine fast zwanzigjährige Auseinandersetzung der Konventualen mit den städtischen Autoritäten, bis sich die Letzteren schließlich nach einem monatelangen erbitterten Rechtsstreit mit Hilfe von Papst und Kaiser durchsetzten. Der Konvent gehörte fortan nicht mehr der Straßburger Ordensprovinz, sondern der Oberdeutschen Observantenprovinz an. Der Konflikt beendete nicht nur die Präsenz der Konventualen in St. Martin, sondern auch ihre Memoria, die schriftliche Überlieferung der Namen ihrer Wohltäter und der liturgischen Gebetsverpflichtung. Das pergamentene Anniversar, das den Kalender der jährlichen Fürbitten seit dem Ende des 13. Jahrhunderts festhielt, wurde ausradiert und im Lauf der nächsten hundert Jahre mit neuen Namen überschrieben. Mit Hilfe von UV-Licht lässt sich diese Zerstörung teilweise rückgängig machen, sodass die meisten der getilgten Namen früherer Gönner und Stifter wieder zugänglich werden. Ihre Identifikation lässt ein kohärentes Bild der städtischen und regionalen Schichten erkennen, die dem alten Konvent nahestanden: Es waren vor allem die jeweiligen Eliten, die mit Testamenten und Stiftungen zu seinem Unterhalt beitrugen: Zu Beginn waren es die Adligen und Patrizier, oft aus dem Umfeld der Grafen von Freiburg, im 14. und 15. Jahrhundert die bürgerlichen und zünftischen Eliten. Den reformierten Konvent nach 1515 unterstützten vor allem die akademischen Kreise der jungen Universitäten und die Amtsträger der habsburgischen Landesherrschaft. Die Armen waren in dieser Form des Totengedenkens selten sichtbar.
Herbert Kraume, Reformatio und Memoria. Das Anniversar des Franziskanerkonvents St. Martin in Freiburg und seine Reform 1515. 416 Seiten mit 1 Schwarz-Weiß-Abbildung, fester Einband.
Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau, Band 46.
Hrsg. von Mona Djabbarpour, Florian Hoffmann, Johanne Küenzlen.
ISBN 978-3-95505-462-5. EUR 34,80.
„Der Bau und die Verwaltung von Wohnungen und sonstigen Bauten“: Mit diesem Auftrag gründet die Stadt Mannheim 1926 die Gemeinnützige Baugesellschaft mbH. Der Erlenhof in der Neckarstadt ist das erste Großprojekt der noch jungen GBG, die sich bald zum größten Player auf dem Mannheimer Wohnungsmarkt entwickelt. Sie bietet zahlreichen Menschen ein Heim – und das bis heute. Ihre Geschichte spiegelt die der Stadt Mannheim wider, mit allen Brüchen und Verwerfungen von der Weimarer Zeit bis in die Gegenwart. Hundert Geschichten beleuchten die vergangenen hundert Jahre der GBG. Jedem Kalenderjahr ist ein eigenes historisches Schlaglicht gewidmet, spannend erzählt und mit zahlreichen Bildern illustriert. Es verdeutlicht Meilensteine der Unternehmensentwicklung im Kontext der deutschen Wohnungsbaupolitik. Aber es thematisiert auch die Auswirkungen der allgemeinen historischen (Stadt-)Entwicklung auf die GBG und ihre Mieter*innen wie NS-Zeit, Zweiter Weltkrieg, Wiederaufbaujahre oder europäische Integration. Das Buch ist entstanden in enger Kooperation von GBG und MARCHIVUM. Zahlreiche renommierte Autorinnen und Autoren haben daran mitgewirkt.
Heiko Brohm, Harald Stockert, Die GBG in Mannheim. 100 Jahre in 100 Geschichten.
448 Seiten mit 390 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-607-0. EUR 29,80.
Die erweiterte Neuauflage des „Inszenierten Glücks“ dokumentiert die Entstehung des Alt-Stuttgarter Märchenviertels rund um den Hans-im-Glück-Brunnen. Sie zeigt die Poesie der Architektur, der Fassaden, Plätze und Gassen. Sie verfolgt auch kritisch die Veränderungen im Viertel bis in die Gegenwart. Das Märchenviertel, 1909 vollendet, war eines der vielen hervorragenden Projekte von Eduard Pfeiffer mit seinem „Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen“. Ein Musterbeispiel gelungenen bürgerschaftlichen und mäzenatischen Engagements für einen vorbildlich sozialen Wohnungsbau in der Stadt.
Stiftung Geißstraße, Inszeniertes Glück. Die erneuerte Stuttgarter Altstadt 1909. 120 Seiten mit mit 165 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-609-4. EUR 19,90.
In den 29 Jahren, in denen in Weingarten (Baden) Mitte des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert wurde, prägten zahlreiche Bohr- und Fördertürme, Tiefpumpen, Kehrräder und Pipelines das Ortsbild. Wieso gab es so viele Fördertürme und Bohrstellen? Aus welcher Tiefe und aus welchen Schichten wurde das Erdöl gefördert? Wie viel Erdöl wurde insgesamt gewonnen, und gibt es noch immer Erdöl im Untergrund von Weingarten? Arnfried Becker hat sich der Erforschung dieser kurzen Episode in der über 1000-jährigen Geschichte Weingartens angenommen. Mit zahlreichen Fotografien, Illustrationen und Karten, ergänzt durch Zeitzeugenberichte und historische Dokumente, wird ein fast vergessener Abschnitt in der Geschichte Weingartens wiederbelebt.
Arnfried Becker, Geschichte der Erdölfelder Weingarten und Werrabronn in Baden. 144 Seiten mit 108 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-95505-618-6. EUR 19,90.
Allzu lange war das Leben in Routine erstarrt, nun endlich lockern sich die Fesseln, die bisher das Denken der Menschen einengten. Denn Luthers Thesen lösen in Deutschland ein Beben aus, das die gesamte kirchliche und soziale Ordnung ins Wanken bringt …
In dieser unruhigen Epoche tritt Cyriakus Rucker 1522 als Scholar in das Aschaffenburger Stift St. Peter & Alexander ein. Doch sein frommer Lebensweg wird nach und nach geprägt von Diskussionen, die ihm immer wieder Widersprüche und Heucheleien hinter religiösen Idealen aufzeigen. Zunehmend enttäuscht muss er mitansehen, wie die scheinbar feste Ordnung der Kirche unter der Last politischer und religiöser Konflikte, Machtinteressen und menschlicher Schwächen aus den Fugen gerät und sein Weltbild erschüttert – ein Bruch, der nicht ohne tragische Konsequenzen bleibt.
Manfred Schopp, Das Stift. Wie Cyriakus Rucker den Glauben an den lieben Gott verlor. 176 Seiten, fester Einband. ISBN 978-3-95505-621-6. EUR 16,90.
Die Beiträge der aktuellen Mannheimer Geschichtsblätter spannen erneut einen großen zeitlichen Bogen. Die Antike und das Hochmittelalter sind dieses Mal nur punktuell vertreten. Einen zeitlichen Schwerpunkt markieren die Beiträge zum ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert. Alle weiteren Beiträge thematisieren Personen und Ereignisse des zurückliegenden 20. Jahrhunderts.
Herrmann Wiegand, Wilfried Rosendahl, Harald Stockert, Michael Kost, Wilhelm Kreutz, Mannheimer Geschichtsblätter. Band 49 + 50/2025.
240 Seiten mit 223 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-622-3. EUR 27,90.
Erhältlich über die Gemeinde Waldbrunn:www.waldbrunn-odenwald.de
Die Geschichte eines Ortes ist vor allem die Geschichte der Menschen, die dort wohnen und wohnten. Daran hat sich in den vergangenen 700 Jahren seit der Ersterwähnung von Weisbach im Jahre 1326 nichts geändert.
Die vorliegende Chronik stellt die erste umfassende Darstellung der Weisbacher Ortsgeschichte dar. Sie ist bewusst als Stoffsammlung und heimatliches Lesebuch konzipiert, die wissenschaftliches Arbeiten und Heimatgeschichte miteinander verbindet. Die Gestaltung orientiert sich an den bisherigen vier Chroniken der Ortsteile Oberdielbach, Schollbrunn, Strümpfelbrunn und Waldkatzenbach, setzt aber eigene Akzente, um die Besonderheiten von Weisbach hervorzuheben. Die vorliegende Chronik enthält neben historischen und heimatgeschichtlichen Abhandlungen auch Zeitzeugenberichte, Lebensgeschichten und Anekdoten aus dem Alltag unserer Vorfahren. Das aktuelle Ortsgeschehen ist mit den Festen, wie dem Brunnenfest, den Vereinen und der Freiwilligen Feuerwehr festgehalten. Die insgesamt 97 Beiträge stammen von 40 Autoren. Dazu kommen die beiden Grußworte. Die Themen reichen von der Ersterwähnung und der Geologie über die kommunale Entwicklung, die Landwirtschaft, den Wald, das Gewerbe, die Gaststätten, die kirchlichen Verhältnisse, die Schule, die Infrastruktur, die Auswanderungen, die Steinkreuze, die Sagen, die Bräuche bis zu den Hausnamen und vielem mehr.
Gemeinde Waldbrunn, 700 Jahre Weisbach 1326 – 2026. Chronik eines Dorfes auf dem Winterhauch.
480 Seiten mit 331 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-554-7. EUR 40.
Alexandra Werlé reflektiert, seit sie schreiben kann, ihr Umfeld mit spitzer Feder.
Entsprossen aus einem freigeistlichen, künstlerisch geprägten Elternhaus, hinaus ins eigenständige Leben; seit jeher sammelt sie kreativ, mit sicherer Intuition den Gefühlen hinterher, ihre Lebensweisen und -situationen, welche hier nun einen Ausdruck in Schrift und Bild verliehen bekommen. Oder Sie beschreibt, was erkannt und von Bestand für immer festgehalten werden sollte, im reimischen Momentum.
Und nun, spüren Sie nach, nehmen Sie mit kindlicher Freude Anteil an der Beschreibung, entdecken Sie, ohne den Ernst des Sinns im Leben aus den Augen zu verlieren.
Viel Spaß!
Alexandra Werlé, Essenz. Gedichte & Mehr.
112 Seiten mit 7 Farbabbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-606-3. EUR 14,90.
Die vorliegende Publikation schließt eine dreiteilige Untersuchung zur Geschichte Günterstals, die mit der Säkularisation des Klosters 1806 begann und bis in die 1970er Jahre reicht, ab. Im Mittelpunkt stehen erneut die „kleinen Leute“ und deren Schicksale. Die Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird ebenso beleuchtet wie der Weg in den Aufschwung der Folgejahrzehnte und die damit verbundenen Veränderungen, die letztlich den Verlust der klassischen Dorfstruktur und des Zusammengehörigkeitsgefühls bewirkten. Damit waren die Grundlagen für das Heute gelegt, wo in einer anonymisierten Gesellschaft die örtlichen und historischen Bezüge an Bedeutung verloren haben. Dieser reich bebilderte, dritte Band zu Günterstal macht deutlich, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte ist. Er trägt dazu bei, die Besonderheiten des Stadtteils bewusst wahrzunehmen und eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. So kann Günterstal auch heute als ein Ort mit eigener Identität und reicher Historie erlebt werden, der seinen Bewohnern vielfältige Anknüpfungspunkte für ein gemeinsames Verständnis und Zugehörigkeitsgefühl bietet.
Karin Groll-Jörger, Günterstal. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre, Band 3.248 S. mit 144 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-584-4. EUR 29,80.
Die Ehefrau des Lagerleiters von Buchenwald, Ilse Koch, machte sich als »Hexe von Buchenwald« einen unrühmlichen Namen. Sie eignete sich anmaßende Befugnisse an, die so weit gingen, dass sie die Häftlinge, auf unverschämte Weise provozierte und keine Gelegenheit ausließ, um sie zu demütigen und zu quälen oder sogar eigenhändig zu erschießen. Im Juni 1945 wurde sie in Ludwigsburg verhaftet. Der erste Prozess, 1947 von den Amerikanern durchgeführt, wurde wegen Verfahrensfehlern annulliert; im Folgeprozess, ab 1949, vor einem deutschen Gericht, bekam sie eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Im Buch wird anhand von Gerichtsprotokollen und Zeugenaussagen bei der Zentralen Stelle Ludwigsburg zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen, die Darstellung des Bösen thematisiert und aufbereitet. Ilse Koch starb 1967 in der Frauenstrafanstalt Aichach durch Suizid.
Manfred Henne, Ilse Koch. Die »Kommandeuse« von Buchenwald – Eine Darstellung des Bösen. 122 Seiten mit 64 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-95505-625-4. EUR 19,90.
Die Landschaft des lieblichen Taubertals ist geprägt von sanften Hügeln, Weinbergen und einer wildromantischen Natur. Burgen, Schlösser und historische Orte erzählen von einer jahrhundertealten Geschichte. Unsere Wege führen durch Mischwälder und über weite Felder, bergauf und bergab, vorbei an historischen Brücken und durch Ortschaften mit Museen und Fachwerkhäusern. Mit diesem von der „Evangelischen Jugendhilfe Würzburg“ zusammengestellten Wanderführer laden wir Sie ein, auf 19 einzigartigen Rundwanderungen die Wege zwischen dem unterfränkischen Röttingen und dem baden-württembergischen Bad Mergentheim zu erkunden. Persönliche Insidertipps zu Kultur, Historie und Landschaft bereichern jede Wanderung.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Frauke Adams, Wandern in Weikersheim und Umgebung.
Herrliche Landschaften und sagenhafte Ausblicke im lieblichen Taubertal.
144 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-596-7. EUR 16,90.
„Biosphärengebiet“ steht für das harmonische und respektvolle Miteinander von Mensch und Natur, wodurch sich Flora und Fauna ungestört entfalten und ihren ursprünglichen Charakter bewahren können. Ein schönes Beispiel dieser wertvollen Kulturlandschaft: die Schwäbische Alb. Obwohl große Teile unter Schutz stehen, bleibt die Region um Teile der Landkreise Esslingen, Reutlingen und des Alb-Donau-Kreises ein offener Erlebnisraum. Hier hat man die Chance, auf 26 Touren neben landschaftlicher Vielfalt auch der reichen Kulturgeschichte dieses Gebiets zu begegnen: Burgen und Schlösser auf markanten Höhen, beeindruckende Kirchen und Kapellen, historische Städte und Dörfer. Hofläden mit regionalen Produkten und gemütliche Gasthäuser bieten Gelegenheit, die Alb auch kulinarisch kennenzulernen und eine genussvolle Pause einzulegen. Erleben Sie die Natur in ihrer ganzen Pracht – die schönsten Wege liegen noch vor Ihnen.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Download der GPS-Daten der Touren
Dieter Buck, Auf Tour im Biosphärengebiet.
26 Naturerlebnis-Wanderungen auf der Schwäbischen Alb.
160 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-595-0. EUR 16,90.
DER BAUERNKRIEG IM LANDKREIS REUTLINGEN
BERND BREYVOGEL Der Bauernkrieg 1525 in Südwestdeutschland – seine Geschichte und seine heutige Bedeutung JONATHAN REINERT Reformation und Bauernkrieg – ein tragisches Missverständnis? ROLAND DEIGENDESCH Ende in der Räuberhöhle. Der Bauernkrieg im Echaztal EBERHARD FRITZ Der Bauernkrieg im Gebiet des Klosters Zwiefalten und auf der Münsinger Alb.
WEITERE BEITRÄGE
MARCEL SCHÖN Landesgeschichtliche Perspektiven auf einen Fischereikonflikt zwischen Reutlingen und Kirchentellinsfurt (1494–1511) IRMTRAUD BETZ-WISCHNATH / MICHAEL WISCHNATH Jakob Salb – ein Reutlinger Maler des 16. Jahrhunderts JÜRGEN QUACK Heirat in Helenendorf. Schwäbische Kolonisten und Basler Missionare im Kaukasus SEBASTIAN WENGER Von „Lumpen“ und „üblen Frauenzimmern“ – Schicksale und Lebenswege der Klienten des Fürsorgeamtes Reutlingen in der Zeit des Nationalsozialismus ANDREA BRÄUNING Gustav Adolf Rieth, Geograph, Bildhauer, Prähistoriker, Landeskonservator und Denkmalpfleger.
Hrsg. von dem Stadtarchiv Reutlingen und dem Reutlinger Geschichtsverein e.V.
Reutlinger Geschichtsblätter. Jahrgang 2025, Neue Folge Nr. 64.
Redaktionelle Leitung von Dr. Roland Deigendesch.
Mit Beiträgen von: Marco Birn, Bernd Breyvogel, Jonathan Reinert, Roland Deigendesch, Eberhard Fritz, Marcel Schön, Irmtraud Betz-Wischnath, Michael Wischnath, Jürgen Quack, Sebastian Wenger und Andrea Bräuning.
368 Seiten mit 70 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Leineneinband mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-95505-602-5. ISSN 0486-5901. EUR 25,00.
Während die Rechtsanwältin Adeviye Bel ihren Sommerurlaub fernab des heimatlichen Karlsruhes auf den Spuren impressionistischer Künstler in Frankreich verbringt, erschüttert der zufällige Fund eines eingemauerten Skeletts auf dem Grötzinger Augustenberg die Öffentlichkeit. Schnell ranken sich verschiedenste Mutmaßungen um die mögliche Identität des Augustenburger Skeletts, wie es in Volksmund und Presse genannt wird. Stammt die Leiche aus der Zeit der Grötzinger Malerkolonie? Oder könnte es sich um ein Opfer des „Dritten Reiches“ handeln? Der ermittelnde Staatsanwalt Meyer hat eine äußerst unangenehme Befürchtung und holt Adeviye Bel ins Boot. Die „Akte Augustenberg N. N.“ streift gleich mehrere Rätsel, in denen ein antikes Gemälde, eine verschwundene Künstlerin und das Schicksal von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielen – auf der Spurensuche durch mehrere Epochen stochert Adeviye lange im Dunkeln, bis sie endlich die richtige Fährte findet.
Rahsan Dogan, Der Fall Augustenberg. Karlsruhe-Krimi. 162 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-613-1. EUR 16,00.
Westpfalz, 1956: Eine ungewollte Schwangerschaft bindet Johanna an den Bauernsohn Peter und das harte Leben auf dem Clausenhof. Als ein Giftanschlag die Existenz der Familie vernichtet, wird der neue Hof außerhalb des Dorfes zu Johannas Lebensaufgabe. Während sich Johanna mit aller Kraft dafür einsetzt, die Zukunft zu sichern, wächst ihre Tochter Mia in einer Welt im Umbruch auf. Für Mia ist der Hof kein Rettungsanker, sondern ein Käfig aus Pflichterfüllung und Plackerei. Johanna tut alles, damit der Hof niemals scheitert. Mia jedoch sucht nach einem Weg, der sie weit weg vom schweren Erbe der Westpfalz führt. Eine tiefgreifende Familiensaga über eine Mutter, die für das Überleben ihres Betriebes und das Wohlergehen ihrer Familie kämpft, und eine Tochter, die den Mut finden muss, ihre eigenen Träume gegen die Tradition zu verteidigen.
Ursula Klein, Mittagsleuchten. Eine Familiensaga aus der Pfalz. 354 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-605-6. EUR 14,90.