In diesem Buch habe ich die Erinnerungen an meine Kindheit aufgeschrieben. Darin beschreibe ich meine persönlichen Erlebnisse in dieser Zeit, wie ich das Hitlerregime und die Schrecken des II. Weltkrieges erlebt habe. Es soll zur Erinnerung und Mahnung für die jetzigen und nachkommenden Generationen dienen. Meine Hoffnung ist, dass es nie wieder Krieg geben wird, und die Menschen in Frieden und Freiheit leben können.
Ingeborg Heft, Kellerkinder. Erinnerungen einer Zeitzeugin des „Dritten Reiches“. 104 Seiten mit 30 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-598-1. EUR 16,90.
Carolin Merkles bildhaftes Buch beschreibt eine Reise auf der Autobahn A5, von deren Beginn in Hessen bis hin zur Schweizer Grenze. Die Autorin verarbeitet eine Vielzahl an Themen, die sich von persönlichen Erfahrungen bis hin zu historischen Begebenheiten bewegen. Dies spiegelt sich in der literarischen Gattung wider: Gedichte reihen sich an Prosatexte und Konversationen, unterbrochen von grafischen Skizzen, den «Staugeometrien». Mal heiter, mal tragisch, erzählt das Buch Geschichten entlang der Autobahn, dem Rhythmus des Verkehrs folgend. Manchmal geht es schnell, manchmal stockend, manchmal möchte man einfach nur bleiben und der Autorin beim Erzählen einer weiteren Anekdote lauschen.
Carolin Merkle, Autobahn A5. Gedichte und Kurzprosa.48 Seiten mit 3 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-611-7. EUR 12,90.
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Kraichgaus war äußerst wechselvoll. Das galt auch für die Juden Neidensteins, die um 1800 ca. 37 % der Einwohnerschaft ausmachten. Wegen zahlreicher Abgaben und Schutzgeldzahlungen war die Armut der jüdischen Landbevölkerung groß. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts besserte sich ihre Lebenssituation. Trotz vielfältiger Reformversuche, um jüdischen Schulabgängern Ausbildungsberufe zu ermöglichen, blieb die Mehrheit der jüdischen Männer Neidensteins auch im 19. Jahrhundert im Viehhandel tätig. Die völlige Gleichstellung erlangte die jüdische Bevölkerung in Baden erst 1862. Doch der politisch motivierte Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts verhinderte eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus erfuhr auch die jüdische Bevölkerung in Neidenstein Ausgrenzung und Tyrannei. Zwanzig jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert und fanden einen gewaltsamen Tod. Achtzig Menschen mit Neidensteiner Wurzeln oder Bezug zu Neidenstein wurden von anderen Orten deportiert und ermordet. Bewusst wurde dem Buch der Titel: Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, um aufzuzeigen, was mit den Menschen geschehen ist, die in den Osten verschubt (NS-Jargon) worden sind oder in der Fremde als entwurzelte, kranke oder vereinsamte Emigranten und Emigrantinnen überlebt haben. Oft sind ihre Lebensspuren kaum noch sichtbar. Dennoch soll das Wenige aufgezeigt werden, um ihr In-der-Welt-gewesen-sein zu dokumentieren.
Edith Wolber, Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 680 Seiten mit mit 621 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-558-5. EUR 39,80.
Auf der Grundlage von Dokumenten in Land-, Kirchen- und Stadtarchiven nennt das Buch in Kurzform die Würdigungen für Gefallene, Vermisste und Verstorbene des Ersten Weltkriegs in den unterschiedlichen Formen, ob Kriegerdenkmal, Gedenktafel, Glasmalerei, Glocken oder Ähnliches. Dabei werden alle Gemeinden, die Ende der zwanziger Jahre zur Pfalz gehörten, in alphabetischer Reihenfolge berücksichtigt. Initiative, Planung, Finanzierung und Gestaltung sowie die zeitgenössische Deutung werden dazu je nach Quellenlage aufgezeigt. Dabei werden die verschiedenen Stufen der Entwicklung der Kriegerdenkmäler sichtbar von der Trauer zu Beginn der zwanziger Jahre bis hin zum Totenkult in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Kriegerdenkmäler wurden nach Aussage des Speyerer Oberbürgermeisters zu Brücken vom Zweiten ins Dritte Reich. Die nur unvollständige Überlieferung der Geschichte der einzelnen Objekte macht deutlich, dass diese Übersicht nur ein Anfang sein kann als Anstoß und Orientierung für die lokale Geschichtsforschung.
Heinrich Thalmann, Von der Trauer zum Totenkult. Kriegerdenkmäler, Gedenktafeln und Ähnliches der Pfalz in der Zwischenkriegszeit. Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. 125. 400 Seiten mit 1020 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-461-8. EUR 39,80.
Die Waldenser – Anhänger des seit 1174 tätigen Lyoner Laienpredigers Waldes – wurden ab dem 16. Jahrhundert als Vorläufer der Reformation betrachtet, ja sogar als „Rest“ der Urkirche. Dieses Fremdbild und auch Selbstbild sollte ihr Überleben als religiöse Minderheit im Piemont sichern. Trotzdem wurden zwischen 1685 und 1730 viele Waldenser von dort vertrieben. Die meisten fanden eine neue Heimat in Hessen und Württemberg; andere zogen früher oder später weiter bis nach Nordamerika. Dieser Tagungsband beleuchtet in sieben Aufsätzen die vielschichtige Geschichte der Waldenser zwischen 1600 und 1900 aus unterschiedlichen Perspektiven: ausgehend von neuzeitlichen Geschichtsbildern über Erkenntnisse zu transnationalen Migrationsbewegungen bis hin zu den lokalen Lebenswelten und sprachlichen Traditionen der Waldenser in Württemberg.
Albert de Lange (Hrsg.), Kay Weidenmann, Waldenser – eine Minderheit in Bewegung. Zwischen Bild und Wirklichkeit in England, Piemont, Nordamerika und Württemberg (1600 –1900).Waldenserstudien, hrsg. von der Deutschen Waldenservereinigung e.V. Ötisheim-Schönenberg, Bd. 9.224 Seiten mit 51 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-616-2. EUR 29,80.
„Herr der sieben Länder“, Kunstmäzen, Musikpatron, Schöpfer der Mannheimer Kulturblüte – Kurfürst Carl Theodor wird bis heute vor allem mit den kulturellen und repräsentativen Leistungen seiner Regierungszeit verbunden. Hinter diesen weithin bekannten Facetten seines Wirkens steht jedoch ein weiterer, nicht weniger bedeutsamer Teil seines Vermächtnisses: seine Rolle als Wegbereiter von Innovation und Fortschritt. Dieses Buch richtet den Blick auf diese bislang wenig beachtete Seite des pfälzisch-bayerischen Regenten. Behandelt werden dabei unter anderem die Bedeutung der Enzyklopädien für den Wissenstransfer, technische Entwicklungen wie Kräne und Mühlen, Wasserbau und Trinkwasserversorgung, die Stadtentwicklung Mannheims sowie die Förderung von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Unternehmern. Unterstützt durch zahlreiche Beispiele aus Archiven, Museen und historischen Quellen zeichnet sich somit ein klares Bild ab, wie eng Aufklärung, wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und staatliche Modernisierung in der Regierungszeit Carl Theodors miteinander verknüpft waren.
Kai Budde, Kurfürst Carl Theodor, Förderer von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik. 208 Seiten mit 118 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-619-3. EUR 24,80.
Ob präsent in der Ortsmitte oder versteckt in Wald und Flur – die Kleindenkmale begleiten uns auf unseren Wegen. Sie zu bewahren und zu beschützen ist die Aufgabe von Verwaltung, von Heimat- und Geschichtsvereinen und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, sie zu bestaunen ist Teil unserer lebendigen und vielfältigen Kulturlandschaft. Grenzsteine und Kriegerdenkmale, Bildstöcke und Brunnen und vieles mehr zeugen von Verwaltungshandeln, Krieg und Frieden, von religiösem Brauchtum und wirtschaftlichem Handeln – teils Jahrhunderte alt oder frisch gesetzt und eingeweiht. Ihre ganze Vielfalt ist im Landkreis Karlsruhe in 32 Städten und Gemeinden vorhanden, über 6.300 einzelne Kleindenkmale wurden in einem groß angelegten Kulturprojekt von über 240 ehrenamtlichen Erfasserinnen und Erfassern beschrieben und verortet, rund 5.000 von ihnen sind über das Geoportal des Landkreises Karlsruhe online abrufbar. Diese Publikation stellt zu den verschiedenen Arten von Kleindenkmalen in den Kategorien Gedenken und Erinnerung, Religion und Glaube, Verwaltung und Justiz, Wirtschaften, Handwerk und Industrie, Infrastruktur sowie Krieg und Militär besondere und herausragende Objekte vor. Jedes Denkmal ist ein Unikat, hinter jedem Denkmal steckt eine eigene Geschichte, vieles ist erforscht, manches bleibt für immer im Dunkeln. Die Kleindenkmale für die Zukunft zu bewahren und zu beschützen ist Aufgabe der jetzigen und der zukünftigen Generationen.
Frank Heinrich, Bestaunen, Bewahren und Beschützen. Die Kleindenkmale im Landkreis Karlsruhe. Herausgegeben von Bernd Breitkopf im Auftrag des Kreisarchivs Karlsruhe416 Seiten mit 485 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-572-1. EUR 24,80.
Die Vorgänge in Pirmasens während der Zeit der Separatistenherrschaft vom 29. November 1923 bis zum 12. Februar 1924, dabei insbesondere der Sturm auf das Bezirksamt an diesem 12. Februar, werden heute sehr kontrovers betrachtet. Das liegt daran, dass das Geschehen des 12. Februar zum Mythos geworden ist, welcher über all die seither vergangene Zeit von den verschiedensten politischen Gruppierungen in ihrem Sinne genutzt wurde. Dies reicht von einer nationalistischen Überhöhung als heldenhafter Freiheitskampf zur Zeit der Nationalsozialisten bis hin zur Wertung als abscheuliche Mordtat, wie es in heutiger Zeit angesagt zu sein scheint. Im vorliegenden Buch geht es nun nicht um eine Neubewertung der damaligen Vorgänge, irgendwo zwischen den genannten Extremen, sondern darum, es dem Leser zu ermöglichen, sich anhand der geschichtlichen Fakten ein eigenes Bild von diesen weit zurück liegenden Vorgängen zu machen. Dazu soll der Nachdruck des vom Pirmasenser Heimatforscher Oskar Schäfer im Jahr 1936 veröffentlichten Buches dienen, welches eine genaue und in alle Einzelheiten gehende Abfolge des damaligen Geschehens aufzeichnet. Sicher ist auch diese Darstellung nicht frei von kleinen Fehlern, sie belegt aber die geschriebene Historie mit sehr vielen Originaldokumenten und Fotos und ist in dieser Form von allen Historikern als die Dokumentation anerkannt, welche das damalige Geschehen am gründlichsten recherchiert wiedergibt. Eine kurze Einführung widmet sich der Problematik bei der Bewertung dieser Historie und diese Einführung möchte den Leser auch für den behutsamen Umgang mit Schäfers Darstellung der Geschichte sensibilisieren.
Manfred Woll (Hrsg.), Oskar Schäfer, Die Pirmasenser Separatistenzeit 1923 – 1924. Faksimile-Ausgabe. 320 Seiten mit 113 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-627-8. EUR 27.80.
Die KLEINE GESCHICHTE DER PFALZ zeichnet fundiert und leicht lesbar die bewegte Geschichte der Pfalz nach. Kompakte Schwerpunkttexte, zahlreiche Abbildungen, Karten, eine Zeitleiste und eine Auswahl bedeutender Persönlichkeiten vermitteln einen anschaulichen Überblick. Tipps zum Besuch historischer Orte und der breitgefächerten Museen sowie eine bibliografische Auswahl laden zur Vertiefung ein.
Region Pfalz bis 1816
• Frühzeit, Kelten, Römer, Franken, Pfalz als Begriff
• Zentrum des Heiligen Römischen Reichs im 11.–13. Jahrhundert
• Missionare, Klöster und Burgen
• Territorien der Pfalz, Adelshäuser, Städte
• Jüdisches Leben
Kurfürstliche Pfalz bis 1816
• Pfalzgrafschaft bei Rhein und Kurfürstentum Pfalz
• Reformationszeit und Jahrhundert der Kriege
• Aus- und Einwanderung
• Französische Revolution und das Ende der Kurpfalz
• Wittelsbacher am Rhein und ihre Linien
Region Pfalz ab 1816
• Bayerischer Rheinkreis, Pfalz und die Wittelsbacher
• Revolutionäre Pfalz 1832 und 1848–1849
• König- und Kaiserreich: Politisch, Soziales, Religion
• Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus
• Die Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz
Michael Landgraf, Kleine Geschichte der Pfalz.
224 Seiten mit 224 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-612-4. EUR 19,90.
Kunstwerke prägen die Atmosphäre des Karlsruher Instituts für Technologie. Denn in Hörsälen, auf Gängen, in Laboren und Büros, auf Plätzen oder als Kunst am Bau fordern die Werke zu eigenständigem Denken und Urteilen dort heraus, wo man nach einer ästhetischen Erfahrung zunächst nicht suchen würde. Beeindruckend ist die Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke, die am Karlsruher Institut für Technologie seit 1961 kontinuierlich wächst und so zum sichtbaren Teil der Erfolgsgeschichte des KIT wird.
Oliver Jehle, Andrea Stengel, Ines Kelly (Hrsg.), Zwischen Tradition und Transformation. Die Kunstsammlung des Karlsruher Instituts für Technologie.436 S. mit 116 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Klappenbroschur.ISBN 978-3-95505-608-7. EUR 29,80.
Die 30 neue Streckentouren in der Region Stuttgart „Da liegst du nun im Sonnenglanz, schön wie ich je dich sah, in deiner Berge grünem Kranz.“ Schon der Dichter Karl von Gerok wusste um unsere facettenreiche Landeshauptstadt und ihre malerische Umgebung. Uralte Schlösser und Burgen im Neckartal, wunderschönes Panorama auf der Schwäbischen Alb, Eisenbahn-Romantik im Strohgäu – Schritt für Schritt durchqueren unsere 30 neuen Wandertouren die Region Stuttgarts, jede einzelne davon wunderbar erreichbar mit Bus und Bahn. Erkunden Sie die traumhafte Natur der Leonsteiner Berge, tauchen Sie ein in die Vergangenheit des Schönbuchs, entdecken Sie die Vielfalt unserer schwäbischen Metropole – immer begleitet von mystischen Sagen, spannenden Geschichten und langen Traditionen. → Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein Übersichtsplan → Mit GPS-Tracks zum Download → Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Download der GPS-Daten der Touren
Michael Erle, Wandern in der Region Stuttgart. Die 30 schönsten Touren.176 Seiten mit 151 farbigen Abbildungen, 30 Tourenkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-544-8. EUR 17,90.
Am 6. August 1515 spielte sich im Kloster der Franziskanerkonventualen St. Martin in Freiburg ein dramatischer Vorgang ab. Der Konvent, der seit seiner Gründung um 1229 fast drei Jahrhunderte lang in der Stadt gewirkt hatte, wurde von einem großen Aufgebot von 27 fremden Ordensbrüdern geistlichen Würdenträgern und städtischen Amtsträgern handstreichartig besetzt, die seine Reform verkündeten. Die dreizehn Priester und neun Novizen wurden vor die Alternative gestellt, sich entweder der Reform anzuschließen oder das Kloster zu verlassen. Der lange Streit zwischen den beiden Ordenszweigen, den traditionellen Konventualen und den Observanten, die für sich in Anspruch nahmen, das Ideal des Ordensgründers und seine Regel authentischer zu leben, führte hier zu einem letzten Höhepunkt vor der endgültigen Trennung der beiden Richtungen 1517. Vorausgegangen war eine fast zwanzigjährige Auseinandersetzung der Konventualen mit den städtischen Autoritäten, bis sich die Letzteren schließlich nach einem monatelangen erbitterten Rechtsstreit mit Hilfe von Papst und Kaiser durchsetzten. Der Konvent gehörte fortan nicht mehr der Straßburger Ordensprovinz, sondern der Oberdeutschen Observantenprovinz an. Der Konflikt beendete nicht nur die Präsenz der Konventualen in St. Martin, sondern auch ihre Memoria, die schriftliche Überlieferung der Namen ihrer Wohltäter und der liturgischen Gebetsverpflichtung. Das pergamentene Anniversar, das den Kalender der jährlichen Fürbitten seit dem Ende des 13. Jahrhunderts festhielt, wurde ausradiert und im Lauf der nächsten hundert Jahre mit neuen Namen überschrieben. Mit Hilfe von UV-Licht lässt sich diese Zerstörung teilweise rückgängig machen, sodass die meisten der getilgten Namen früherer Gönner und Stifter wieder zugänglich werden. Ihre Identifikation lässt ein kohärentes Bild der städtischen und regionalen Schichten erkennen, die dem alten Konvent nahestanden: Es waren vor allem die jeweiligen Eliten, die mit Testamenten und Stiftungen zu seinem Unterhalt beitrugen: Zu Beginn waren es die Adligen und Patrizier, oft aus dem Umfeld der Grafen von Freiburg, im 14. und 15. Jahrhundert die bürgerlichen und zünftischen Eliten. Den reformierten Konvent nach 1515 unterstützten vor allem die akademischen Kreise der jungen Universitäten und die Amtsträger der habsburgischen Landesherrschaft. Die Armen waren in dieser Form des Totengedenkens selten sichtbar.
Herbert Kraume, Reformatio und Memoria. Das Anniversar des Franziskanerkonvents St. Martin in Freiburg und seine Reform 1515. 416 Seiten mit 1 Schwarz-Weiß-Abbildung, fester Einband.
Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau, Band 46.
Hrsg. von Mona Djabbarpour, Florian Hoffmann, Johanne Küenzlen.
ISBN 978-3-95505-462-5. EUR 34,80.
„Der Bau und die Verwaltung von Wohnungen und sonstigen Bauten“: Mit diesem Auftrag gründet die Stadt Mannheim 1926 die Gemeinnützige Baugesellschaft mbH. Der Erlenhof in der Neckarstadt ist das erste Großprojekt der noch jungen GBG, die sich bald zum größten Player auf dem Mannheimer Wohnungsmarkt entwickelt. Sie bietet zahlreichen Menschen ein Heim – und das bis heute. Ihre Geschichte spiegelt die der Stadt Mannheim wider, mit allen Brüchen und Verwerfungen von der Weimarer Zeit bis in die Gegenwart. Hundert Geschichten beleuchten die vergangenen hundert Jahre der GBG. Jedem Kalenderjahr ist ein eigenes historisches Schlaglicht gewidmet, spannend erzählt und mit zahlreichen Bildern illustriert. Es verdeutlicht Meilensteine der Unternehmensentwicklung im Kontext der deutschen Wohnungsbaupolitik. Aber es thematisiert auch die Auswirkungen der allgemeinen historischen (Stadt-)Entwicklung auf die GBG und ihre Mieter*innen wie NS-Zeit, Zweiter Weltkrieg, Wiederaufbaujahre oder europäische Integration. Das Buch ist entstanden in enger Kooperation von GBG und MARCHIVUM. Zahlreiche renommierte Autorinnen und Autoren haben daran mitgewirkt.
Heiko Brohm, Harald Stockert, Die GBG in Mannheim. 100 Jahre in 100 Geschichten.
448 Seiten mit 390 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-607-0. EUR 29,80.
Die erweiterte Neuauflage des „Inszenierten Glücks“ dokumentiert die Entstehung des Alt-Stuttgarter Märchenviertels rund um den Hans-im-Glück-Brunnen. Sie zeigt die Poesie der Architektur, der Fassaden, Plätze und Gassen. Sie verfolgt auch kritisch die Veränderungen im Viertel bis in die Gegenwart. Das Märchenviertel, 1909 vollendet, war eines der vielen hervorragenden Projekte von Eduard Pfeiffer mit seinem „Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen“. Ein Musterbeispiel gelungenen bürgerschaftlichen und mäzenatischen Engagements für einen vorbildlich sozialen Wohnungsbau in der Stadt.
Stiftung Geißstraße, Inszeniertes Glück. Die erneuerte Stuttgarter Altstadt 1909. 120 Seiten mit mit 165 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-609-4. EUR 19,90.
In den 29 Jahren, in denen in Weingarten (Baden) Mitte des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert wurde, prägten zahlreiche Bohr- und Fördertürme, Tiefpumpen, Kehrräder und Pipelines das Ortsbild. Wieso gab es so viele Fördertürme und Bohrstellen? Aus welcher Tiefe und aus welchen Schichten wurde das Erdöl gefördert? Wie viel Erdöl wurde insgesamt gewonnen, und gibt es noch immer Erdöl im Untergrund von Weingarten? Arnfried Becker hat sich der Erforschung dieser kurzen Episode in der über 1000-jährigen Geschichte Weingartens angenommen. Mit zahlreichen Fotografien, Illustrationen und Karten, ergänzt durch Zeitzeugenberichte und historische Dokumente, wird ein fast vergessener Abschnitt in der Geschichte Weingartens wiederbelebt.
Arnfried Becker, Geschichte der Erdölfelder Weingarten und Werrabronn in Baden. 144 Seiten mit 108 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-95505-618-6. EUR 19,90.
Allzu lange war das Leben in Routine erstarrt, nun endlich lockern sich die Fesseln, die bisher das Denken der Menschen einengten. Denn Luthers Thesen lösen in Deutschland ein Beben aus, das die gesamte kirchliche und soziale Ordnung ins Wanken bringt …
In dieser unruhigen Epoche tritt Cyriakus Rucker 1522 als Scholar in das Aschaffenburger Stift St. Peter & Alexander ein. Doch sein frommer Lebensweg wird nach und nach geprägt von Diskussionen, die ihm immer wieder Widersprüche und Heucheleien hinter religiösen Idealen aufzeigen. Zunehmend enttäuscht muss er mitansehen, wie die scheinbar feste Ordnung der Kirche unter der Last politischer und religiöser Konflikte, Machtinteressen und menschlicher Schwächen aus den Fugen gerät und sein Weltbild erschüttert – ein Bruch, der nicht ohne tragische Konsequenzen bleibt.
Manfred Schopp, Das Stift. Wie Cyriakus Rucker den Glauben an den lieben Gott verlor. 176 Seiten, fester Einband. ISBN 978-3-95505-621-6. EUR 16,90.
Die Beiträge der aktuellen Mannheimer Geschichtsblätter spannen erneut einen großen zeitlichen Bogen. Die Antike und das Hochmittelalter sind dieses Mal nur punktuell vertreten. Einen zeitlichen Schwerpunkt markieren die Beiträge zum ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert. Alle weiteren Beiträge thematisieren Personen und Ereignisse des zurückliegenden 20. Jahrhunderts.
Herrmann Wiegand, Wilfried Rosendahl, Harald Stockert, Michael Kost, Wilhelm Kreutz, Mannheimer Geschichtsblätter. Band 49 + 50/2025.
240 Seiten mit 223 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-622-3. EUR 27,90.
Erhältlich über die Gemeinde Waldbrunn:www.waldbrunn-odenwald.de
Die Geschichte eines Ortes ist vor allem die Geschichte der Menschen, die dort wohnen und wohnten. Daran hat sich in den vergangenen 700 Jahren seit der Ersterwähnung von Weisbach im Jahre 1326 nichts geändert.
Die vorliegende Chronik stellt die erste umfassende Darstellung der Weisbacher Ortsgeschichte dar. Sie ist bewusst als Stoffsammlung und heimatliches Lesebuch konzipiert, die wissenschaftliches Arbeiten und Heimatgeschichte miteinander verbindet. Die Gestaltung orientiert sich an den bisherigen vier Chroniken der Ortsteile Oberdielbach, Schollbrunn, Strümpfelbrunn und Waldkatzenbach, setzt aber eigene Akzente, um die Besonderheiten von Weisbach hervorzuheben. Die vorliegende Chronik enthält neben historischen und heimatgeschichtlichen Abhandlungen auch Zeitzeugenberichte, Lebensgeschichten und Anekdoten aus dem Alltag unserer Vorfahren. Das aktuelle Ortsgeschehen ist mit den Festen, wie dem Brunnenfest, den Vereinen und der Freiwilligen Feuerwehr festgehalten. Die insgesamt 97 Beiträge stammen von 40 Autoren. Dazu kommen die beiden Grußworte. Die Themen reichen von der Ersterwähnung und der Geologie über die kommunale Entwicklung, die Landwirtschaft, den Wald, das Gewerbe, die Gaststätten, die kirchlichen Verhältnisse, die Schule, die Infrastruktur, die Auswanderungen, die Steinkreuze, die Sagen, die Bräuche bis zu den Hausnamen und vielem mehr.
Gemeinde Waldbrunn, 700 Jahre Weisbach 1326 – 2026. Chronik eines Dorfes auf dem Winterhauch.
480 Seiten mit 331 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-554-7. EUR 40.
Alexandra Werlé reflektiert, seit sie schreiben kann, ihr Umfeld mit spitzer Feder.
Entsprossen aus einem freigeistlichen, künstlerisch geprägten Elternhaus, hinaus ins eigenständige Leben; seit jeher sammelt sie kreativ, mit sicherer Intuition den Gefühlen hinterher, ihre Lebensweisen und -situationen, welche hier nun einen Ausdruck in Schrift und Bild verliehen bekommen. Oder Sie beschreibt, was erkannt und von Bestand für immer festgehalten werden sollte, im reimischen Momentum.
Und nun, spüren Sie nach, nehmen Sie mit kindlicher Freude Anteil an der Beschreibung, entdecken Sie, ohne den Ernst des Sinns im Leben aus den Augen zu verlieren.
Viel Spaß!
Alexandra Werlé, Essenz. Gedichte & Mehr.
112 Seiten mit 7 Farbabbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-606-3. EUR 14,90.
Die vorliegende Publikation schließt eine dreiteilige Untersuchung zur Geschichte Günterstals, die mit der Säkularisation des Klosters 1806 begann und bis in die 1970er Jahre reicht, ab. Im Mittelpunkt stehen erneut die „kleinen Leute“ und deren Schicksale. Die Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird ebenso beleuchtet wie der Weg in den Aufschwung der Folgejahrzehnte und die damit verbundenen Veränderungen, die letztlich den Verlust der klassischen Dorfstruktur und des Zusammengehörigkeitsgefühls bewirkten. Damit waren die Grundlagen für das Heute gelegt, wo in einer anonymisierten Gesellschaft die örtlichen und historischen Bezüge an Bedeutung verloren haben. Dieser reich bebilderte, dritte Band zu Günterstal macht deutlich, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte ist. Er trägt dazu bei, die Besonderheiten des Stadtteils bewusst wahrzunehmen und eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. So kann Günterstal auch heute als ein Ort mit eigener Identität und reicher Historie erlebt werden, der seinen Bewohnern vielfältige Anknüpfungspunkte für ein gemeinsames Verständnis und Zugehörigkeitsgefühl bietet.
Karin Groll-Jörger, Günterstal. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre, Band 3.248 S. mit 144 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-584-4. EUR 29,80.
Die Ehefrau des Lagerleiters von Buchenwald, Ilse Koch, machte sich als »Hexe von Buchenwald« einen unrühmlichen Namen. Sie eignete sich anmaßende Befugnisse an, die so weit gingen, dass sie die Häftlinge, auf unverschämte Weise provozierte und keine Gelegenheit ausließ, um sie zu demütigen und zu quälen oder sogar eigenhändig zu erschießen. Im Juni 1945 wurde sie in Ludwigsburg verhaftet. Der erste Prozess, 1947 von den Amerikanern durchgeführt, wurde wegen Verfahrensfehlern annulliert; im Folgeprozess, ab 1949, vor einem deutschen Gericht, bekam sie eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Im Buch wird anhand von Gerichtsprotokollen und Zeugenaussagen bei der Zentralen Stelle Ludwigsburg zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen, die Darstellung des Bösen thematisiert und aufbereitet. Ilse Koch starb 1967 in der Frauenstrafanstalt Aichach durch Suizid.
Manfred Henne, Ilse Koch. Die »Kommandeuse« von Buchenwald – Eine Darstellung des Bösen. 122 Seiten mit 64 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-95505-625-4. EUR 19,90.
Die Landschaft des lieblichen Taubertals ist geprägt von sanften Hügeln, Weinbergen und einer wildromantischen Natur. Burgen, Schlösser und historische Orte erzählen von einer jahrhundertealten Geschichte. Unsere Wege führen durch Mischwälder und über weite Felder, bergauf und bergab, vorbei an historischen Brücken und durch Ortschaften mit Museen und Fachwerkhäusern. Mit diesem von der „Evangelischen Jugendhilfe Würzburg“ zusammengestellten Wanderführer laden wir Sie ein, auf 19 einzigartigen Rundwanderungen die Wege zwischen dem unterfränkischen Röttingen und dem baden-württembergischen Bad Mergentheim zu erkunden. Persönliche Insidertipps zu Kultur, Historie und Landschaft bereichern jede Wanderung.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Frauke Adams, Wandern in Weikersheim und Umgebung.
Herrliche Landschaften und sagenhafte Ausblicke im lieblichen Taubertal.
144 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-596-7. EUR 16,90.
„Biosphärengebiet“ steht für das harmonische und respektvolle Miteinander von Mensch und Natur, wodurch sich Flora und Fauna ungestört entfalten und ihren ursprünglichen Charakter bewahren können. Ein schönes Beispiel dieser wertvollen Kulturlandschaft: die Schwäbische Alb. Obwohl große Teile unter Schutz stehen, bleibt die Region um Teile der Landkreise Esslingen, Reutlingen und des Alb-Donau-Kreises ein offener Erlebnisraum. Hier hat man die Chance, auf 26 Touren neben landschaftlicher Vielfalt auch der reichen Kulturgeschichte dieses Gebiets zu begegnen: Burgen und Schlösser auf markanten Höhen, beeindruckende Kirchen und Kapellen, historische Städte und Dörfer. Hofläden mit regionalen Produkten und gemütliche Gasthäuser bieten Gelegenheit, die Alb auch kulinarisch kennenzulernen und eine genussvolle Pause einzulegen. Erleben Sie die Natur in ihrer ganzen Pracht – die schönsten Wege liegen noch vor Ihnen.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Download der GPS-Daten der Touren
Dieter Buck, Auf Tour im Biosphärengebiet.
26 Naturerlebnis-Wanderungen auf der Schwäbischen Alb.
160 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-595-0. EUR 16,90.
DER BAUERNKRIEG IM LANDKREIS REUTLINGEN
BERND BREYVOGEL Der Bauernkrieg 1525 in Südwestdeutschland – seine Geschichte und seine heutige Bedeutung JONATHAN REINERT Reformation und Bauernkrieg – ein tragisches Missverständnis? ROLAND DEIGENDESCH Ende in der Räuberhöhle. Der Bauernkrieg im Echaztal EBERHARD FRITZ Der Bauernkrieg im Gebiet des Klosters Zwiefalten und auf der Münsinger Alb.
WEITERE BEITRÄGE
MARCEL SCHÖN Landesgeschichtliche Perspektiven auf einen Fischereikonflikt zwischen Reutlingen und Kirchentellinsfurt (1494–1511) IRMTRAUD BETZ-WISCHNATH / MICHAEL WISCHNATH Jakob Salb – ein Reutlinger Maler des 16. Jahrhunderts JÜRGEN QUACK Heirat in Helenendorf. Schwäbische Kolonisten und Basler Missionare im Kaukasus SEBASTIAN WENGER Von „Lumpen“ und „üblen Frauenzimmern“ – Schicksale und Lebenswege der Klienten des Fürsorgeamtes Reutlingen in der Zeit des Nationalsozialismus ANDREA BRÄUNING Gustav Adolf Rieth, Geograph, Bildhauer, Prähistoriker, Landeskonservator und Denkmalpfleger.
Hrsg. von dem Stadtarchiv Reutlingen und dem Reutlinger Geschichtsverein e.V.
Reutlinger Geschichtsblätter. Jahrgang 2025, Neue Folge Nr. 64.
Redaktionelle Leitung von Dr. Roland Deigendesch.
Mit Beiträgen von: Marco Birn, Bernd Breyvogel, Jonathan Reinert, Roland Deigendesch, Eberhard Fritz, Marcel Schön, Irmtraud Betz-Wischnath, Michael Wischnath, Jürgen Quack, Sebastian Wenger und Andrea Bräuning.
368 Seiten mit 70 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Leineneinband mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-95505-602-5. ISSN 0486-5901. EUR 25,00.
Während die Rechtsanwältin Adeviye Bel ihren Sommerurlaub fernab des heimatlichen Karlsruhes auf den Spuren impressionistischer Künstler in Frankreich verbringt, erschüttert der zufällige Fund eines eingemauerten Skeletts auf dem Grötzinger Augustenberg die Öffentlichkeit. Schnell ranken sich verschiedenste Mutmaßungen um die mögliche Identität des Augustenburger Skeletts, wie es in Volksmund und Presse genannt wird. Stammt die Leiche aus der Zeit der Grötzinger Malerkolonie? Oder könnte es sich um ein Opfer des „Dritten Reiches“ handeln? Der ermittelnde Staatsanwalt Meyer hat eine äußerst unangenehme Befürchtung und holt Adeviye Bel ins Boot. Die „Akte Augustenberg N. N.“ streift gleich mehrere Rätsel, in denen ein antikes Gemälde, eine verschwundene Künstlerin und das Schicksal von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielen – auf der Spurensuche durch mehrere Epochen stochert Adeviye lange im Dunkeln, bis sie endlich die richtige Fährte findet.
Rahsan Dogan, Der Fall Augustenberg. Karlsruhe-Krimi. 162 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-613-1. EUR 16,00.
Westpfalz, 1956: Eine ungewollte Schwangerschaft bindet Johanna an den Bauernsohn Peter und das harte Leben auf dem Clausenhof. Als ein Giftanschlag die Existenz der Familie vernichtet, wird der neue Hof außerhalb des Dorfes zu Johannas Lebensaufgabe. Während sich Johanna mit aller Kraft dafür einsetzt, die Zukunft zu sichern, wächst ihre Tochter Mia in einer Welt im Umbruch auf. Für Mia ist der Hof kein Rettungsanker, sondern ein Käfig aus Pflichterfüllung und Plackerei. Johanna tut alles, damit der Hof niemals scheitert. Mia jedoch sucht nach einem Weg, der sie weit weg vom schweren Erbe der Westpfalz führt. Eine tiefgreifende Familiensaga über eine Mutter, die für das Überleben ihres Betriebes und das Wohlergehen ihrer Familie kämpft, und eine Tochter, die den Mut finden muss, ihre eigenen Träume gegen die Tradition zu verteidigen.
Ursula Klein, Mittagsleuchten. Eine Familiensaga aus der Pfalz. 354 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-605-6. EUR 14,90.
Die 1876 eingeweihte Johanneskirche, das Meisterwerk von Christian Friedrich von Leins (1814 – 1892), ist die bedeutendste neugotische Kirche in Württemberg. Von außen stellt sich die Kirche rein gotisch dar; die Maßwerkpyramide auf dem Turm ist den Kriegszerstörungen zum Opfer gefallen. Im Inneren zeigt sich, wie Leins die Gotik für den evangelischen Gottesdienst produktiv weiterentwickelt hat. Zum einen durch den Einbau von Emporen, zum anderen hat er die Kreuzung von Längs- und Querschiff zu einem achteckigen Zentralraum ausgebildet, in dem die Hauptstücke des evangelischen Gottesdienstraums, nämlich Altar, Kanzel und Taufstein, Platz finden.
Hermann Ehmer (Hrsg.), Die Johanneskirche in Stuttgart. Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum.Herausgegeben im Auftrag der Evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-West.176 S. mit 117 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-591-2. EUR 19,90.
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, wenn Sie an unserem Gewinnspiel teilnehmen möchten, dann senden Sie uns bitte die Antwort zu folgender Gewinnfrage: „Wie hieß das Kino, das von Familie Schölch geleitet wurde?“ Wir verlosen unter allen richtigen Einsendungen drei Exemplare „Oberkirch“. Senden Sie uns Ihre Antwort an unsere Mailadresse. Einsendeschluss ist der 31. September 2026.Bitte beachten Sie auch die Teilnahmebedingungen unseres Gewinnspiels.
Tipp: Werfen Sie einen Blick ins Buch!
Oberkirch kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt, erhielt der Ort 1326 die Stadtrechte. Der vorliegende Band stellt faszinierende historische Bilder aktuellen Fotografien gegenüber und zeigt so Kontinuitäten und Veränderungen. Informative Texte bieten einen Streifzug durch die spannende Stadtgeschichte von ihren Anfängen an.
Stadt Oberkirch (Hrsg.), Oberkirch, Geschichte erzählt in vergleichenden Ansichten.
144 Seiten mit 168 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-597-4. EUR 24,80.
Was bleibt von einer Vergangenheit, die lange hinter einer Mauer des Schweigens lag?
In Eine dünne Schicht begibt sich Hans Schmid auf eine persönliche Spurensuche. Ausgehend von den Lebensgeschichten seiner Eltern und Großeltern sowie von eigenen Erfahrungen in Familie und Schule fragt er, wie Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit in das Leben eines Nachgeborenen hineinwirken. Die Suche führt nach Illingen, in den Enzkreis und nach Vorarlberg – und zugleich weit über diese Orte hinaus. Dabei tritt auch das Konzentrationslager Vaihingen an der Enz unübersehbar in den Blick – räumlich sehr nahe, im biografischen Erfahrungsraum jedoch lange nicht präsent. Erinnerung erscheint dabei nicht als abgeschlossene Erzählung, sondern als Auftrag. Auch dort, wo geschwiegen wird, wirkt Vergangenheit fort.
Hans Schmid, Eine dünne Schicht. Erinnerung als Auftrag – Spurensuche eines Nachgeborenen in Illingen, im Enzkreis und in Vorarlberg. 106 Seiten mit einer Schwarz-Weiß-Abbildung, fester Einband. ISBN 978-3-95505-604-9. EUR 16,90.
Der Sammelband „Weibliche Lebenswelten im langen 19. Jahrhundert in der Pfalz“ vereint elf Beiträge der gleichnamigen Jahrestagung des Historischen Vereins der Pfalz, die in Kooperation mit dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde und dem „Kulturellen Erbe – Stadtarchiv Speyer“ im Oktober 2019 in Speyer ausgerichtet wurde. Die Aufsätze beleuchten unterschiedliche Lebens- und Arbeitsfelder von Frauen in diesem Zeitraum und geben Einblicke in öffentliche wie private Wirkungs- und Einflussbereiche. Da das Thema „Weibliche Lebenswelten“ in der pfälzischen Geschichtsforschung bislang weder aus frauen- noch aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive eine nennenswerte Rolle gespielt hat, sollen sie einer Bestandsaufnahme und Bündelung aktueller Forschungsprojekte dienen und darüber hinaus zur Diskussion, Vernetzung und weiteren Studien anregen.Sabine Klapp, Wolfgang Knapp, Christiane Pfanz-Sponagel, Barbara Schmidt (Hrsg.), Weibliche Lebenswelten im langen 19. Jahrhundert in der Pfalz.Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte, Band 5.
Beihefte zu den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz.208 Seiten mit 61
Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN
978-3-95505-522-6. EUR 24,80.
Seit mehr als 120 Jahren sind die «Internationalen Bibelforscher», seit 1931 bekannt als «Jehovas Zeugen», auf der ganzen Welt in ihrer Evangelisierungsarbeit tätig. Sie verstehen diese Mission als göttlichen Auftrag für alle Christen. Schon in den 1920/30er-Jahren gerieten in Deutschland Zeugen Jehovas in Konflikt mit den Behörden, weil sie biblische Literatur verbreiteten. Ihre religiöse Neutralität und ihr Widerstand gegen politische Ideologien brachten sie bereits zu Beginn des Nationalsozialismus in ernste Gefahr. Tausende wurden verfolgt; etwa ein Drittel der Zeugen Jehovas im Deutschen Reich landeten in Konzentrationslagern, viele wurden dort ermordet.
Auch im besetzten Elsass erlebten sie brutale Verfolgung durch die deutschen Besatzer, während sie in Frankreich von 1939 bis 1947 vollständig verboten waren. In der Schweiz standen sie während des Zweiten Weltkriegs mehrfach kurz vor einem Verbot.
Nach Kriegsende waren die Lebensbedingungen in Deutschland und Frankreich besonders hart, insbesondere in den vom Krieg zerstörten Regionen. Obwohl das Grundrecht der Religionsfreiheit in vielen Ländern garantiert wurde, mussten die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaft – teils bis zum Ende des 20. Jahrhunderts – um die Anerkennung ihrer Rechte kämpfen.
«Seid mutig und stark» erzählt die Geschichte der Zeugen Jehovas im Dreiland von ihren frühen Jahren um 1900 bis in die Gegenwart. Das Dreiland umfasst dabei eine Region von etwa 70 Kilometern rund um das Basler Rheinknie, darunter die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land, des südlichen Elsass mit Mulhouse und Pulversheim sowie des Hoch- und Oberrheingebiets bis nach Rheinfelden, Schopfheim, Lörrach, Weil und Müllheim.
Diese reich bebilderte und gründlich recherchierte Darstellung stützt sich auf umfangreiche Archivbestände aus Stadt-, Orts-, Landes- und Bundesarchiven, darunter auch Materialien aus dem Schweizerischen Bundesarchiv in Bern sowie aus Archiven ehemaliger Konzentrationslager. Ergänzt wird die Dokumentation durch Interviews mit Zeitzeugen, Briefe und persönliche Berichte, die ein lebendiges und anschauliches Bild dieser Glaubensgemeinschaft im Dreiland vermitteln.
Hansjörg Noe und Rainer Neuberger, „Seid mutig und stark". Jehovas Zeugen im Dreiland.Von den Anfängen um 1900 bis zur Gegenwart.252 S. mit 278 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-590-5. EUR 22,00.
Im Schatten der traditionsreichen Benediktinerabteien waren im Bodenseegebiet im Spätmittelalter zahlreiche geistliche Institutionen entstanden, die andere, teilweise auch neue Formen der vita monastica hervorbrachten. Einsiedler ließen sich alleine oder in kleinen Gruppen in den Wäldern rund um den See nieder, während Frauen als Orte der Weltabkehr gewöhnlich Reklusorien, kleine Häuschen in Kirchennähe, wählten. Adel wie Städter sprachen den Gebeten dieser Männer und Frauen, die die Einsamkeit suchten, besondere Wirkmacht zu.
Nur für die Gemeinschaften, die sich später zu Klöstern entwickelten, fließen die Quellen reichlich in Gestalt von Totenbüchern, Rechnungsheften, Liturgica oder Andachtsliteratur. Viele kleinere Gemeinschaften haben demgegenüber keine Schriftzeugnisse hinterlassen oder nur einzelne Urkunden; dafür prägte sich ihre Existenz vielerorts in das topografische Gedächtnis der Gegend ein, und es deuten bis heute Flurnamen darauf hin, dass sich an dieser oder jener Stelle ehedem eine Klause oder ein Waldklösterchen befunden hat oder befunden haben könnte. Von diesen vielfältigen Formen religiöser Weltabkehr, die sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts zusehends verweiblichten, handelt dieses Buch.
Simon Götz, Gabriela Signori, Im Schatten der Klöster. Einsiedeleien, Klausen und Drittordensgemeinschaften in der spätmittelalterlichen Bodenseeregion.Oberschwaben – Ansichten und Aussichten, Band 16.144 S. mit 42 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-603-2. EUR 20,00.
Aus dem Vorwort:
Mit der fünften Fortsetzung unserer „Bausteine“ dürfen wir den dritten Sammelband vorlegen. Auch er wartet mit einer Neuerung auf. Seine insgesamt zehn Beiträge gruppieren sich nicht nur um einen inhaltlichen, sondern zudem um einen methodischen Schwerpunkt.
Die Erinnerung an die Revolution von 1848/49 wurde während der vergangenen beiden Jahre in Bruchsal durch eine Reihe ganz unterschiedlicher Veranstaltungen gepflegt. Zu ihnen zählten auch geschichtswissenschaftliche Vorträge, von denen nun zwei, von Dr. Jürgen Dick und Dr. Ingrid Stamm, in überarbeiteter Fassung gedruckt vorliegen. Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Christian Jansen und Thomas Moos zwei Autoren gewonnen zu haben, die diese Reihe mit weiteren Beiträgen ergänzen. So werden insgesamt vier Persönlichkeiten gewürdigt, die über die Revolution in ganz unterschiedlicher Weise mit Bruchsal in Zusammenhang standen.
Die vier Beiträge mit ihrer Orientierung an 1848/49 bilden aber nicht nur einen inhaltlichen Schwerpunkt. Durch ihren ausgeprägt biografischen Ansatz stehen sie auch für einen spezifischen Zugriff auf Geschichte. Seine Stärke liegt vor allem darin, das Schillernde aller Vergangenheit viel anschaulicher machen zu können als eine sich nur an allgemeinen Zusammenhängen und Entwicklungen orientierte Darstellung. Lässt man sich auf einzelne Leben ein, zeigt sich sehr schnell, dass das historische Bild nicht nur schwarzweiß gezeichnet werden darf, sondern mit vielen Farben nuanciert gemalt werden muss, wenn man den Gegebenheiten einigermaßen gerecht werden will. Manches auf den ersten Blick so Eindeutige erweist sich bei genauerer Betrachtung als ziemlich kompliziert und kaum auf einfache Begriffe zu bringen. Dass dies nicht zuletzt für Personen gilt, die im so wechselvollen 20. Jahrhundert lebten, machen die Beiträge von Ruth Birkle zu Werner Hiersche und von Dr. Tamara Frey zu Johanna Hambsch alias Hans-Peter Moll überzeugend deutlich. In gewisser Weise ist hierzu auch der Beitrag Steffen Maischs zu zählen, auch wenn er sich nicht mit einer Einzel-, sondern einer Art Gruppenbiografie beschäftigt. Und selbst der Abriss zur Geschichte der Malzfabrik Schrag & Söhne von Alex Entzminger darf in diesem Zusammenhang genannt werden, war der Ausgangspunkt seiner Forschungen doch primär durch die Biografie Dr. Otto Schrags motiviert.
Zeitgeschichtliches durch Beteiligte aufzeichnen zu lassen, haben wir bereits im dritten Band unserer „Bausteine“ begonnen. Das wird durch den Beitrag von Dr. Alexander Lang ein Stück weit fortgesetzt. Er hat es unternommen, die von unserem Kommissionsmitglied Prof. Dr. Johannes Ehmann vor Jahrzehnten angestoßene Rückführung jüdischer Grabsteine aus der Grombacher Hohle im Zusammenhang nachzuzeichnen.
Wir hoffen erneut, dass die Vielfalt der angesprochenen Themen eine breite Leserschaft anspricht, und wünschen allen Leserinnen und Lesern eine genauso genussvolle wie informative Lektüre – einzelner Beiträge oder vielleicht sogar des ganzen Bandes.
Konrad Dussel / Jürgen Treffeisen (Hrsg.), Bausteine zur Geschichte der Stadt Bruchsal und ihres Umlands. Band 5.
Mit Beiträgen von Ruth Birkle, Jürgen Dick, Alex Entzminger, Tamara Frey, Christian Jansen, Alexander Lang, Steffen Maisch, Thomas Moos und Irmgard Stamm.
248 Seiten mit 96 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-559-2. EUR 19,90.
Dokumentation über die Brunnen im Neckar-Odenwald-Kreis.
Martin Brunner, Das Wasser. Brunnen im Neckar-Odenwald-Kreis. 112 Seiten mit 219 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen. 2023. ISBN 978-3-95505-620-9. EUR 10,00.
Zwischen 1939 und 1945 prägten Zwangsarbeit und Ausbeutung den Alltag der Stuttgarter Kriegswirtschaft. Zehntausende Männer und Frauen aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa mussten unter oft unmenschlichen Bedingungen für die Fabriken, Behörden und Bürger der schwäbischen Industrie- und heutigen Landeshauptstadt arbeiten. Diese Studie rekonstruiert erstmals umfassend die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Stuttgart und beleuchtet die komplexen Verflechtungen zwischen ideologischen Vorgaben, kommunaler Verantwortung und privatem Profit. Wo fanden diese Menschen Unterkunft? Wie sah ihr Alltag aus? Welche Handlungsspielräume besaßen die Stuttgarter Entscheidungsträger in Stadtverwaltung und Rüstungswirtschaft im Umgang mit ihnen? Und schließlich: Wie wirkte sich die Umkehr der Machtverhältnisse in der Stadt nach dem Kriegsende auf das Verhältnis von Deutschen und ehemaligen ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus? Anhand zahlreicher Quellen zeigt die Arbeit, dass die „rassenideologisch“ gelenkte Kriegswirtschaft nur durch individuelle Entscheidungen vor Ort umgesetzt werden konnte. Sie verdeutlicht, wie die Haltung einzelner Stuttgarterinnen und Stuttgarter das Leben und Überleben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unmittelbar beeinflusste – zum Guten wie zum Schlechten. Unter Berücksichtigung eines einzigartigen Quellenbestands in Form von Fragebögen ehemaliger Opfer aus Osteuropa eröffnet diese Untersuchung neue Einblicke in das System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit.
Kevin Schmidt studierte Geschichte und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und ist derzeit Studienreferendar am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg – Abteilung Gymnasium.
Personenregister
Kevin Schmidt, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Stuttgart 1939–1945.
352 Seiten mit 57 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Band 118.
Hrsg. von Katharina Ernst.
ISBN 978-3-95505-589-9. EUR 29,00.
Rom 1870:
Pius IX., das Oberhaupt der „streitbaren Kirche“, ein charismatischer Papst von Dominanz und Prominenz, hat ein Konzil einberufen, auf dem der Episkopat der Weltkirche die katholische Glaubenslehre, das Verhältnis zwischen Kirche und Staat und die Dogmatisierung der sogenannten Unfehlbarkeit des Papstes im Lehramt definieren soll. Während langwierige Diskussionen ablaufen, geht der Kirchenstaat verloren: Die Truppen des jungen Königreichs Italien entreißen dem letzten Papst-König dessen noch verbliebenen Rest. In einem dramatischen Kampf um Rom geht das Patrimonium Petri unter. Das Konzil, abgebrochen und vertagt, wird nie wieder aufgenommen – aber es hinterläßt kirchengeschichtlich unübersehbare Spuren.
Der Speyerer Domkapitular, Dichter und Schriftsteller WILHELM MOLITOR (1819–1880), Vorbereiter und Berater beim Konzil, beobachtet die aufgewühlte Szene täglich wechselnder Ereignisse und Entwicklungen aus der Perspektive des ultramontanen Geistlichen und Pius-Verehrers. Er ist zugleich auch ein belesener, feingeistiger Essayist, der sich dem Zauber Italiens und der Roma aeterna der Päpste nicht entziehen kann.
Bernhard Adamy (Hrsg.), Wilhelm Molitor. Der Papst, das Konzil und die Ewige Stadt. Briefe und Essays aus Rom.
308 Seiten mit 21 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-585-1. EUR 29,80.
Was würde aus uns, wenn es die Botschaft Jesu Christi vom Himmelreich nicht gäbe?
Alles dreht sich um diese Hoffnung; die Wege, die Gründung und der Aufbau der Kirchen und Klöster in Kron Weißenburg durch angelsächsische Missionare sowie die Stadtentwicklung von Leucopolis mit ihrem gesellschaftlichen Aufblühen durch die Benediktinermönche und Äbte und ihre angesiedelten Bewohner, erhielten von dieser Hoffnung her ihre Dynamik und schöpferische Kraft.
Auch in uns steckt oft verborgen diese Hoffnung, die uns antreibt zur Schaffenskraft, dem Tatendrang, der Entdeckerfreude, und der Erfindungsgabe.
Möge der Gang in die Historie verknüpft mit unseren neuen Techniken Inspiration, Erbauliches, Gutes und Schönes ans Licht bringen, auch wenn seit der Gründung von St. Peter und Paul, dem heutigen französischem Wissembourg, eine lange Zeitspanne verflossen ist.
Was Bestand hat über die Grabsteine der Kreuzganges hinaus, und was wir ins ewige Himmelreich als Ertrag von hier mitnehmen, sind die Taten, ja sogar selbst der kleinste Gedanke aus Liebe getan zur größeren Ehre des Dreifaltigen Gottes, aus dem die Gründermönche und Heiligen, wie auch die damaligen Bischöfe von Speyer, Äbte von Weißenburg gelebt und auf den sie ihre Hoffnung gesetzt haben.
Matthias Henrich,
Leucopolis – Kron Weißenburg – Wissembourg. Kirchen, Klöster und Stadtentwicklung in Weißenburg bis ins 16. Jahrhundert.
Ein kleiner wissenschaftlicher Reiseführer mit 3D anaglyphen Bildern.
72 Seiten mit 85 Farbabbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-555-4. EUR 16,90.
Der Verein für Pfälzische Kirchengeschichte wurde 1925 im „Gasthaus zur Post“ in Neustadt an der Haardt gegründet. Das Titelbild dieses Bandes zeigt eine aus dem Gründungsjahr stammende Fotografie des Ursprungsorts der nun 100jährigen Vereinsaktivitäten, die im Jubiläumsjahr – wie der Vorsitzende des Vereins am Anfang des Bandes berichtet – besonders vielfältig waren. Die vielen freundlichen Grußworte, die dem Verein zugekommen sind, finden sich gleich im Anschluss. Den Schwerpunkt des Jubiläumsbandes bilden die Vorträge, die auf der Tagung „Interregionalität. Verbindungen zwischen den Landeskirchen und der Pfalz“ gehalten wurden. Die Tagung fand in Kooperation mit dem „Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte“ (ADLK) vom 19. bis 20. Juni 2025 im Butenschoen-Haus in Landau statt. Weitere Aufsätze zur pfälzischen Kirchengeschichte und Buchbesprechungen schließen den Jahrgang ab.
Das Ebernburg-Heft 2025 ist Dr. Traudel Himmighöfer und Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt als Dank für ihre langjährige Arbeit für die Ebernburg-Stiftung und die Ebernburg-Hefte gewidmet. Sein Themenschwerpunkt lautet „Die Reformation im Südwesten – Der Bauernkrieg 1525“. Constanze Elisabeth Kelava, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelische Theologie der RPTU in Landau, beschäftigt sich in einem umfangreichen Aufsatz mit der „Reformation in Straßburg und ihre Auswirkungen am Oberrhein“, insbesondere mit der Rolle Bucers für die Reformation im Südwesten. Wolfgang Breul, Kirchengeschichtler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, untersucht den Bauernaufstand in den beiden geistlichen Fürstentümern in Osthessen, den Reichsabteien Hersfeld und Fulda, im Frühjahr 1525 und seine Vorgeschichte. Zur 500. Wiederkehr des Bauernaufstands von 1525 erschienen drei große Monographien aus der Feder bekannter Reformationshistoriker und Mediävisten, von Thomas Kaufmann, Lyndal Roper und Gerd Schwerhoff. Ihnen sind drei ausführliche Rezensionen gewidmet.
Verein für Pfälzische Kirchengeschichte (Hrsg.), Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2025. Ebernburg-Hefte 59. Folge (2025).
328 Seiten mit 26 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-575-2. EUR 35,00.
Hagen von Tronje wächst als Geisel bei den Hunnen auf und kehrt im Jahr 406 zu den Burgundern zurück. Dort findet er das Land in Aufruhr: Die Vandalen und andere Gruppen wollen die Abwesenheit des römischen Feldheeres nutzen, um den Rhein beim heutigen Mainz zu überqueren und sich neue Siedlungsgebiete innerhalb des Imperiums zu suchen. Sollen sich die Burgunder diesem Zug anschließen? Hagen rät dem König zur Vorsicht: Im Osten zeigen sich die Vorboten der hunnischen Expansion nach Westen. Aber das Römische Imperium ist noch immer stark – und Eindringlingen gegenüber unnachsichtig. Wie wird sich der König entscheiden? Und wie werden die Folgen für die Burgunder aussehen?
Die Grundlage des Romans bildet das historische und archäologische Wissen über die Burgunder zur Zeit der Spätantike. Soweit die epische Handlung des Nibelungenliedes dazu passend erscheint, folgt ihr der Roman. Das burgundische Schicksal erfüllt sich aber nicht in den Steppen Ungarns, sondern am Rhein. Und letztlich in Savoyen, wo die Burgunder am Ende von den Römern neue Siedlungsgebiete erhalten, und in Burgund, das noch heute ihren Namen trägt.
Gerhard Rochus Halder, Hagen von Tronje. Berater und Waffenmeister der Könige.
Historischer Roman mit Zeichnungen von Wolfgang Himmelmann.
760 Seiten mit 30 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-517-2. EUR 19,90.