Sie gehört zu Europas schönsten Touristikstraßen und führt die Besucher über 60 Kilometer von Baden-Baden bis Freudenstadt. Inmitten prachtvoller Tannenwälder: Die Schwarzwaldhochstraße ist ein Erlebnis! Und das war sie auch schon zu Großvaters Zeiten, als man sie baute. Das Buch will Sie, liebe Leser, aber in weit frühere Zeiten entführen. Wie sah es da oben auf der Höh’ im ausgehenden 19. Jahrhundert aus? Seinerzeit wurden die Kurhäuser Plättig, Sand, Hundseck und Ruhestein errichtet. Was gab es damals und im anschließenden 20. Jahrhundert an Sehenswürdigkeiten?Und: Wie hat sich die einmalige Landschaft links und rechts der Schwarzwaldhochstraße entwickelt und verändert? Dazu wirft das Buch auch Blicke in die Täler, die von der heutigen Schwarzwaldhochstraße Richtung Murg und Rhein verlaufen.Kommen Sie mit und versetzen Sie sich zurück in die Zeit unserer Großväter. Lassen Sie sich ein wenig entführen … !
Roland Seiter, Erlebnis Schwarzwaldhochstraße ... zu Großvaters Zeiten. Anhand historischer Ansichtskarten.108 S. mit 442, z.T. farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-087-0. EUR 17,90.
"Schwetzingen schreibt Geschichte!“ – so lautete das Motto zur 1250-Jahrfeier Schwetzingens 2016. Und Schwetzingen hat mit Band 1 der Stadtgeschichte wahrlich Geschichte geschrieben. Der nun vorliegende Band 2 als dessen Fortsetzung wurde in bewährter Form von anerkannten Wissenschaftlern und profunden Kennern der Ortsgeschichte geschaffen. Setzen Sie also mit Band 2 Ihre Zeitreise in die moderne Geschichte Schwetzingens fort und erfahren Sie, wie sich Schwetzingen im 19. und 20. Jahrhundert allmählich zu einer Stadt entwickelte. Nehmen Sie Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung und den bedrückenden Jahren des Nationalsozialismus, lernen Sie historische Persönlichkeiten kennen, die Schwetzingens Entwicklung positiv beeinflussten, und erleben Sie die heutige Stadt, die von ihrer Geschichte, dem Spargel und der Kunst geprägt ist. Bekanntes und bisher unveröffentlichtes Bild- und Dokumentenmaterial komplettiert das Werk und dokumentiert Vergangenheit und Gegenwart anschaulich.
Schwetzingen – Geschichte(n) einer Stadt. Band 2.Hrsg. von der Stadt Schwetzingen. Schwetzinger Historische Schriften, Bd. 2.464 S. mit 370, meist farbigen Abb., fester Leinen-Einband im Schutzumschlag.ISBN 978-3-89735-985-7. EUR 29,80.
And the Beat goes on … Auch in der Region Rhein-Neckar! – Schon seit Jahrzehnten kommen Fans der Rock- und Popmusik hier auf ihre Kosten. Und das keineswegs allein deswegen, weil sich Superstars wie die Rolling Stones, Pink Floyd, Eric Clapton und viele andere hier die Klinke in die Hand gaben und geben. Denn die Region Heidelberg-Mannheim hat selbst viele hervorragende Musiker hervorgebracht. Verfügte und verfügt über ihre lokalen „Heroes“. Bereits Mitte der 1950er Jahre entwickelte sich eine reiche heimische Musikszene. Begünstigt durch amerikanische Clubs und GIs. Enorm schnell schossen Rock’n’Roll- und später Beatbands wie Pilze entlang des Neckars aus dem Boden. Viele nur für kurze Zeit. Nicht wenige dieser Gruppen prägten das Musikgeschehen über viele Jahre hinweg. Für manchen Musiker war es gar der Start in eine Karriere … Damit die Erinnerung an die Anfänge dieser musikgeschichtlich bedeutenden wie begeisternden Ära und an ihre Akteure in der Region weiterlebt, entstand dieses Buch. Mit atmosphärisch dichten Geschichten und Bildern, Autogrammkarten, Plakaten und Plattencovern gelingt der Sprung zurück in diese legendäre Zeit. Alle, die das damalige Lebensgefühl spüren wollen und/oder sich der Musik dieser Jahre verbunden fühlen, werden an der Lektüre dieses Buches ihre Freude haben ...
Wolf Dieter Straub, Beat-Fieber zwischen Rhein und Neckar. Ein Streifzug durch die Szene der Rock'n'Roll- und Beat-Bands der 1960er Jahre im Raum Heidelberg-Mannheim.Schriftenreihe des Stadtarchivs Heidelberg - Sonderveröffentlichungen, Band 23. Im Auftrag der Stadt Heidelberg hrsg. von Peter Blum.144 Seiten mit 380 größtenteils farbigen Abbildungen, fester Einband im attraktivem quadratischem Format.ISBN 978-3-95505-109-9. EUR 17,90.
Die erfahrene Wanderin Elke Koch präsentiert dem Leser neue, abwechslungsreiche Halbtages- und Tagestouren abseits bekannter Pfade. Die 30 unvergesslichen Wanderungen sind überwiegend leicht und führen auf Schleichwegen und Trampelpfaden durch liebliche Täler und schroffe Schluchten, zu fantastischen Aussichtsplätzen, sonnigen Wacholderheiden sowie zu sehenswerten Burgruinen und Höhlen. Darüber hinaus beinhaltet der Wanderführer zahlreiche Wegvarianten, kinderwagentaugliche Touren, Nachtwanderungen und viele praktische Informationen für eine optimale Planung mit Hinweisen zu Anfahrt, Wegbeschaffenheit und -anforderungen sowie Tipps zu Kultur und Sehenswürdigkeiten. Die gut recherchierten Touren werden in einem lesefreundlichen Layout präsentiert, das stimmungsvolle Bilder, gut lesbare Karten und einprägsame Symbole zur schnellen Einschätzung jeder Tour umfasst. Ideal zum Schmökern und Planen – ein Muss für alle Wanderfreunde!
Elke Koch, Wandern Schwäbische Alb Mitte. Unterwegs mit der ganzen Familie.Erschienen in Kooperation mit dem Lauinger-Verlag.212 Seiten mit 100
farbigen Abbildungen, 30 Tourenkarten
sowie 1 Übersichtskarte,
Klappenbroschur
im handlichen Taschenformat.2., aktualisierte Auflage. ISBN 978-3-95505-999-6. EUR 17,00.
Das Buch ist leider vergriffen!
Ein Mix aus familienfreundlichen Touren, knackigen Rennrad- sowie Mountainbikerunden für Geländeliebhaber bietet für jede Kondition, Lust und Laune das Passende. Gut ausgebaute Radwegen und wenig befahrene Nebenstrecken führen Sie zu Ihrem jeweiligen Ziel. Start der meisten Touren ist der zentrale Platz der Alten Synagoge in Freiburg, von wo aus Sie schnell den Dreisamuferweg erreichen, der Sie bequem und autofrei aus der Stadt hinausführt. Gespickt mit Karten, Höhenprofilen und vielfältigen Informationen rund um die Tour, wird „Radtouren rund um Freiburg“ zum universellen Wegbegleiter!
Patrick Kunkel, Radtouren rund um Freiburg. 24 Touren für Rennrad, Mountainbike und Stadtrad.Erschienen in Kooperation mit dem Lauinger-Verlag.192 S. mit 90 farbigen Abb. sowie zahlreichen Karten. Broschur im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-997-2. EUR 18,00.
Am 22. Oktober 1940 deportierten die Nationalsozialisten ca. 6500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Unter ihnen befand sich auch die 13-jährige Hannah Moses aus Karlsruhe. In ihrem Bericht schildert sie anschaulich das Leid der Deportation, den furchtbaren Alltag im Lager Gurs und die Stationen ihrer Flucht in die Schweiz. Dabei gelingt es ihr, die Perspektive des Kindes mit einer nüchternen Beschreibung des Geschehens zu verbinden. Die detaillierten Beschreibungen einzelner Menschen, Episoden und Anekdoten machen die Erinnerungen von Hannah Meyer-Moses zu einem eindrucksvollen Dokument.
Hrsg. von Jürgen Stude.
112 S. mit 56 Abb., fester Einband.
ISBN 978-3-89735-560-6. EUR 12,00
Presseinformation als pdf-Datei zum Download
Buch-Cover als tif-Datei zum Download
Der vorliegende Band 7 der Reihe „Fragmenta Melanchthoniana“ vereinigt Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Melanchthonforschung: zunächst zur Melanchthonpreisverleihung des Jahres 2018, darüber hinaus zur Bildtradition südwestdeutscher Reformatoren, zu verschiedenen Aspekten des Melanchthonbildes, zu dessen ökumenischer Bedeutung und mittelosteuropäischen Wirkung sowie zu literarischen Formen der humanistischen Bewegung zur Zeit Melanchthons. Alle Vorträge verstehen sich gleichzeitig als Beiträge zum Reformationsjahr 2017.
Fragmenta Melanchthoniana, Band 7. 500 Jahre Reformation.Hrsg. von Günter Frank. Mit Beiträgen von Matthias Dall'Asta, Günter Frank, Beate Kobler, Josef Makovitzky, Heinz Scheible, Martin Schneider, Hendrik Stössel, Maria Lucia Weigel und Martin Wolff.160 S. mit 24, z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-108-2. EUR 16,90.
Werfen wir doch einmal einen Blick unter die Bettdecken Badens! Dort verstecken sich Geschichten von Liebe und Lust im finsteren Mittelalter und von den kleinen oder stattlichen Skandälchen des Adels im 19. Jahrhundert. So manches Treiben der Markgrafen bzw. Großherzöge von Baden oder des Hauses Habsburg, das den Damen von Hofe die Röte ins Gesicht trieb, kann nun unverblümt, aber immer mit einem guten Schuss Humor, neugierig oder verschämt oder beides, nachvollzogen werden. Auch die schlimmsten Fälle – Liebesbeziehungen zu Schwaben oder Schwäbinnen des Herzogsgeschlechts der Württemberger – bleiben nicht im Verborgenen. Deshalb schon eine Warnung im Voraus: Jede unredliche Liaison in diesem Büchlein ist nicht etwa erfunden, sondern speist sich aus historischen Fakten und Quellen. Und nun, liebe Leserinnen und Leser, dringen Sie ein in die fruchtbare Materie der badischen Bettgeschichten.
Gerhard Fritz und Eva Westphal, Badische Bettgeschichten. So trieben es die Badener durch die Jahrhunderte.112 S. mit 177, größtenteils farbigen Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-091-7. EUR 9,90.
In der Edelsteinmine Steinkaulenberg glitzernde Bergkristalle bestaunen, den Spuren der Wandermusikanten ins Musikantendorf Jettenbach folgen oder die Burgruine Drachenfels erkunden - die Pfalz hat einiges zu bieten. Gemeinsame Geo-Wandertouren durch die Pfalz machen Spaß und bereichern das Naturwissen. Besonders wichtig dabei ist die richtige Vorbereitung der Tour. Der vorliegende Geo-Führer ist der ideale Wegbegleiter, denn hier stehen Das Wandern, Erkunden, Erforschen im Vordergrund. Basierend auf jahrzehntelanger Exkursionserfahrung werden auf 228 Seiten mit insgesamt 79 Geo-Touren – 8 Ferntouren außerhalb und 71 innerhalb der Pfalz – vielfältige Möglichkeiten zum Erwandern und Entdecken der reizvollen pfälzischen Landschaften aufgezeigt. Lassen Sie sich durch zahlreiche Bilder und Grafiken in die atemberaubend schönen Pfälzer Landschaften entführen!
Die Landschaften der Pfalz entdecken. Geo-Touren für Familien.Hrsg. von Michael Geiger. Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. 121. POLLICHIA-Sonderveröffentlichungen, Band 25.228 S. mit über 400 farbigen Abb., Grafiken und Tabellen. Fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-122-8. EUR 26,80.
Darf ich Sie mitnehmen auf eine spannende und informative Reise durch mehr als neun Jahrzehnte? Ich habe Ihnen viel zu erzählen – nicht nur von mir selbst sondern auch von meinen Besitzern, deren Erlebnisse mich berührten.In den „Goldenen Zwanziger Jahren“ nahm mein Schicksal seinen Lauf, als ich aus der Buchstadt Leipzig in die Weltmetropole Berlin kam, deren Reizen sich auch Hans, Student aus Königsberg in Ostpreußen, nicht völlig entziehen konnte. Einer schicksalhaften Begegnung mit Friedrich im württembergischen Knittlingen folgten turbulente Jahre. Nur mit viel Glück überlebte ich 1933 den Feuertod in der einstigen badischen Residenzstadt Pforzheim, mit der ich zusammen 1945 beinahe untergegangen wäre. Später in Frankfurt an der Oder traf ich Hans wieder und war Zeuge, wie im Leseland DDR der Sozialismus aufgebaut wurde. Hans‘ Bedürfnis nach Freiheit ließ uns eines Tages nach Heidelberg fliehen. Nach seinem Tod begannen modernere und scheinbar bessere Zeiten.Wenngleich meine Besitzer immer behutsam mit mir umgegangen sind, so waren die Umstände nicht immer günstig, ja sogar bücher- und menschenverachtend. Sehnen wir uns alle nicht gleichermaßen nach einem Ort, wo wir hingehören, nach unserem Platz im Leben?
Bernd Bramm, Klaus Manns „Kindernovelle“ erzählt. Die Autobiographie eines Buches - sein Schicksal und das seiner Besitzer.192 S. mit 5 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-107-5. EUR 18,90.
Johannes Lonicerus, Spross einer Handwerkerfamilie, gelang durch Bildung der Aufstieg – trotz einer vom Mittelalter noch ständisch geprägten Gesellschaft – hin zum Professor für Theologie und Universitätsrektor in Marburg. Er war ein Zeitgenosse vieler berühmter Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts und kannte etliche davon persönlich. Als Schüler, Mitarbeiter und Freund Martin Luthers und Philipp Melanchthons hat Johannes Lonicerus den Prozess der Spaltung der abendländischen Kirche vom Wittenberger Thesenanschlag 1517 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555 hautnah miterlebt und über vierzig Jahre als Professor der ersten protestantischen Universität der Welt in Marburg auch mitgestaltet.Mit namhaften Reformatoren stand Johannes Lonicerus durch gemeinsame Arbeiten und Briefe in regem Kontakt, was ihm auf einer persönlichen Ebene Einblicke in deren Ansichten und Gedanken gab. Diese Einflüsse prägten ihn in den Wirren der Reformationsjahre. Denn ähnlich wie Luther beschritt er den Weg vom Mönch zum Protestanten und äußerte streitbar seine Meinung gegenüber den Machenschaften der etablierten Kirchenväter durch vielfältige Publikationen.Der Autor Professor Heinrich Reinermann zeigt die wesentlichsten Stationen dieses Gelehrten und Predigers auf und stellt sie in den Kontext der maßgebenden geschichtlichen Ereignisse seiner Zeit. Er nimmt den Blick des Johannes Lonicerus ein um aufzuzeigen, worin die Eigenart der lutherschen Kirchenreform zu sehen ist und wie diese in das tägliche Leben zu übersetzen war. Weiter wendet er sich den die Reformation tragenden Erfolgsfaktoren zu, von den Interessensgegensätzen zwischen Kaiser und Fürsten des römischdeutschen Reiches bis zur flankierenden medialen, von der noch neuen Buchdrucktechnologie befeuerten Unterstützung.
Heinrich Reinermann, Johannes Lonicerus 1499–1569. Ein Leben im Zeichen der Reformation.288 S. mit 35 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-115-0. EUR 24,90.
Dr. Friedrich Engelhorn, Sohn des BASF-Gründers Friedrich Engelhorn, wurde wie sein Vater ein erfolgreicher Unternehmer. Unter seiner Ägide entwickelte sich die Mannheimer Fabrik „C. F. Boehringer & Söhne“ in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zu einem der führenden Pharmaunternehmen Deutschlands, das über weltweite Geschäftskontakte verfügte. Daneben zeigte Engelhorn – wie bei den Fabrikanten der Kaiserzeit üblich – als Mitglied mehrerer Vereine und Förderer karitativer Einrichtungen in seiner Heimatstadt gesellschaftliches und sozialpolitisches Engagement.
Sebastian Parzer, Dr. Friedrich Engelhorn. Ein Mannheimer Unternehmer im Kaiserreich (1855–1911).Hrsg. vom Friedrich-Engelhorn-Archiv e.V.184 S. mit 75, meist farbigen Abb., fester Leinen-Einband.ISBN 978-3-95505-104-4. EUR 19,90.
Die neue Reihe „Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte“ des Historischen Vereins der Pfalz bezweckt die Dokumentation der jährlichen Forschungstagungen. Die hier gesammelten Beiträge zum Tagungsthema „Bildungsgeschichte der Pfalz“ schlagen einen weiten Bogen: von der mittelalterlichen Geisteswelt des Judentums über die Bildungsinstitutionen (wie die Universitäten, Akademien, Hochschulen oder Schulen) oder die z.T. grenzüberschreitenden Milieus (beispielsweise der Arbeiterbildung) bis hin zu aktuellen medialen Bildungsformaten des SWR. Die renommierten, einschlägig ausgewiesenen Forscher fokussieren – oft von einem die regionalen Grenzen überschreitenden Horizont ausgehend – ihr Thema exemplarisch auf die Regionalgeschichte.
Weisheit und Wissenstransfer. Beiträge zur Bildungsgeschichte der Pfalz.Hrsg. von Ulrich A. Wien und Angelo Van Gorp. Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte. Beihefte zu den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, Band 1.336 S. mit 34 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-111-2. EUR 34,80.
Einwohner von Ettlingen wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Ettlingen!
Die »Geschichten vom Ankommen« beleuchten den komplexen Integrationsprozess der zugewanderten Menschen in Ettlingen.Sie bringen uns die Menschen näher, die sich auf den Weg machten, um Verfolgung und Perspektivlosigkeit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen: Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg sowie Aussiedler und Arbeitsmigranten, die seit den 50er Jahren kamen.Neben den verschiedenen Migrationsbewegungen und den Reaktionen der Einwohner stehen die Geschichten der Zugewanderten im Mittelpunkt – Geschichten von Menschen, die in der Öffentlichkeit viel zu selten gehört wurden. Das von der Stadt Ettlingen herausgegebene Buch hält die Ausstellung im Ettlinger Schloss für die Nachwelt fest.
Gundula Axelsson, Geschichten vom Ankommen. Ettlinger Migrationsgeschichte 1945–1988.Hrsg. von der Stadt Ettlingen.176 S. mit 375, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-085-6. EUR 18,90.
Das Buch ist bei uns leider vergriffen!
Für den Erwerb des Buches, wenden Sie sich bitte an:
Mannheimer Altertumsverein von 1859Museum Weltkulturen D568159 Mannheim
Tel: 0621/2932081E-Mail
Das frühmittelalterliche Gräberfeld auf der in einer Rheinschleife liegenden Gemarkung Sandhofen wurde 1992 entdeckt und von 1998 bis 2000 ausgegraben. Funde und Befunde werden im vorliegenden Band ausführlich in Text und Bild vorgestellt und anschließend ausgewertet. Die zugehörige, heute nicht mehr existierende Siedlung muss nördlich von Sandhofen und südlich des einst bedeutenden Fiskalhofes Schar gelegen haben. Es könnte sich um das im 13. Jahrhundert bei Schar genannte Geroldisheim handeln. Das Gräberfeld ist die wichtigste Quelle für die Anfänge der Siedlung. Die hier bestattete Gemeinschaft wurde in jeder Generation von einem Reiter angeführt, doch fehlen die in der Region sonst üblichen Ausstattungssymbole von Hofherren. Ungewöhnlich ist, dass wesentlich mehr Männer als Frauen beigesetzt wurden bei einem überraschend hohen Anteil alter Männer, darunter voll bewaffnete Veteranen.
Ursula Koch, Mannheim-Sandhofen. Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Geroldisheim (?).Mannheimer Geschichtsblätter, Sonderveröffentlichung 12. Publikation der Reiss-Engelhorn-Museen, Band 86. Hrsg. von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek und Wilfried Rosendahl.312 S. mit zahlreichen farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-084-9. EUR 59,80.
Für Zugezogene überlebenswichtig, für Einheimische eine Einladung zum Schmunzeln: Hans-Jörg Koch führt den Leser in die Feinheiten des Rheinhessischen ein, von den richtigen Umgangsformen bis zur hohen Literatur – heiter, unterhaltsam und selbstironisch. Mit der noch einmal erweiterten neunten Auflage steht der Mundart-Bestseller wieder zur Verfügung, mit neuen Sprüchen, einer gelungenen Nachlese und einem weiteren Beitrag zum „Mundart-Seminar“!
Hans-Jörg Koch, Horch emol! Originalton rheinhessisch.9., erweiterte Auflage.112 S. mit 20 Zeichnungen, Broschur im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-094-8. EUR 14,90
Die junge Wienerin Sara kommt in den Winterferien zurück ins tief verschneite Bruchsal und erlebt mit ihren Freunden ein neues spannendes Abenteuer. Bei einer Führung im Schloss machen sie eine unglaubliche Entdeckung. Dabei tauchen sie tief in Zeit der Bruchsaler Schlosserbauer ein und begeben sich auf die Spuren der Freimaurer im unterirdischen Bruchsal.
Nikola Wengler, Geheimnis im Schloss. Verborgene Schätze und geheime Gänge in Bruchsal.144 S., Broschur.ISBN 978-3-95505-088-7. EUR 9,90.
Der Bergfried ist das älteste Bauwerk in Bruchsal, aber es stimmt natürlich nicht, dass dort Gespenster umgehen. Den Mann, der am hellen Morgen am Fuß des Turmes aufgefunden wird, hat eine moderne Schusswaffe getötet. Und doch scheint der Ort eine unheimliche Anziehungskraft zu haben, denn bald gibt es einen zweiten Mord. Die Polizei stößt bei ihren Ermittlungen zunächst immer nur auf neue Fragen und Rätsel. Aber zum Schluss löst das tüchtige Team um Kommissar Adam auch diesen Fall.
Gabriele Albertini, Mord am Bergfried. Ein Bruchsal-Krimi.152 S., Broschur.ISBN 978-3-95505-105-1. 9,90 EUR.
Dieses Buch ist leider vergriffen!
Diese Publikation ist Ursula Koch gewidmet. Und wer auf ihr Werk schaut, ist beeindruckt von ihrer beinahe unglaublichen Schaffenskraft. War doch schon die Liste ihrer Publikationen zum Zeitpunkt ihres 70. Geburtstags überaus umfangreich, so ist sie nun zehn Jahre später trotz des fortgeschrittenen Alters der Jubilarin noch einmal ganz erheblich angewachsen.Ab dem Jahr 2004 übernahm sie die Leitung der Forschungsstelle Frühgeschichte am Curt-Engelhorn-Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte. Seitdem werden die frühmittelalterlichen Objekte mit ihren Ausgrabungsbefunden sowie alle Altaktenbestände der rem systematisch ausgewertet und der Öffentlichkeit zugeführt. Ursula Koch blickt auf nunmehr 23 Jahre Tätigkeit für die rem zurück und es ist eine große Freude, dass sie über lange Zeit die rem mitgeprägt hat. Es geschieht nicht gerade häufig, dass es gelingt, eine Forscherin ihres Format über so lange Zeit an nur ein Haus zu binden.Ihr zu Ehren sind in diesem Band Aufsätze mit Themen aus ihrem Fachbereich, der Frühgeschichte, versammelt: Sie überspannen ein breites Spektrum von Fundstücken aus Mannheims Merowingergräbern und das alte Dorf Mannheim über frühmittelalterliche Siedlungsspuren bei Ladenburg bis hin zu einem nordgallischen Kamm aus dem 5. Jahrhundert.
Von Hammaburg nach Herimundesheim. Festschrift für Ursula Koch.Hrsg. von Alfried Wieczorek und Klaus Wirth. Mannheimer Geschichtsblätter, Sonderveröffentlichung 11. Publikationen der Reiss-Engelhorn-Museen, Bd. 85.320 S. mit 143, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-106-8. EUR 24,90.
Etwa seit 1200 saßen die Herren von Hornberg über dem gleichnamigen Städtchen an der Gutach, und einer von ihnen war Bruno, der Minnesänger, der mit vier Liedern und einem Bild in die berühmte Manessische Handschrift einging. Sehr viel mehr ist es nicht, was von ihm blieb. Aber es ermöglicht einen Blick auf die so fremde wie faszinierende Welt des ritterlichen Adels im 13. Jahrhundert und auf die hohe Kunst des Minnesangs, die er auf seinen Burgen pflegte und die sich aus französischen, provenzalischen sowie arabischen Quellen speiste. Ansonsten war das Leben dort droben alles andere als angenehm; auch davon ist in diesem Buch ausführlich die Rede.Die Lieder werden hier nicht nur im mittelhochdeutschen Original vorgelegt, sondern auch erstmalig ins Neuhochdeutsche übersetzt und, zusammen mit dem Bild, nach ihrer Bedeutung befragt. Die Antworten, die sie geben, mögen heutzutage manchen überraschen.
Johannes Werner, Der Minnesänger Bruno von Hornberg. Sein Werk und seine Welt48 S. mit 12 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-095-5. EUR 12,90.
Adolf Märkt, geboren 1861 in Böblingen, war 1888–1901 Pfarrer der Waldenserdörfer Pinache und Serres, dann in Hessigheim (1901–1909) und schließlich in Birkach (1909–1929). Im Ruhestand in Ludwigsburg, schrieb er 1935 bis 1943 seine Lebenserinnerungen nieder. Er starb 1947 in Ludwigsburg. In diesem Band wird zum ersten Mal die Autobiographie von Märkt vollständig veröffentlicht. Sie zeigt nicht nur, wie sehr ihm die Waldenser am Herzen lagen. Sie bietet auch einen tiefen Einblick in das Denken und Wirken eines württembergischen Pfarrers in der Zeit zwischen der Reichsgründung 1871 und der nationalsozialistischen Herrschaft.
Hermann Ehmer, Albert de Lange (Hrsg.)Lebenserinnerungen des Waldenserpfarrers Adolf Märkt (1861–1947)Waldenserstudien Bd. 6272 Seiten mit 33 Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-097-9. EUR 22,00.
Die 1911 erbaute Steinmeyer-Orgel der Christuskirche Mannheim ist mit 98 Registern, verteilt auf vier Manuale und Pedal, die größte denkmalgeschützte Orgel im Land Baden-Württemberg.Gemeinsam mit der ebenfalls 1911 eingeweihten Christuskirche ist die Steinmeyer-Orgel Zeugnis einer künstlerisch-technischen Meisterleistung des frühen 20. Jahrhunderts. Konzipiert im Austausch von deutschen und französischen Orgelspezialisten liegt in ihr eine Synthese von elsässischen Reformbestrebungen und romantischem Klangideal vor. Schon wenige Jahre nach ihrer Erbauung als Mannheimer Wunderwerk tituliert, überdauerte sie zwei Weltkriege.Mit der großen Restaurierung 2016 bis 2018, die zahlreiche technische Reparaturen umfasste, konnte die Steinmeyer-Orgel auch wieder in den klanglichen Urzustand zurückversetzt werden.Diese Festschrift zeichnet die Geschichte dieses außergewöhnlichen Instrumentes von seiner Entstehung bis heute lebendig nach.
Das Mannheimer Wunderwerk – Ein Musterbeispiel wieder errungener Klangkultur. Festschrift zur Restaurierung der Steinmeyer-Orgel der Christuskirche Mannheim.Hrsg. von Carmenio Ferrulli und Johannes Matthias Michel.176 S. mit 100, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-113-6. EUR 16,90.
Im Jahr 364 beginnt für die Pfalz und den Nordwesten des Imperium Romanum eine besondere Ära: Flavius Valentinianus wird zum Kaiser des Römischen Reiches erhoben und wählt Augusta Treverorum – Trier – zu seiner bevorzugten Residenz. Von dieser aus unternimmt er zahlreiche Reisen durch die Provinzen an Rhein und Donau und besucht auch mehrfach die Pfalz.Mit der Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ rückt das Historische Museum der Pfalz einen Zeitabschnitt in den Fokus des Interesses, der in der Region viele Spuren hinterlassen hat. Während die Spätantike im Allgemeinen – oft zu Unrecht – als Zeit des Niedergangs und des Verfalls gilt, zeichnen die archäologischen Zeugnisse in der Pfalz ein anderes Bild dieser wechselvollen Zeit. Aktuelle Forschungsergebnisse bezeugen eine dicht besiedelte Landschaft mit zahlreichen größeren und kleineren Städten, befestigten Siedlungen und eindrucksvollen landwirtschaftlichen Betrieben. Die Pfalz erfuhr für kurze Zeit eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die nach dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung im 5. Jahrhundert n. Chr. jedoch allmählich ein Ende fand.
Valentinian I. und die Pfalz der Spätantike.Alexander Schubert für die Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer zusammen mit Axel von Berg und Ulrich Himmelmann für die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie sowie Roland Prien und Christian Witschel für das Heidelberg Center for Cultural Heritage (Hrsg.)136 S. mit 146, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-116-7. EUR 19,95.
Vor 150 Jahren brach der Mannheimer Vulkanologe Wilhelm Reiß (1838-1908) zu einer acht Jahre dauernden Expedition durch Südamerika auf. Sie führte ihn durch Kolumbien, Ecuador, Peru und Brasilien. Er befuhr den Amazonas und bestieg als erster den rund 5.900 m hohen Vulkan Cotopaxi.Zum Jubiläum wird eine repräsentative Auswahl aus dem Konvolut an Fotografien gezeigt, das Wilhelm Reiß mitgebracht hat. Die kostbaren historischen Aufnahmen bezeugen die zunehmende Urbanisierung, die Auswirkungen von Naturkatastrophen, den Beginn der Abholzung der Regenwälder und nicht zuletzt anhand vieler Porträts die sozialen Schichten der Bevölkerung.
Mannheimer Geschichtsblätter 35/2018. Abenteuer Anden und Amazonas. Wilhelm Reiß` Südamerika-Expedition in historischen Fotografien.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem MARCHIVUM.160 S. mit 219, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-112-9. EUR 19,80.
Mit Weitblick, Mut und Entschlossenheit wurde am 27. August 1843 von rund 50 Bürgern die „Oehringer Privatspar- und Leihkasse“ in der Poststraße in Öhringen gegründet. Sie vertrauten auf die eigene Kraft und gründeten die Genossenschaftsbank in Öhringen, die heute unter dem Namen Volksbank Hohenlohe eG geführt wird und seit ihrer Gründung im Jahre 1843 stets ihre Selbstständigkeit bewahrt hat. Daher sind wir heute die weltweit älteste selbstständige Genossenschaftsbank. Wir identifizieren uns nach wie vor mit dem Geist unserer mutigen Gründer und leben diesen täglich im Kontakt mit unseren Mitgliedern und Kunden.Dank unserer hohen Veränderungsfähigkeit bei gleichzeitiger Bewahrung unserer genossenschaftlichen Werte können wir heute voller Stolz auf 175 erfolgreiche Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.Der Garant für diesen Erfolg waren und sind immer die Menschen, denn „Banking is people“: unsere Mitglieder, die uns ihr Vertrauen schenken, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unseren Förderauftrag umsetzend Nutzen stiften, unsere ehrenamtlichen Aufsichtsräte und die jeweiligen Vorstände, die mit viel Engagement die Geschicke unserer Bank erfolgreich gelenkt und zu dem gemacht haben, was sie heute ist: Ihre Bank in Hohenlohe!
Martin Krauß und Sebastian Parzer, Die Chronik der Volksbank Hohenlohe eG. Im Vertrauen auf die eigene Kraft schafften 50 Bürger vor 175 Jahren das scheinbar UnmöglicheHrsg. von der Volksbank Hohenlohe eG175 S. mit 325, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-103-7. EUR 17,50.
Die Idee von der heutigen naturnahen Waldwirtschaft beflügelt Förster, Biologen, Naturschützer und Romantiker gleichermaßen. Der Weg von den ausgeplünderten Wäldern des 19. Jahrhunderts bis heute ist eine Erfolgsgeschichte, die von einem starken Artenwandel der Waldvogelwelt begleitet wird.Das Ausmaß auf das Artengefüge des von Naturschutz und Förstern in weitgehendem Einklang getroffenen Wandels vom schlagweisem Hochwald zur naturnahen Forstwirtschaft wurden bislang weder in seinem Ausmaß erkannt, noch in den Roten Listen thematisiert. Mit dem Rückgang der Kahlschlagstätigkeit werden die Vogelarten offener, junger Wälder – vielfach Tropenüberwinterer – seltener; Vogelarten der Hochwälder, die innerhalb Europas überwintern, sind die Gewinner.
Wulf Gatter und Hermann Mattes, Vögel und Forstwirtschaft. Eine Dokumentation der Waldvogelwelt im Südwesten Deutschlands.Naturschutz-Spectrum. Themen, Bd. 101.Hrsg. von der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.344 S. mit 221 meist farbigen Abb. und Grafiken, fester Einband.ISBN 978-3-89735-610-8. EUR 29,80.
Anno Domini 1764 in der Herrschaft des Klosters St. Peter auf dem Hochschwarzwald:Die Leute sagen, Katharina sei eine Hexe. Entgegen der Verachtung und Gewalt kämpft sie sich, getrieben von der Liebe zu ihren Kindern, mit unbändigem Lebenswillen durch das harte Dasein im Wald. Dass Bruder Bonifatius sie begehrt, ist jedoch für beide unverzeihlich. Als der sich entschließt, einen Säugling von den Stufen des Klosters aufzunehmen, beginnt eine Geschichte, welche die Schicksale zahlreicher Schwarzwälder miteinander verknüpft. Plötzlich schleicht ein schwarzer Hund um Höfe und Häuser: eine Verheißung von Schrecken und Tod. Der verbrecherische Kreis aus Korruption, Missgunst und Mord schließt sich immer enger um die Bewohner.Überlieferungen aus der Klosterherrschaft St.Peter verbinden sich mit den politischen Einflüssen der Habsburger Monarchie und zeichnen ein authentisches Bild des Kräftemessens zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Verbunden mit der Darstellung von Brauchtum und Volksglauben der einfachen Leute, entsteht eine spannungsgeladene Geschichte im Herzen des Schwarzwaldes.
Frank Cornelius, Eine Nacht in Teufels Küche. Ein historischer Roman um die Klosterherrschaft St. Peter auf dem Hochschwarzwald.360 S. mit 9 Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-099-3. EUR 17,90.
Ein Schreiberling und eine Malerin, was verbindet sie? Beide haben genügend Zeit gehabt, die Welt einzusaugen und in Text und Bild umzuwandeln. Und beide verwandeln ungewöhnlich: Hans-Peter Kipfmüller schreibt über Frauen. Candace Carter malt Frauenkörper. Kipfmüllers Geschichten sind pointiert liebenswürdig. Carters Figuren sind erotisch, nicht voyeuristisch. Zusammen bilden sie ein kreatives „cross-dresser“ Team, das sich im Rollentausch zuhause fühlt. „Du schöner als draußen!“ ist eine Frauen wie Männer inspirierende Hommage an die Weiblichkeit.
Du schöner als draußen! Taffe Frauen – Bilder und Texte.Mit Texten von Hans-Peter Kipfmüller und 25 Bildern von Candace Carter.128 S., fester Einband.ISBN 978-3-95505-093-1. EUR 19,90.
Von Hans Hildenbrand ist kaum etwas anderes übrig geblieben als Bilder: ein paar Originale, der Rest gedruckt. Allein dieses visuelle Erbe kann Hinweise auf Arbeitsweisen und Motivation geben. Aber diese Bilder haben es wahrlich in sich: Farbfotografien aus der Zeit des Ersten Weltkrieges lassen eine Epoche näher rücken, die lange vergangen ist. Ob es die beeindruckenden Bilder deutscher Soldaten in den Schützengräben sind, die erstaunlich frei-zügigen Akte in der Natur oder imposante Porträtaufnahmen: Diese Fotografien bleiben im Gedächtnis und haben auch heute noch hohen künstlerischen Anspruch.Mit Hilfe von Rolf H. Krauss gelang es, alle bekannten Bestände von Hans Hildenbrand in der Sammlung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg zusammenzufassen. Dazu hatte die Deutsche Gesellschaft für Photographie in Köln ebenso großzügig beigetragen wie Herr Giuseppe Vittorelli. Beide überließen uns außergewöhnliche Bestände von Hans Hildenbrand.So kann das Haus der Geschichte Baden-Württemberg nun mit dem vorliegenden Band einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Stuttgarter Hofphotographen und Pioniers der Farbfotografie vorlegen.
Hans Hildenbrand. Hofphotograph und Pionier der früheren Farbfotografie.Hrsg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg.296 Seiten mit 265 meist farbigen Abbildungen, fester Einband
im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-096-2. EUR 24,80.
Neben den intensiven Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Hermann Kimling verdankt das Leibniz-Gymnasium Östringen seine Entstehung der Notwendigkeit, der ländlichen Bevölkerung des Kraichgaus eine Möglichkeit zu bieten, ihre Kinder in Wohnortnähe auf gymnasialem Niveau zu beschulen. Wie groß der Bedarf war, zeigten die schnell zunehmenden Schülerzahlen. Begonnen wurde der Unterricht 1968 mit 102 Schülern, Anfang der 80er-Jahre waren bereits 950 Schüler zu verzeichnen und nach einem kurzen Abflauen der Schülerzahlen stiegen diese bis zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2011 auf 1590 an. Nachdem man sich auf maximal sechs Eingangsklassen geeinigt hatte, stabilisierte sich ihre Zahl bei durchschnittlich 1350 Schülern. Ein großes Gymnasium also, was auch dem seit dem Schuljahr 2013/14 genehmigten Angebot eines G-9-Zuges zu verdanken ist.Aufgrund seiner Größe kann das LGÖ ein vielfältiges Angebot an schulischen und außerschulischen Aktivitäten bieten. So verdankt unser Gymnasium seinen guten Ruf nicht nur seiner hohen Unterrichtsqualität und seinem breit gefächerten Spektrum an Fächern, Zügen und Wahlmöglichkeiten, sondern auch der hohen Zahl außerunterrichtlicher Tätigkeiten und Aktivitäten im mathematisch-naturwissenschaftlichen, sozialen, musischen und sportlichen Bereich, die weit über die Schule hinaus in die Stadt und das Umland hineinwirken.In dieser reich bebilderten Jubiläumschronik geht es zum einen um die Entstehungsgeschichte und die ersten Jahrzehnte, zum anderen wird das Schulleben der letzten zehn Jahre intensiver auch unter bildungsrelevanten Aspekten dargestellt. Soweit es recherchierbar war, sind alle ehemaligen und jetzigen Kollegen genannt sowie alle Abiturienten seit dem ersten Abitur 1975. Die letzten zehn Abiturjahrgänge sind zusätzlich fotografisch abgebildet.Besonders stolz sind wir auf die Rubrik der "Ehemaligen-Porträts". Es ist uns gelungen, durch die Darstellung interessanter Lebensläufe und Äußerungen unserer Ehemaligen zu ihrem schulischen und beruflichen Werdegang spannende Augenblicke einzufangen, die sowohl für unsere jetzige Schülerschaft als auch für alle Leser dieser Chronik unterhaltsam, anregend und aufschlussreich sind.
50 Jahre Leibniz-Gymnasium Östringen. Eine Chronik.Hrsg. von Leibniz-Gymnasium Östringen und Schulleiterin Ulrike Sauer-Ege. Redaktion Brigitte Baumgartner, Jens Neckarmann, Petra Rüppel.160 S. mit 167, meist farbigen Abb., fester Einband im Großformat.ISBN 978-3-95505-068-9. EUR 17,90.
Der Pforzheimer Tornado am 10. Juli 1968 ist bekannt als schwerste Wirbelsturmkatastrophe in Deutschland. Von Frankreich ausgehend bis östlich von Pforzheim hinterließ er eine Spur der Verwüstung. Bäume wurden abgebrochen, Dächer abgedeckt, Autos durch die Luft geschleudert. Unfassbare Bilder boten sich den Betroffenen und den Katastrophenhelfern nach dem nur wenige Minuten andauernden Durchzug des Tornados.Mit der Darstellung anlässlich des 50. Jahrestags des Tornados liegt erstmals eine umfassendere historische Publikation zu dem Großschadensereignis vor. Den Blick auf die Situation in der Stadt Pforzheim gerichtet, werden der Verlauf der Katastrophe, das Ausmaß der Schäden, die Trümmerräumung und Instandsetzung nachgezeichnet. Der reich bebilderte Band lässt den Tornado und die hinterlassenen Verwüstungen, aber auch die Bewältigung der Naturkatastrophe miterleben.
Patrick Sturm, Der Pforzheimer Tornado vom 10. Juli 1968. „Die Bäume liegen im Wohnzimmer und die Möbel im Garten“.Hrsg. vom Stadtarchiv Pforzheim – Institut für Stadtgeschichte.72 S. mit 41 farbigen Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-098-6. EUR 9,90.
Dieser Band verbindet Forschungsarbeiten, Erinnerungen und persönliche Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit. Regional reichen die Beiträge von Kehl über Offenburg und Nordrach bis nach Schiltach und Triberg, in mehrere Orte des Elztals und in den Landkreis Waldshut. Sie thematisieren an aussagekräftigen Beispielen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Entstehung der NSDAP und deren Einfluss auf das Alltagsleben, Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie und des Krieges auf Denken und Verhalten, die menschenverachtende Durchsetzung „rassischer“ Grundsätze, Folgen des Krieges für die politische Zuordnung der Grenzregion, dramatische Vorgänge in der Zeit zwischen Kriegsende und Währungsreform sowie das Verhalten von NS-Tätern in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre Lebenswelten.
Vom Nationalsozialismus zur Besatzungsherrschaft. Fallstudien und Erinnerungen aus Mittel- und Südbaden.Hrsg. von Heiko Haumann und Uwe Schellinger. Lebenswelten im ländlichen Raum. Historische Erkundungen in Mittel- und Südbaden, Band 3.272 Seiten mit 88 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-079-5. EUR 22,80.
Einwohner von Bruchsal erhalten das Buch direkt in der Verwaltungsstelle in Büchenau: Au in den Buchen 81, 76646 Bruchsal, Tel: 07257 2037.
Grundlage dieses Themenheftes ist der „Gemarkungsplan Büchenau Nr. 1“ von 1882 mit den Grundstücks- und Hausnummern der Hauptstraße 1 bis 105. Bis zur Bombardierung 1945 sind noch ca. 40 Häuser, hauptsächlich in der Schulstraße, errichtet worden, die mit „O“ im Gemarkungsplan gekennzeichnet sind und teilweise durch die Luftaufnahmen von 1931 und vom März 1945 zugeordnet werden konnten. Eine große Hilfe waren die Aufzeichnungen in den „Lagebüchern“, die auch alle Namen der jeweiligen Eigentümer der Grundstücke bzw. Häuser urkundlich erwähnten.Ein großer Dank gilt der Büchenauer Bevölkerung, durch deren Hilfe viele als bisher „verschüttet“ oder „als verbrannt beim Fliegerangriff“ gegoltene Fotos auf manch wundersame Weise doch noch vor der Vernichtung gerettet werden konnten und dem Arbeitskreis Ortsgeschichte zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurden. Ohne diese aktive Hilfe wäre das Themenheft 6 sehr lückenhaft geblieben. Eine Landkarte aus dem „Hohmannschen Atlas“ von 1734 zeigt bereits Büchenau als reines Straßendorf auf der Hardtplatte westlich der sumpfigen Kinzig-Murg-Rinne. Im Gemarkungsplan von 1882 ist erstmals auf einer Karte die „Hintergass“ als zweite Straße mit der beginnenden Bebauung (spätere Schulstraße, ab 1972 Gustav-Laforsch-Straße) verzeichnet.
Büchenauer Impressionen, Themenheft 6.Hrsg. von der Stadt Bruchsal für den „Arbeitskreis Ortsgeschichte“ Büchenau. Bearbeitet von Günter Weih und Harald Bläske.100 Seiten mit 213 Abbildungen und zahlreichen Kartenausschnitten, Broschur.ISBN 978-3-95505-076-4. EUR 7,00.
Läuft man durch Graben-Neudorf oder fährt mit dem Fahrrad durch die Gemarkung, so entdeckt man das eine oder andere von Menschenhand erschaffene Kleinod. Es sind vor allem religiös motivierte Gebilde aus Stein, Metall oder Holz – Kreuze, Grabsteine oder Statuen – Zeitzeugen vorangegangener Jahrhunderte, welche uns am Wegesrand begegnen.Man erfährt viel über die Historie dieses Ortes, über seine Bewohner und deren Gäste, die beidermaßen ihren geschichtlichen „Abdruck“ hinterließen. Auch große Objekte und Vorhaben sowie manch Verschwundenes, welches über den strengen, wissenschaftlichen Begriff eines Kleindenkmals hinausgeht, ist dokumentiert und bietet dem Leser dadurch einen umfassenderen Gesamteindruck.Der Autor und Bürger Reinhard Langlotz, ein ausgewiesener Kenner seiner Gemeinde und deren Geschichte, lädt Sie ein, die beschriebenen Kleindenkmale einmal selbst aufzusuchen. Genaue Gauß-Krüger-Koordinaten und eine Übersichtskarte helfen Ihnen auf Ihrer Entdeckungstour.
Reinhard Langlotz, Was man noch weiß. Kleindenkmale und Sehenswertes in Graben-Neudorf.72 S. mit 113, meist farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-078-8. EUR 12,90.
2018: wieder ein Jahr, in dem ebenso viel über die NS-Zeit publiziert wie diskutiert wird. Ein Jahrestag jagt den anderen. Die Themen reichen dabei vom Zweiten Weltkrieg, über die Reichspogromnacht und den Widerstand bis zum Beginn der Deportationen von Sinti und Roma nach Auschwitz. Immer wieder geht es dabei auch um Fragen, wie man Jugendlichen diese Themen am besten vermittelt und wie man sie zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der NS-Zeit anregen kann. Doch dabei kommen Jugendliche kaum selbst zu Wort.Für das vorliegende Buch haben Bertram Noback, Andreas Pflock und Andreas Schulz daher entschieden, vor allem Jugendlichen Raum für ihre Meinungen und Positionen zu geben, um darüber ins Gespräch zu kommen, welche Relevanz die NS-Zeit für sie heute noch besitzt und wie für sie eine zeitgemäße Vermittlung dieser Epoche aussehen könnte – im schulischen wie im außerschulischen Kontext. Auf das Medium, über das die Gespräche geführt werden sollten, hatten sich alle Beteiligten schnell geeinigt: das Smartphone. So ist ein Buch entstanden, das einerseits den Gesprächsverlauf mit all seinen Facetten wiedergibt. Andererseits möchten die Herausgeber aufzeigen, welche Chancen und Grenzen eine digitale Debatte mit Jugendlichen bieten kann.
Bertram Noback, Andreas Pflock, Andreas Schulz (Hrsg.), DENK-mal „smart“! Ein Projekt zur Nutzung digitaler Kommunikationsformen bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.152 S. mit 18, meist farbigen Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-089-4. EUR 9,90.
Einwohner des Landkreises Rastatt wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Volkshochschule Rastatt:Am Schlossplatz 5 76437 Rastatt Tel. 07222 381-3500
Das Heimatbuch 2018 setzt sich mit Themen auseinander, die die Menschen im Landkreis Rastatt bewegen. Dazu zählt insbesondere die Problematik mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Böden und Grundwasser, aber auch die Veränderungen in der Tierwelt. Im Mittelpunkt der Heimatbuchreihe stehen vor allem die Menschen, die den Landkreis prägen. So wird beispielsweise über die Künstlerin Simone Vögele aus Muggensturm berichtet, den Vollblutmusiker Hans Huber und die Baden Brass Band, den „Pappuhrenhersteller“ Steffen Bittmann oder die vielen begeisterten Sänger in der Region. Auch historische Themen spielen eine Rolle: Etwa die Geschichte des deutschen Agenten Anton Küpferle, der während des Ersten Weltkriegs in England spionierte, oder auch die Tradition des Palmsonntag in Schwarzach. Abgerundet wird all dies wie immer mit einem Jahresrückblick 2017.
Heimatbuch 2018. Aktuelles und Wissenswertes.Hrsg. vom Landkreis Rastatt und Landrat Jürgen Bäuerle.256 Seiten mit 252 meist farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-083-2. EUR 12,90.
Zwischen Rothenburg o.d.T. und Wertheim erstreckt sich eine der attraktivsten Landschaften Süddeutschlands – Tauberfranken. Das Tal der Tauber ist seine Lebensachse. Mehrere Nebentäler und die begleitenden Gäuflächen bereichern die abwechslungreiche Natur. Seit mindestens zwei Jahrtausenden hat sich der Mensch hier dauerhaft eingerichtet und eine wertvolle, geschichtsträchtige Kulturlandschaft geschaffen. Die lange Reihe der in ihrem Kern mittelalterlichen Städte, der Burgen, Schlösser und Klosterbauten belegt dieses hochwertige historische Erbe. Wovon lebt der Tauberfranke heute? Da sind die mit dem Weltmarkt verknüpfte Industrie und die überregional frequentierten Gesundheitseinrichtungen. Da trägt der landschaftsprägende Weinbau den Namen des Taubertals weit über dessen Grenzen hinaus. Schließlich setzen Natur und Geschichte die vielfältigen Sparten des Tourismus ins Brot. Mit allen diesen Leitthemen möchte das Buch seinen Lesern Tauberfranken erschließen. Auch den Einheimischen können die Informationen dabei helfen, die Heimat ein Stück weit bewusster zu erleben.
Klaus Bühn, Tauberfranken. Biographie einer Landschaft.72 S. mit 112, größtenteils farbigen Abb. sowie zahlreichen Karten und Grafiken. Fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-072-6. EUR 14,90.
16 Jahre Helmut Kohl haben Deutschland geprägt. Was aber hat den ehemaligen Bundeskanzler geprägt? Als „junger Wilder“ suchte er schon früh die intensive politische Auseinandersetzung. Der ersehnte Aufstieg an die Spitze seiner Heimatstadt Ludwigshafen blieb ihm verwehrt: Die Vorherrschaft der SPD war nicht zu brechen. Trotz dieser Niederlagen kämpfte Kohl verbissen weiter – so sehr, dass er noch als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz die Oppositionsbankim Stadtrat drückte. Innerparteilich hingegen setzte sich Kohl durch: Als Mitglied der Nachkriegsgeneration nutzte er die Modernisierung der Parteienlandschaft geschickt für seinen Aufstieg und knüpfte dabei die Seilschaften, die ihn ein Leben lang begleiteten. Hier erlernte und erprobte er das politische Rüstzeug, welches ihn zu der politischen Ikone machte, als die Helmut Kohl heute gefeiert wird.Umso wichtiger ist es, sich mit dem Ludwigshafener Teil seines Lebens eigenständig zu beschäftigen und ihn nicht nur als „Episode“ auf dem Weg zum Kanzleramt zu sehen. Dieses Anliegen hat Lothar Meinzer in dieser Publikation verfolgt – und interessant, spannend und informativ umgesetzt.
Lothar Meinzer, Eine unerfüllte Liebe. Helmut Kohl und die Anfänge seiner politischen Karriere in Ludwigshafen.96 S. mit 48 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-086-3. EUR 14,90.
Bedingt durch die verstärkte Luftoffensive der alliierten Streitkräfte sah sich die Führung des NS-Regimes gezwungen, kriegswichtige Produktionsstandorte zu dezentralisieren oder unter Tage zu verlagern. „Ohne bürokratische Hemmungen“ sollte der von Albert Speer und Erhard Milch geleitete „Jägerstab“ agieren, um eine kriegsentscheidende Wende herbeizuführen. Die Entscheidung, Fabrikationsstätten in „bombensichere Gebiete“ zu verlagern, veränderte das Gesicht zahlreicher Regionen im ländlichen Raum.Die Studie beleuchtet den unter dem Namen „A8“/Goldfisch codierten Verlagerungsprozess des Daimler-Benz-Flugmotorenwerks Genshagen nach Obrigheim am Neckar und zeigt daran zum einen das enge Zusammenspiel zwischen NS-Regime und deutscher Wirtschaft, zum anderen die Wandlung des strukturschwachen Elzmündungsraumes zur überforderten Region auf.Erstmals findet auch die Nachkriegsgeschichte der aus dem Verlagerungsprojekt hervorgegangenen Goldfisch GmbH eine eingehende Untersuchung. Als Reparationsobjekt Nr. 13 war Goldfisch einer der ersten Rüstungsbetriebe, der von der Sowjetunion im amerikanischen Sektor demontiert wurde. Die sich am Horizont abzeichnende Konfrontation zwischen der UdSSR und den westlichen Alliierten spiegelte sich in der Nachkriegsgeschichte im Elzmündungsraum wider, der zum Abbild globaler und deutscher Geschichte wird.Personell und strukturell findet Goldfisch auch nach 1945 seine Fortsetzung: Als Neuanfang für frühere Daimler-Benz-Mitarbeiter und -Führungspersonen, als geeigneter Standort für die Bundeswehr und als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor des ländlichen Raums – ein Erbe, das bis heute in der Region sichtbar ist.
Tobias Markowitsch, Verlagert – demontiert – ausgeschlachtet. Goldfisch 1944–1974. Vom NS-Rüstungsbetrieb zur Maschinenfabrik Diedesheim.Hrsg. vom Kreisarchiv des Neckar-Odenwald-Kreises. Beiträge zur Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises, Bd. 7.296 S. mit 32, z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-077-1. EUR 22,80.