Die Nacht guckt scho zum Fenschter rei, do sitzt er immer noch debei, molt Werter uf un scheene Sätz un werkelt, dichtelt uhne Hetz. Bauer Mombl lebt mit seinen Tieren auf seinem Hof. Eines Tages ermuntert ihn ein Vogel zum Dichten. Voll Begeisterung vergisst er beim Schreiben Raum und Zeit. Aber Mombl schafft es, Arbeit und Leidenschaft miteinander zu verbinden. Dagegen beäugen seine Mitmenschen ihn argwöhnisch und lästern über ihn, weil er seine Verse im Dialekt schreibt. Mombl wird ganz traurig und seine Tiere leiden mit ihm. Einzig die Vögel heilen Mombl mit ihrem Gesang. Er beginnt wieder zu dichten und ein Kind erkennt als erstes, wie schön seine Verse sind. Dieses Buch in nordbadisch-fränkischer Mundart eignet sich zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen. Die Bilder regen zum Nachbasteln an: Entstanden aus Prospektschnipseln und Geschenkpapier, illustrieren sie Mombls Geschichte. Für im Dialekt wenig Erfahrene gibt es im Anhang eine hochdeutsche Fassung von Mombls Geschichte.
Elfi Neubauer-Theis, Dichterbauer Mombl.32 S. mit 32 Abbildungen., fester Einband.ISBN 978-3-95505-245-4. EUR 12,90.
Die Bildung der Stadt Kraichtal am 1. September 1971 hat landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, fanden hier doch gleich neun Gemeinden mit einer Gemarkungsfläche von über 80 Quadratkilometern zusammen. Die anfänglichen Bedenken, die sich nicht zuletzt aus der ganz unterschiedlichen historischen Tradition der Orte ergaben, wichen zunehmend der Anerkennung: Mit erheblichen Landesmitteln konnten dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen realisiert und neue Wohn- und Gewerbegebiete erschlossen werden. Ein Meilenstein war die Eröffnung der Stadtbahnstrecke Karlsruhe – Menzingen zum 25-jährigen Bestehen Kraichtals 1996. Dieses Buch schildert nicht nur den spannenden Prozess des Zusammenfindens und die positive Entwicklung Kraichtals in 50 gemeinsamen Jahren, sondern widmet sich ausführlich der Geschichte von Bahnbrücken, Gochsheim, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker, Oberöwisheim und Unteröwisheim seit dem Kriegsende 1945. Die zeitgenössischen Quellen und Abbildungen lassen erahnen, welch enormer Wandel sich in 75 Jahren in allen Lebensbereichen vollzogen hat.
Kraichtal. Die Geschichte seit 1945, Karl-Heinz Glaser, Stadt Kraichtal (Hrsg.)352 Seiten mit 261 farbigen Karten und Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-167-9. EUR 24,80.
Wie erleben Frauen Geschichte, welche Rolle spielen sie, wie sehr leiden sie unter historischen Gegebenheiten, wie nehmen sie Chancen ihrer jeweiligen Zeit wahr? Diesen Fragen geht die Autorin nach und macht sich auf Spurensuche im Neckar-Odenwald-Kreis. Hier gibt es zahlreiche bemerkenswerte Frauen. Eine Zeitreise mit ihnen durch die Jahrhunderte gibt Einblick in diverse Lebensumstände, die Standesunterschiede von der Tagelöhner-Tochter bis zur Königin-Mutter, Rollen vom Opfer in der NS-Zeit bis zur mutigen Widerständlerin, Missionen von der Südsee-Berufenen bis zur Kloster-Managerin widerspiegeln. Kunst- und Kulturscha ende geben Zeugnis einer Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten in den Landstrichen von Odenwald, Bauland und Neckartal. Sportlich gesehen kann sich der Kreis mit der erfolgreichsten nationalen und internationalen Fußballtrainerin schmücken. Die Bandbreite der 20 Portraits in der Reihe „Beiträge zur Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises“ macht dieses Werk spannend und informativ zugleich. Es liest sich unterhaltsam wie ein Roman und in Teilen packend wie ein Krimi.
Maria Gehrig. Mutige Frauen ihrer Zeit. Schicksale und Lebensgeschichten.Beiträge zur Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises. Bd. 8.Hrsg. vom Kreisarchiv Neckar-Odenwald-Kreis.240 Seiten mit 176 Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-222-5. EUR 19,90.
Mit welchen Worten begrüßt man sich in Baden-Württemberg? Wie benennt man hier die Regenrinne am Dach, wie heißt das Weihnachtsgebäck und wie sagt man zu den Sommersprossen? Wer sich über die sprachliche Vielfalt im deutschen Südwesten informieren möchte, kann mit dem „Kleinen Sprachatlas von Baden-Württemberg“ ein Werk zu Hilfe nehmen, das erstmalig die regionale Vielfalt im schwäbisch-alemannischen und fränkischen Sprachraum auf 80 farbigen Karten und Abbildungen darlegt. Alle Karten werden in einer allgemein verständlichen Sprache interpretiert und durch zahlreiche Wörter aus dem jeweils gleichen Themenbereich ergänzt.Behandelt werden Bezeichnungen in alltäglichen Bereichen wie zum Beispiel „Mensch und Gesellschaft“, „Obst und Gemüse“, „Wetter und Zeit“ oder „Haus und Gelände“. Angesprochen wird aber auch der Spezialwortschatz der Tier- und Pflanzenwelt oder der Landwirtschaft. Ein eigenes Kapitel ist den vergangenen Lebenswelten und den vergessenen Bezeichnungen gewidmet. Im Eingangskapitel werden mit 10 Fragen grundsätzliche Themen erörtert wie zum Beispiel die Frage nach der Entstehung von Dialektgrenzen, nach dem Verhältnis von Dialekt und Standardsprache oder nach der Veränderlichkeit von Dialekten. Den Abschluss des „Kleinen Sprachatlas von Baden-Württemberg“ bildet eine Einführung in die lautlichen und grammatikalischen Besonderheiten des deutschen Südwestens. Ein Register mit den 5000 im Buch besprochenen Dialektwörtern ist angefügt.Prof. Dr. Hubert Klausmann erforscht seit vier Jahrzehnten die Dialekte Baden-Württembergs, Vorarlbergs und Liechtensteins. Er leitet am Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen die „Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland / Arno-Ruoff-Archiv“.
Weitere Bände:
Kleiner Sprachatlas des Landkreises Rottweil
Kleiner Sprachatlas des Landkreises Freudenstadt
Hubert Klausmann, Kleiner Sprachatlas von Baden-Württemberg. 192 S. mit 84 farb. Karten und Abb., fester Einband. ISBN 978-3-95505-210-2. EUR 19,90.
Einwohner von Rastatt wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt bei der Stadt
Wintersdorf ist ein bewegtes, lebendiges Dorf. Das hat sich in den über 1220 Jahren seiner Geschichte immer wieder gezeigt: Früher, als man die Bewohner des untergegangenen Dunhausen aufnahm und zahlreiche Kriege, wechselnde Grenzziehungen und Fluten doch immer wieder meisterte. Aber auch heute, da die Vereine und ihre Feste wie die unvergessene Jubiläumsfeier 1999 Geschichte schreiben. In dieser mehr als umfassenden Chronik bringen die beiden Autoren alles zusammen, was Wintersdorf in den letzten 1220 Jahren geformt hat: politisch, geographisch, kulturell und religiös. Dabei ergänzen sich die beiden Autoren auf ideale Weise: Der Historiker Franz Ruf legt ein weites geschichtliches Fundament, das der ehemalige Ortsvorsteher Peter Fritz um die vielen Geschehnisse der letzten Jahre ergänzen kann.
Franz Ruf, Peter Fritz, Wintersdorf. 1220 Jahre lebendige Geschichte.Hrsg. von der Stadt Rastatt.808 Seiten mit ca. 1200, meist farbigen Abbildungen, fester Einband im attraktivem quadratischem Format.ISBN 978-3-95505-060-3. EUR 39,80.
Radikaldemokrat, Lebensreformer, Ahnherr der Turnbewegung oder auch Unterstützer der frühen Frauenbewegung – die Liste von Gustav Struves Wirkungsbereichen ist ebenso eindrucksvoll wie die Beharrlichkeit seines politischen Wirkens trotz mehrfacher Migration bemerkenswert. Im vorliegenden Band werden Leben und Werk dieses facettenreichen Akteurs der 1848er-Revolution beleuchtet, die Aktualität und Aktualisierbarkeit seiner Überzeugungen diskutiert und die Gründe untersucht, weshalb er heute – 150 Jahre nach seinem Tod – im kollektiven Demokratiebewusstsein nahezu vergessen scheint. Struve nämlich ist nicht nur Repräsentant seiner Zeit, sondern an ihm werden auch aktuelle Defizite in der Vermittlung von deutscher Demokratiegeschichte sichtbar.
Hrsg. Clemens Rehm, Annette R. Hofmann.Gustav Struve. Turner, Demokrat, Emigrant.112 S., 31 meist farb. Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-239-3. EUR 17,80.
„Ein starkes Gemüt ist nicht ein solches, welches bloß starker Regung fähig ist, sondern dasjenige, welches bei den stärksten Regungen im Gleichgewicht bleibt.“ Carl von Clausewitz5. Mai 1945: Bei der Verteidigung prominenter französischer Gefangener auf Schloss Itter in Tirol, in einer einmaligen Koalition von Wehrmachtsangehörigen und US-Soldaten, wird Major Josef „Sepp" Gangl von einem Scharfschützen der Waffen-SS tödlich getroffen. Die Tragik des Todes von Gangl wenige Tage vor der Kapitulation der Wehrmacht, offenbart sich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Strapazen er bis dahin im Osten 1941 bis 1943 und im Westen 1944/45 - u.a. im Kessel von Falaise - ohne schwere Verwundungen als Batterieführer und Abteilungskommandeur gemeinsam mit seinen Soldaten überstanden hatte.In einer kurzen biografischen Skizze spüren die Autoren dem Werdegang und der Laufbahn dieses Soldaten nach, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt und auch in Führungsposition seine Herkunft nie vergessen hat. Sie lassen dann vor allem die einzigartige Chronik einer selbstständigen Werfer-Batterie sprechen, die Gangl im Osten geführt hat. Diese und weitere Zeugnisse unterstreichen das Charisma dieses Soldaten, Vorgesetzten und Kameraden.
Major Josef „Sepp" Gangl. Ein Ludwigsburger Soldat im Widerstand.Hrsg. Militärgeschichtliche Gesellschaft Ludwigsburg (MGLB) e.V., Garnisonmuseum Ludwigsburg 292 Seiten mit 130 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-236-2. EUR 29,80.
Die Fachwerkstadt am Kocher hat eine lange und bewegte Geschichte. Bereits eine Urkunde aus dem Jahre 1156 berichtet über die Weihe der Kirche St. Michael. Doch im Kochertal wurde schon in keltischer Zeit (8. bis 2. Jahrhundert v. Chr.) Salz gesotten, das die Existenzgrundlage der Stadt bis um 1800 war. Im Stadtbild erinnert daran nur vergleichsweise wenig. Zahlreiche noch heute stehende Gebäude gehen auf das 12. oder 13. Jahrhundert zurück, als sich Schwäbisch Hall unter der Herrschaft der Staufer zur Stadt entwickelte. Der vorliegende Band zeigt die Veränderungen der letzten 150 Jahre anhand von eindrucksvollen Fotos und stimmungsvollen Postkarten. Ein historisches wird jeweils einem aktuellen Bild gegenübergestellt, wobei versucht wurde, für das gleiche Motiv eine ähnliche Perspektive zu finden. Die sachlich fundierten Begleittexte bieten einen kurzweiligen Streifzug durch die spannende Stadtgeschichte von den Anfängen bis in die jüngere Gegenwart.
Andreas Maisch, Sara Wiest, Schwäbisch Hall. Geschichte erzählt in vergleichenden Ansichten.Hrsg. vom Stadtarchiv Schwäbisch Hall.136 Seiten mit 170 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband im attraktivem quadratischem Format.ISBN 978-3-95505-231-7. EUR 19,90.
Der vorliegende Führer „Spaziergang im Park" beschreibt vier Themen. Es werden Geschichten zu den Gebäuden des PZN erzählt, deren Historie, den Kunstwerken und Objekten des Sinnesparks, die sie umgeben, und natürlich dem Park, der außer den Bäumen einige Raritäten aus Flora und Fauna zu bieten hat.Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden wurde 1905 mit vier Stationen als „Großherzogliche Badische Heil- und Pflegeanstalt bei Wiesloch" eröffnet. Auf die Frage „Was war hier vorher?" kommen Antworten zur Wieslocher Bergbaugeschichte und den Weinbergen Johann Philipp Bronners. Auch wird der Frage nachgegangen „Wieso ein Park, und wieso Wiesloch?". Es wird über die schwierige Anfangszeit vor dem ersten Weltkrieg und die Zeit der NS-Diktatur berichtet, aber auch der Weg hin zu einer modernen Psychiatrie beschrieben.Das Büchlein ist keine wissenschaftliche Studie, sondern soll den Park, der in Wiesloch ein beliebtes Naherholungsgebiet ist, in seinen verschiedenen Aspekten und geschichtlichen Dimensionen erfahrbar machen, aber vor allem Geschichte(n) erzählen.
Hansi Rau, Spaziergang im Park. des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden mit Geschichten zu Architektur, Kunst, Natur und Anstaltsgeschichte.Hrsg. vom Psychiatrischen Zentrum Nordbaden Wiesloch (PZN)136 S. mit 184 meist farbigen Abb., Klappenbroschur im handl. Taschenformat.ISBN 978-3-95505-194-5. EUR 9,90.
In den 1950er und 1960er Jahren entstanden einzigartige Tonaufnahmen von Dialektsprecherinnen aus ganz Baden-Württemberg, die vom Leben und Arbeiten, von Gesundheit und Krankheit, von der Freizeitgestaltung und von den tiefgreifenden Entwicklungen im Ländlichen Raum erzählen. Sie geben unmittelbar Einblick in die Lebenswelten dieser vergangenen Jahrzehnte. Das Hörbuch präsentiert Tonausschnitte aus dem 800 Stunden umfassenden Arno-Ruoff-Archiv des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Die historischen Aufnahmen werden durch neueres Tonmaterial ergänzt, das den beschriebenen Wandel bis in die Gegenwart weiterverfolgt.Das beiliegende Booklet enthält die verschriftlichten Interviews sowie Erläuterungen zu den wichtigsten Merkmalen der in Baden-Württemberg gesprochenen Dialekte.
Weitere historische Interviewaufnahmen aus Baden-Württemberg: Bis nach Sankt Petersburg
Jetz isch halt alles anderscht, net? Kultureller Wandel im Ländlichen Raum.Historische Interviewaufnahmen aus Baden-Württemberg, 1. Sprecher Peter Binder, Hörbuchkonzeption Mirjam Nast, Projektleitung Hubert Klausmann und Reinhard Johler.Audio-CD im Schuber inkl. 64-seitigem Booklet.ISBN 978-3-95505-204-1. EUR 19,90.
Wallfahrten sind seit Jahrhunderten zentraler Bestandteil katholischen Glaubenslebens. Dabei beschränkt sich die Relevanz von Wallfahrten nicht auf die liturgisch-rituelle Praxis der Katholischen Kirche. Vielmehr erstreckt sie sich auch auf lokalpolitische, soziale und gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge, wie diese Studie anhand der Untersuchung bedeutender regionaler Wallfahrtsorte in der Markgrafschaft Baden-Baden zeigt. Die jeweiligen Akteure verbanden unterschiedliche Interessen mit dem Wallfahren. So bot die Teilnahme an einer Wallfahrt neben den naheliegenden religiösen Gründen auch den einfachen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit, dem gewöhnlichen Alltag zeitweise zu entrinnen. Die badischen Markgrafen sahen in Wallfahrten hingegen auch die Gelegenheit zur Erweiterung ihres Herrschaftsgebiets und verbanden damit territoriale Interessen. Und ausgerechnet die Speyerer Bischöfe manifestierten sich im Zeitalter der Aufklärung als Kritiker mancher Wallfahrtspraxis. Im Unterschied zu vorherigen Veröffentlichungen im Bereich der Wallfahrtsforschung beinhaltet diese Publikation auch eine Gesamtdarstellung aller großen Wallfahrten der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Baden. Der Autor legt seine Schwerpunkte gezielt auf die Fragen nach den Motiven der Wallfahrer und ordnet diese in den gesamthistorischen Kontext der Markgrafschaft Baden-Baden ein. So leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag zur Landes- und Kulturgeschichte durch detaillierte Untersuchungen, unter anderem der Klingelkapelle in Gernsbach oder der Wallfahrtskirche Maria Bickesheim in Durmersheim.
Max Schlenker, Fördern, Feiern, Verbote. Studien zum Wallfahrtswesen in der Markgrafschaft Baden-Baden (1535-1771).400 Seiten mit 1 Diagramm, Broschur.ISBN 978-3-95505-235-5. EUR 39,80.
Lebensgeschichten aus kleineren Gemeinden – sie stehen im Mittelpunkt dieses Buchs. Die Menschen galten als Fremde oder wegen ihrer Jugend als rechtlos. Wieder andere waren im Wortsinn außergewöhnliche Persönlichkeiten. Betroffene mussten sich am Rande der dörflichen oder kleinstädtischen Gesellschaft zurechtfinden. Teilweise wurde ihnen aber auch die Integration in die Ortsgemeinschaften gänzlich verweigert. Mehrere Beiträge des Bandes richten ihr Augenmerk auf die Hütekinder. Geblickt wird auch auf das harte Schicksal manches Schülers im von Gewalt mitbestimmten Schulalltag. In weiteren Aufsätzen begegnet der Leser südbadischen Originalen oder auch dem „Seher vom Kinzigtal“. Nachgezeichnet wird schließlich das harte Leben einer Vagantenfamilie sowie der Mitglieder einer Familie, die im Nationalsozialismus als jüdisch zunächst diskriminiert wurde, deren weiteres Schicksal Flucht und Ermordung kennzeichneten.
Leben am Rand!?. Geschichten aus Südbaden.Hrsg. von Andreas Morgenstern, Ute Scherb.136 Seiten mit 64 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-229-4. EUR 14,90.
Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe realisierte der Bildhauer Jürgen Goertz zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum. Mit seinen eindrucksvollen großformatigen Skulpturen ist er auch international vertreten, seiner Kunst begegnet man in der ganzen Republik von Berlin über Karlsruhe bis München. Ein Schwerpunkt seines Schaffens liegt in Baden-Württemberg. Die Publikation schärft den Blick für das Profil des Künstlers und seine spielerische Lust an Experiment. Im Fokus stehen die 23 im Hortus Palatinus von Schloss Heidelberg ausgestellten Großskulpturen – Schlüsselwerke seines Schaffens von 1974 bis heute. Man erlebt sie im spannungsvollen Dialog mit der berühmtesten Schlossruine der Welt. Des Künstlers außergewöhnliche Schöpfungen für den „Gläsernen Saalbau“, die den historischen Räumen einen transzendent-meditativen Charakter verleihen, bilden den zweiten Schwerpunkt des Buches. In seinem „Statement“ und einem eindrucksvollen Interview erlebt man Professor Jürgen Goertz, „launisch-zielbewusst“, als Meister der Gegensätze.Der Künstler hat das letzte Wort: „Glaub an Sans Soucis in spe! Bleibe nie, wie Du bist! Bis zum Ende Deines Lebens werde ein Kunstwerk höchsten Ranges! Mit Verlaub – Sternenstaub, oh mon Dieu!"
Ricarda Geib, Der allegorische Blick. Jürgen Goertz. Großskulpturen 1974-2020.Hrsg. von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. Fotografien von Frank Schubert – VG Bild Kunst.208 Seiten mit ca. 200 farbigen Abbildungen, fester Einband im repräsentativen Großformat. ISBN 978-3-95505-221-8. EUR 29,50.
Einwohner von Kraichtal wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Autorin: Joyce Filsinger
Wer sind wir?Wir sind die, die hier wohnen.Schon seit langem oder erst seit kurzem.Dies ist ein Buch über die Heimat und das Zusammenleben darin.Was wissen wir über unsere Heimat, über die Natur, das Kulturland, die Wälder, die Gepflogenheiten oder die Dörfer? Wer hat zum Beispiel in früherer Zeit vor uns hier gewohnt und gelebt?Und was macht aus einem Wohnort eine Heimat?Was wissen wir, fühlen wir, denken wir?Was machen wir? Was bewegt uns?Mit Beiträgen von Kindern aus Kraichtal. Aber nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle, die etwas über ihre Heimat erfahren möchten.
Joyce Filsinger. Kraichtal Hilft e.V., Wir in Kraichtal.128 Seiten mit 184 meist farbigen Abbildungen und Illustrationen., fester Einband.ISBN 978-3-95505-183-9. EUR 19,90.
Das Buch ist bei uns leider vergriffen!
e.rothisch? Ein Mensch hat sich dazu entschieden, ironisch manchen Vers zu schmieden. Und zwar – zumeist mit Müh und Not – im heitren Stil von Eugen Roth, wobei, was menschlich uns entzückt, der Mitmensch in den Fokus rückt. Nun erhebt sich scheu und zage instinktiv die heikle Frage, ob derartige Reimereien ein bisschen auch e.rothisch seien.
Es ist keine leichte Aufgabe, den alltäglichsten Szenen etwas Schönes abzuringen. Doch Manfred Ell gelingt dieses Kunststück. Sei es nun die höchst verfängliche Antwort auf die Frage „Wie geht`s?“ oder der leidige Besuch beim Doktor – die kurzen Gedichtchen zaubern ein Schmunzeln auf des Lesers Gesicht, regen aber auch zum Nachdenken an. Manfred Ell legt mit diesem Buch eine Hommage an Eugen Roth vor, der mit seinen humoristischen Versen noch heute zu den populärsten Lyrikern Deutschlands zählt. Die ganz im „e.rothischen“ Stil verfassten Gedicht-Häppchen bieten kurzweilige Lektüre und werfen ein angenehm ungewohntes Licht auf den immer gleichen Alltagstrott.
Manfred Ell, leicht e.rothisch. ironisch-heitere Verse im Stile von Eugen Roth.96 S. mit 9 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-234-8. € 9,90.
Die Beiträge spannen einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Am weitesten zurück reichen die Beiträge von U. Koch zu einer Grablege in Straßenheim des 7. Jhs. und K. Wirth zu einer spätmittelalterlichen Niederungsburg in Sandhofen des 12./13. Jhs..H.-J. Buderer unterstreicht mit seinen Ausführungen zu Porträts Friedrichs V. und Elizabeth Stuarts seine profunden kunsthistorischen Kenntnisse. Den Wiederaufbau der Kurpfalz nach 1648 und die Verheerungen des Pfälzischen Erbfolgekriegs untersucht M. Groening anhand der Familie des Mannheimer Pastors Caspar Gumbart(us). Zwischen unterem Neckar und oberer Donau agierte die Familie von Karl August Frh. v. Leoprechting, deren All- und Festtag H.-D. Frh. v. Enzberg schildert. H. Hagemann würdigt das Oeuvre des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlers der Mannheimer Handels- sowie des Leiters der Mannheimer Volkshochschule, Paul M. Eppstein, der 1944 in Theresienstadt ermordet wurde. V. Kellers Interview mit dem ehemaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Mannheims, Georges Stein thematisiert die Deportation der Familie nach Gurs, ihr Leben im französischen Untergrund und ihre Rückkehr in die Quadratestadt. In einem reich bebilderten Beitrag stellt M. Jendrek nicht nur das Oeuvre von Maria und Hans Roden vor, sondern problematisiert auch dessen „unbelasteten“ Neuanfang nach 1945. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Verleihung des Mannheimer Pfennigs an Prof. Dr. Hermann Wiegand. Neben der Laudatio von W. Kreutz wird der Festvortrag von C. W. Sui zur Pressefotografie von den 1920er bis zu den 1960er Jahren dokumentiert.
Mannheimer Geschichtsblätter 39/2020 Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß, Hans-Jürgen Buderer und Wilhelm Kreutz sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem MARCHIVUM. 160 S. mit 152, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat. ISBN 978-3-95505-219-5. EUR 19,80.
Die Statistisch-Volkswirtschaftliche Gesellschaft Basel wurde 1870 gegründet, um an wirtschaftlichen und Bevölkerungsstatistiken mitzuwirken. In der Folge wurde sie zu einer reinen Vortragsgesellschaft, der es gelang, schweizerische und internationale Spitzen-Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für Vorträge in Basel zu gewinnen. Die SVG Basel kann somit zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum 2020 stolz darauf zurückblicken, mit Referenten und Thematiken die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts zu spiegeln.
Walter Hochreiter, Fritz Böhler, Rolf Weder, 150 Jahre SVG Basel. Die Statistisch-Volkswirtschaftliche Gesellschaft Basel im Spiegel der Zeitgeschichte.Hrsg. von der SVG Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel.108 Seiten mit 41 meist farbigen Abbildungen, fester Einband im attraktivem quadratischem Format.ISBN 978-3-95505-223-3. EUR 18,90.
In den vergangenen 200 Jahren wuchs in Mannheim eine neue Welt empor. Das beschauliche Landstädtchen an den noch ungezügelten Flüssen Rhein und Neckar und die Auenlandschaften der Gegend verwandelten sich in die Industriemetropolen Mannheim und Ludwigshafen. Sie sind heute Produktions- und Verwaltungsstandorte von Unternehmen mit Weltgeltung. Die von Landwirtschaft und Handel geprägte Kleinstadt wandelte sich während der Lebenszeit Friedrich Engelhorns, des Gründers der BASF, zur Metropole an Rhein und Neckar. Von dieser „Industriellen Revolution“ erzählt das Buch. Engelhorn selbst berichtet, wie zunächst die Dampfkraft, später Benzinmotoren und Elektrizität, die Muskelkraft von Mensch und Tier ersetzten, wie die erste chemische Produktion in einem zur Schwefelsäurefabrik umgebauten Bauernhof begann, wie er sein Unternehmen BASF im Mannheimer Jungbusch gründete und wie die beiden Städte zu Zentren der Maschinen-, Fahrzeug-, Lebens- und Arzneimittelproduktion und vieler anderer Bereiche wurden.
Volker Keller, Christoph Clasen, Wie die Industrie nach Mannheim kam. Das Zeitalter Friedrich Engelhorns 1820-1900.Hrsg. vom Friedrich-Engelhorn-Archiv e.V. Redaktion: Stefanie Dunz.56 S. mit ca. 166, z.T. farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-160-0. EUR 14,90.
Freiburg hat eine über 900 Jahre alte Geschichte. Was wissen wir eigentlich über Freiburgs Vergangenheit? Wer gründete die Stadt und wer lebte hier? Wie sah die Arbeits- und Freizeitwelt aus? Vom Alltag der Menschen erzählen nur wenige Schriftquellen. Anders die Funde aus der Erde, die aber meist nur fragmentarisch überliefert sind. Wer die Hinweise verschiedener Forschungszweige zusammenpuzzelt, erhält ein vielschichtiges Bild früherer Zeiten.Der freiburg.comic schlägt eine Brücke von den Menschen vergangener Zeiten in die Gegenwart. Wichtige Stationen der Stadtgeschichte - Marktgründung, Bau der Stadt, Alltagsgeschichte im Spätmittelalter, Bau der Festung, Entwicklung im 19. Jahrhundert und Zerstörung im Luftangriff 1944 - werden als Graphic Novel aufbereitet. Der freiburg.comic lädt Jugendliche und Junggebliebene zu einer spannenden Zeitreise ein.
Bertram Jenisch, Jonatan Alcina Segura. freiburg.comic. 900 Jahre Leben in der Stadt.72 Seiten mit 264 farbigen Abbildungen, fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-212-6. EUR 14,90.
1293 wurde Yach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus diesem Anlass fand 2018 eine Ausstellung über Yach im Mittelalter statt. Diese wird hier in erweiterter Form als Buch präsentiert. Die damaligen Lebenswelten der Menschen in Yach und im Elztal werden anschaulich vermittelt.Der Bogen spannt sich von der frühen Besiedlung unseres Raumes über die Bedeutung des Klosters Waldkirch, die Entstehung und Entwicklung Yachs, die rechtlichen und landschaftlichen Bedingungen, das tägliche Leben, Landwirtschaft und ländliches Handwerk, Ansätze des Bergbaus, Verkehrswesen und Nachrichtenverbreitung, soziale Verhältnisse und Konflikte, die Rolle der Familie und die Stellung der Frau, Schulbildung, Magie und Hexenwesen bis zu religiösen Vorstellungen und Weltverständnissen.Es entsteht das vielfältige und faszinierende Bild einer Zeit, die für uns fremd und doch zugleich sehr nah ist.
Wie alles begann ... Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts.Lebendige Geschichte in Yach, Bd. 6. Hrsg vom Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach e.V.256 S. mit 180, meist farbigen Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-208-9. EUR 24,00.
Der Wald als Rückzugsort und Halt, der auf ganz sinnliche Weise tönt, riecht und berührt. So umschreibt Thomas Faißt in seinen Erzählungen, was der Schwarzwald für die Menschen, die in und mit ihm leben, bedeuten kann.Im Rahmen des Forschungsprojekts „Alltagsgedächtnis" führte Thomas Faißt von 2015 bis 2018 im Auftrag des Nationalparks Schwarzwald biographische Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern angrenzender Gemeinden. So erhielt er Zugang zu regionalem Wissen und persönliche Einblicke in den Tagesablauf der Menschen, die verbunden sind mit „ihrer" Landschaft. Einer Landschaft, die ohne Wald nicht denkbar scheint.Zusammen mit den ausdrucksstarken Fotografien von Burkhard Riegels veranschaulicht die Auswahl aus zehn Lebensbildern eindrucksvoll, welchen biografischen Einfluss Landschaft ausübt. Anhand der Erzählungen wird deutlich, dass der Wald für viele Menschen im Schwarzwald nicht nur die wirtschaftliche Grundlage bildet, sondern zugleich ein wichtiger Teil ihrer Identität und ihrer Geschichte sind.
Thomas Faißt, Wälderstimmen. Schwarzwälder Begegnungen - Gespräche und fotografische Porträts.Hrsg. vom Nationalpark Schwarzwald. Fotografien von Burkhard Riegels.120 S. mit 150 Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-217-1. EUR 19,90.
Mit diesem Buch soll die vielfältige, faszinierende Landschaft am Rohrhardsberg – ihre Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft – zusammen mit ihren Gestaltern in Text und Bild vorgestellt werden. Beschrieben werden die natürlichen Gegebenheiten, die verschiedenen Lebensräume und die Geschichte des Gebiets vom ursprünglichen Wald zur Kulturlandschaft. Dabei werden die Folgen dieser Entwicklung für die Menschen, Tiere und Pflanzen sichtbar. Umgekehrt zeigt sich, wie die Menschen im Lauf der Zeit die Landschaft gestaltet haben – mit allen Veränderungen und Auswirkungen. Land- und Forstwirte schildern, welche Bedeutung die Landschaft, deren Pflege und der Naturschutz für sie haben und welche Probleme sie sehen. Konzeptionen, Pläne und Projekte, wie am Rohrhardsberg Mensch und Natur harmonieren können, werden ebenso erörtert wie die Tätigkeit von Vereinen, Institutionen und Behörden. Das Fazit: Die Landschaft am Rohrhardsberg soll dauerhaft eine Musterregion für Naturschutz und Biologische Vielfalt werden.
Bernd-Jürgen Seitz und Heiko Haumann, Die Landschaft am Rohrhardsberg und ihre Gestalter.144 S. mit 146, meist farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-198-3. EUR 19,90.
Dr. Norbert Egger, langjähriger Mannheimer Bürgermeister und Ehrenbürger von Qingdao, reist seit 1989 oft mehrmals jährlich nach Qingdao. Seitdem beobachtet er den rapiden Wandel der chinesischen Küstenstadt, die sich heute als weltoffene Metropole mit global agierenden Unternehmen und innovativen Forschungseinrichtungen präsentiert. Mit ihrer herrlichen Lage an der Jiaozhou-Bucht ist die ostchinesische Millionenstadt zudem ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Ausgehend von der wechselvollen Geschichte Qingdaos schildert Dr. Norbert Egger – kenntnisreich und mit sehr persönlichen und intimen Einblicken – deren aktuelle wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung. Die einst vom wilhelminischen Kaiserreich angelegte Hafenstadt schickt sich inzwischen an, zu einer der wichtigsten Metropolen in Ostasien aufzusteigen. So entsteht vor unseren Augen ein eindrucksvolles Panorama über die Entwicklung vor Ort – zugleich eine Fallstudie, die eine Vorstellung vom chinesischen Weg der Öffnung vermittelt.
In der neu bearbeiteten und ergänzten zweiten Auflage beschreibt der Autor in anschaulicher Weise, wie sich Qingdao seit dem Erscheinen der 1. Auflage 2016 in einer für westliche Verhältnisse eigentlich unvorstellbaren Geschwindigkeit anschickt, sich für den Nordosten von China als das große Zentrum zu etablieren. Ein neuer, recht großer Flugplatz – in kürzester Zeit geplant und gebaut –, eine VW-Autofabrik, die neue Freihandelszone, die Inbetriebnahme mehrerer Metro-Linien, der Ausbau der ganzen Westküste und vieles mehr legen hiervon Zeugnis ab!
Norbert Egger, Ein Tor zur Welt. Qingdaos Aufstieg aus persönlicher Sicht.Zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage.Hrsg. vom MARCHIVUM und dem Informationsamt der Stadt Qingdao.168 Seiten mit 131 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-934-5. EUR 16,90.
Das Buch ist bei uns leider vergriffen!
Der aktuelle 59. Band der traditionsreichen Heimatbuchreihe des Landkreises Rastatt ist wieder ein besonderes Lesevergnügen geworden. Das Heimatbuch berichtet auf 256 reich bebilderten Seiten und in modernisierter Form über vielfältige Themen aus den Bereichen Aktuelles und Gegenwart, Natur und Umwelt, Kunst, Kultur und Lebensart sowie der Geschichte unseres mittelbadischen Raumes.Daneben bietet das Heimatbuch 2020 fundierte Einblicke in die Arbeit erfolgreicher Unternehmen, berichtet spannend über Industriekultur insgesamt oder über jugendliches Engagement sowie bedeutende Persönlichkeiten. Alles in allem vereint das Heimatbuch aktuelle Themen der Gegenwart mit wissenwerten Bereichen unserer Gesellschaft in einzigartiger Weise.
Aus dem Inhalt:• Highlights und Brennpunkte. Das Jahr 2019 im Rückblick• Jugendbeteiligung als Zukunftsstrategie – Junge Menschen im Landkreis gestalten ihre Umwelt• Eine ganz schön smarte Schule – auch in Krisenzeiten – Die Josef-Durler-Schule Rastatt als digitaler Vorreiter• Die große Bambi-Überraschung – Projekt „72 Stunden“ will die Welt ein Stückchen besser machen• Der Künstler Leo Sztatecsny – Von Bergen und Schnee, Flusslandschaften und der ewigen Bewegung der Natur• Der Feldzug des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden 1706 am Oberrhein• Kloster Maria Bickesheim• Vergessene Opfer – Zwangssterilisationen in Bühlertal (1934 – 1939)• Klaus Winterhoff hat sein Leben der Kunst verschrieben• Der Amalienberg – Sitz illustrer Persönlichkeiten• Emil Josef Diemer – Ein Schachspieler, der nie auf Remis spielte• Klimaschutz mit Weitblick – „Bühl aktiv für den Klimaschutz“• PFC in Mittelbaden – Eine tickende Zeitbombe für zukünftige Generationen• Kuppenheimer Motoballer bei der Europameisterschaft 2019 in Rheinstetten-Mörsch• Der Bundesliga-Schiedsrichter Daniel Schlager• Hands on the wood. Get. Set. Go! – Der Wahl-Hördener Robert Ebner ist Deutschlands bester Sportholzfäller an derAxt• Meinrad Bittmann (1931 – 2019)• 15 Jahre Kreisseniorenrat Rastatt e.V.• 50 Jahre Schwarzacher Münsterkonzerte• Besprechung neu erschienener Bücher
Heimatbuch 2020. Aktuelles und Wissenswertes.Hrsg. vom Landkreis Rastatt und Landrat Toni Huber.256 Seiten mit 292 meist farbigen Abbildungen, Fadenbindung.ISBN 978-3-95505-220-1. EUR 12,90.
Aufbruch in die Moderne – Das baukulturelle Erbe der 20er Jahre zu entdecken, ist in Pforzheim eine überraschend lohnende Sache. In jener Ära entstanden Baudenkmale wie die Herz-Jesu-Kirche, die Gartenstädte im Arlinger und am Wartberg sowie das Industriehaus. Dozenten der Kunstgewerbeschule förderten die internationalen Stilformen des Expressionismus und des Art Déco; beliebt blieb aber auch der Neoklassizismus. In diesem handlichen Führer finden Sie einen Überblick über das lokale architektonische Schaffen der Ära der Weimarer Republik.Der hintere Bucheinband ist ausklappbar, dort befindet sich ein Übersichtsplan.
Christoph Timm, Architektur - Aufbruch zur Moderne. Die 20er Jahre.Pforzheimer Stadtrundgänge, Bd. 7. Hrsg. vom Kulturamt der Stadt Pforzheim.36 S. mit 51, meist farbigen Abb., Klappbroschur im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-215-7. EUR 5,90.
Möchten Sie sich auf eine fotografische Zeitreise begeben? Der Königsbacher Förderverein „Die Kinschbacher“ zeigt Ihnen Dorfschätze aus den letzten 120 Jahren. Historische Fotos und aktuelle Aufnahmen vermitteln vielfältige Eindrücke des Ortes und zeigen, wie sich das kleine Weindorf zwischen Wald und Reben gewandelt hat, ohne seinen Reiz zu verlieren.
Stefan Schaupp. Königsbach im Wandel der Zeit. Hrsg. vom Förderverein Königsbach „Die Kinschbacher“.144 S. mit 158, z.T. farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-195-2. EUR 22,80.
Die Künstlerin hat eine Entdeckungstour in die Natur unternommen, hat Fundstücke gesammelt, welche für die Vielfalt der Natur stehen, aber auch für die Vergänglichkeit sowie die vom Menschen gemachte Bedrohung. Abgestorbene Pflanzen, ja sogar tote Tiere werden mit Fotografien intakter Natur konfrontiert. Man ist erinnert an die Stillleben, wie wir sie aus der Kunstgeschichte kennen. Uscha Rudek-Werlés Ansatz ist allerdings ein anderer: Sie bildet Natur nicht mit malerischen Mitteln nach, sondern nutzt aufgefundene Objekte aus der Natur, um sie in einen unerwarteten Kontext zu stellen. Damit befindet sie sich in bester Tradition zu anderen Künstlern, die gefundene Gegen-stände zum Zentrum ihrer Kunst machen (object trouvé). Uscha Rudek-Werlé hat ihre Fundstücke in durchsichtige Plastikdosen verpackt. Es sind Alltagsgegenstände, Verpackungen, die man zum Beispiel vom Supermarkt kennt und gleichsam unseren Wohlstandsmüll symbolisieren. Das Besondere dabei ist, dass die verpackte Natur auch an die Archive und Schaustücke naturkundlicher Sammlungen erinnert.Damit schlägt die Ausstellung einen unerwarteten Bogen zum Ausstellungsort, dem MARCHIVUM, das zwar kein naturkundliches Museum ist, das aber als Mannheims Archiv ebenfalls Objekte sammelt und aufbewahrt. Freilich sind es keine Fundstücke aus der Natur, sondern Dokumente, die von der Geschichte Mannheims und seinen Menschen erzählen. Es sind Verwaltungsakten, Nachlässe, Fotografien und Filme, Plakate und an-deres mehr. Auch sind diese Dokumente nicht in durchsichtigem Plastik verpackt, sondern in archivgerechten Kartons aus Pappe.
Uscha Rudek-Werlé, NATURE A MYSTERY. Natur von draußen, nach drinnen geholt.128 S. mit 187 farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-213-3. EUR 22,80.
„Die Geschichte, die Sie hier lesen, ist meine Geschichte. Mein Name ist Leo Waldbott. Sie werden erfahren, wie unser geliebtes Altersheim unter den Nazis unterging – das Heim, das zunächst als Idee in meinem Herzen entstand, die ich am 12. Oktober 1907 erstmals dem Vorstand unseres Synagogenchorvereins in Speyer vorstellte. Ich bin der gleiche Leo Waldbott, an den sich jedes Speyerer Kind erinnert. Zusätzlich zu den allgemeinen Schulfächern lehrte ich die Kinder der einhundertzwanzig jüdischen Familien in Speyer das Judentum – in den Volksschulen und den drei Höheren Schulen. Die Geschichte, die ich erzählen will, zeigt das Leben der deutschen Juden, verglichen mit ihren nichtjüdischen Mitbürgern – vor und nachdem der ‚Führer‘ am 30. Januar 1933 die Macht übernommen hatte.“Die Originalausgabe CRYSTAL FRAGMENTS erschien bei Devora Publishing Company, Israel 2008, ISBN 978-1-934440-29-2
Betsy Ramsay, Leo Waldbott. Jüdisches Leben in Speyer 1890 bis 1938.Übersetzt von Gregor Brand, Lektorat und Redaktion von Katrin Hopstock.Schriftenreihe der Stadt Speyer, Bd. 22, hrsg. von der Stadtverwaltung Speyer.112 Seiten mit 25 Abb., Broschur.ISBN 978-3-95505-197-6. EUR 13,50.
Eindrucksvolle Strecken führen zu 48 Burgen und Ruinen an der Südlichen Weinstraße, im nördlichen Elsass und im Wasgau. Auf 23 Rundwanderungen beschreibt Margaret Ruthmann ausführlich die Geschichte der Burgen, besucht aber auch Ruinen, die kaum jemand kennt.Die Ausflüge betragen jeweils etwa drei Stunden reine Laufzeit bei zehn bis zwölf Kilometern Länge und führen zum Teil über schmale und versteckte Pfade mit exakt beschriebenen Wanderwegen auch zu Hütten und Gaststätten.Das Motto der Autorin:Burgen erwandern – Geschichte entdecken – zünftig einkehren. → Detaillierte Geschichte und Grundrisse der Burgen → Genaue Wanderwegbeschreibung mit Hinweisen auf Besonderheiten am Wegesrand → Kartenausschnitte für jeden Rundweg → Hinweise zu Einkehrmöglichkeiten → Genaue Beschreibung der Anfahrtswege zum Parkplatz → Übersichtskarte zur Lage der Wanderungen
Margaret Ruthmann, Burgenwandern - Südpfalz, Nordelsass und Wasgau. 23 Rundwege zu spannenden Ruinen192 Seiten mit 176
farbigen Abbildungen, 23 Tourenkarten
sowie 1 Übersichtskarte,
Klappenbroschur
im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-995-8. EUR 17,90
Maria Anna Miller, geborene Freiin Speth von Schülzburg, entstammt ehrbaren Adelsgeschlechtern aus Württemberg und Franken. Sie verzichtet nach einer nicht ungetrübten Jugendzeit auf ihre gesamten Adelsprivilegien, folgt ihrer Liebe und heiratet einen Bürgerlichen – im frühen 19. Jahrhundert ein mutiger Schritt. Nach einem harten, bewegten Leben findet sie ihre letzte Ruhe in der adeligen Eyb’schen Familiengruft in Günzburg. Das Poesiealbum von »Nannette« belegt, dass es ihr gelungen ist, eine Brücke zwischen adeliger und bürgerlicher Welt zu schlagen. Darüber hinaus ist es ein wunderbares Zeugnis eines Freundschaftsbuches, wie es seinerzeit in Deutschland gepflegt wurde, und vermittelt sehr persönliche Einblicke in die Konventionen und Wertvorstellungen, denen Mädchen und junge Frauen unterworfen wurden.Der Autor Dr. Volker Grub knüpft mit diesem Band an seine Publikation „Reichsritter im Lautertal – Die Freiherren Speth von Schülzburg“ an, die dadurch thematisch sowie durch neue Erkenntnisse ergänzt wird.
Volker Grub, Maria Anna Miller geborene Freiin Speth von Schülzburg. Ihr Leben und ihr Poesiealbum.80 S. mit 60, größtenteils farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-211-9. EUR 17,90.
Seit einigen Jahren schreibt Alexander Werner nun bereits für die beliebte Reihe ›Damals und Heute‹ der Badischen Neuesten Nachrichten. Mit dem vorliegenden Buch erscheinen seine Beiträge zur Unteren Hardt – Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten, Graben-Neudorf und Dettenheim – erstmals in einerAuswahl gesammelt, überarbeitet und ergänzt in Buchform. Es bietet einen interessanten Einblick in die Entwicklung der heutigen Doppelgemeinden der Unteren Hardt anhand von Gebäuden. Im Zentrum stehen Rathäuser, Festhallen, Bahnhöfe, Brauereien, Gaststätten und andere Objekte, deren Anfänge, Hintergründe und heutiges Erscheinungsbild anschaulich dargestellt werden. Historische und aktuelle Fotografien laden die Leserinnen und Leser ein, in die Geschichte ihrer Heimat einzutauchen und sie im Wandel der Zeit zu verstehen.
Alexander Werner, Die Untere Hardt. Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten, Graben-Neudorf, Dettenheim - einst und heute.128 S. mit 258, meist farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-203-4. EUR 19,90.
Oskar Behrens' vierter Fall: Lea ist weg. Oskar Behrens macht sich auf die Suche nach der Tochter Adi Mettauers. Aber ist wirklich sie das Problem? Bei seinen Erkundungen stößt Behrens auf eine alte Familiengeschichte. Hat Leas Verschwinden damit zu tun? Wurde sie deshalb entführt oder erfüllt ihre Abwesenheit, die entstandene Leere, einen gezielten Zweck? Noch bevor Behrens darüber Gewissheit erlangt, schlägt der Tod zu - ein Schlag aus dem Leeren.
Franz Osswald, Leerschlag. Eine Kriminalerzählung aus Basel192 S., fester Einband.ISBN 978-3-95505-209-6. EUR 18,90.
Der Autor zeichnet in diesem Buch knapp und gut lesbar die Geschichte der Stadt Pforzheim von ihren Anfängen bis ins 21. Jahrhundert nach. Kompetent und verständlich beschreibt er die Ur- und Frühgeschichte der Stadt, die Römerzeit und das Mittelalter sowie das Stift, die Klöster und Kirchen in der Stadt. Darüber hinaus geht er auf die Residenz der badischen Markgrafen ein, die Einführung der Reformation, den Pfälzischen Erbfolgekrieg sowie die 1848er Revolution und die nachfolgenden Jahre. Er erläutert den Handel und das Gewerbe der Stadt, Flößerei, Gerberei und Tuchmacherei sowie insbesondere die Entwicklung der Pforzheimer Schmuckindustrie. Er beschreibt die Zeit während des Kaiserreichs mit Wachstum und Bauboom, die Goldenen Zwanziger Jahre und die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Das dunkle Kapitel der Zerstörung durch Bombenabwurf sowie das Kriegsende werden ebenso beleuchtet wie der Neuanfang mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder bis hin zur Gegenwart.
Stefan Pätzold, Kleine Geschichte der Stadt Pforzheim.2., ergänzte Auflage. 264 S. mit 61 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-207-2. EUR 19,90.
Die Auewälder der Rheinauen sind menschengemachte Biotope: Kulturwälder, die seit Jahrtausenden genutzt und verändert werden. Baumriesen, üppiges Strauchwerk, Schilfgürtel und Altwasser vermitteln den Eindruck eines „badischen Aue-Dschungels“. Die Auewälder verdanken ihre Existenz allerdings der Rheinkorrektion. Der Boden, auf dem sie wachsen, wurde künstlich angelandet. Aus diesen Kiesbänken wurde fruchtbarer Boden. Auf ihm wachsen die meisten Baum- und Straucharten Mitteleuropas.Dieses Buch präsentiert die europäischen Rheinauen bei Au am Rhein (Baden-Württemberg), bei Neuburg (Rheinland-Pfalz) und Lauterbourg (Elsass/Frankreich). Au am Rhein lebt schon 1200 Jahre mit den Auen und aus den Auewäldern. Die Bevölkerung von Au überstand zahlreiche Kriegswirren und ihre Gemarkung wurde häufig völlig neu geordnet. In 180 Jahren schuf sie den heutigen Auewald als Europäisches Naturerbe. Dieser ist für den Klimaschutz, die Naherholung der urbanen Bevölkerung und für den Naturschutz unverzichtbar.
Helmut Volk, Europäische Kulturlandschaft Auewald. 1200 Jahre Au am Rhein.Hrsg. von der Gemeinde Au am Rhein.80 S. mit 125 größtenteils farbigen Abb. und Grafiken, fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-190-7. EUR 19,90.
In Band 38 der „Mannheimer Geschichtsblätter“ präsentiert Michael Plumpe die in der Regierungszeit Carl Philipps geprägten Münzen. Eleonore Kopsch schildert die Hochzeit von Pfalzgräfin Maria Anna mit Pfalzgraf Wilhelm sowie das Los der Grablege von dessen Vater und Bruder in der Trinitatiskirche. Mathilde Grünewald interpretiert den Briefwechsel zweier als Naturwissenschaftler aktiven Pfarrer mit Andreas Lamey vor. Harald Stockert analysiert die Ermordung August von Kotzebue durch Carl Ludwig Sand. Doreen Kelimes untersucht sowohl die Duellkultur als auch die französischen Spuren des Krieges von 1870/71 in Mannheim. Sebastian Parzer zeichnet die Geschichte des Bankhauses Salomon Maas nach. Alfred Storch setzt seine Ausführungen zur Allianz von Reformpädagogik und Betriebswirtschaft fort. Andreas Mix stellt die Ausstellung „Albert Speer in der BRD“ vor und Ulrich Nieß Géraldine Schwarz‘ Studie „Die Gedächtnislosen“; Jörg Watzinger schildert die NS-Verfolgungsgeschichte seines Vaters Karl Otto Watzinger. Viola Skiba thematisiert das Schicksal des Gegenpapsts Johannes XXIII. und seine Haft in Mannheim. Das Projekt ZEITSTROM präsentieren Benedikt Bego-Ghina, Hiram Kümper und Wilfried Rosendahl. Eva-Maria Günther stellt die Ausstellung „Chromatik – Klang der Farbe in der modernen Kunst“ vor, und Sibylle Schwab sowie Lucia Stockinger berichten über einen Poetry Slam in den rem.
Mannheimer Geschichtsblätter 38/2019Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß, Hans-Jürgen Buderer und Wilhelm Kreutz sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem MARCHIVUM.160 S. mit 147, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-189-1. EUR 19,80.
Nicht nur adelige Herren, vom „Bauwurm" befallene Prälaten und Kaufherren aus den Reichsstädten bestimmten die Geschicke Oberschwabens. Die hier vorgestellten fünf adeligen Äbtissinnen zeigen auf anschauliche Weise, dass auch Frauen Außergewöhnliches leisteten. Sie führten nicht nur ihr Kloster oder ihr Stift, sie verwalteten zugleich dessen Territorium und besaßen politischen Einfluss. Einige standen sogar im Rang von Reichsfürstinnen.Die schwierigen Zeiten zwischen Reformation und Säkularisation stellten sie vor unterschiedlichste Herausforderungen, bei deren Bewältigung sie sich bewährten. So wurden sie zu herausragenden Beispielen der persönichen Stärke im Einsatz für die ihnen anvertrauten Institutionen.Die erhaltenen Spuren ihres Schaffens in Kloster Heiligkreuztal und den Stiften Buchau, Säckingen und Fraumünster sind eindrucksvolle Zeugnisse dafür.
Maria Würfel, Starke Frauen. Oberschwäbische Äbtissinnen zwischen Reformation und Säkularisation.160 S. mit 67 farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-199-0. EUR 20,00.
Baden-Baden zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Anna Weinhag gehört einer der angesehensten Familien der Stadt an. Sie setzt sich für den Protestantismus ein, doch das wird ihr zum Verhängnis, als Markgraf Wilhelm die Regierung antritt und die Rekatholisierung des Landes durchsetzen will. Hexenprozesse sind ihm ein willkommenes Mittel, um die evangelische Elite zu beseitigen. Bald gerät auch Anna in die Fänge des fanatischen Hexenrichters Matern Eschbach, der seinen Opfern durch grausame Folter Geständnisse abpresst. Wird Anna ihren Überzeugungen treu bleiben und den hohen Preis dafür bezahlen?Annas Freundin aus Kindertagen, Maria Salome Aschmann, bekennt sich zeitlebens zum katholischen Glauben, doch auch sie ist vor den Hexenjägern nicht sicher. Der Rektor der Jesuiten hat es auf ihr Hofgut abgesehen und will ihre bedrohliche Situation skrupellos ausnutzen, um in den Besitz ihres Vermögens zu gelangen.Das Schicksal zweier Frauen in der konfliktgeladenen Zeit des konfessionellen Umbruchs - spannend, authentisch, berührend.
Dagmar Rumpf, Nichts von dir soll übrig bleiben. Die Hexe Anna Weinhag aus Baden.240 S., Broschur.ISBN 978-3-95505-205-8. EUR 12,90.
Der Höhenpark Killesberg ist heute stadtnahes Erholungsgebiet und Identifikationspunkt der Stuttgarter Bürgerschaft sowie ein weit über die Stadt und die Region hinaus bekanntes, bedeutsames Gartendenkmal. Seine Geschichte beginnt im NS-Staat mit einer modernen, städteplanerische Aspekte einbeziehenden Gartenschau, einer scheinbar unpolitischen Manifestion der sog. Volksgemeinschaft und zugleich der brutalen Exklusion der „Gemeinschaftsfremden" als Sammellager für die Deportation jüdischer Menschen aus Stuttgart und Südwestdeuschland. Der Höhenpark ist deshalb ein herausgehobener Gedenkort. Welche stadtgeschichtliche Funktion besaß der zur 3. Reichsgartenschau 1939 konzipierte Park, wie ist er in der Geschichte der Freiraumplanung einzuordnen? Welche Folgen hatte der Ausbau eines Messe- und Veranstaltungszentrums für den Park, wie kam es zur Ausweisung als Gartendenkmal und welche Perspektiven ergeben sich aus dieser Entwicklung? Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums 2014 sind das Stadtarchiv und das Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Stadt Stuttgart mit einer Ausstellung und einer Tagung diesen Fragen nachgegangen. Die in diesem Band veröffentlichen Vorträge von Wissenschaftlern und Zeitzeugen geben Antworten; sie sollen zugleich weitere Forschungen anregen und die historische Bedeutung des Ortes vermitteln.
Hrsg. von Roland Müller. Killesberg. Reichsgartenschau - Gartendenkmal - Gedenkort.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 113.Autor*in Alfons Elfgang, Stefanie Hennecke, Lars Hopstock, Christoph Luz, Rosemarie Münzenmayer,Volker Schirner, Eberhard Schnaufer, Walter Wägner, Joachim Wolschke-Bulmahn, Maria Christina Zopff144 S. mit 93 z.T. farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-185-3. EUR 19,90.
In den 1980er-Jahren wurden zahlreiche Grundlagen für technologische Entwicklungen gelegt, die heute eine bedeutende Rolle für die Bewältigung der Energiewende und des Klimawandels spielen. Zu dieser Zeit hat der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth politische Entscheidungen gefällt, die das Bundesland zum Vorreiter in Wissenschaft und Technologie machten.Franz Effenberger, damals Rektor der Universität Stuttgart, zeichnet in seinem neuen Buch diese positiven Entwicklungen der Ära Späth am Beispiel der Stuttgarter Universität nach. Zugleich zeigt er die Versäumnisse auf, an denen eine zügige Umsetzung der Energiewende heute zu scheitern droht.So kann nach Ansicht des renommierten Chemikers, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert, der Ausstieg aus der Atomenergie nur gelingen, wenn künftig technische Lösungen für die Speicherung und den Transport erneuerbarer Energie entwickelt werden. Der Wissenschaftler betont die entscheidende Rolle, die in diesem Zusammenhang der Wasserstofftechnologie zukommt, und liefert damit einen wichtigen Beitrag zu einer hochaktuellen Debatte!
Franz Effenberger, Lothar Späths Forschungsförderung und Technologiepolitik am Beispiel der Universität Stuttgart.184 S. mit 118 Abb., fester Einband mit farbigem Schutzumschlag.ISBN 978-3-95505-200-3. EUR 20,00.