Seit 1.700 Jahren leben Juden im deutschen Sprachraum, allen voran in Köln, der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen, oder in den drei SchUM-Städten am Rhein – Schpira/ Speyer, Warmaisa/Worms und Magenza/Mainz. In Mannheim sind erste jüdische Einwohner nach der zweiten Stadtgründung ab 1660 sowie vor allem nach der dritten Stadtgründung zu Beginn des 18. Jahrhunderts nachweisbar. Welchen Stempel sie im 19. und frühen 20. Jahrhundert dem wirtschaftlichen, sozialen und künstlerischen Leben der Quadratestadt aufdrückten, erhellen fünf Beiträge. So gibt Bernhard Purin in seinen Ausführungen, die auf einem wieder entdeckten Inventar Theodor Harburgers vom Ende der 1920er Jahre fußen, einen anschaulichen Überblick über die – meist verschollenen – kunstvollen Ritualgegenstände der Mannheimer Synagogen und der Beerdigungsbruderschaft. Raimund Gründler schildert ausgehend von der bedeutenden Mäzenin Helene Hecht, den Emanzipations- und Akkulturationsprozess des jüdischen Bürgertums in Mannheim seit dem 17. Jahrhundert sowie seinen kaum zu überschätzenden Beitrag zum Aufstieg der Banken- und Handelsstadt an Rhein und Neckar, aber auch die Qualen ihrer Vertreibung und Vernichtung. Barbara Becker zeichnet das für das jüdische Großbürgertum charakteristische Familienleben am Beispiel Leopold Ladenburgs und seiner Frau Delphine, geb. Picard, detailliert nach und rückt neben ihrem wirtschaftlichen und sozialen Engagement besonders die Impulse in den Blick, die das Musikleben Mannheims der Familie verdankte. Simon Herold analysiert in seinen Ausführungen die bislang wenig erforschte, 1900 von den Ärzten Dr. Julius Moses und Dr. Simon Felsenthal gegründete Zionistische Ortsgruppe Mannheims, die ab Mitte der 1920er Jahre und verstärkt nach 1933 die Auswanderung nach Palästina förderte. Claude W. Sui zeichnet Leben und Werk des Fotografen, Fotohistorikers und -sammlers Helmut Gernsheim en Detail nach, der bis 1936 in der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München, danach in der englischen bzw. australischen Emigration arbeitete und dessen Nachlass heute die Curt-Engelhorn-Stiftung verwaltet. Stephanie Herrmann rundet das Bild der Familie mit ihrer Darstellung des Lebenswerks von Alison Gernsheim, der Ehefrau Helmuts, ab, die sich der viktorianischen Mode sowie der Medizinfotografie widmete. Diesen thematischen Schwerpunkt ergänzen zum einen die Beiträge von Philipp Gros zur Schiffsdarstellung auf einer Halsamphore der Antikensammlung der rem, von Stefanie Zesch zur anthropologischen Untersuchung mittelalterlicher Skelettfunde auf dem Scharhof, von Eva-Maria Günther zur Glasbildhauerin Jutta Cluny und von Irmgard Siede, deren Thesen Patrick J. Greary’s Publikation „Am Anfang waren die Frauen“ anregte. Zum anderen berichten Michael Konrad über Restaurierungsprojekte, Harald Stockert sowie Eric Veyel über das Projekt „Mannheimer historische Projekte online“ im MARCHIVUM und Ulrich Nieß würdigt in seinem Nachruf das Engagement Dr. Udo Biellers im Freundeskreis von Stadtarchiv und MARCHIVUM. Nicht zuletzt setzt Patrick Schlarb seine im letzten Band begonnenen Ausführungen über edle Branntweine aus der Kurpfalz fort und Gerhard Schwinge widmet sich dem 200. Jahrestag der Gründung der Badischen Union, der Vereinigung von lutherischen und reformiert-calvinistischen Gemeinden im Großherzogtum Baden. Hermann Wiegand schließlich rezensiert die erste Biographie der vor rund 300 Jahren geborenen Kurfürstin Charlotte von Hessen-Kassel, der ersten Gemahlin Kurfürst Karl Ludwigs, und – last but not least – stellt ein Beitrag die 2021 ausgezeichneten jungen Regionalforscher und die Preisträgerin des Franz-Schnabel-Preises des MAV vor.
Mannheimer Geschichtsblätter 42/2021. Hrsg. von Hermann Wiegand, Wilfried Rosendahl, Ulrich Nieß, Hans-Jürgen Buderer und Wilhelm Kreutz. 160 Seiten mit 139 farbigen Abbildungen, fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-322-2. EUR 19,80.
Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen an pflegebedürftigen Menschen waren der erste industrielle Massenmord der Geschichte. In Wissenschaft und Gesellschaft spielten sie dennoch lange kaum eine Rolle. Das nun vorliegende Buch ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das erstmals die Verbrechen im Kontext der Stadt Mannheim aufarbeitet. Im Mittelpunkt der Lokalstudie steht die Beziehung von über eintausend aufgrund ihrer psychischen Erkrankung oder Behinderung ermordeten Mannheimer*innen zu ihrer Heimatstadt. Sie charakterisiert anhand empirischer Auswertungen von Personendaten die Ermordeten als Gruppe und stellt diesen Zahlen ausführlich recherchierte individuelle Lebensgeschichten gegenüber. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Situation der Angehörigen der Opfer als wichtigstem Bindeglied zwischen Heimat und Hospital. Aus Interviews mit Nachfahr*innen geht hervor, wie häufig Familien die Krankheit und Ermordung eines Mitglieds tabuisierten und verheimlichten. Darüber hinaus beleuchtet die Studie erstmals die Rolle einer Großstadt im System der „Euthanasie“ und deckt auf, dass die Stadt Mannheim zwar kein Tatort, aber als politische Institution durchaus Mittäterin war, indem sie mit dem NS-Regime bei der sogenannten „Reinigung des Volkskörpers“ kollaborierte. Die Opfer der „Euthanasie“ waren einem dreifachen Verdrängungsprozess unterworfen, der bereits vor 1933 einsetzte und 1945 nicht zu Ende war: gesellschaftliche Verdrängung aus dem öffentlichen Leben, räumliche Verdrängung in immer voller belegte „Sparanstalten“ bis hin zur Ermordung und schließlich posthume Verdrängung aus der kollektiven Erinnerung. Mit 36 farbigen Abbildungen zeichnet der Band die Geschichte behinderter und psychisch kranker Menschen vor, während und nach der NS-Zeit in Mannheim nach, und wirft die Frage nach einer würdigen und zeitgemäßen Erinnerungskultur für Mannheims verdrängte Opfer für die Zukunft auf. Das vorliegende Buch ist die überarbeitete Fassung der Dissertation von Lea Oberländer, die im Sommer 2020 an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim angenommen wurde. Sie wurde mit dem Franz-Schnabel-Preis des Mannheimer Altertumsvereins von 1859 ausgezeichnet.
Lea Oberländer, Mannheims verdrängte Opfer. Porträt einer Stadt im System der NS-„Euthanasie".Schriftenreihe MARCHIVUM, Band 7.312 Seiten mit 27
Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen
und zahlreichen Tabellen und Grafiken, fester Einband.ISBN 978-3-95505-318-5. EUR 29,80.
Die KLEINE GESCHICHTE DER STADT BACKNANG zeichnet fundiert, kompakt und leicht lesbar die bewegte Geschichte der erstmals im Jahr 1067 urkundlich erwähnten Stadt nach; ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, eine übersichtliche Zeittafel und eine bibliografische Auswahl zur Geschichte. Aus dem Inhalt: ▶ Wie alles anfing: Die Vor- und Frühgeschichte Backnangs ▶ Backnang als Machtzentrum der Markgrafen von Baden ▶ Stadtgründung und Zerstörung ▶ Backnang wird württembergische Landstadt ▶ Das Backnanger Stift ▶ Die Reformation in Backnang und der Backnanger „Gänsekrieg“ ▶ Pest und Verwüstungen während des Dreißigjährigen Krieges ▶ Der Stadtbrand von 1693 und der Wiederaufbau ▶ Veränderungen im Stadtbild ▶ Aufstieg zur bedeutenden Industriestadt ▶ Backnanger Lied ▶ Unruhige Zeiten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ▶ Vereinsgründungen, Bauboom und „Wirtschaftswunder“ ▶ Backnang in der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Zweiten Weltkrieg ▶ Ein neues Jahrtausend bricht an ▶ Stadtteile und Teilorte
Bernhard Trefz, Kleine Geschichte der Stadt Backnang.152 Seiten mit 39 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-314-7. EUR 19,90.
Franz Ruf hat sich über viele Jahre hinweg immer wieder bei seinen ortsgeschichtlichen Forschungen mit dem Dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Der nun vorliegende 14. Band der Sonderpublikationen des Kreisarchivs Rastatt ist eine Zusammenstellung dieser Arbeiten zum Thema. So finden sich z. B. in dessen Ortschroniken von Rastatt-Plittersdorf (1980) oder Kuppenheim-Oberndorf (1988) erste Hinweise dazu.1995 erschienen in der Reihe des Baden-Badener Arbeitskreises für Landeskunde und Landesgeschichte die von Franz Ruf verfassten „Beiträge zur Vor- und Anfangsgeschichte des Dreißigjährigen Krieges in der Region". Damit existierte zum ersten Male eine ausführlichere Arbeit zu Teilaspekten des Dreißigjährigen Krieges in Mittelbaden. Eine Arbeit, die allerdings sehr rasch vergriffen war.Im Mittelpunkt des Bandes stehen vor allem die frühen Jahre des Krieges, die Finanzierung der militärischen Unternehmungen des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach, dessen Niederlage gegen General (und obersten Feldherrn) der katholischen Liga Tilly am 6. Mai 1622 in der Schlacht von Wimpfen die „Rückgabe" der Markgrafschaft Baden-Baden an die katholischen Vettern einläutete. Aber auch die Zerstörungen zahlreicher Dörfer und Städte in unserem mittelbadischen Raum werden von Franz Ruf zumeist akribisch nachgezeichnet.Vorangestellt findet sich eine allgemeinverständliche Einleitung, die Dr. Peter Kunze verfasst hat. Der Band ist mit über 30 Illustrationen anschaulich ausgestattet.
Franz Ruf, Zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges in Mittelbaden.Sonderveröffentlichungen des Kreisarchivs Rastatt, Band 14.Mit einer Einleitung von Peter Kunze.144 Seiten mit 37 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-323-9. EUR 16,90.
Mit diesem Buch wird erstmals eine Gesamtschau der Karlsruher Stadtentwicklung von der Stadtgründung im Jahr 1715 bis ins Jahr 2000 präsentiert. Schon der Beginn war außergewöhnlich: Mit dem Schlossturm als Zentrum wurde das Umland durch 32 Alleen in alle Himmelsrichtungen erschlossen. Zwischen den neun südlichen „Strahlen“ entstand die ursprüngliche Stadt des 18. Jahrhunderts als „Fächerstadt“. Seitdem hat Karlsruhe insbesondere seit Beginn des 19. Jahrhunderts eine gewaltige bauliche Entwicklung erlebt. Im Stadtzentrum entstand mit der „Via Triumphalis“ vom Schlossplatz zum Ettlinger Tor eine zentrale Stadtachse. Umfangreiche Eingemeindungen seit Ende des 19. Jahrhunderts, schließlich die Anlage neuer Siedlungen und ganzer Stadtteile im 20. Jahrhundert gaben der Stadt ihr heutiges Bild. Das Buch beschäftigt sich mit diesen Expansionen der Stadt nach außen und mit Verdichtungen im Inneren sowie mit der Entwicklung der Infrastruktur. Daneben werden charakteristische Gebäude der einzelnen Zeitabschnitte, aber auch Persönlichkeiten aus dem Gebiet der Architektur und Stadtplanung, die das Stadtbild prägten, vorgestellt.
Harald Ringler, Stadtbaugeschichte Karlsruhe 1715−2000.Hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe, Katrin Dort, Volker Steck.Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Band 36.424 Seiten mit 300 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-315-4. EUR. 29,80.
Eine etwas andere Betrachtung der Geschichte der Stadt Stuttgart verspricht dieses Buch mit dem Titel „Impulsstadt Stuttgart“. Die erfahrene Landeshistorikerin Susanne Dieterich nimmt die Leserinnen und Leser auf unterhaltsame Weise mit auf eine Reise in die Vergangenheit, aber auch in die mögliche Zukunft der Stadt – und erzählt ganz nebenbei die Geschichte Stuttgarts von ihren Anfängen bis heute. Es werden einschneidende Momente der Stuttgarter Stadtgeschichte unter dem Gesichtspunkt betrachtet, wie die handelnden Personen in ihrer jeweiligen Gegenwart auf die Geschehnisse in ihrer Stadt reagierten, ob sie Herausforderungen annahmen und wie sie mit Katastrophen, kriegerischen Erfahrungen, wirtschaftlicher Not oder aber auch positiven Ereignissen umgingen, ob sie sich gestalterisch den Anforderungen an ihren Alltag stellten oder passiv duldend Widrigkeiten wie Chancen begegneten. Welche Impulse von außen sie dabei aufnahmen und welche sie nach draußen in die Welt abgaben, beleuchten zahlreiche Gastbeiträge namhafter Repräsentanten aus dem politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und kirchlichen Leben der Region Stuttgart. Es kommen u. a. zu Wort Rüdiger Safranski, Hermann Bausinger, der evangelische Landesbischof von Württemberg Otfried July, Landesrabbiner a. D. Joel Berger, Johannes Schmalzl aus dem Regierungspräsidium und der IHK – Region Stuttgart, der ehemalige Europakommissar Günther H. Oettinger und der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster.
Susanne Dieterich, Impulsstadt Stuttgart. Eine andere Stadtgeschichte.264 Seiten mit 100 Farbabbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-310-9. EUR 24,80.
In Zusammenarbeit mit ehrenamtlich engagierten Dozentinnen und Dozenten verschiedener Universitäten, Hochschulen und Institute entwickelte das Amt für Familie und Soziales der Stadt Bruchsal die beliebte Bruchsaler Kinder-Sommerakademie (BruKiSA), die während der Sommerferien „Vorlesungen“ und Workshops für Kinder durchführt. Dabei werden in kindgerechter Form Themen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten aufgegriffen: Technik und Naturwissenschaft, Philosophie und Geschichte, aber auch Architektur und Umweltschutz wecken den Forschergeist der „Jungstudentinnen und Jungstudenten“ und motivieren die Kinder, sich intensiver mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Mit dem vorliegenden Buch greifen Patrik A. Hauns und Prof. Dr. Werner Schnatterbeck auf besonderen Wunsch von Kindern, Eltern und Jugendbildungsinstitutionen einige dieser spannenden Themen auf und machen sie dadurch einem größeren Interessentenkreis zugänglich. Der Dank gilt dabei neben den Autorinnen und Autoren auch der Bildungsstiftung Bruchsal, die dieses Projekt großzügig gefördert hat.
Patrik A. Hauns und Werner Schnatterbeck (Hrsg.), Wenn die Hummel wüsste, dass sie nicht fliegen kann!Wissenwertem & Erstaunlichem auf der Spur.Mit Zeichnungen von Barbara Bartsch.192 Seiten mit 265 Farbabbildungen, Zeichnungen und Grafiken, fester Einband.ISBN 978-3-95505-270-6. EUR 14,90.
2019 feierte die Stadt Annweiler ihren 800. Geburtstag. Dieser Band geht auf eine zu diesem Anlass veranstaltete wissenschaftliche Tagung zurück. Ausgehend von der am 14. September 1219 erfolgten Stadtrechtsverleihung durch den Staufer Friedrich II. wird die Geschichte Annweilers und der Umgang der Stadt mit ihrer eigenen Vergangenheit vom Mittelalter bis in die Gegenwart untersucht. Zunächst nehmen vier Beiträge das Königsdiplom selbst, den Stellenwert der gewährten Münz- und Stadtrechtsprivilegien sowie die staufische Gedächtnisstiftung an der Stadtpfarrkirche in den Blick. Diese konzentrisch vom Privilegierungsakt ausgehenden Erkundungen ermöglichen eine exaktere Verortung der Stadt Annweiler im staufischen Reichs- und Ordnungsgefüge. In einem zweiten, komplementären Zugriff wird die Stadtgeschichte Annweilers einer diachronen Entwicklungsperspektive unterzogen: zunächst als Königs- bzw. Reichsstadt, dann ab 1330 als Pfandschaftsbesitz der Pfalzgrafen bei Rhein. In diesem Kontext werden zentrale Dokumente ediert und die Bestätigungen des Privilegs Friedrichs erstmals zusammengestellt. Hebt bereits das Herrscherdiplom die besondere Bedeutung des Trifels für die Stadtentwicklung hervor, so bildet der historisch veränderliche Blick auf die Burg sowie die modernen Sinnstiftungen staufischer Vergangenheit den gemeinsamen Bezugspunkt der abschließenden drei Aufsätze.
Jan Keupp/Sabine Klapp/Jörg Peltzer (Hrsg.), 800 Jahre Stadt Annweiler.Mittelalterliche Befunde und neuzeitliche Sinnstiftungen.Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz.272 Seiten mit 51 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-302-4. EUR 29,80.
Die Märchen früherer Zeit stammten aus dem Volksmund, und der Weinheimer Literat und Schauspieler Dr. Markus Weber hat sie wieder dorthin zurückgebracht. Sechs der bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm hat der vielseitige Interpret, der im Hauptberuf Apotheker ist, jetzt auf Woinemerisch übertragen, sprachlich und inhaltlich – und damit eine bemerkenswerte CD-Aufnahme herausgebracht; sie ist literarisch und stadthistorisch etwas ganz Besonderes.
Markus Weber, Weinheimer Märchen frei nach den Brüdern Grimm (Teil1)bearbeitet und uff woinemerisch verzejhlt.2 Audio-CDs mit insgesamt 7 Lesungen.ISBN 978-3-89735-075-5. EUR 24,90.
Die Märchen früherer Zeit stammten aus dem Volksmund, und der Weinheimer Literat und Schauspieler Dr. Markus Weber hat sie wieder dorthin zurückgebracht. Sechs der bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm hat der vielseitige Interpret, der im Hauptberuf Apotheker ist, jetzt auf Woinemerisch übertragen, sprachlich und inhaltlich – und damit eine bemerkenswerte CD-Aufnahme herausgebracht; sie ist literarisch und stadthistorisch etwas ganz Besonderes.
Markus Weber, Weinheimer Märchen frei nach den Brüdern Grimm (Teil 2)bearbeitet und uff woinemerisch verzejhlt.2 Audio-CDs mit insgesamt 6 Lesungen.ISBN 978-3-89735-076-2. EUR 24,90.
Die Bereitstellung von Trink- und Betriebswasser ist elementarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Jahrhundertelang genügten öff entliche Pump- und Laufbrunnen im ländlichen Raum zur Versorgung von Mensch und Vieh. Bevölkerungswachstum und erste Ansätze industrieller Fertigung sorgten jedoch im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in kleineren Gemeinden für eine zunehmende Wasserknappheit, der mit dem Bau aufwendiger Wasserversorgungseinrichtungen mit Pumpstation und Hochbehälter begegnet wurde. Sie gehören zu den wichtigsten Ingenieurleistungen dieser Zeit. Zwischen 1873 und 1908 wurden Ditzingen und seine heutigen Ortsteile Heimerdingen, Hirschlanden und Schöckingen mit modernen Pumpwerken, Leitungsnetzen und Hausanschlüssen ausgestattet. Mit dem vorliegenden Band erfährt die Geschichte der Ditzinger Wasserversorgung erstmals eine umfassende Betrachtung. Mit viel Detailkenntnis beschreibt er anhand der Überlieferung des Ditzinger Stadtarchivs die Entstehung und Entwicklung der wassertechnischen Infrastruktur (Brunnen und Betriebseinrichtungen) von den ersten Nachweisen im ausgehenden Mittelalter bis heute.
Florian Hoffmann, Die Wasserversorgung der Stadt Ditzingen. Eine historische Bestandsaufnahme.Beiträge zur Geschichte der Stadt Ditzingen, Band 1.152 Seiten mit 104 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-292-8. EUR 16,90.
Die Geschichte der Charlotte von Hessen-Kassel, durch Vermählung Kurfürstin von der Pfalz, ist sowohl die Geschichte einer menschlichen als auch einer politischen Tragödie. Charlotte war – obwohl bis heute als herzlos, oberflächlich und dumm verleumdet – eine warmherzige und intelligente Frau und, wie ihre als Liselotte von der Pfalz bekannt gewordene Tochter, eine unbestechliche Beobachterin. Hätte ihr Gemahl ihre Qualitäten erkannt und gefördert, wäre sie ihm wohl eine kluge Lebensgefährtin und Beraterin geworden. Von Kurfürst Karl Ludwig aus politischem Kalkül und wider ihren Willen geheiratet, verliebte sie sich in ihren Gemahl genau zu der Zeit, als er dem Liebreiz der jungen Freiin Louise von Degenfeld erlag, sie zur linken Hand ehelichte und die Kurfürstin verstiess. Wäre Letzteres nicht geschehen, dann hätte er wohl auch mit ihr noch zahlreiche Söhne gezeugt und vielleicht wäre dann der Kurpfalz der Pfälzische Erbfolgekrieg erspart geblieben.
Hannelore Helfer, kein wurm so sich nit krömt als man ihn tritt.Das Leben der Charlotte von Hessen-Kassel Kurfürstin von der Pfalz (1627 – 1686).Veröffentlichung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. 122.368 Seiten mit 16 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-218-8. EUR 29,80.
Dieser Jubiläumsband erscheint anlässlich der Ersterwähnung von rotuvilla vor 1250 Jahren. Der von der Stadt Rottweil herausgegebene Band beinhaltet zahlreiche knappe und gut lesbare Beiträge zu einem breiten Spektrum der Rottweiler Geschichte. In insgesamt elf Kapiteln werden ausgewählte Schlaglichter vorgestellt und mit Abbildungen versehen. Quellen- und Literaturhinweise ergänzen die Texte und ermöglichen auf diesem Weg eine tiefergehende Beschäftigung mit einzelnen Aspekten.
Stadt Rottweil und Mathias Kunz (Hrsg.), Schlaglichter der Rottweiler Geschichte.312 Seiten mit 193 meist farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-291-1. EUR 22,80.
„D’accord mit de Welt“– diese Lebenseinstellung vermittelt der beliebteste und erfolgreichste Mundartautor badischer Zunge in seinem neuen Buch. Mit viel Witz und Charme, feiner Ironie und wortschöpferischem Talent beeindruckt Harald Hurst seine zahlreichen Fans immer wieder. Auch in seinen neuen Texten beschreibt er auf humorvolle und ironisch-satirische Art und Weise die unterschiedlichsten Alltagssituationen so treffend und mit solch einer Präzision, dass ihm auf diesem Gebiet so schnell niemand das Wasser reichen kann. Seien es banale Restaurantbesuche, alltägliche Treffen mit Bekannten oder die lästige Warterei am Bahnhof – aus jeder Situation zaubert Harald Hurst gelungene Prosa-Gedichte mit für sich sprechenden Titeln wie „De Casanova vom Seniorestift“ und „En Süßholzraschpler bin ich net“, unterhaltsame Geschichten wie „De Werkstattwein oder Barrique“ und „D´Frau Nägele“ sowie oft auch ans Absurd-Komische grenzende Dialoge wie „Thai-Hocketse“ oder „Netter Obend“. Bei alledem verliert er auch nie den Blick für sein Publikum, das mitunter auch mal einem „Publikumsverhör“ unterzogen wird. Dieses Buch ist ein Muss für alle Freunde der badischen Mundart und für jeden Hurst-Fan!
Harald Hurst, D'accord mit de Welt. Geschichten und Gedichte.144 Seiten, fester Einband.ISBN 978-3-95505-307-9. EUR 17,90.
Mit viel Liebe und Sachkenntnis hat Dr. Markus Weber – leidenschaftlicher Weinheimer, Pharmazeut, Philologe und weithin bekannt durch seine vielfältigen, mitreißenden Bühnenauftritte – zwölf bekannte Grimm’sche Volksmärchen ins Kurpfälzische übertragen und damit dem Dialekt wiedergegeben. Und er hat Aschenputtel, Schneewittchen & Co. in seiner Heimatstadt angesiedelt – auf wundersame Weise verwischen sich hier die Grenzen von Geschichten und Geschichte. Die Märchen in Woinemerisch und Hochdeutsch werden begleitet von wunderschönen Fotografien von Sven Sasse-Rösch und in Weinheim bildlich verortet durch zauberhafte Illustrationen von Bernhard Kück. Man kann mit Fug und Recht sagen: Weinheim ist eine Märchenstadt!
Markus Weber, Weinheimer Märchen frei nach den Brüdern Grimm.Zweisprachige Ausgabe Woinemerisch – Deutsch.256 Seiten mit 60 Farbabbildungen und 12 Illustrationen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-300-0. EUR 24,80.
Sophie von La Roches Briefe über Mannheim (1791), bisher kaum erforscht, werden hier im zerklüfteten Feld epistolarer Formen, Zwecke und Themen, zugleich in ihrem autobiographischen, journalistischen und kulturpädagogischen Anspruch sowie in ihrem Entstehungszusammenhang untersucht. Es geht in diesem komplizierten Text der Spätaufklärung zwar auch um bedeutende Persönlichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Institutionen Mannheims (wie z. B. das Theater), doch kommen dabei immer wieder alltagsweltliche Fragen der Verhaltenskultur und intellektuellen Orientierung im Zitatengewebe eines europäischen Literaturhorizontes zur Geltung, dies häufig in entschieden weiblicher Sicht. So verdichten sich im Erfahrungsraum der damals überwiegend in Speyer lebenden, durch ihre Romane bald berühmten Verfasserin Gedanken- und Problemfiguren der Popularphilosophie der Epoche. Der vorliegende Beitrag bietet den ersten Versuch, in exemplarischen Analysen und Synopsen die besondere Eigenart dieses in sich außerordentlich variablen Werkes im weiteren Kontext sichtbar zu machen.
Wilhelm Kühlmann, Empfindsame Urbanität. Zur kulturellen Polyphonie der „Briefe über Mannheim" (1791) von Sophie von La Roche.Mannheimer historische Schriften. Kleine Reihe, Band 2.128 Seiten mit 18 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-306-2. EUR 17,90.
Mannheim gilt, wie kaum eine andere Kommune in Deutschland, als Migrationsstadt. In vier Sprachen forderten schon 1607 die Stadtprivilegien Menschen auf, in die damals neu gegründete Stadt und Festung zu ziehen. Ohne Zuwanderung wäre der spätere Aufstieg zur Residenzstadt im 18. Jahrhundert, zur Industriestadt ab den 1860er Jahren sowie zur heutigen modernen Metropole im Herzen der Rhein-Neckar-Region undenkbar gewesen. Aber wer waren die Menschen, die nach Mannheim strömten, wie prägten sie Ort und Region? Und wie reagierten Stadtpolitik und -gesellschaft auf den Zuzug? Welche Konflikte und Chancen ergaben sich daraus und welche Wellenlinien sind zu konstatieren? In dreizehn Beiträgen gehen ausgewiesene Expertinnen und Experten diesen Fragen nach und zeigen auf, wie nachhaltig Zuwanderung Mannheim geprägt hat – von den Gründertagen bis in unsere Gegenwart.
Philipp Gassert, Ulrich Nieß und Harald Stockert (Hrsg.), Zusammenleben in Vielfalt. Zuwanderung nach Mannheim von 1607 bis heute.Veröffentlichungen zur Mannheimer Migrationsgeschichte, Band 1.320 Seiten mit 205 meist farbigen Abbildungen, Tabellen und Grafiken, Broschur.ISBN 978-3-95505-311-6. EUR 24,80.
Für das Judentum ist es ausgeschlossen, Jesus als Sohn Gottes zu akzeptieren, was zu schweren Konflikten mit den Christen führte. Martin Luther glaubte jedoch, die Juden davon überzeugen zu können, daß Jesus tatsächlich der prophezeite Messias sei. Als er schließlich erkennen mußte, daß das unmöglich war, äußerte er sich verbittert über die Juden. Dennoch leitete eine frühe Schrift Luthers im 17. Jahrhundert eine historische Wende ein, die viele Juden nach Deutschland zog, aber vor allem mit der Aufklärung und der folgenden Säkularisierung öffneten sich gute Aussichten für sie. In keinem anderen Land haben Juden eine derart wichtige Position im öffentlichen und geistigen Leben eingenommen wie im kaiserzeitlichen Deutschland und in der Weimarer Republik.
Volker Herzner, Warum Martin Luther an den Juden verzweifeln mußte und wie die Juden dennoch in Deutschland ihr Glück gefunden hatten.144 Seiten mit 5 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-312-3. EUR 14,90.
Eppingen ist eine gastfreundliche und sympathische Stadt mit einer über 1000-jährigen Geschichte, die sich in ihren wunderschönen Fachwerkhäusern widerspiegelt. Bereits aus der Ferne betrachtet, übt Eppingen – eingebettet in die Kraichgauer Hügellandschaft – eine besondere Anziehungskraft aus. Rund um den Pfeifferturm scharen sich prachtvolle und sorgfältig restaurierte Fachwerkhäuser, die mittelalterliche Reichsstadtromantik vermitteln. Wer der Einladung folgt, findet sich in einem unversehrten städtebaulichen Kunstwerk wieder, in dem man auf Schritt und Tritt Geschichten der großen und kleinen Leute begegnet. Und auch außerhalb des Altstadtkerns lässt sich vieles entdecken: Ein Spaziergang durch die Brettener Vorstadt und die Gebiete rund um die Altstadt ist ebenso lohnenswert wie ein Besuch in den vielen Museen, ein Abstecher auf einen der Erlebnispfade oder ein Ausflug in die Eppinger Stadt teile Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach am Gießhübel.
Petra Binder und Reinhard Ihle, Eppingen erleben. Fachwerkstadt mit Pfiff.Hrsg. von der Stadt Eppingen.136 Seiten mit 155 Farbabbildungen sowie 4 Karten, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-257-7. EUR 9,90.
Seit 1996 schreibt die Erich-Bracher-Schule Kornwestheim-Pattonville eine Erfolgsgeschichte, die sich sehen lassen kann. Unter dem Motto „Persönlichkeit und Perspektive“ hat sich das Bildungsangebot immer am Bedarf orientiert, was die hohen Schülerzahlen eindrucksvoll belegen. In einer leistungsorientierten und vom guten Miteinander geprägten Atmosphäre lernen und arbeiten hier rund 1750 Schülerinnen und Schüler mit 90 Lehrerinnen und Lehrern. Mit modernen, praxisorientierten Unterrichtsmethoden werden an der vom Landkreis Ludwigsburg getragenen Schule beste Perspektiven für die Berufswelt eröffnet. Getreu dem Leitbild „kompetent – innovativ – kooperativ“ fördert die berufliche kaufmännische Schule durch Bildungspartnerschaften mit renommierten Unternehmen und durch internationale Begegnungen intensiv auch den Kontakt nach außen. Der Rückblick auf 25 Jahre Schulgeschichte zeigt: Wer einen schulischen oder beruflichen Weg an der Erich-Bracher-Schule absolviert hat, ist auf das weitere Berufsleben bestens vorbereitet.
25 Jahre Erich-Bracher-Schule Kornwestheim-Pattonville.Hrsg. von der Erich-Bracher-Schule.96 Seiten mit 191 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-301-7. EUR 16,90.
Die faszinierende Ausstrahlung des oberen Wiesentals im südlichen Schwarzwald spiegelt sich in den eindrucksvollen Aufnahmen des leidenschaftlichen Wanderers und Fotografen Wolfgang Lechler. Die bei unzähligen Exkursionen entstandenen Fotografien vermitteln plastisch, dass man nicht in die Ferne schweifen muss, um ein beeindruckendes Naturerlebnis zu genießen. Auf 18 Touren von der Hohen Möhr im Süden bis zum Feldberg im Norden wird die Charakteristik der bedeutendsten Erhebungen des oberen Wiesentals beleuchtet und man erfährt manch Wissenswertes nebenher. Die wunderschöne Landschaft überrascht immer wieder mit atemberaubenden Panoramen, hohen Felsen, rauschenden Wasserfällen und vielfältigen Eindrücken. Auf den detailliert beschriebenen, gut begehbaren Rundwanderungen lassen sich die Berge im Wiesental selbst „erlaufen“ – nur so erschließen sich ihre Dimensionen für alle Sinne. Nutzen Sie die Chance und lernen Sie diesen Teil des Südschwarzwaldes wirklich kennen.
Wolfgang Lechler, Berge im Wiesental. Wanderberge im südlichen Schwarzwald.160 Seiten mit 173 farbigen Abbildungen und 1 Übersichtskarte, fester Einband.ISBN 978-3-95505-296-6. EUR 24,80.
Der Pfarrer Georg Conrad Maickler (1574–1647) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten Fellbachs, von der sich noch heute viele Spuren im Ort erhalten haben. Seine Kirchenbücher dokumentieren die leidgeprägte Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in die der größte Teil seines Wirkens fiel. Doch nicht nur als Chronist spielte Maickler eine wichtige Rolle – er war ebenso Seelsorger, Theologe und weithin anerkannter Dichter, ein gekrönter »poeta laureatus«, der in seiner Vielseitigkeit das Ideal des frühneuzeitlichen humanistischen Gelehrten verkörperte. Die minutiös recherchierte und auf Originalquellen basierende Biografie »Georg Konrad Maicler, Pfarrer in Fellbach«, verfasst von Karl Friedrich Werner, der seit 1849 selbst Nachfolger Maicklers auf dem Fellbacher Pfarramt war, erschien erstmals 1855 in den von Werner herausgegebenen Sammlungen für Liebhaber Christlicher Wahrheit und Gottseligkeit. Sie liegt hiermit erstmals in einer modernen Ausgabe vor, der als Anhang zudem die Leichenpredigt auf Maickler des Cannstatter Dekans Friedrich Kieß von 1647 beigegeben ist.
Karl Friedrich Werner, Georg Konrad Maickler. Pfarrer in Fellbach 1574–1647.Mit einem Anhang und Nachwort neu herausgegeben von Fabian Mauch und der Stadt Fellbach.Fellbacher Hefte, Bd. 15.64 Seiten mit 7 meist farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-293-5. EUR 12,90.
Die Kleine Geschichte der Stadt Neustadt an der Weinstraße zeichnet fundiert, kompakt und leicht lesbar die bewegte Geschichte der Stadt an der pfälzischen Weinstraße nach; ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, eine übersichtliche Zeittafel und eine bibliografische Auswahl zur Geschichte. Aus dem Inhalt: – die Anfänge von den ersten Erwähnungen bis zum reichsstädtischen Privileg 1275 – die städtische Verfassung und die Zentralfunktionen der Stadt – die Stiftskirche als Grablege des Gründers der Universität Heidelberg Ruprecht I. – die kurze Blüte Neustadts als Zentrum des Calvinismus und der Pfalzgrafschaft Pfalz-Lautern – die Epoche der großen Kriege des 17. Jahrhunderts – die Franzosenzeit und der Übergang an Bayern – das Hambacher Fest – die Gründerzeit mit wirtschaftlichem Aufschwung und Wachstum der Stadt – Besatzung und »séparation« während der Weimarer Zeit – die Stadt während des »Dritten Reichs« – die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg – der Start ins 21. Jahrhundert – die Neustadter Stadtteile
Pirmin Spieß, Kleine Geschichte der Stadt Neustadt a.d.W.216 Seiten mit 64 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-992-7. EUR 19,90.
Besuchte der spätere italienische Staatspräsident und Faschistenführer Benito Mussolini anno 1908 wirklich den Nordschwarzwald? Hielt er zur Zeit des Eisenbahnbaus tatsächlich eine Rede in Langenbrand/Murgtal, im dortigen Gasthof „Zum Ochsen“? Angeblich sprach er zu seinen im Lokal versammelten Landsleuten – Spezialisten im Brücken- und Tunnelbau – und übernachtete schließlich auch im Haus, bevor er weiterzog. Dies soll im Zuge einer Vortragsreise geschehen sein, die ihn zu etlichen weiteren süddeutschen Baustellen führte, wo damals gleichfalls italienische Gastarbeiter beschäftigt waren. Entsprechende Gerüchte sind jedenfalls seit vielen Jahrzehnten weithin im Umlauf. In manch einer Publikation – wie auch auf diversen Internetseiten – wurde und wird dergleichen bis heute behauptet. Sicher ist: Die besagten Fachleute aus dem Süden hatten seinerzeit in dem Langenbrander Traditionslokal Quartier bezogen, und sie waren es auch, denen das Murgtal seine schönen Eisenbahnbrücken verdankte (die freilich 1945 großteils zerstört wurden). Tatsache ist auch, dass eine Ortschronik von der Hand des vormaligen Gernsbacher Hauptlehrers Heinrich Langenbach an mehreren Stellen davon berichtet. Was aber ist Dichtung, was die Wahrheit? Der Verfasser hat versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen – und ist dabei auf erstaunliche Sachverhalte gestoßen.
Wolfram Klumpp, Mussolini im Murgtal. Die alternativen Fakten des Heinrich Langenbach: Heimatgeschichte zwischen Regionalmarketing und Lügenpropaganda.144 Seiten mit 73 meist farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-303-1. EUR 17,90.
Kepler, Heuss, Hölderlin – das sind große Namen! Alle drei haben ganz private, persönliche Bindungen an Orte im Neckartal, Zabergäu und Leintal. In den vielfältigen Geschichten stehen jedoch auch zahlreiche andere interessante Menschen und Dinge im Mittelpunkt – stets mit dem Fokus auf die spannende heimatkundliche Geschichte der Städte und Dörfer dieser reizvollen Gegend. Die äußerst facettenreichen Erzählungen reichen von einer 1300 Jahre alten Leiche, die viele Fragen offen lässt, über den Mithraskult bis hin zum Neckardrachen. Auch Kunst, Literatur und historische Ereignisse kommen dabei nicht zu kurz. Die informativen und spannend erzählten Geschichten stellen ein „Fenster“ dar, durch das man einen ersten Blick werfen kann, um sich dann je nach Neigung und Interesse weiter in das Thema zu vertiefen.
Irmhild Günther, Kepler, Heuss, Hölderlin. Geschichten aus dem Neckartal, Zabergäu und Leintal.192 Seiten mit 23 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-299-7. EUR 17,90.
Aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums der Neubegründung der Wirtschaftshochschule und heutigen Universität Mannheim am 12. Oktober 1946 wird hier erstmals eine wissenschaftlich fundierte Gesamtdarstellung ihrer Geschichte vorgelegt. Diese Gründung war Teil eines geistigen Wiederaufbaus in einer zerstörten Gesellschaft nach dem Krieg. Dabei knüpfte die Wirtschaftshochschule an die alte Städtische Handelshochschule von 1907 an, jedoch mit umfassenderem Anspruch: Die praktische wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung wurde von Anfang an um Fremdsprachen, Recht, Psychologie, Mathematik sowie Philosophie, Geographie und Geschichte erweitert. Über die Jahrzehnte gewann die Universität Mannheim, die sich seit 1967 so nennen darf, ihr unverwechselbares Profil. Heute ist sie eines der führenden wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Kompetenzzentren Europas. In Forschung und Lehre übernimmt sie Verantwortung für die Gesellschaft: Ihre Mitglieder in den unterschiedlichen Disziplinen generieren Wissen und Expertise für die Gesellschaft, während ihre Absolventen und Absolventinnen die Zukunft von Gesellschaft gestalten.
Angela Borgstedt, Sandra Eichfelder und Philipp Gassert (Hrsg.), Eine Universität für die Gesellschaft. 75 Jahre Neubegründung Wirtschaftshochschule und Universität Mannheim.304 Seiten mit 125 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-295-9. EUR 29,80.
Das Archiv der Freiherren von Gemmingen zu Treschklingen wurde bis 1935 im Wasserschloss zu Rappenau verwahrt und ist seither beim Generallandesarchiv in Karlsruhe hinterlegt und benutzbar. Es handelt sich dabei um ein Partikulararchiv des jüngeren, gemmingen-hornbergischen Hauptstammes, das insofern inhaltlich aufs engste verzahnt ist mit den gemmingischen Archiven von Burg Hornberg, aus Michelfeld, aus Fränkisch-Crumbach und in Neuhaus (Babstadt). Zu den ganz großen Archiven der Kraichgauer Ritterschaft gehörig, birgt es vielfältige Überlieferungen vom frühen 14. bis ins ausgehende 19. Jahrhundert. Interessant ist der hier erschlossene Gemmingen-Treschklinger Urkundenbestand natürlich in erster Linie für den Kraichgau, daneben aber nicht weniger für den Odenwald, für die Landschaften um die Unterläufe von Kocher und Jagst, für das Hessische Ried, für Rheinhessen und für die linksrheinische Pfalz. Außerdem finden sich darin zahlreiche Bezüge nach Franken, an den Niederrhein, nach Westfalen und nach Österreich. Dokumentiert ist in den 1073 hier publizierten Regesten bislang so gut wie unbekannter Urkunden nicht allein die Geschichte der Freiherren von Gemmingen und der mit ihnen verschwägerten Familien, sondern auch die Orts- und Regionalgeschichte der erwähnten Landschaften.
Kurt Andermann, Die Urkunden des Freiherrlich von Gemmingen’schen Archivs Treschklingen aus Rappenau. Regesten 1304 bis 1894.Hrsg. vom Heimatverein Kraichgau e. V.624 Seiten, fester Einband.ISBN 978-3-95505-275-1. EUR 39,80.
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Unterwegs zu Geschichte, Kunst und Kultur – der Museumsführer für die Region zwischen Schwarzwald und Schwäbischer AlbVon der Museumseisenbahn bis zur Fastnachtsausstellung, vom Römermuseum bis zur zeitgenössischen Kunst – die spannende, bunte und vielseitige Museumslandschaft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet für jeden etwas: für Geschichtsinteressierte genauso wie für Kunstliebhaber, für Freunde der Volkskultur wie für Technikbegeisterte und natürlich ganz viel für kleine und große Entdecker. Mit diesem Museumsführer lassen sich nicht nur die insgesamt 115 Museen der Region entdecken. 32 Thementouren – zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto – laden darüber hinaus dazu ein, die überaus reiche Kulturlandschaft der Landkreise Rottweil und Tuttlingen und des Schwarzwald-Baar-Kreises in ihrer ganzen Vielfalt zu erkunden. Viele praktische Informationen und Tipps sorgen dafür, dass der Museumsbesuch in bester Erinnerung bleibt.
Karin Gessler, Museumsführer Schwarzwald-Baar-Heuberg.Hrsg. vom Landkreis Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Landkreis Tuttlingen, Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg.272 Seiten mit 250 Farbabbildungen und 1 Übersichtskarte, PDF.ISBN 978-3-89735-016-8. EUR 14,90.
Friedrich von Schomberg, 1615 in Heidelberg geboren, zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten Europas im 17. Jahrhundert. Herkunft und Politik weisen ihm den Weg über Sedan und die Niederlande nach Frankreich, Brandenburg-Preußen und England. In Frankreich steigt er zum Feldmarschall auf. In Portugal trägt er zur Sicherung der Unabhängigkeit des Landes bei. Von Ludwig XIV. wegen seines reformierten Bekenntnisses entlassen, wird er Fürsprecher der Hugenotten. Mit vielen hugenottischen Offizieren tritt er in die Dienste des Großen Kurfürsten, zieht aber 1688 mit Wilhelm III. von Oranien nach England. Sieg und Tod in der Schlacht am irischen Fluss Boyne 1690 tragen dem Marshall Schomberg einen festen Platz in der britischen Geschichte ein. Schomberg ist Teil einer breiten, England und die Pfalz verbindenden Geschichte. Aus England kommen Glaubensflüchtlinge in die Pfalz und England bietet pfälzischen Theologen Zuflucht. Nach 1945 suchen englische Kirchen Wege der Versöhnung. Pfälzische Landeskirche und United Reformed Church gehen 1957 eine Partnerschaft ein. Zahlreiche Biogramme zeigen die reichen Facetten der pfälzisch-britischen Kirchengeschichte auf; herausragend der Ludwigshafener Pfarrer Ernest Dawe (1923–2000).
Friedhelm Hans, Friedrich Hermann von Schomberg (1615–1690) mit Bausteinen zu einer britisch-pfälzischen Pastoralgeschichte.208 Seiten mit 70 meist farbigen Abbildungen, fester Einband inkl. CD.ISBN 978-3-95505-273-7. EUR 24,80.
Lena blickt zurück – auf den Beginn und das Ende ihrer Ehe mit Robert. In den nostalgischen Erzählungen deutet sie mehrfach einen wunden Punkt an. Robert ist Kettenraucher. Was zu Beginn noch wie eine jugendliche Sünde erscheint, entwickelt sich über die Jahre zu einer verhängnisvollen Gewohnheit. Immer von der Hoffnung auf Besserung erfüllt, kreisen ihre Gedanken um alte Freunde, vergangene Gespräche und endgültige Abschiede.
Dorothea Conrad, Lebensabschnitte in Rauch und Rot.128 Seiten, fester Einband.ISBN 978-3-95505-294-2. EUR 11,90.
Das Grauen hat einen Namen: DAS HEIDENLOCH ist die fiktive Aufdeckung einer Geheimakte. Sie schildert anhand von Einzeldokumenten fantastische Ereignisse auf dem Heiligenberg im Jahr 1907. Mysteriöse Wesen verbreiten dort Angst und Schrecken. Als es zu ersten Todesopfern kommt, versucht die eingesetzte Untersuchungskommission, verstärkt um Universitätsprofessoren und mit einem Aufgebot an Polizeikräften, weiteres Unheil abzuwenden und das Rätsel zu lösen. Historische Forschung und philologische Suche liefern schließlich eine erschreckende Antwort, in deren Zentrum das Heidelberger Heidenloch steht … Die schon als Print, E-Book und pfälzisches Schauerspiel so erfolgreiche Romanvorlage entwickelt sich erst recht in der Version als Graphic Novel zu einem ausdrucksstarken wie atemberaubenden Thrill, fernab einer nebelschwangeren, beschaulichen Heidelberger Romantik.
Das Heidenloch. Heidelberg Graphic Novel nach dem erfolgreichen fantastisch-mythologischen Roman von Martin Schemm.48 Seiten mit 225 Illustrationen und Zeichnungen von Wolfram Zeckai, fester Einband.ISBN 978-3-95505-284-3. EUR 16,90.
Mit dem vorliegenden Sammelband übergibt die Kommission für Stadtgeschichte der Öffentlichkeit erstmals eine Publikation in eigener Herausgeberschaft. Sie ist zugleich der erste Band einer neuen Schriftenreihe, die an die früheren Folgen von Buchveröffentlichungen zur Stadtgeschichte anknüpft und diese in einem neuen und auch optisch zeitgemäßen Format fortsetzt. Der Band widmet sich keinem besonderen thematischen Schwerpunkt, sondern fasst eine Reihe von bislang unveröffentlichten Einzelbeiträgen zusammen, die im Laufe der vergangenen Jahre entstanden sind. Deren Bogen spannt sich zeitlich von den Kaiseraufenthalten des 10. Jahrhunderts bis hin zur Bruchsaler Frauengeschichte in der Nachkriegszeit, thematisch – um nur einige Beispiele zu nennen – von den barocken Skulpturen im Schlossgarten über die Bruchsaler Männervereinigung „Räuberhöhle“ bis hin zur Würdigung von Johann Peter Frank als einem bedeutenden Medizinreformer des 18. Jahrhunderts.
Konrad Dussel und Jürgen Treffeisen (Hrsg.), Bausteine zur Geschichte der Stadt Bruchsal und ihres Umlands.Mit Beiträgen von Thomas Adam, Jürgen Dick, Konrad Dussel, Jürgen Treffeisen, Sarah Gallus, Sebastian Hoffmann, Florian Jung, Werner Schnatterbeck, Hannah Serfas, Jürgen Wacker.240 Seiten mit 110 meist farbigen Abbildungen und zahlreichen Tabellen und Grafiken, fester Einband.ISBN 978-3-95505-278-2. EUR 19,90.
Vor welche Probleme nicht-schriftliche Quellen Analyse und Interpretation oft stellen, aber auch welch überzeugende Ergebnisse der mit seinen Werkzeugen vertraute Historiker bzw. die mir ihren Werkzeugen vertraute Historikerin erzielen kann, spiegeln die Beiträge des vorliegenden Bandes wider. Dies gilt nicht nur für die Ausführungen der „Jungen Regionalforscher“, die über ihre erste Tagung „Ran an die Quellen“ berichten, sondern auch für die von Klaus Wirth, Benedikt Stadler und Uwe Gross über Scarra, die bedeutende Siedlung Schar am Rhein. In ihnen präsentieren sie die Ergebnisse ihrer Ausgrabungen in Mannheim-Scharhof, dessen Name noch heute an die frühe Besiedlung erinnert. Kunst- oder kunstgewerbliche Gegenstände stehen im Mittelpunkt der Aufsätze von Mathilde Grünewald, „Ein Dreimaster für Mannheim“, und Stephanie Herrmann, ein „Objekt der Unsterblichkeit“. Dabei handelt es sich zum einen um eine Petschaft oder ein Schmuckstück, dessen auf einem Ring aufsitzender Blütenkelch ein ovales Siegel mit der Darstellung eines Dreimasters umschließt, und zum anderen um ein aus Menschenhaar gefertigtes Armband mit der in Metall gefassten Daguerreotypie eines Knaben. Nicht-schriftlich sind sowohl die Quellen von Claude W. Sui und Stephanie Herrmann in ihrem Bericht über die Ausstellung des Forum Internationale Photographie „In 80 Tagen um die Welt“, als auch von Hans-Jürgen Buderer, der sich der Kunst im Dienst der Repräsentation des pfälzischen Kurfürsten Karl Philipp widmet. Ein weiterer kunstgeschichtlicher Beitrag von Stefanie Leibetseder „Bernini im Bild“ analysiert die Reproduktionsgrafiken von Giovanni Giacomo de Rossi als künstlerische Modelle für den kurpfälzischen Bildhauer Paul Egell. Michael Plumpe thematisiert die Landmünzen von Kurfürst Carl Ludwig und den Wiederaufbau der Kurpfalz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Demgegenüber rücken Patrick Schlarb und Horst Pulkowski kulinarische Köstlichkeiten in den Mittelpunkt. Einerseits sind es die edlen Branntweine aus Mannheim, die von eingewanderten Hugenotten destilliert und verkauft wurden, anderseits die Käsekuchen, die „Burentorte“, der Prinzesskranz und der Mannemer Dreck aus der Konditorei Gustav Adolf Gerstel. An dunklere, jedoch unsere Gegenwart nach wie vor belastende Zeiten erinnern dagegen die Beiträge aus dem MARCHIVUM. Markus Enzenauer stellt die nationalsozialistischen Pläne und Entwürfe für den „Wiederaufbau“ der zerstörten Quadratestadt vor und beantwortet die Frage, ob bzw. inwieweit man 1944/45 bereit war, auf die Trümmer der alten Stadt Rücksicht zu nehmen. Marco Brenneisen erinnert an das dreißigjährige Jubiläum der KZ-Gedenkstätte Sandhofen sowie die ebenso lange Arbeit des gleichnamigen Trägervereins. Andreas Mix stellt unter der Überschrift „Straßenkampf in Rheinau“ das Gutachten des Mainzer Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte vor, das sich mit den Namensgebern der Straßen im Rheinauer Kolonialviertel“ auseinandersetzt. Umrahmt werden die Beiträge von Glückwünschen für Prof. Dr. Hermann Wiegand zu seinem 70. Geburtstag und der Würdigung des scheidenden Generaldirektors der Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Dr. Alfried Wieczorek, sowohl für seine herausragenden Verdienste beim Ausbau des Reiß-Museums als auch für die fruchtbringende Kooperation mit dem MAV. Der Würdigung des Fördererkreises für die Reiss-Engelhorn-Museen und dem Dank der Vorsitzenden des MAV schließen sich die Herausgeber der „Mannheimer Geschichtsblätter“ nachdrücklich an.
Mannheimer Geschichtsblätter 41/2021. Hrsg. von Hermann Wiegand, Wilfried Rosendahl, Ulrich Nieß, Hans-Jürgen Buderer und Wilhelm Kreutz. 144 Seiten mit 139 farbigen Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-95505-297-3. EUR 19,80.
Auf dem Albschäferweg und seinen Zeitspuren unterwegs durch die Heidenheimer BrenzregionAuf rund 158 Kilometern Länge führt der Albschäferweg als Rundweg im nordöstlichen Teil der Schwäbischen Alb über Wacholderheiden, durch dichte Wälder, vorbei an Zeugnissen der Erdgeschichte und kulturellen Denkmälern von Weltrang. In Kombination mit den ergänzenden Tages-Rundwegen, den »Albschäfer-Zeitspuren«, sowie den Wochenendwanderungen bietet dieses Buch für jeden Anspruch und Geschmack ideale Touren. Unterwegs mit der zertifizierten Wanderführerin Susi Reiser erlebt der Wanderer die Brenzberge und das naturreiche Brenztal, das Lonetal sowie das zauberhafte Eselsburger Tal. Die Touren führen über die Gerstetter Alb mit ihrer von Urmeeren geprägten Landschaft, auf den Rand des Meteorkraters Steinheim, ins Wental mit Felsenmeer sowie über die Karsthochfläche des Härtsfelds. Auch die Großen Kreisstädte Heidenheim und Giengen an der Brenz werden erkundet. Dabei erzählt die Autorin Geschichten über die Kräfte der Urzeit, beschreibt Kulturdenkmäler und stellt bedeutende Persönlichkeiten der Region vor. Ganz besonders am Herzen liegen ihr die Schäferinnen und Schäfer, die wertvolle Arbeit für die Landschaftspflege und den Erhalt der Kulturlandschaft leisten.▸ Mit Übernachtungstipps und Hinweisen zur Verpflegung auf dem Fernweg▸ Tagesetappen und Rundwanderwege zwischen 6 und 20 km Länge▸ Wochenendrundtouren kombiniert aus zwei bis drei Etappen▸ Detaillierte Karten und Wegbeschreibungen▸ Mit GPS-Tracks zum Download
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Susi Reiser, Der Albschäferweg und seine Zeitspuren. Wandern in der Heidenheimer Brenzregion.192 Seiten mit 168
farbigen Abbildungen, 24 Tourenkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat. ISBN 978-3-95505-298-0. EUR 16,90.
Der aktuelle 60. Band der traditionsreichen Heimatbuchreihe des Landkreises Rastatt ist wieder ein besonderes Lesevergnügen geworden. Das Heimatbuch zeigt sich in neuem Layout und berichtet auf 256 reich bebilderten Seiten über vielfältige Themen aus den Bereichen Aktuelles und Gegenwart, Natur und Umwelt, Kunst, Kultur und Lebensart sowie der Geschichte unseres mittelbadischen Raumes. Daneben bietet das Heimatbuch 2021 fundierte Einblicke in die Arbeit erfolgreicher Unternehmen, berichtet spannend über Industriekultur insgesamt oder über jugendliches Engagement sowie bedeutende Persönlichkeiten. Alles in allem vereint das Heimatbuch aktuelle Themen der Gegenwart mit wissenswerten Bereichen unserer Gesellschaft in einzigartiger Weise.Aus dem Inhalt:• Highlights und Brennpunkte. 2020 im Rückblick• 50 Jahre Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium Durmersheim• Online-Unterricht an der Carl-Benz-Schule Gaggenau• Künstlerportraits im Heimatbuch – Ein Rückblick auf die letzten 20 Jahre• Ein bedeutender Teil unserer Erinnerungskultur in Mittelbaden: Stolpersteine im Landkreis Rastatt• Staatlich unterstützte Auswanderung aus Baden um 1850 unter besonderer Berücksichtigung der Waldkolonien Herrenwies und Hundsbach• Kloster Maria Linden• Proteste gegen Protestanten – Die Anfänge der evangelischen Kirchengemeinde in Rastatt• Weinbrenners abwesendes Meisterwerk – Das „Römische Haus“ im Rotenfelser Schlosspark• An die Töpfe, fertig, los!• Die Schlossberg-Historic in Gernsbach – Oldtimersport vom Feinsten• Die Picosens GmbH in Bühl und ihr Gründer Gerd Reime• Max Sator – Ein kreativer Eventmanager bietet der Pandemie die Stirn• Gastarbeiter*innen im Landkreis Rastatt – Identität(en) und Heimat(en) in unserer vielfältigen Gesellschaft• Gisela Merklinger – Pressesprecherin des Landkreises Rastatt von 1991 bis 2020• Dieter Kersten – Von den „Rocking Stars“ über die BadnerHalle zu „Made in Baden“• Der Musiker Norbert Moritz – „You’ve made me so very happy“• Klimawandel in Mittelbaden? – Der Zustand des Waldes im Landkreis Rastatt• Der Wolf im Murgtal – Eine Frage der Toleranz• 60 Jahre Fahrbücherei des Landkreises Rastatt• 60 Jahre Heimatbuch – Stimmen der Autorinnen und Autoren• Bücherecke im Heimatbuch
Interessantes aus dem Landkreis. Menschen und Geschichten 1961 – 2021. Heimatbuch des Landkreises Rastatt.Hrsg. vom Landkreis Rastatt und Landrat Toni Huber.256 Seiten mit 232 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-269-0. EUR 16,90.
Unterwegs zu Geschichte, Kunst und Kultur – der Museumsführer für die Region zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb
Von der Museumseisenbahn bis zur Fastnachtsausstellung, vom Römermuseum bis zur zeitgenössischen Kunst – die spannende, bunte und vielseitige Museumslandschaft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet für jeden etwas: für Geschichtsinteressierte genauso wie für Kunstliebhaber, für Freunde der Volkskultur wie für Technikbegeisterte und natürlich ganz viel für kleine und große Entdecker. Mit diesem Museumsführer lassen sich nicht nur die insgesamt 115 Museen der Region entdecken. 32 Thementouren – zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto – laden darüber hinaus dazu ein, die überaus reiche Kulturlandschaft der Landkreise Rottweil und Tuttlingen und des Schwarzwald-Baar-Kreises in ihrer ganzen Vielfalt zu erkunden. Viele praktische Informationen und Tipps sorgen dafür, dass der Museumsbesuch in bester Erinnerung bleibt.
Karin Gessler, Museumsführer Schwarzwald-Baar-Heuberg.Hrsg. vom Landkreis Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Landkreis Tuttlingen, Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg.272 Seiten mit 250 Farbabbildungen und 1 Übersichtskarte, Broschur.ISBN 978-3-95505-259-1. EUR 17,90.
Ein anderer Blick auf die Landschaften Rheinhessens und des Nordpfälzer Berglandes erschließt sich uns aus diesen Betrachtungen, in denen sich Geologie, Ökologie und Kulturgeschichte miteinander verweben. Über die Hintergründe der erdgeschichtlichen Entstehung verstehen wir die vielfältigen Formen dieser Landschaft neu und es wird deutlich, warum die Menschen, die hier leben, diese Gegebenheiten auf so vielfälftige Weise zu nutzen wissen. Mit den Kenntnissen aus der Geologie können wir nachvollziehen, warum gerade diese Landschaftsstrukturen, diese Wirtschaftsformen genau an dieser Stelle entstanden und sich wenige Kilometer weiter ganz anders darstellen.
Dieter Arnold, Landschaft mit anderen Augen sehen. Rheinhessen und das Nordpfälzer Bergland. Geologische und siedlungsgeschichtliche Betrachtungen.152 Seiten mit 82 farbigen Abbildungen, Karten und Grafiken, Broschur.ISBN 978-3-95505-280-5. EUR 19,90.
„In akribischer visueller Recherchearbeit hat Uscha Rudek-Werlé LICHTBLICKE und SCHATTENSPIELE fotografisch dokumentiert, in den eigenen, selbstgestalteten Räumen – auf Böden, Wänden, Ecken, Kanten. Details fotografiert, die sich im Spiel des Lichtes verwandeln. Spürbar wird dabei die fragile Schönheit eines ephemeren Lichtgebildes, das wie ein Hauch im Raum zu schweben scheint und diesen, wenn auch manchmal nur für Sekunden, in etwas jeweils gänzlich Neues transformiert. Details und Formen werden sichtbar, die für sich zu stehen vermögen, die urplötzlich ein Bild formen, das in der Fotografie aufscheint. Hell und Dunkel jedoch bilden in der Regel die Klammer der Gestaltung; aufeinander bezogene Gegensatzpaare, die wie Plus- und Minuspol einander benötigen, um ein Ganzes zu bilden. Und welche Farben das Licht hervorzaubert! Zarte und kräftige chromatische Verläufe, kaleidoskopartige Farbwirbel und flammende Rot- und Gelbtöne scheinen da auf, ungreifbar und doch wunderbar präsent. So flüchtig der festgehaltene Eindruck sein mag, verfestigt das Foto diesen Moment zum fertigen Bild, konstatiert eine Faktizität, die nicht anzweifelbar ist. So werden aus den Bildern Augenblicke festgehaltener Zeitlichkeit, Bruchstücke von Erinnerung und lebendigem Sein, die auch den Betrachter und seine Lebenswirklichkeit miteinschließen.“
Uscha Rudek-Werlé, LICHTBLICKE I.448 Seiten mit 4832 farbigen Abbildungen, fester Einband im repräsentativen Großformat. ISBN 978-3-95505-254-6. EUR 68,00.
Gesamtwerk, 4 Bände im hochwertigen Schuber„In akribischer visueller Recherchearbeit hat Uscha Rudek-Werlé LICHTBLICKE und SCHATTENSPIELE fotografisch dokumentiert, in den eigenen, selbstgestalteten Räumen – auf Böden, Wänden, Ecken, Kanten. Details fotografiert, die sich im Spiel des Lichtes verwandeln. Spürbar wird dabei die fragile Schönheit eines ephemeren Lichtgebildes, das wie ein Hauch im Raum zu schweben scheint und diesen, wenn auch manchmal nur für Sekunden, in etwas jeweils gänzlich Neues transformiert. Details und Formen werden sichtbar, die für sich zu stehen vermögen, die urplötzlich ein Bild formen, das in der Fotografie aufscheint. Hell und Dunkel jedoch bilden in der Regel die Klammer der Gestaltung; aufeinander bezogene Gegensatzpaare, die wie Plus- und Minuspol einander benötigen, um ein Ganzes zu bilden. Und welche Farben das Licht hervorzaubert! Zarte und kräftige chromatische Verläufe, kaleidoskopartige Farbwirbel und flammende Rot- und Gelbtöne scheinen da auf, ungreifbar und doch wunderbar präsent. So flüchtig der festgehaltene Eindruck sein mag, verfestigt das Foto diesen Moment zum fertigen Bild, konstatiert eine Faktizität, die nicht anzweifelbar ist. So werden aus den Bildern Augenblicke festgehaltener Zeitlichkeit, Bruchstücke von Erinnerung und lebendigem Sein, die auch den Betrachter und seine Lebenswirklichkeit miteinschließen.“
Uscha Rudek-Werlé, Lichtblicke I und II, Schattenspiele, Lichtspiele Schattenblicke. Gesamtwerk im Schuber (4 Bände).1102 Seiten mit 13793 farbigen Abbildungen und Fotografien, 4 Bände (fester Einband) im repräsentativen Großformat sowie mit hochwertigem Schuber. ISBN 978-3-95505-265-2. EUR 148,00.