Eine Glockengießerei in Frankenthal in der Pfalz steht am Beginn der 150-jährigen Geschichte der Heidelberger Druckmaschinen AG. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine leistungsfähige Maschinenfabrik, in der ab 1861 auch Schnellpressen gefertigt wurden. 1896 wurde die Fabrik nach Heidelberg verlagert. Mit dem berühmten „Heidelberger Tiegel“ begann der Aufstieg der Schnellpressenfabrik Heidelberg zum Marktführer. Maßgeblicher Urheber dieses Erfolgs war Hubert H. A. Sternberg, der das Unternehmen von 1926 bis 1972 leitete.
Dieses Buch präsentiert ebenso anschaulich wie wissenschaftlich fundiert die Geschichte der Heidelberger Druckmaschinen AG von den Anfängen 1850 bis zum Ende der Ära Sternberg. Es wendet sich nicht nur an Spezialisten, sondern an alle, die sich für die Geschichte der Städte Heidelberg, Frankenthal und Wiesloch interessieren.
Martin Krauß, Vom Glockenguss zum Offsetdruck. Geschichte der Heidelberger Druckmaschinen AG.152 S. mit zahlreichen, z. T. farbigen Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-148-6. EUR 14,90.
Zum Andenken an die Juden in Malsch erzählt Louis Maier Geschichten über das dörfliche Leben, von Familie, Freunden und Nachbarn, vom Zusammenleben von Juden und Nichtjuden, von der Schule, dem Leben zu Hause und von der jüdischen Lebensweise. Gleichzeitig schildert er mit bemerkenswerter Einfachheit und Ehrlichkeit die Realität jener Zeit: von der sich abzeichnenden und dann eskalierenden Nazi-Brutalität bis hin zur Deportation der Juden, die damit endet, dass das Dorf im Oktober 1940 für „judenfrei“ erklärt wurde.
Louis Maier, Schweigen hat seine Zeit, Reden hat seine Zeit. Ein Sohn spricht vom Leben und Schicksal der Jüdischen Gemeinde in Malsch.Hrsg. von der Gemeinde Malsch.Übersetzt aus dem Englischen von Sally Laws-Werthwein und Donald Werthwein.192 S. mit 44 Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-133-2. EUR 14,90.
Im Dezember des Jahres 1998 fand am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel eine Tagung zu dem Thema „Adel und Zahl“ statt. Es ging mithin um die seit den 1980er Jahren wieder intensiver verfolgten Forschungen zur Funktion des Haushaltes, zur Bedeutung der Finanzen und zur Schriftlichkeit der Rechnungslegung des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Adels. Burgundische und englische Budgetverwaltung, Steuern und Reformen im 15. und 16. Jahrhundert und Entwicklung des Rechnungswesens werden u. a. in den Aufsätzen angesprochen. Dieser Band eröffnet die Reihe der „Pforzheimer Gespräche zur Sozial-, Wirtschafts- und Stadtgeschichte“.
Harm von Seggern und Gerhard Fouquet (Hrsg.), Adel und Zahl. Studien zum adligen Rechnen und Haushalten in Spätmittelalter und früher Neuzeit.Pforzheimer Gespräche zur Sozial-, Wirtschafts- und Stadtgeschichte. Bd. 1.Mit Beiträgen von Gerhard Fouquet, Matthias Steinbrink, Michael Rothmann, Bernd Fuhrmann, Volker Hirsch, Andreas Bingener, Kurt Weissen, Holger Kruse, Ulf C. Exert, Harm von Seggern, Stephan Selzer, Karsten Plöger, Holger Kölsch und Barbara Kink.320 S. mit 32 Abb., Broschur. 2000.ISBN 978-3-89735-149-3. EUR 34,80.
Aus dem Inhalt des ersten Bandes:
– Ludwig H. Hildebrandt: Unbekannte numismatische Funde des 2. Jh. v. Chr. bis zum 17. Jh. n. Ch. Aus dem südlichen Rhein-Neckar-Kreis
– Ludwig H. Hildebrandt: Die Stadt Wiesloch im Mittelalter
– Helmut Walther: Altwiesloch vom 13. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts
– Harald Gomille: Grenzstreitigkeiten zwischen Baiertal Dielheim
– Manfred Kurz: „…; im Ganzen herrscht hier ein sehr solider Lebenswandel unter dem Bürgerstande.“ Die Ortsbereisung von Wiesloch 1851 bis 1853
– Michael Bock: Die badischen Landtagsabgeordneten aus dem Amtsbezirk Wiesloch 1819–1933
– Thomas Herzig: „Ex tenebris ad lucem“ Von den Anfängen der Wieslocher Stromversorgung
– Volker Kronemayer: Die Industrieentwicklung Wieslochs vom Anfang bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
– Karl Günther: Der jüdische Friedhof in Wiesloch
– Helmut Mohr: Weinbau in Wiesloch und an der Bergstraße
Wiesloch – Beiträge zur Geschichte. Bd. 1.Hrsg. vom Stadtarchiv Wiesloch. Mit Beiträgen von Ludwig H. Hildebrandt, Helmut Walther, Harald Gomille, Manfred Kurz, Michael Bock, Thomas Herzig, Volker Kronemayer, Karl Günther und Helmut Mohr.264 S. mit 154 Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-145-5. EUR 15,90.
Eutingen ist seit dem 20. September 1975 ein Stadtteil von Pforzheim. Obwohl die Eingemeindung damals gegen den Mehrheitswillen der Eutinger Bürger erfolgte, zeigt der reich bebilderte Band, dass Eutingen ein selbstbewusstes und gesundes Gemeinwesen geblieben ist.
Karl Heimerle, 25 Jahre Pforzheim–Eutingen. Von der Zwangsheirat zur Silberhochzeit.Hrsg. vom Heimatverein Eutingen a. d. Enz e. V.120 S. mit 180 z. T. farbigen Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-146-2. EUR 14,90.
Seit 1999 ist der Teckberg, eines der beliebtesten Ausflugsziele der Schwäbischen Alb, ein Naturschutzgebiet – Grund genug, einmal alles Wissenswerte über dieses Wahrzeichen des Albtraufs in einem Buch zusammenzutragen. Mit Liebe zum Detail informiert es über Natur, Landschaft, Kultur und Sagenwelt des Teckberges. Tips für Wanderungen und eine Beschreibung des Panoramas machen es zu einem unentbehrlichen Ratgeber für einen Ausflug auf die Teck!
Naturschutzgebiet Teck.Naturschutz-Spectrum. Gebiete. Bd. 24.Hrsg. von der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LfU). 120 S. mit 103 meist farbigen Abb., 3 Karten, handliches Taschenformat, Klappbroschur mit Fadenheftung. 2000.ISBN 978-3-89735-142-4. EUR 8,40.
"Faszination Odenwald" – das ist die Einladung an den Leser zu einer Bilderreise durch die Kulturgeschichte dieses Mittelgebirges zwischen Bergstraße, Main und Neckar, um zu erleben, was der Odenwald an Kultur, Landschaft und Geschichte zu bieten hat. Auf Streifzügen durch Teile des hessischen, badischen und bayerischen Odenwaldes entdeckt der Leser kulturhistorische Kleinode und Kostbarkeiten, wird entführt in malerische Winkel und Ecken und erfährt vieles vom Leben, der Arbeit und dem Brauchtum der Menschen vergangener Zeiten. Ergänzt durch einen übersichtlichen Wegweiser kann die Bilderreise all jenen, die den Odenwald neu für sich entdecken möchten, wärmstens ans Herz gelegt werden.
Zweite, korrigierte und ergänzte Auflage. 96 S. mit ca. 130 farbigen Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 2004. ISBN 978-3-89735-140-0. EUR 16,90.
Anlässlich des 400. Todestages von David Chytraeus (1530–1600) vereinigt der vorliegende Sammelband neun Beiträge von Fachwissenschaftlern, die Leben und Werk des aus dem Kraichgau stammenden und hauptsächlich in Norddeutschland wirkenden Humanisten und Theologen ausführlich beleuchten.
Schwerpunkte bilden Davids Beziehungen zur Kraichgauer Heimat, sein Wirken am Hofe Herzog Ulrichs zu Mecklenburg sowie an der Universität Rostock, ausgewählte Korrespondenzen mit Persönlichkeiten seiner Zeit, sein Tod und Begräbnis im Spiegel der Leichenreden seiner Zeitgenossen sowie die Begleitumstände der Vollstreckung seines Testaments. Dem Leser tritt dabei ein Mensch entgegen, dessen Biografie und Vielseitigkeit auch 400 Jahre nach seinem Tode nichts an Aktualität und Faszination eingebüßt hat.
Darüber hinaus eröffnet der Band fundierte Einsichten in Wissenschaft und Kunst, Theologie, Philosophie sowie in den Alltag und die Kultur des Sterbens des 16. Jahrhunderts.
Karl-Heinz Glaser und Steffen Stuth (Hrsg.), David Chytraeus (1530–1600). Norddeutscher Humanismus in Europa.Beiträge zum Wirken des Kraichgauer Gelehrten.200 S. mit 29 z. T. farbigen Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-139-4. EUR 16,90.
Im Jahr 1504 siegte das kurpfälzische Bretten über die angreifenden Württemberger, was die Stadt bis heute mit ihrem traditionellen Peter-und-Paul-Fest feiert. Georg Schwarzerdt – Brettener Schultheiß und Bruder des berühmten Philipp Melanchthon – beschreibt in seiner (ins Neuhochdeutsche übertragenen) Chronik aus dem Jahre 1561 das Leben in der belagerten und kämpfenden Stadt. Der mit plastischen Szenen-Bildern vom Peter-und-Paul-Fest reich illustrierte Band lädt ein zu einer lebendigen Zeitreise ein halbes Jahrtausend zurück.
Leo Vogt, 1504 – Die Chronik des Georg Schwarzerdt. Eine Stadt lebt ihre Geschichte.Mit Fotos von Reiner Dietz und einem kleinen Wörterbuch Deutsch-Mittelhochdeutsch von W. Weihmann. 96 S. mit 54 Abb., fester Einband. 2000. ISBN 978-3-89735-141-7. EUR 12,00.
Bruchhausen blickt auf eine über 800-jährige, abwechslungsreiche Geschichte zurück, in der sich das Dorf von einer Landgemeinde zu einem lebendigen Stadtteil Ettlingens entwickelt hat. Der Übergang von einem landwirtschaftlich geprägten Gemeinwesen zu einem Arbeiterdorf bis hin zu einer modernen Wohngemeinde vollzog sich in Bruchhausen früher und konsequenter als in anderen Gemeinden. Dieser regionalgeschichtlich bedeutsame Wandel wurde nicht zuletzt durch wirtschaftliche Notwendigkeit ausgelöst, auf welche die Bruchhausener stets mit Einfallsreichtum und Phantasie reagierten – und so aus der Not eine Tugend machten.
Der mit zahlreichen, teilweise farbigen Bildern ausgestattete Band informiert sachkundig und unterhaltsam über Landschaft und Leute, Wirtschaft, Politik, Kirche, Kultur sowie Schulwesen und Vereine und behält dabei sowohl den größeren geschichtlichen Zusammenhang, als auch die regionalen Besonderheiten im Blick.
In Wort und Bild entsteht so das stimmungsvolle Portrait einer Gemeinde, die sich auch in Zeiten des Wandels treu geblieben ist und neben aller Modernität ihre Traditionen bis heute pflegt.
Anke Safa, So war es in Bruchhausen.Hrsg. von der Stadt Ettlingen.304 S. mit 101 z. T. farbigen Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-127-1. EUR 19,90.
Die massiven Spannungen des Jahres 1525 entladen sich am Ostersonntag. In Eppingen, Bruchsal und Bretten rotten sich Bauern zusammen, um gegen die weltlichen und geistlichen Herren, hohe Abgaben und drückende Frondienste aufzubegehren. Binnen weniger Tage erfasst eine Welle von Aufständen den ganzen Kraichgau. Doch bald schon beginnen die Gegner sich zu sammeln. Von diesen Begebenheiten erzählt der reich bebilderte Band, der erstmals die gesamte Landschaft des Kraichgaus erfasst und den Bogen von der Bundschuhbewegung 1502 bis zum Niederschlagen der Aufstände spannt.
Bernd Röcker, Der Bauernkrieg in Kraichgau und Hardt.Heimatverein Kraichgau e. V. Sonderveröffentlichung Nr. 22.108 S. mit 200 Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-134-9. EUR 15,90.
Ein Naturführer für Mannheim – das mag verwundern, gilt die "Quadratestadt" doch als industrielles Ballungszentrum. Dabei birgt das Stadtgebiet einiges an Naturschätzen: naturnahe Fluss- und Dünenlandschaften sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt mit ausgesprochenen Raritäten. Das Buch bringt mit Liebe zum Detail und eindrucksvollen Bildern Mannheims "verborgene Natur" ans Licht. Ausflugstipps mit genauen Wegbeschreibungen runden das Buch ab und geben Anregungen zu eigenen Entdeckungen.
Thomas Breunig und Siegfried Demuth, Naturführer Mannheim. Entdeckungen im Quadrat.Hrsg. von der Stadt Mannheim und der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe. 132 S. mit 127 farbigen Abb., handliches Taschenformat, Klappbroschur mit Fadenheftung. 2000. ISBN 978-3-89735-132-5. EUR 8,40.
Aus den reichhaltigen Schätzen der Graphiksammlung des Melanchthonhauses Bretten präsentiert Gerhard Schwinge „Melanchthon in der Druckgraphik“. Die Auswahl aus dem 17. bis 19. Jahrhundert führt eindrucksvoll das Melanchthonbild im Wandel der Zeit vor Augen: Melanchthon als Reformator, als Praeceptor Germaniae und als Mensch.
Durch die jeweils zeitgebundenen Darstellungsformen, die der Kenntnisvermittlung, Erbauung und Erinnerung dienen sollten, ist das äußerst populäre Medium der Druckgraphik ein kulturgeschichtliches Zeugnis ersten Ranges. Damit vermittelt das Buch einen ganz besonderen Blick auf die Wirkungsgeschichte Melanchthons über die Jahrhunderte hinweg.
Gerhard Schwinge, Melanchthon in der Druckgraphik. Eine Auswahl aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.Dokumentation einer Ausstellung aus den Beständen der Grafiksammlung des Melanchthonhauses Bretten; präsentiert aus Anlass der 5. Verleihung des Melanchthonpreises der Stadt Bretten.Hrsg. von Günter Frank.120 S. mit 68 Abb., Broschur. 2000.ISBN 978-3-89735-131-8. EUR 12,90.
Mehr als 1200 Jahre Geschichte von Lomersheim an der Enz dokumentiert dieser reichhaltige Band: von der Ersterwähnung im Jahre 800 über das Mittelalter und die frühe Neuzeit bis hin zu den Ereignissen der unmittelbaren Vergangenheit. Dabei vermitteln die Autoren in anschaulichen und informativen Beiträgen Einblicke in zentrale Bereiche, die das Leben in Lomersheim geprägt haben: Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Alltagskultur.
Der Frage, ob Lomersheim einmal eine Stadt gewesen ist, wird dabei ebenso nachgegangen wie der Geschichte der Mühle, Schule, Kirche und Weberei. Beispielhaft können wir die Familiengeschichte der Aichele über mehrere Jahrhunderte verfolgen. Und neben Bemerkungen zur „Lomersheimer Geißraufe“ findet endlich auch die Legende um den „Schatzgräber am Turmstumpen“ ihre auf eindeutigen Archivquellen beruhende Aufklärung.
So bietet dieser Band, der als dritter Teil der „Beiträge zur Geschichte der Stadt Mühlacker“ erscheint, einen breitgefächerten und kurzweiligen Streifzug durch den Stadtteil Lomersheim. Facettenreich und mit zahlreichen Abbildungen illustriert, lädt er den Leser dazu ein, zwölf Jahrhunderte kommunaler Geschichte (neu) zu entdecken.
Konrad Dussel und Thomas Adam, Lomersheim an der Enz. (Mehr als) 1200 Jahre Geschichte.Beiträge zur Geschichte der Stadt Mühlacker. Bd. 3.Hrsg. vom Stadtarchiv Mühlacker.352 S. mit ca. 140 z. T. farbigen Abb., fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-128-8. EUR 19,90.
Die Begradigung und Kanalisierung des Rheins haben die einstige Wildstromlandschaft zwischen Basel und Breisach drastisch verändert, weite Auenbereiche fielen dabei trocken. Inzwischen beherbergt diese "Trockenaue" höchst seltene und wertvolle Biotoptypen, deren besondere Fauna und Flora im vorliegenden reich bebilderten Band erstmals umfassend dokumentiert wird.
Naturschutz-Spectrum. Themen. Bd. 92.
Hrsg. von der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LfU).
496 S. mit 211, meist farbigen Abb., 7 Karten, 83 Tabellen und 3 Einlegeblättern, fester Einband. 2000.
ISBN 978-3-89735-138-7. EUR 29,80
Ausgehend von der Geschichte der ehemals selbstständigen Ortsteile Forchheim, Mörsch und Neuburgweier spannen die reich illustrierten Beiträge einen Bogen von den baulichen Veränderungen in den Ortsteilen über die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und das rege Kulturleben bis hin zu den Städtepartnerschaften und den vorbildlichen Bemühungen um die Erhaltung einer intakten Natur.
25 Jahre Rheinstetten. Eine Stadt, drei Ortsteile, viele Gesichter.Hrsg. von der Stadt Rheinstetten.120 S. mit 135 meist farbigen Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 2000.ISBN 978-3-89735-130-1. EUR 14,90.
Steinkreuze und Bildstöcke sind Ausdruck der tiefen Religiosität unserer Vorfahren. Einst „markante“ Anhaltspunkte in der Feldflur, liegen sie heute vielfach inmitten der Ortschaften. In unserer von Hektik geprägten Zeit laden sie dazu ein, innezuhalten und sich zu besinnen.
Franz Gerstner hat der Entstehungsgeschichte und dem späteren Schicksal dieser erhaltenswerten Zeugen aus Stein auf Gemarkung der Gemeinde Rheinstetten nachgespürt und fördert dabei eine überraschend vielfältige Welt zutage. Seine mit zahlreichen Abbildungen illustrierten Portraits dieser Kleindenkmale bieten einen reichhaltigen Fundus für Heimatforscher wie auch für interessierte Laien. Sie regen dazu an, vor Ort auf Spurensuche zu gehen.
Franz Gerstner, In Stein gehauen – aus Stein geformt. Erhaltenswerte Zeugen aus Stein auf der Gemarkung Rheinstetten.Hrsg. von der Gemeinde Rheinstetten.72 S. mit 68 meist farbigen Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-125-7. EUR 12,90.
So manches Zitat, so mancher flotte Spruch aus dem schier endlosen Reigen von Gemeinderatssitzungen, Besprechungen und Veranstaltungen der Kommunalpolitik darf einfach nicht verloren gehen – nicht unbedingt weil es besonders geistreich oder durchdacht war. Manchmal auch weil es eben das gerade nicht war, sondern vielmehr spontan, banal, sympatisch oder einfach nur humorig. Eine Sammlung solcher Bonmots stellt dieses Buch vor – und lässt die Politik und die Stadtverwaltung mal in einem ganz anderen Licht erscheinen
Herausgegeben von Patrik A. Hauns mit Vorwort von Harald Hurst.64 S. mit zahlreichen Abb. Broschur.ISBN 978-3-89735-765-5. EUR 9,90
Presseinformation als pdf-Datei zum Download
Der Band, entstanden aus einer Serie von Beiträgen im „Pforzheimer Kurier“ und herausgegeben vom Stadtarchiv, schildert anschaulich und spannend ein Stück Mediengeschichte der Stadt Pforzheim. Basierend auf dieser Artikelserie untersucht der Autor die Entwicklung der Zeitungslandschaft in Pforzheim vom 18. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Eine Übersicht erschließt alle erhaltenen Bestände an Pforzheimer Zeitungen.
Olaf Schulze, „Zum Nutzen und Bequemlichkeit der Einwohner“. Geschichte der Pforzheimer Zeitungen.Materialien zur Stadtgeschichte. Bd. 13. Hrsg. vom Stadtarchiv Pforzheim.216 S. mit 104 Abb., Broschur. 1999.ISBN 978-3-89735-122-6. EUR 14,90.
Wasserläufe und eine weitläufige Landschaft bestimmen das Ortsbild der jungen Hardtgemeinde. Altes und Neues in und um die aufstrebende Gemeinde dokumentiert der liebevoll gestaltete Bildband in über 200 farbigen Abbildungen.
Gemeinde Karlsdorf-Neuthard (Hrsg.), Karlsdorf-Neuthard. Gemeinsam zum Erfolg.108 S. mit 227 farbigen Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-121-9. EUR 14,90.
„Himmelszeichen und Erdenwege“ schildert in reichbebilderten Beiträgen namhafter Autoren die Lebenswege von Sebastian Hornmold und Johannes Carion. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts in der württembergischen Kleinstadt Bietigheim geboren, erlangten beide durch ihre Arbeit überregionale Bedeutung.
Carion war am brandenburgischen Hof in Berlin für die Deutung der „Himmelszeichen“ zuständig. Als Hofastrologe hatte er ebensoviel Einfluß auf den Kurfürsten Joachim I. wie als Erzieher auf dessen Sohn, Joachim II. Seine von Philipp Melanchthon überarbeitete Chronica Carionis war ein ‚Bestseller‘ der Renaissance. Einflußreiche Männer, wie Herzog Albrecht von Preußen, ließen sich durch Carion astrologisch beraten.
Hornmold war unter den Herzögen Ulrich und Christoph mit der Umsetzung der Reformation in Württemberg betraut. Als erster weltlicher Kirchenratsdirektor war er Mitautor der „Großen Kirchenordnung“, einem Gesetzwerk, das bis in das 19. Jahrhundert Gültigkeit besaß. Als Stadtschreiber und Vogt übte er einen wichtigen Einfluß auf seine Heimatstadt aus. Sein repräsentatives Wohnhaus beherbergt seit 1989 das Stadtmuseum von Bietigheim-Bissingen.
Beiträge über den als Kirchenmaler und Radierer tätigen Conrad Rotenburger und den Musiker Georg Ostermayer, der in Bietigheim nur wenige Jahre wirkte, runden den Band ab.
Himmelszeichen und Erdenwege. Johannes Carion (1499–1537) und Sebastian Hornmold (1500–1581) in ihrer Zeit.Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Hornmoldhaus Bietigheim-Bissingen.Hrsg. vom Kultur- und Sportamt der Stadt Bietigheim-Bissingen, Stadtmuseum Hornmoldhaus.344 S. mit zahlreichen, z. T. farbigen Abb., fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-123-3. EUR 19,90.
Aus dem Inhalt:
– Die Tochter des Papstes als Bauherrin der Schlosskirche
– Winnenden in der Revolution 1848/49
– Hanf und Flachs: Anbau und Verarbeitung in Hertmannsweiler
– Die Heilanstalt Winnenden im Nationalsozialismus und die Euthanasie-Aktion T4 in den Jahren 1940/41
– Chronik 1996 u. Chronik 1997
Veröffentlichungen des Stadtarchivs Winnenden. Bd. 7.Hrsg. von der Stadt Winnenden. 232 S. mit 85 Abb., fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-111-0. EUR 15,90.
Der mit historischen Fotografien illustrierte Band dokumentiert von „Abrille-butze“ bis „Zoddelkopp“ die Mundart von Altrip am Rhein, eine eigenständige Variante des Pfälzer Dialekts.
Elke Knöppler, Altriper Wörterbuch. Mer redd jo nix, mer seschd jo blous.
Hrsg. von der Gemeinde Altrip und dem Heimat- und Geschichtsverein Altrip e. V.
160 S. mit 62 Abb., fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-119-6. EUR 13,90.
Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim war über Jahrhunderte Heimat für Juden aus ganz Baden. Von der ersten urkundlichen Erwähnung im 15. Jahrhundert über die Judenemanzipation im Großherzogtum Baden bis zur Verfolgung im „Dritten Reich“ dokumentiert der Autor die wechselvolle Geschichte dieser Gemeinde. Ergänzt wird der Band durch das jüdische Bürger- und Begräbnisbuch auf CD-ROM.
Hrsg. von der Stadt Kuppenheim. 144 S. mit ca. 40 z.T. farbigen Abb. und einer CD-ROM, fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-110-3. EUR 13,90.
Von ihren Anfängen im 18. Jahrhundert bis in die jüngere Vergangenheit spürt der Autor der bewegten Geschichte der Bruchsaler Garnison nach. Umfassend und mit zahlreichen historischen Abbildungen illustriert, zeigt der Band die enge Verbindung zwischen dem Alltag der Soldaten und den Geschicken der Stadt auf.
Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Bruchsal. Bd. 17 96 S. mit ca. 40 Abb., fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-116-5. EUR 12,90
Zur Zeit der Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor war der kurpfälzische Hof für die Inszenierung prächtiger Jagden weithin bekannt. Bei der Lektüre des mit zahlreichen Abbildungen zeitgenössischer Gemälde, Pläne und Sachgegenstände illustrierten Buches wird verständlich, warum die „Jäger aus Kurpfalz“ damals soviel Aufsehen erregten – ein kurzweiliger Ausflug in eine Welt grandioser barocker Prachtentfaltung.
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (Hrsg.), Begleitbuch zur Ausstellung im Schwetzinger Schloss. 118 S. mit 50 meist farbigen Abb., attraktives, quadratisches Format, Broschur. 1999. ISBN 978-3-89735-118-9. EUR 12,00.
Zum 300-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1907 erschien dieser Band mit populären Geschichten aus Mannheims Vergangenheit. In einer sorgfältig edierten Neuausgabe wurde dieses seit Jahren vergriffene Werk wieder aufgelegt – mit dem Originaltext und der Bildausstattung der ersten Auflage sowie mit sachkundigen Kommentaren des Herausgebers Hansjörg Probst versehen.
Gustav Wiederkehr, Mannheim in Sage und Geschichte.
Nach dem Text der ersten Auflage von 1907 hrsg. und kommentiert von Hansjörg Probst.
272 S. mit ca. 70 Abb. und dem Buchschmuck der Erstausgabe, fester Einband. 1999.
ISBN 978-3-89735-120-2. EUR 16,90.
Die Region um den 1155 m hohen Rohrhardsberg zwischen Elzach und Triberg steht seit Jahren im Mittelpunkt intensiver Naturschutzbestrebungen. Der Band stellt die Ergebnisse der erarbeiteten Konzeptionen für die Entwicklung von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus vor und dokumentiert die besondere Bedeutung des Gebiets für den Artenschutz und die Erhaltung von seltenen Lebensräumen.
Naturschutz-Spectrum. Themen. Hrsg. von der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Bd. 91 (= Fortsetzung der Bandzählung von: Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg). Hrsg. von der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.416 S. mit 136 meist farbigen Abb., 17 Karten, 25 Tabellen, fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-112-7. EUR 24,80.
Der Band vereinigt insgesamt 45 Statuetten und Büsten von acht namhaften Bildhauern, die in Paris um 1900 tätig waren. Sie alle waren mit bedeutenden und für den Pariser Art Nouveau typischen Darstellungen von Tänzerinnen auf der Weltausstellung 1900 bzw. in Salonausstellungen vertreten.
Hrsg. vom Kulturamt der Stadt Pforzheim. 112 S. mit 60 meist farbigen Abb., fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-105-9. EUR 12,90.
Als Rat am Hof zu Heidelberg nimmt Hans V., einer der bedeutendsten Vertreter der Hirschhorner Ritter im Mittelalter, aktiv am politischen Geschehen in der Kurpfalz und im Heiligen Römischen Reich teil. Seine vielfältigen verantwortungsvollen Tätigkeiten für die Pfalzgrafen bei Rhein und für König Ruprecht werden in diesem Buch detailliert dargestellt, so dass ein anschauliches Bild vom Wirken eines spätmittelalterlichen Ritters am Herrscherhof entsteht.
Christina Kimmel, Hans V. von Hirschhorn im Dienst der Kurpfalz. Ein Ritter aus dem Neckartal am Heidelberger Hof im 14. und 15. Jahrhundert.64 S. mit 9 Abb., fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-124-0. EUR 9,90.
Die Badische Landesbühne hat ein liebevoll ausgestattetes Buch herausgegeben, das den Bogen von den Anfängen 1949 bis zum Ausblick in die Zukunft spannt. Die engagierte Truppe mit Sitz in Bruchsal lässt fünf Theater-Jahrzehnte wieder aufleben.
108 S. mit 137 Abb., attraktives quadratisches Format, fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-108-0. EUR 14,90.
ABB-WISSENSCHAFTSPREIS
Die Entwicklung der Elektrizitätswirtschaft ist geprägt von weitgehender staatlicher Regulierung; bis zur Liberalisierung im Jahr 1998 nahm dieser Sektor eine Sonderstellung in der marktwirtschaftlichen Ordnung ein. In vergleichenden Regionalstudien untersucht der Autor die Steuerung der Elektrizitätswirtschaft zwischen Markt und Staatsintervention und stellt sie in den Kontext gesamtstaatlicher Elektrizitätspolitik seit dem Ende des 19. Jh.
Technik + Arbeit 10. Schriften des TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim.
584 S. mit 15 z.T. farbigen Abb. und 15 Tabellen, fester Einband. 1999.
ISBN 978-3-89735-107-3. EUR 39,80.
David Chytraeus (1530–1600), im Kraichgau aufgewachsen, wirkte ein halbes Jahrhundert als lutherischer Theologe, kirchenpolitischer Ratgeber und Missionär sowie als Schulmann und Historiker im mecklenburgischen Rostock. 1558 gab er die erste selbständige Beschreibung des Kraichgaus heraus und lieferte eine landeskundliche Monographie zu Namen, Geographie, Kolonisation, Verfassung, Schul- und Frömmigkeitsgeschichte des Kraichgaus – ein zentrales Dokument der Kraichgau-Geschichtsschreibung.
Heimatverein Kraichgau e. V. Sonderveröffentlung Nr. 21. Übersetzt und kommentiert sowie mit einem historisch-philologischen Nachwort und vollständigem Namensregister versehen von Reinhard Düchting und Boris Körkel. X + 150 S. mit zeitgenössischen Porträts und dem Faksimile des Exemplars der Universitätsbibliothek Heidelberg, fester Einband, Leinen mit Goldprägung und Schutzumschlag. 1999. ISBN 978-3-89735-100-4. EUR 13,90.
Der bekannte Nationalökonom und Heidelberger Hochschullehrer Karl Heinrich Rau (1792–1870) hielt in einem privaten „Revolutions-Tagebuch“ die revolutionären Ereignisse fest, die im Sommer 1849 die beschauliche Universitätsstadt am Neckar erschütterten. Die erstmals edierten Aufzeichnungen geben die subjektive Sicht- und Erlebensweise durch Beteiligte und Betroffene während des dramatischen Schlussakts der Revolution wieder.
Archiv und Museum der Universität Heidelberg. Schriften 3.Hrsg. von Werner Moritz. Bearbeitet von Gerd Wippermann, Gabriele Haupt, Werner Moritz und Bernhard Stier.128 S. mit 21 Abb., darunter Faksimiles des Tagebuchs, fester Einband. 1999. ISBN 978-3-89735-104-2. EUR 12,00.
Anlässlich der 300-Jahr-Feiern der ehemaligen Hugenottensiedlungen Friedrichstal (heute Stutensee-Friedrichstal) und Welschneureut (Karlsruhe-Neureut) stellt der Autor, ausgewiesener Hugenottenforscher, die Herkunft und den Verbleib der Kolonisten dar und schildert die Entwicklung der beiden Gemeinden in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens.
112 S. mit 10 Abb., fester Einband. 1999.ISBN 978-3-89735-103-5. EUR 12,90.
Die hier in Text und Bild vorgestellten Gräber sind nicht willkürlich ausgesucht, sondern orientieren sich an den bekannten Namen aus dem dörflichen Leben Handschuhsheims und beinhalten darüber hinaus die Gräber von Nobelpreisträgern, Hochschullehrern sowie Verlegern, Musikern, Pfarrern, Bürgermeistern, Politikern und hohen Beamten.
Zweite Auflage.
200 S. mit 88 Fotos von Dagmar Welker und 1 Faltplan, fester Einband.
Edition Guderjahn. 1999.
ISBN 978-3-924973-83-4. EUR 24,80
Einfühlsam und mit spürbarer Zuneigung schildert der Autor den Kraichgau und seine wechselvolle Geschichte, er führt den Leser durch alle Städte und Dörfer, in die Burgen und Schlösser und erzählt ihm vom Leben der Bauern und des Adels. Mit viel Liebe zum Detail zeichnet er die kleinen und großen Begebenheiten und die welthistorischen Erschütterungen nach, die in dieser reichen und zugleich so stillen Landschaft ihren Widerhall fanden.
Die ersten Kapitel widmen sich der Landschaft, ihren Grenzen und Besonderheiten, auch dem Neckar als benachbartem Fluss, den Menschen und ihrer Kultur, dem Wein, dem Heilwasser, der Baukunst, speziell der Form des typischen Fachwerks. Dem folgt ein Abriss der Geschichte des Kraichgaus von der Vor- und Frühgeschichte bis in die heutige Zeit. Der zweite Teil des Buches beschreibt die einzelnen Kraichgauorte in einem Rundweg vom Zentrum des Kraichgaus um Sinsheim nach Nußloch und Wiesloch, dann in Richtung Süden über Bruchsal bis Weingarten, weiter über Bretten nach Eppingen bis Leingarten, den östlichen Kraichgau mit Bad Rappenau am Neckar entlang hinauf bis Aglasterhausen, um bei Bammental den Kreis zu schließen.
Historische Anekdoten sowie Fotografien und Postkarten – zum größten Teil aus unveröffentlichten Sammlerbeständen, darunter sehr schöne Raritäten – erhöhen das Lesevergnügen. Zusätzlich vermitteln sie insgesamt ein sehr vielseitiges und lebendiges Bild einer schönen Landschaft und ihrer wechselvollen Geschichte.
2., überarbeitete Auflage. 1996. 360 S. mit 240 z.T. farbigen Abb., fester Einband. ISBN 978-3-929366-21-1. EUR 21,80
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der städtebaulichen Entwicklung Schlierbachs sowie auf den klangvollen Namen von Schlierbacher Persönlichkeiten, von Fährmännern, Fischern und Müllern, die bei der Lektüre des reich bebilderten Bandes aufs Neue in Erinnerung gerufen werden.
191 S. mit 162, z.T. farbigen Abb., fester Einband.
Edition Guderjahn. 1999.
ISBN 978-3-924973-84-1. EUR 24,80.