Unter dem Titel WELCOME zeigt die Mannheimer Künstlerin Uscha Rudek-Werlé Objekte, die sich – inspiriert von den Texten der Soziologin Necla Kelec – mit Aspekten der Integration, der Freiheit und der patriarchalen Tradition auseinandersetzen. Raumgreifende Plastiken sind dabei kein Novum an der Universität, wohl aber ihre Fragilität. Die gesellschaftskritischen Wandobjekte, Bodenskulpturen und Installationen setzen sich aus Tüchern, Wollfäden, Metall, Draht und Holz zusammen. Sie ziehen den Blick des Betrachters auf sich und fordern ihn zum Nachdenken und zum Handeln auf.
Uscha Rudek-Werlé, WELCOME. Objekte zum Thema INTEGRATION.104 S. mit 75 farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-008-5. EUR 22,80.
Das vorliegende Buch geht auf die Lebensbilder vier englischer Hoheiten ein, deren Vita sie im Hochmittelalter von ihrer Heimat aus in deutsche Lande, genauer in den pfälzischen Raum verschlug. Die englische Prinzessin Mathilde, eine Zeitgenossin der Hildegard von Bingen, war erst Ehefrau an der Seite des deutschen Kaisers Heinrichs V., später dann durch ihre zweite Heirat die Stammmutter des englischen Königshauses der „Plantagenêts“. Zu ihren Nachkommen gehören ihr Enkel König Richard Löwenherz und ihre beiden Urenkel, die junge Schönheit Isabella und König Richard von Cornwall. Alle schrieben Geschichte „zu Gast“ in der Pfalz.
Karl Erhard Schuhmacher, Königliche Hoheiten aus England „zu Gast“ in der Pfalz. Lebensbilder aus dem Hochmittelalter.144 Seiten mit 60 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-975-8. EUR 14,90
Wie sich der Erste Weltkrieg auf den ländlichen Raum auswirkte, wird in diesem Band anhand von Beispielen aus Mittel- und Südbaden beleuchtet. Von Kriegsbegeisterung war wenig zu spüren, eher herrschte Sorge, wie nun die Arbeit bewältigt werden könne. Auf die Dörfer – und vor allem auf die Frauen – kamen erhebliche Belastungen zu. Bald stand zudem die Trauer um einen nahe stehenden Menschen im Vordergrund. Kriegsgefangene sollten fehlende Arbeitskräfte ersetzen, doch es kam auch zu „unerlaubtem Verkehr“ mit ihnen. Mit Postkarten und Fotos drückten die Soldaten ihre Sehnsucht nach der Heimat aus und versuchten, ihre Angehörigen zu beruhigen. Geistliche berichteten den Soldaten über die Verhältnisse im Dorf und bemühten sich, die „Heimatfront“ zu stabilisieren. Dennoch wuchs die Unzufriedenheit. Die Beiträge zeigen eindrucksvoll, in welch vielfältiger Weise die Menschen mit den Anforderungen des Krieges umgingen.
Das Dorf im Ersten Weltkrieg. Beispiele aus Mittel- und SüdbadenHrsg. von Juliane Geike und Heiko Haumann.Lebenswelten im ländlichen Raum. Historische Erkundungen in Mittel- und Südbaden, Bd. 1136 S. mit 67 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-000-9. EUR 14,90
Man darf es einen Glücksfall nennen, dass im Deutschen Literaturarchiv / Schiller-Nationalmuseum in Marbach a. N. ein besonderes Zeugnis für das Leben in der Stadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts verwahrt wird - der ausführliche Briefwechsel zwischen dem Weinsberger Arzt und Dichter Justinus Kerner und der Stuttgarter Reiseschriftstellerin Emma von Suckow, die hauptsächlich unter dem Pseudonym Emma Niendorf veröffentlichte. Den eminenten Wert dieser Korrespondenz als historische Quelle hat Dr. Hans-Ulrich Simon erkannt, der langjährige, hoch verdiente Bearbeiter der Historisch-kritischen Mörike-Ausgabe. Simon hat diese Schriftstücke hier vollständig ausgebreitet und durch ein umfangreiches kommentiertes Personenverzeichnis aufbereitet.
Stuttgarter Gesellschaft um 1850. Justinus Kerner und Emma von Suckow. Briefwechsel 1838-1861Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 108. Hrsg. von Roland Müller.2 Bde. mit 788 bzw. 806 S. und gesamt 128 Abb., fester Einband im attraktiven Schuber.ISBN 978-3-89735-989-5. EUR 98,00
Das Stadtarchiv Stuttgart gibt den Lebensbericht von Alfred R. Kandler, vormals Rudolf Kahn, heraus. 1900 in Stuttgart geboren, übernahm er den vom Großvater gegründeten und aufgebauten Textilbetrieb in Laichingen auf der Schwäbischen Alb, den er 1938 an einen SS-Angehörigen verkaufen musste. Nach der sogenannten Reichskristallnacht wurde Kandler ins KZ Dachau verschleppt; später arbeitete er in der sogenannten Jüdischen Mittelstelle eng mit Karl Adler zusammen, wiewohl er zuvor stets Distanz zur Gemeinde gehalten hatte. Erst im Sommer 1941, kurz vor dem endgültigen Verbot, konnte Kandler mit seiner Frau emigrieren. Nach harten Jahren als Webereiarbeiter konnte Kandler in den USA wieder Fuß fassen. Er starb 1974 in New York.
Alfred R. Kandler, In der Höhle des Löwen. Lebensbericht eines schwäbisch-jüdischen Textilunternehmers.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 104. Hrsg. von Roland Müller.276 S. mit 35 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-993-2. EUR 18,00
Carl von Etzel war zu seinen Lebzeiten ein international renommierter Eisenbahnplaner - heute dagegen ist er nur noch Wenigen bekannt. Sein 200. Geburtstag gab den Anlass, diesen außergewöhnlichen Mann mit einer längst fälligen Ausstellung und dieser Publikation zu würdigen. Um die Planung des Streckennetzes für die Königlich Württembergische Staats-Eisenbahn zu leiten, wurde Etzel als Fachmann für das damals neue Verkehrsmittel 1843 nach Stuttgart gerufen. Etzel entwarf Bauten wie den ersten Stuttgarter Bahnhof, den Enzviadukt sowie den ersten Heilbronner Bahnhof. Berühmt wurde Carl Etzel durch den riskanten Bau des ersten Rosensteintunnels unter dem erst 1829 fertig gestellten Königlichen Landhaus und mit der Planung der Geislinger Steige avancierte er zum europaweit gefragten Spezialisten für topografisch schwierige Strecken. Als Direktor der K.K. privilegierten Kaiser Franz Joseph Orientbahngesellschaft plante Etzel seine wohl berühmteste Eisenbahnstrecke, die Brennerbahn.
Carl von Etzel und die Anfänge der Eisenbahn in Württemberg.Dokumentation der Ausstellung des Stadtarchivs Stuttgart zum 200. Geburtstag des Eisenbahnpioniers.Hrsg. von Inken Gaukel und Roland Müller in Verbindung mit Hartwig Beiche.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 100. Hrsg. von Roland Müller.156 S. mit 190 z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-987-1. EUR 29,90
Mit herausragenden Zeugnissen der Nachkriegsmoderne wie Hans Scharouns Hochhäusern Romeo und Julia oder Günter Wilhelms Silcher-Schule gehört die Siedlung Rot zu den interessantesten Großsiedlungen der 1950er-Jahre. Geradezu vorbildlich wurde das Leitbild der aufgelockerten und durchgrünten Bebauung umzusetzen versucht. Neben den stadtplanerischen und architektonischen Neuerungen untersucht Sophie Kowall das Banale der Wohnungsarchitektur, das in den sich scheinbar endlos wiederholenden Zeilenbauten zum Ausdruck kommt. Das Buch trägt mit der Dokumentation von bisher unveröffentlichtem Plan- und Fotomaterial zu einer Eriweterung der Materialbasis zu Architektur und Städtebau der 1950er-Jahre bei und bringt neue Ergebnise in Hinblick auf die Farbgestaltung des Hochhauses Romeo vor.
Sophie Kowall, Stuttgart baut auf! Architektur und Stadtplanung der Siedlung Rot.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 109. Hrsg. von Roland Müller.272 S. mit 150 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-988-8. EUR 25,00
Symposium zum 200. Geburtstag veranstaltet von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, dem Stadtarchiv Stuttgart und dem Verein der Freunde des Historischen Instituts der Universität Stuttgart. Die Beiträge befassen sich mit der vielseitigen Person Zimmermanns, der nicht nur Historiker und Lyriker, sondern auch Abgeordneter in der Deutschen Nationalversammlung und im Württembergischen Landtag war.
Anton Schindling, Bauernkrieg und Revolution Wilhelm Zimmermann. Ein Radikaler aus Stuttgart.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 100. Hrsg. von Roland Müller.218 S. mit 16 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-997-0. EUR 19,80
Gottlob Heinrich Rapp war Kaufmann, geboren am 6. Februar 1761 in Stuttgart, wo er am 8. März 1832 auch starb. Dieses Buch gewährt Einblicke in sein Leben und Schaffen als Referent, Kunstjournalist und -förderer. Der von Goethe gerühmte Kunstfreund entwickelte im Laufe seines Lebens ein ganz auf den Rezipienten zugeschnittes Bildungskonzept. Selbst in der Landschaftsmalerei dilettierend, erarbeitete er sich umfangreiche Kenntnisse in allen im 19. Jahrhundert wesentlichen Kunstbereichen: er entwickelte die Drucktechnik weiter, besonders die Lithographie; er war Gartenbautheoretiker; er beteiligte sich an den öffentlichen Debatten um den Vorbildcharakter der griechischen und römischen Antike und sorgte zusammen mit anderen für die zeitweilige Ansiedlung der Boisseréeschen Sammlung in Stuttgart.
Anna Marie Pfäfflin, Gottlob Heinrich Rapp. Goethes "wohl unterrichteter Kunstfreund" in Stuttgart 1761-1832Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 107. Hrsg. von Roland Müller.658 S. mit 90 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-990-1. EUR 28,00
Die Predigt in der Volkssprache spielte lange vor Luthers Reformation eine wichtige Rolle. Dem trugen die Prädikaturstiftungen des 15. Jahrhunderts Rechnung. Durch sie wurden gut dotierte Pfründen für hochqualifizierteTheologen des Weltklerus geschaffen, deren Aufgabe es war, eigene Predigtgottesdienste abzuhalten sowie im Advent und in der Fastenzeit zu predigen. Die Studie des Historikers Dr. Bernhard Neidiger, der am Stadtarchiv Stuttgart tätig ist, geht auf Entstehung und Verbreitung der Prädikaturen ein und behandelt auch die Stifter und ihre Motive.
Bernhard Neidiger, Prädikaturstiftungen in Süddeutschland (1369-1530). Laien – Weltklerus – Bettelorden.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 106. Hrsg. von Roland Müller.502 S., fester Einband.ISBN 978-3-89735-991-8. EUR 25,00.
Die französische Ausgabe dieses Buches, „Materne Hatten. La vie d'un clerc lettré au carrefour de l'Humanisme et de la Réforme en Rhénanie supérieure“, ist über Bruno Hatt per Mail bestellbar. Die Lieferung erfolgt dann aus Frankreich.
Dieses Buch rekonstruiert Lebens- und Wirkbezüge des Priesters Matern Hatten (um 1470 – 1546) aus der Freien Reichsstadt Speyer. Hatten war Vikar am Speyerer Domstift, dabei wie manche seiner Kollegen begeisterter Humanist und Sympathisant der lutherischen Glaubenslehre. Er pflegte mit zahlreichen Persönlichkeiten des oberrheinischen Humanismus sowie der reformatorischen Bewegung wie Erasmus von Rotterdam oder Martin Bucer freundschaftliche Beziehungen und regen Austausch. Die zusehends angespannte Situation während der frühen Reformationszeit nötigte den auf Reformkurs befindlichen Vikar im Jahr 1527 zur Aufgabe seines Speyerer Priesteramts und zur Übersiedelung nach Straßburg, das elsässische Zentrum des neuen Glaubens. Mit der Darstellung seiner Jahre in der linksrheinischen Kapitale, wo er Vikar am lutherischen St. Thomasstift wurde und bis zu seinem Tod geblieben ist, schließt diese biographische Skizze. Im Medium der eigentümlichen Persönlichkeit von Matern Hatten versucht die vorliegende Studie, eindrückliche Schlaglichter auf epochale Verhältnisse respektive Entwicklungen oder Umbrüche zu werfen.
Sven Gütermann, Matern Hatten. Ein Intellektuellenleben zwischen Humanismus und Reformation am Oberrhein.144 S. mit 38, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-979-6. EUR 16,90
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine geringfügig gekürzte Fassung einer bei der Universität Stuttgart angenommenen Dissertation. Sie stellt das Werk des Bildhauers von Hofer vor und ordnet es kunsthistorisch ein. Hofers Leitung ist bis dato lediglich in der handwerklichen Beherrschung seines Metiers anerkannt, während ihm ein künstlerischer oder innovativer Aspekt eher weniger zugestanden wird. Der Band will neben der Dokumentation der Arbeiten vor allem die Etablierung des nahezu vergessenen Künstlers in der Kunstgeschichte bzw. die Kontextuierung seines künstlerischen Werkes in der europäischen Bildhauerei des 19. Jahrhunderts leisten.
Patricia Peschel, Der Stuttgarter Hofbildhauer Johann Ludwig von Hofer (1801-1887). WerkmonographieVeröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 103. Hrsg. von Roland Müller.280 S. mit 140 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-994-9. EUR 20,00
Dieses Buch ist eine verkürzte Fassung der 2004 abgeschlossenen Dissertation Sabine Rathgebs am kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg.Herzog Karl Eugen von Würrtemberg zählt zu den bedeutenden deutschen Herrschergestalten des Aufklärungszeitalters. Auch wenn sein Regierungsstil bisweilen despotisch war, seine Leistungen auf dem kulturellen Sektor fanden von jeher Anerkennung. Seine wichtigsten kulturpolitischen Maßnahmen waren die Gründung der Stuttgarter Kunstakademie und der berühmten Hohen Karlsschule, einer in ihrer Zeit einzigartigen, in vielen Zügen fortschrittlichen Lehranstalt. Dieses Buch veranschaulicht die Vor- und Gründungsgeschichte der Kunstakademie an der Hohen Karlsschule.
Sabine Rathgeb, Studio & Vigiliantia. Die Kunstakademie an der Hohen Karlsschule in Stuttgart und ihre Vorgängerin Académie des ArtsVeröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 102. Hrsg. von Roland Müller.616 S. mit 70 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-995-6. EUR 38,00
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Historie der Straßennamen auf regionaler und lokaler Ebene steht in einem geradezu reziproken Verhältnis zu den politische Debatten in zahlreichen Kommunen.Es liegen, von einem breit angelegten Kölner Projekt abgesehen, kaum Lokalstudien vor, die über einen positivistischen Katalog der Namen hinausgehen. Dieses Buch versucht einen Überblick über Stuttgarter Straßennamen im Dritten Reich und den Umgang mit diesen nach dem Ende des Krieges zu geben.
Peter Poguntke, Braune Feldzeichen. Stuttgarter Straßennamen in der NS-Zeit und der Umgang nach 1945Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Band 105. Hrsg. von Roland Müller.141 Seiten, fester Einband.ISBN 978-3-89735-992-5. EUR 15,00
Vor über hundert Jahren erschien erstmals eine 'Chronik der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Stuttgart' - für das Jahr 1898. Im 21. Jahrhundert haben sich die Rahmenbedingungen im Vergleich zu damals freilich geändert; das digitale Zeitalter macht jedoch eine Stadtchronik nicht überflüssig, im Gegenteil: Die zentrale Aufgabe der öffentlichen Archive ist in Zeiten ungehemmter Informationsflut notwendiger denn je; dies gilt auch für das Nachschlagewerk einer Stadtchronik.
Heinz H. Poker, Chronik der Stadt Stuttgart. 2003-2006.Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 101. Hrsg. von Roland Müller.538 S., fester Einband.ISBN 978-3-89735-996-3. EUR 25,00
Einwohner von Leimen wenden sich zum Erwerb des Buches bitte direkt an die Stadtverwaltung.
1000 Jahre Gauangelloch – eine eindrucksvolle Zeitspanne, auf die es anno 2016 zurückzublicken gilt. Das aus diesem Anlass geschaffene Werk befasst sich mit dem zurückliegenden Jahrtausend, indem es das Leben sowie die oftmals dramatischen Veränderungen von Lebensumständen der dortigen Bevölkerung beleuchtet. Es wird in zwei Bereiche unterteilt: die Zeit von 1016 bis 1973 sowie diejenige von 1973 bis 2016. Dabei werden verschiedene Aspekte aufgegriffen: In Teil 1 werden zum einen bestimmte Bereiche wie zum Beispiel die kirchliche oder schulische Entwicklung betrachtet, während zum anderen auch umfangreichere Themen wie etwa die Zeit des 19. Jahrhunderts, des Ersten Weltkriegs oder der Naziherrschaft behandelt werden. Auch in Teil 2 werden die einzelnen Kapitel unterschiedlichen Bereichen gewidmet: Dabei werden sowohl einzelne Familien und Bauten als auch komplette Metiers wie beispielsweise Landwirtschaft und Gewerbe sowie medizinische Versorgung und Pflege thematisiert. Ein Blick in die Zukunft rundet das reich bebilderte Jubiläumswerk gebührend ab.
Bernd Röcker und Fritz Richter, 1000 Jahre Gauangelloch.120 S. mit 160 größtenteils farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-95505-003-0. EUR 14,90
Zum ersten Mal wird mit dem vorliegenden Band ein Kapitel beschrieben, das in seiner Gesamtheit und Vielfältigkeit bisher nur wenigen bekannt war. Tatsächlich gab es in den Kreisen Rastatt, Bühl und Baden-Baden mutige Menschen, die es im Dritten Reich wagten, Widerstand auf sehr unterschiedliche Weise zu leisten. Menschen, die diesen Wagemut aber oftmals mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben bezahlen mussten.
Der Autor, Dr. Adalbert Metzinger, geht dabei zunächst auf den Widerstandsbegriff im Allgemeinen ein, legt in mehreren Kapiteln aber vor allem die unterschiedlichen Ansätze und Formen des Widerstandes dar. Dieser Widerstand hatte in vielen Fällen eine politische Motivation. Widerstand gab es aber auch oft aus Glaubensgründen oder anderen Überzeugungen.
Anhand zahlreicher Biografien schildert der Band unmittelbar die Schicksale derjenigen, die es wagten, sich gegen die NS-Politik oder Adolf Hitler zu wenden. Nicht selten endete dies tragisch für diese Menschen und hatte naturgemäß Auswirkungen auf die Familienangehörigen. Der mit 50 Abbildungen gut ausgestattete Band erscheint als Band 13 der Sonderpublikationen des Kreisarchivs Rastatt.
Adalbert Metzinger, Menschen im Widerstand. Mittelbaden 1933–1945Hrsg. von Martin Walter und dem Kreisarchiv Rastatt. Sonderveröffentlichungen des Landkreises Rastatt, Bd. 13.176 S. mit 50 farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-978-9. EUR 17,90
„Schwetzingen schreibt Geschichte!“ lautet das Motto zum Jubiläumsjahr 2016 – und Schwetzingen hat Geschichte geschrieben! Namhafte Wissenschaftler und passionierte Kenner der Ortsgeschichte haben in gemeinsamer Arbeit die 1250 Jahre lange Geschichte Schwetzingens seit der Ersterwähnung vor dem Vergessen bewahrt. Beginnen Sie mit Band 1 Ihre Zeitreise in die vormoderne Geschichte Schwetzingens: Erleben Sie die Lebenswirklichkeit der ersten Bewohner vor gut 7.000 Jahren, verfolgen Sie die Entwicklung Schwetzingens von einer kleinen Siedlung im Frühmittelalter bis zur Kleinstadt im ausgehenden 18. Jahrhundert und lassen Sie sich nicht nur in die wechselvolle Geschichte der Stadtgemeinde, sondern auch an den glanzvollen kurpfälzischen Hof mit seiner berühmten Sommerresidenz entführen. Zahlreiches, bisher unveröffentlichtes Bild- und Dokumentenmaterial wird Ihnen völlig neue Einblicke ermöglichen!
Schwetzingen – Geschichte(n) einer Stadt. Band 1.Hrsg. von der Stadt Schwetzingen. Schwetzinger Historische Schriften, Bd. 1.352 S. mit 255, meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-984-0. EUR 22,80
Einwohner von Stutensee wenden sich zum Erwerb des Buches bitte direkt an die Stadtverwaltung.
Einen besonderen Blick auf die Stadtgeschichte von Stutensee, das Leben seiner Menschen inmitten ihrer herrlichen natürlichen Umgebung zeigt dieser Bildband. Zahlreiche Fotografien lassen die Stadtentwicklung lebendig werden und schildern viele große und kleine Ereignisse, welche eindrucksvoll belegen: Stutensee ist traditionsbewusst und modern – hier trifft Zukunft Geschichte!
Stutensee. traditionsbewust und modern – Zukunft trifft GeschichteHrsg. von der Stadt Stutensee. Redaktionsleitung Caroline Rosenthal-Biedermann.112 S. mit 250 farbigen Abb., fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-686-3. EUR 12,90
Haardt und Weinstraße sind zwei Pfälzer Landschaften, die wie Zwillinge zusammengehören. Die Bildung des Oberrheingrabens gab für ihre "Geburt" den naturräumlichen Rahmen vor. Dort schufen die Menschen seit Urzeiten ihren Kulturraum.Die Haardt, der Ostsaum des Pfälzerwaldes, ist überwiegend vom Buntsandstein geprägt. Der ursprüngliche Buchenwald wurde immer wieder unterschiedlich genutzt und ist heute ein geschlossener Forstwald. Die angrenzende Weinstraße entwickelte sich als jahrhundertealte Weinbaulandschaft zum größten deutschen Weinanbaugebiet. Die historische Kulturlandschaft übt auf Bewohner und Besucher eine hohe Anziehungskraft aus.In diesem Geo-Führer legen die Autoren der 15 Beiträge ihren Schwerpunkt auf Themen der Kulturgeographie: Naturraum, Kulturraum und Kunstraum. Die Beiträge werden durch zahlreiche Karten und Abbildungen herrlich illustriert.
Haardt und Weinstraße. Ein Geo- und Bild-Führer.Hrsg. von Michael Geiger. Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. 118. Sonderveröffentlichungen der POLLICHIA, Verein für Naturforschung, Naturschutz und Umweltbildung, Bd. 24. 228 S. mit 395 farbigen Abb. sowie 39 Karten und Grafiken. Fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-910-9. EUR 26,80
Eine Landschaft wird auf ihren Charakter, auf ihre Einmaligkeit hin durchleuchtet – quasi geo-psychoanalytisch in ihre Grundelemente (die 10 Module Geologie, Klima, Hydrologie, Wald, Siedlungen u. a.) zerlegt und auf die in ihr schlummernden landschaftsökologischen bedeutsamen Potenziale und Schwächen hin durchforscht.Das kulturlandschaftliche Ergebnis des jeweiligen Zusammenwirkens und der Summation einzelner Modulkomponenten wird anhand von 30 für die Landschaftseinheit Südliche Gaisbergscholle charakteristischen sog. Lernpunkten aufgezeigt. Aus der Schilderung des Werdens der Landschaftseinheit, wie wir sie heute erleben, leuchten eindrucksvolle historische Bilder auf: Von römischen Heerstraßen und mittelalterlichen Handelswegen wird berichtet, vom alten Heidelberger Steinhauergewerbe, von der Geschichte des Weinbaus und vom gigantischen Traitteur’schen Wasserbauprojekt zur Versorgung des kurfürstlichen Schlosses in Mannheim mit Rohrbacher Quellwasser. Hoch über Heidelberg gelegenen Schießplätzen großherzoglich-badischer Truppen wird nachgegangen, und den Besonderheiten der Heidelberger Stadtteile Rohrbach, Boxberg und Emmertsgrund. Die Gaisbergscholle – ein anscheinend trockener geologischer Begriff – wird so vom Autor um einen bunten geoökologischen und heimatkundlichen Wissensstoff, ja selbst um hier oben spürbare Globalisierungsaspekte, erweitert und bereichert.
Horst Eichler, Heidelberg. Lernlandschaft Südliche Gaisbergscholle. Landschaftsökologischer Wegbegleiter und Führer durch eine alte Kulturlandschaft.180 S. mit 140 farbigen Abb. und großformatiger Faltkarte. Praktisches Taschenbuchformat, Broschur.ISBN 978-3-89735-981-9. EUR 11,90.
Hier finden Sie eine Video-Aufnahme der Pressekonferenz anlässlich der Buchvorstellung.
Blättert man im Goldenen Buch der Stadt Speyer, so entdeckt man darin zwischen 1984 und 1999 die großen Namen der Weltpolitik. Wohl kaum eine deutsche Stadt von vergleichbarer Größe kann im 20. Jahrhundert auf eine solche Epoche zurückblicken, in der eine so hohe Anzahl herausgehobener Vertreter staatlicher Mächte ihren Besuch abstattete. Die vielen hochrangigen Staatsgäste verdankt Speyer der Kanzlerschaft Helmut Kohls sowie dem Kaiserdom. Mit Helmut Kohls Einladungen lebte die Stellung auf, die das Speyerer Gotteshaus schon im Mittelalter als Begegnungsstätte für die Mächtigen der damals bekannten Welt hatte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv der Stadt Speyer zeigt das Historische Museum der Pfalz eine Dokumentation der Besuche internationaler geistlicher und weltlicher Würdenträger in Speyer zwischen 1984 und 1999. Der Katalog zur Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ hält diese Erinnerung dauerhaft fest.
Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche.Hrsg. von Alexander Schubert für die Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer. Redaktion durch Julia Kratz, Carolin Breckle, Melanie Herget, Sabine Kaufmann. Schriftenreihe Kulturelles Erbe – Stadtarchiv Speyer, Bd. 6. Beiträge zur Speyerer Stadtgeschichte der Bezirksgruppe Speyer im Historischen Verein der Pfalz e.V., Bd. 13.120 S. mit 84 Abb., Broschur im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-89735-980-2. EUR 19,95
Der Katalog dokumentiert das Ausstellungs-Projekt »Nazi-Terror gegen Jugendliche in der Region Freiburg«, das in den Jahren 2008, 2010 und 2015 weitgehend durch Jugendliche aus nahezu allen Schularten erarbeitet wurde. Die Jugendlichen recherchierten bei ZeitzeugInnen in aller Welt und in Archiven zahlreiche Biografien von Menschen, die selbst als Kinder und Jugendliche in der Region der Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt waren. Entstanden sind eine große Zahl von bebilderten Texttafeln in Form von Display-Fahnen sowie etliche Objekte und AV-Medien. Das Ausstellungsmaterial ist - von den audiovisuellen Medien abgesehen - vollständig und aktualisiert im Katalog abgedruckt. Es wird ergänzt u.a. durch einen Fachbeitrag zur Erinnerungsarbeit, ein umfassendes Quellen-, Literatur- und Medienverzeichnis zu jedem Thema der Ausstellung und ein detailliertes Register.
Monika Rappenecker (Hrsg.), Nazi-Terror gegen Jugendliche320 S. mit 382 meist farbigen Abbildungen, fester Einband (Hardcover) ISBN 978-3-89735-917-8 . EUR 24,80.
Über einen Zeitraum von 2012 bis 2016 erstellten die Projektpartner IHK Heilbronn-Franken, Pakt Zukunft Heilbronn-Franken, Regionalverband Heilbronn-Franken, Regionalverband Heilbronn-Franken, Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken sowie die Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg laufend neue Unterrichtsmaterialien für die schulische und außerschulische Erschließung der Region Heilbronn-Franken. Primäre Zielgruppen sind die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer aller Schularten der Sekundarstufen I und II (Geographie, Wirtschaft, Gemeinschaftskunde, Geschichte) sowie außerschulische Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen. Darüber hinaus haben die Materialien einen Bildunsgwert für alle Erwachsenengruppen mit einem Interesse an den dominanten Strukturen und Entwicklungen der Region Heilbronn-Franken. Ein reich bebildertes Porträt und eine kommentierte Bibliographie ermöglichen eine kompakte Einführung in die Region Heilbronn-Franken und eine gezielte Vertiefung einzelner Themenbereiche.
Hrsg. vom Pakt Zukunft Heilbronn-Franken gemeinnützige GmbH192 S. mit ca. 300 meist farbigen Abbildungen, fester Einband. ISBN: 978-3-89735-986-4, EUR 19,90
Der fünfte Band der „Neuen Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte“ beinhaltet Aufsätze von sechs Autoren sowie den Bericht zur kommunalen Denkmalpflege für die Jahre 2013 bis 2015. Ausgehend von den archäologischen Grabungen auf dem Rathaushof werden neue Ergebnisse zur Gründung der Pforzheimer Neustadt im 12. Jahrhundert präsentiert. Zwei Beiträge widmen sich Ruine und Wiederaufbau der 1945 zerstörten Schlosskirche und ihrer Bedeutung als Wahrzeichen und Symbol im städtebaulichen Kontext. Untersucht wird die Sammlungs- und Rezeptionsgeschichte des Stadt- bzw. Reuchlinmuseums, das der Begründer der modernen Traditionspflege in Pforzheim Alfons Kern ins Leben gerufen hat. Mit dem Pädagogen und badischen Heimatforscher Karl Bissinger und seiner Pforzheim vermachten Münzsammlung steht eine weitere zentrale Persönlichkeit der Stadtgeschichte im Fokus. Ein Beitrag über den Pforzheimer Bergsteiger Walter Stösser beleuchtet die über hundertjährige Geschichte des Kletterns an dem im Norden der Kurstadt Baden-Baden gelegenen Battertfelsen.
Neue Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte. Band 5 Hrsg. von Andreas Jobst im Auftrag des Stadtarchivs Pforzheim.288 Seiten mit 131 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-89735-998-7. EUR 18,90.
Kirchen können unser Dasein bereichern und erleichtern. Sie können aber auch dazu beitragen, Schrecken zu verbreiten und Leid zu vergrößern. In diesem Buch wird am Beispiel der kleinen Gemeinde Heidelberg-Handschuhsheim aufgezeigt, wie nahe Verheißungen und Abgründe zuweilen beieinander liegen. Den Leser erwartet ein Blick hinter kirchliche Kulissen, um aufmerksam auch für das zu werden, was sich häufig der Wahrnehmung der Öffentlichkeit entzieht. In dem Buch werden die diversen Richtungen des kirchlichen Nationalismus, Sozialismus und (Neo)liberalismus, die in den letzten 100 Jahren Protestanten und Katholiken beschäftigt haben, beschrieben. Dabei wird auch aufgezeigt, wie sich der Klerus zu religiösen Fehden im Wandel der Zeiten positioniert hat und positioniert. Auf dieser Grundlage wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss das relativ neue Fach des sog. Kirchenmarketings in der polarisierten kapitalistischen Leistungsgesellschaft mit ihren unterschiedlich begüterten und gebildeten Zielgruppen auf das Kirchenleben nehmen wird. 1932: "Der einzelne Katholik ist nicht unser Gegner, einer der Hauptfeinde der evangelischen Gemeinde ist vielmehr der Katholizismus als solcher mit seiner papistischen Idee" (Heinrich Vogelmann, protestantischer Pfarrer) 1949: "Einen einzelnen Juden kann man durchaus schätzen (vorausgesetzt, dass er „anständig“ ist), nicht aber das Jüdische als solches. Der „jüdische Geist“ ist übel und dämonisch" (Otto Frommel, protestantischer Pfarrer) 2016: "Einem einzelnen Muslim sollte man durchaus mit Achtung begegnen, der Islam hingegen gehört weder zu Heidelberg noch zu Deutschland. Diese uns verachtende Religion ist und bleibt uns fremd" (Josef Mohr, katholischer Pfarrer)
Hans Jörg Staehle, Gottesdiener, Gotteskrieger & Gottesmanager232 S. mit 97 Abbildungen, fester EinbandISBN 978-3-89735-974-1. EUR 26,80
Über Pforzheim zur Zeit des Nationalsozialismus war bisher nur wenig bekannt. Dem Historiker Hans-Peter Becht ist es nun mit seiner umfassenden Darstellung des nationalsozialistischen Pforzheim zu verdanken, dass diese eklatante Forschungslücke in der Geschichte der Stadt geschlossen wurde. Die Darstellung umfasst nicht nur die Schreckensjahre der nationalsozialistischen Machtherrschaft von 1933 bis 1945, sondern geht auch auf die lokalen Faktoren für die Entstehung und den Aufstieg der Pforzheimer NSDAP ein, die sich bereits 1920 als erste Ortsgruppe in Baden gründete. Der Autor beschreibt anhand konkreter Fälle System und Methode der Gewaltherrschaft und benennt dabei Täter wie Opfer. Wichtige Aspekte der Pforzheimer Geschichte bis zum Kriegsende werden nachgezeichnet und in den überregionalen Kontext gesetzt.
Hans-Peter Becht, "Führer befiehl..." - Das nationalsozialistische Pforzheim 1933-1945Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim - Institut für Stadtgeschichte440 S. mit 50 Abbildungen, fester EinbandISBN 978-3-89735-972-7. EUR 34,80.
Die 16-jährige Nina geht nach dem Schlosskonzert, wo sie ihren Auftritt als Page hatte, in die Disco. Das wird ihr zum Verhängnis. Es kommt dort zu einer heftigen Massenschlägerei, und Nina gerät zwischen die streitenden Parteien. Aber das ist kein Zufall, wie die Polizei schnell herausfindet. Kommissar Adam und sein Team übernehmen die Ermittlungen.
Gabriele Albertini, Mord nach dem Schlosskonzert - Ein Bruchsal-Krimi.128 Seiten, Broschur.ISBN 978-3-89735-976-5, EUR 9,90
Heidelberg verfügt über weltweit bekannte kulturelle Zeugnisse, aber auch über eine Reihe von Kuriositäten. Dieses Buch stellt hundert Meisterwerke quer durch die Kulturgeschichte vor, darunter die Renaissance-Pracht auf dem Schloss, den millionenschweren Bücherschatz des „Codex Manesse“ oder das kurfürstliche Tafelsilber. Alle Werke stehen im Bezug zur Stadtgeschichte, selbst wenn sie als „stumme Diplomaten“ aus aller Welt nach Heidelberg kamen oder von hier in alle Welt gelangten. Skulpturen oder Brunnenanlagen, wichtige technische Errungenschaften wie der Bunsenbrenner, aber auch literarische Schätze von Hölderlin bis Hilde Domin runden den Reigen ab.
Carmen und Volker Oesterreich (Hrsg.), 100 Heidelberger Meisterwerke. 112 Seiten mit 131 farbigen Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-89735-964-2. EUR 17,90.
Dies ist die Geschichte vom Leben und Leiden des Karlsruher Geigenbauers Hermann Weiß, der als 15-Jähriger von den Nazis als "Zigeuner" erfasst und nach Polen in Ghettos und Konzentrationslager deportiert wurde. Er überlebte die Zwangsarbeit im KZ Sachsenhausen, wurde danach von der SS für den Endkampf wieder "deutsch" gemacht und in Offiziersuniform als "Kanonenfutter" an die Front geschickt. So geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, bis sich ein russischer Jude für seine Freilassung einsetzte. Nach mehr als acht "verlorenen" Jahren kehrte Hermann in seine Heimatstadt zurück, gründete eine Familie und baute sich eine neue Existenz als Geigenbauer und Musiker auf.
Anita Awosusi, Vater unser. Eine Sintifamilie erzählt96 Seiten, 29 Abbildungen, fester EinbandISBN 978-3-89735-969-7. EUR 12,00
Bereits im Jahr 1992 und in aktualisierter sowie erweiterter Auflage im Jahr 2008 hat das Stadtarchiv den Heidelberger Bergfriedhof als Kulturgut, als ‚Freilichtmuseum‘, als lebendiges Zeugnis und Spiegel der Stadtgeschichte in seinen Schriftenreihen ausführlich behandelt. Wiederholt war es Autorin Leena Ruuskanen zu verdanken, Kulturgeschichte und Grabkultur einem größeren Publikum bewusst und verständlich werden zu lassen. Beide Schriften waren insbesondere einem biographischen (Begräbnisort namhafter Persönlichkeiten und ihrer Geschichte) und einem kunsthistorischen (Grab- sowie Grabmalkultur) Ansatz verpflichtet. Natürlich wurde dabei auch Johann Metzgers gartenbauliches Konzept herausgestellt. Peter Born wählte – in des Wortes doppelter Bedeutung – einen anderen Weg, um der von ihm auf seinen Rundgängen erlebten ‚Harmonie von Natur und Kultur‘ nachzuspüren. Denn über 170 Jahre nach Friedhofseröffnung hält die ‚Friedhofsbewirtschaftung‘ mit gutem Grund an Metzgers Entwurf der an den natürlichen Gegebenheiten orientierten harmonischen Landschaftsarchitektur fest. Obschon Natur uns heute kaum mehr unbelassen, sondern weitgehendst domestiziert gegenübertritt, vermittelt sich am Beispiel des Heidelberger Bergfriedhofs und augenfällig gerade im steten Wandel der Jahreszeiten nach wie vor das Bild einer Natur, die stets in anderem Gewand wiedererstarkend ausgreift und sich stille Fluchten gleichsam zurückerobert. Der auf einem Friedhof sich aufdrängende Blick über den Tod hinaus wird der Natur als einer überdauernden Kraft gewahr, die stetig altert und sich doch ebenso stetig erneuert. Wer den Fotos folgt, besser noch – davon motiviert – den abwechslungsreichen Wegen selbst, wer die Veränderungen im Zeitenlauf bewusst in sich aufnimmt, dem erst wird die Leistung des Landschaftsarchitekten bewusst, dem erst erschließen sich Kraft und Bedeutung dieses einmaligen Ensembles. Der Heidelberger Bergfriedhof ist schwerlich allein ‚in Blei zu beschreiben‘. Peter Borns Bildband ist eine Art bildlicher Hommage an den gelungen Entwurf Johann Metzgers, den es visuell als auch per pedes zu erleben gilt.
Der Heidelberger Bergfriedhof - Harmonie von Natur und Kultur. Ein Bildband.Hrsg. von Peter Blum im Auftrag der Stadt Heidelberg.Schriftenreihe des Stadtarchivs Heidelberg - Sonderveröffentlichungen, Bd. 21.144 S. mit 132 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN: 978-3-89735-965-9. EUR 17,90.
Traditionsreich, modern und überregional bekannt: Das ist das Hotel Scheffelhöhe in Bruchsal. Wir blicken zurück auf die Geschichte dieses Hauses, das seit über 50 Jahren im Familienbetrieb geführt wird – und in dieser Zeit zahlreiche zufriedene Gäste begrüßen durfte. Hotel Scheffelhöhe in Bruchsal – the well-known hotel, rich in tradition with its modern flair. This book looks back over the history of a successful familyled hotel which has been greeting its many satisfied national and international guests for over 50 years.
Über den Dächern von Bruchsal - Above the roofs of Bruchsal. Hrsg. von der Hotel Scheffelhöhe GmbH. Deutsch / Englisch.48 S. mit 74 meist farbigen Abbildungen, fester Einband (Hardcover). ISBN 978-3-89735-955-0. EUR 9,90.
Der Neckar und seine Nebenbäche hatten viele Jahrhunderte hindurch die Mühlen und Handwerksbetriebe in der Fürstenresidenz Stuttgart und in den umliegenden Städten und Dörfern angetrieben, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Württemberg der erste Industrialisierungsschub einsetzte. Von da an wurde Wasserkraft vielerorts als rohstoffunabhängige Energiequelle für modernere Anlagen benutzt. „Stuttgarter Wasserkräfte und die Industrialisierung im Mittleren Neckarraum“ zeigt Stadtteil für Stadtteil, Mühle für Mühle, wie dieser Strukturwandel ablief, wie die Gewerbelandschaft sich in dieser entscheidenden Phase nach und nach verändert hat. Darüber hinaus werden in gesonderten Kapiteln verwandte Themenkomplexe wie z. B. der Eisenbahnbau, die Flößerei und die Schifffahrt oder auch die staatliche Energiepolitik im 19. Jahrhundert etwas eingehender abgehandelt. Einige dieser ergänzenden Texte gehen geografisch über die Grenzen der Landeshauptstadt und thematisch über die Wasserkraft hinaus und runden das Gesamtbild mit Aspekten einer weiter gefassten Industriegeschichte ab. Die textliche Darstellung in diesem Buch wird durch reichlich historisches sowie aktuelles Bildmaterial veranschaulicht.
Achim Bonenschäfer, Stuttgarter Wasserkräfte und die Industrialisierung im Mittleren Neckarraum. Mühlen - Fabriken - Elektrizitätswerke.120 S. mit 122 farbigen Abbildungen. Fester Einband im attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-967-3. EUR 17,90.
Vor über 500 Jahren ließ der Lorcher Abt Sebastian Sitterich fünf großformatige Notenhandschriften für den gemeinsamen Gesang der Mönche verfassen. In der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart liegen heute drei dieser Bände. Darin verzierte der Augsburger Buchmaler Nicolaus Bertschi zahlreiche Blätter mit prachtvollen Miniaturen. Viele dieser farbigen Abbildungen, darunter 40 herrlich gestaltete Manuskript-Seiten, sind nun zusammen mit den Jubiläumsvorträgen in diesem Buch großformatig zusammengeführt worden. Sie vermitteln eindrucksvoll die Kunstfertigkeit der Buchherstellung im Kloster Lorch.
Hrsg. von Simon Haag im Auftrag der Stadt Lorch.240 S. mit 194 farbigen Abbildungen, darunter zahlreiche großformatige Handschiften, fester Einband. ISBN 978-3-89735-971-0. EUR 24,80.
Einwohner von Neudenau wenden sich zum Erwerb des Buches bitte direkt an die Stadtverwaltung.
Zwischen 1985 und 2015 wurde in Neudenau an der Jagst ein Stadtsanierungsverfahren durchgeführt. Während in den ersten 15 Jahren dieser Maßnahme im Sinne der "städtebaulichen Erneuerung" vorranig Altbausubstanz beseitigt wurde und an ihrer Stelle neu errichtete Häuser entstanden, schwenkte die Stadt zum anbrechenden neuen Jahrtausend mit einem neu gewählten Bürgermeister und einer damals ebenfalls neu besetzten Sanierungsberatung komplett um und stieg in die Erhaltung ihres bauhistorischen Erbes ein. Als neuen Sanierungsberater den Bauhistoriker Gerd Schäfer aus Schwäbisch Hall für die Neukonzeptionierung und die Sanierungsbetreuung zu gewinnen, stellte sich für Neudenau als Glücksgriff heraus. Als profunder Kenner der südwestdeutschen Fachwerkgeschichte hatte der Bauforscher erkannt, dass in Neudenau ein Altstadtensemble vorhanden ist, dessen heute vorbildlich sanierte Hausbauten aus Zeiten zwischen 1415 und 1800 eine landesweit einzigartige Vielfalt an Bauschmuckformen und Konstruktionselementen in rheinischer, mainfränkischer und unterländischer Handwerkskunst aufzeigen. "Vom Wandel des Bewahrens" dokumentiert ein Ereignis, bietet detailreiche Informationen und stellt interessante Fragen an die Stadtgeschichte, an die Stadtbewohner und an die Stadtbesucher. Ein laienverständliches Fachbuch mit vielfältigen Sachtexten und ein Erinnerungsdokument.
Gerd Schäfer, Das Neudenauer Häuserbuch, Vom Wandel des Bewahrens. Dokumentation einer Stadtsanierung.304 Seiten mit 406 farbigen Abbildungen, fester Einband.978-3-89735-968-0, EUR 29,80.
Die Kirchen der Bodenseeinsel Reichenau, das Schwarzwaldkloster Alpirsbach oder die hoch über dem Neckar gelegene Kaiserpfalz zu Wimpfen: Die Landschaften Baden-Württembergs bieten eine Fülle von faszinierenden Bauwerken aus der Zeit der Romanik. Der reich illustrierte Band stellt eine vielfältige Auswahl dieser Bauwerke näher vor. Er beleuchtet die Umstände ihrer Errichtung, erläutert ihre Funktion und verweist auf die architektonischen Merkmale und Besonderheiten.Darüber hinaus wird der Blick immer wieder auf kunstgeschichtliche Zusammenhänge gelenkt. Dem Leser entfaltet sich somit ein umfassendes Panorama der früh- und hochmittelalterlichen Baukunst im deutschen Südwesten.
Michael Overdick, Baukunst der Romanik in Baden-Württemberg.Mit Fotografien von Robert Knöll.96 S. mit 127 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-970-3. EUR 15,90
Auf der Vermittlung von historischem Wissen und ihrer Geschichte liegt ein Schwerpunkt des Bandes 31/2016 der „Mannheimer Geschichtsblätter“. „Die Zeiten der Vergangenheit sind uns ein Buch mit sieben Siegeln" – doch zumindest Blicke in das Buch sind möglich. Dafür sorgen Leidenschaft, Fleiß und Akribie der Historikerinnen und Historiker, die den Quellen mit Hartnäckigkeit und Fachkunde das Wissen um Vergangenes abringen. Ihre Erkenntnisse teilen die Geschichtswissenschaftler auf unterschiedliche Weise mit der Öffentlichkeit, in Aufsätzen und Büchern, in Vorträgen oder Ausstellungen, Mannheim ist ein in langer Tradition etablierter und weiterhin ertragreicher Standort solcher Forschung. Für die Vermittlung historischen Wissens sorgen gleich mehrere Institutionen in der Quadratestadt, einige davon stellen Forschungsergebnisse hier vor: Vorträge sind abgedruckt, es gibt Rezensionen neuer Bücher über ehemalige und jetzige Bürger der Stadt und Berichte über Ausstellungen. Das Leben in weit zurückliegenden Zeiten gerät ebenso in den Blick wie das gegenwärtige.
Mannheimer Geschichtsblätter rem-magazin 31/2016.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.144 S. mit 160 meist farbigen Abb., fester Einband, repräsentatives Großformat.ISBN 978-3-89735-977-2. EUR 19,80.
Sie war zwischen 1933 und 1945 die Eliteklasse im Deutschen Reich. Die Rede ist von der Fußball-Gauliga – der höchsten Spielklasse, die es damals gab. Eine dieser Gauligen war die Gauliga Baden. Mit dem Spiel FC Phönix Karlsruhe gegen den SV Waldhof wurde am 9. September 1933 das neue Fußball-Zeitalter im Gau XIV eingeläutet. Bis zum 14. Januar 1945 sahen rund 2,5 Millionen Zuschauer etwas mehr als 1000 Gauligaspiele, in denen rund 4000 Treffer erzielt wurden. Neben den mehrmaligen Titelträgern SV Waldhof und VfR Mannheim zählten der VfL Neckarau, der 1. FC Pforzheim und der Freiburger FC sowie die Clubs aus der „Residenz“ – der VfB Mühlburg, der FC Phönix Karlsruhe und der Karlsruher FV – zum badischen Fußball-Establishment. In diesem Buch wird die Geschichte der Gauliga Baden lebendig. Es erzählt von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern, die damals auf den Sportplätzen zu Gange waren und Woche für Woche im Fokus der Printmedien standen. Neben 12 Hauptkapiteln, welche jeweils eine komplette Statistik der einzelnen Spiele beinhalten, findet sich ein großes Spieler-ABC mit (fast) allen Spielern, die in der badischen Gauliga zum Einsatz gekommen sind – ob Stammspieler oder Gastspieler. Für jeden Verein wurde eine Vereinsstatistik erarbeitet, welche die Einsätze und Tore der Spieler aufzeigt. Abgerundet wird das Ganze mit einem Kapitel über die Gausportführung, deren handelnde Personen sich nach dem Krieg in einem Entnazifizierungsverfahren verantworten mussten.
Andreas Ebner, Als der Krieg den Fußball fraß. Die Geschichte der Gauliga Baden 1933–1945.512 Seiten mit 510 Abbildungen, zahlreichen Tabellen, fester Einband in attraktivem quadratischem Format.Inkl. zusätzlicher CD-ROM mit umfangreichem Datenmaterial zu Schiedsrichtern, Platzverweisen, Einzelstatistiken der Spiele, Deutschen Meisterschaften, Aufstiegsrunden zur Gauliga, Kurzporträts der Vereine sowie einem Spieler-ABC. ISBN 978-3-89735-879-9. 39,80 EUR.
Wer hätte es gedacht: der Mühlacker Stadtteil, der als letztes in die Große Kreisstadt eingegliedert wurde, darf sich rühmen, seine urkundliche Ersterwähnung am weitesten zurückführen zu können, nämlich bereits auf das Jahr 766. Grund genug also, die bis in die Keltenzeit reichende Geschichte Lienzingens in diesem Band Revue passieren zu lassen. Die breite Palette an wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren, die das Leben der Dorfbevölkerung an dem wichtigen Fernstraßenplatz Lienzingen im Lauf der Jahrhunderte ausmachten, wird hier aufgefächert. Dabei kommen die Besonderheiten der beiden Kirchen, Lienzingens Eigenschaft als Etterdorf und eine „Blutegelzuchtanlage“ ebenso zur Sprache wie die Brauerei Schneider, die verlorene Unabhängigkeit und das Vereinsleben. Ein buntes Bild im wahrsten Sinne des Wortes bietet dieser achte Band der „Beiträge zur Geschichte der Stadt Mühlacker“, ist er doch erstmals durchgehend farbig illustriert und gewohnt unterhaltsam, aber wissenschaftlich fundiert geschrieben.
Konrad Dussel, 766–2016: 1250 Jahre Lienzingen. Altes Haufendorf, moderne Gemeinde.Beiträge zur Geschichte der Stadt Mühlacker Bd. 8. Hrsg. vom Stadtarchiv Mühlacker. 304 S. mit 219 farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-962-8. EUR 19,90.