Die KLEINE GESCHICHTE DER PFALZ zeichnet fundiert und leicht lesbar die bewegte Geschichte der Pfalz nach. Kompakte Schwerpunkttexte, zahlreiche Abbildungen, Karten, eine Zeitleiste und eine Auswahl bedeutender Persönlichkeiten vermitteln einen anschaulichen Überblick. Tipps zum Besuch historischer Orte und der breitgefächerten Museen sowie eine bibliografische Auswahl laden zur Vertiefung ein.
Region Pfalz bis 1816
• Frühzeit, Kelten, Römer, Franken, Pfalz als Begriff
• Zentrum des Heiligen Römischen Reichs im 11.–13. Jahrhundert
• Missionare, Klöster und Burgen
• Territorien der Pfalz, Adelshäuser, Städte
• Jüdisches Leben
Kurfürstliche Pfalz bis 1816
• Pfalzgrafschaft bei Rhein und Kurfürstentum Pfalz
• Reformationszeit und Jahrhundert der Kriege
• Aus- und Einwanderung
• Französische Revolution und das Ende der Kurpfalz
• Wittelsbacher am Rhein und ihre Linien
Region Pfalz ab 1816
• Bayerischer Rheinkreis, Pfalz und die Wittelsbacher
• Revolutionäre Pfalz 1832 und 1848–1849
• König- und Kaiserreich: Politisch, Soziales, Religion
• Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus
• Die Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz
Michael Landgraf, Kleine Geschichte der Pfalz.
224 Seiten mit 224 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-612-4. EUR 19,90.
Kunstwerke prägen die Atmosphäre des Karlsruher Instituts für Technologie. Denn in Hörsälen, auf Gängen, in Laboren und Büros, auf Plätzen oder als Kunst am Bau fordern die Werke zu eigenständigem Denken und Urteilen dort heraus, wo man nach einer ästhetischen Erfahrung zunächst nicht suchen würde. Beeindruckend ist die Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke, die am Karlsruher Institut für Technologie seit 1961 kontinuierlich wächst und so zum sichtbaren Teil der Erfolgsgeschichte des KIT wird.
Oliver Jehle, Andrea Stengel, Ines Kelly (Hrsg.), Zwischen Tradition und Transformation. Die Kunstsammlung des Karlsruher Instituts für Technologie.436 S. mit 116 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Klappenbroschur.ISBN 978-3-95505-608-7. EUR 29,80.
Allzu lange war das Leben in Routine erstarrt, nun endlich lockern sich die Fesseln, die bisher das Denken der Menschen einengten. Denn Luthers Thesen lösen in Deutschland ein Beben aus, das die gesamte kirchliche und soziale Ordnung ins Wanken bringt …
In dieser unruhigen Epoche tritt Cyriakus Rucker 1522 als Scholar in das Aschaffenburger Stift St. Peter & Alexander ein. Doch sein frommer Lebensweg wird nach und nach geprägt von Diskussionen, die ihm immer wieder Widersprüche und Heucheleien hinter religiösen Idealen aufzeigen. Zunehmend enttäuscht muss er mitansehen, wie die scheinbar feste Ordnung der Kirche unter der Last politischer und religiöser Konflikte, Machtinteressen und menschlicher Schwächen aus den Fugen gerät und sein Weltbild erschüttert – ein Bruch, der nicht ohne tragische Konsequenzen bleibt.
Manfred Schopp, Das Stift. Wie Cyriakus Rucker den Glauben an den lieben Gott verlor. 176 Seiten, Fester Einband. ISBN 978-3-95505-621-6. EUR 16,90.
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Kraichgaus war äußerst wechselvoll. Das galt auch für die Juden Neidensteins, die um 1800 ca. 37 % der Einwohnerschaft ausmachten. Wegen zahlreicher Abgaben und Schutzgeldzahlungen war die Armut der jüdischen Landbevölkerung groß. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts besserte sich ihre Lebenssituation. Trotz vielfältiger Reformversuche, um jüdischen Schulabgängern Ausbildungsberufe zu ermöglichen, blieb die Mehrheit der jüdischen Männer Neidensteins auch im 19. Jahrhundert im Viehhandel tätig. Die völlige Gleichstellung erlangte die jüdische Bevölkerung in Baden erst 1862. Doch der politisch motivierte Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts verhinderte eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus erfuhr auch die jüdische Bevölkerung in Neidenstein Ausgrenzung und Tyrannei. Zwanzig jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert und fanden einen gewaltsamen Tod. Achtzig Menschen mit Neidensteiner Wurzeln oder Bezug zu Neidenstein wurden von anderen Orten deportiert und ermordet. Bewusst wurde dem Buch der Titel: Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, um aufzuzeigen, was mit den Menschen geschehen ist, die in den Osten verschubt (NS-Jargon) worden sind oder in der Fremde als entwurzelte, kranke oder vereinsamte Emigranten und Emigrantinnen überlebt haben. Oft sind ihre Lebensspuren kaum noch sichtbar. Dennoch soll das Wenige aufgezeigt werden, um ihr In-der-Welt-gewesen-sein zu dokumentieren.
Edith Wolber, Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 680 Seiten, Fester Einband. ISBN 978-3-95505-558-5. EUR 39,80.
Die Landschaft des lieblichen Taubertals ist geprägt von sanften Hügeln, Weinbergen und einer wildromantischen Natur. Burgen, Schlösser und historische Orte erzählen von einer jahrhundertealten Geschichte. Unsere Wege führen durch Mischwälder und über weite Felder, bergauf und bergab, vorbei an historischen Brücken und durch Ortschaften mit Museen und Fachwerkhäusern. Mit diesem von der „Evangelischen Jugendhilfe Würzburg“ zusammengestellten Wanderführer laden wir Sie ein, auf 19 einzigartigen Rundwanderungen die Wege zwischen dem unterfränkischen Röttingen und dem baden-württembergischen Bad Mergentheim zu erkunden. Persönliche Insidertipps zu Kultur, Historie und Landschaft bereichern jede Wanderung.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Frauke Adams, Wandern in Weikersheim und Umgebung.
Herrliche Landschaften und sagenhafte Ausblicke im lieblichen Taubertal.
144 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-596-7. EUR 16,90.
„Biosphärengebiet“ steht für das harmonische und respektvolle Miteinander von Mensch und Natur, wodurch sich Flora und Fauna ungestört entfalten und ihren ursprünglichen Charakter bewahren können. Ein schönes Beispiel dieser wertvollen Kulturlandschaft: die Schwäbische Alb. Obwohl große Teile unter Schutz stehen, bleibt die Region um Teile der Landkreise Esslingen, Reutlingen und des Alb-Donau-Kreises ein offener Erlebnisraum. Hier hat man die Chance, auf 26 Touren neben landschaftlicher Vielfalt auch der reichen Kulturgeschichte dieses Gebiets zu begegnen: Burgen und Schlösser auf markanten Höhen, beeindruckende Kirchen und Kapellen, historische Städte und Dörfer. Hofläden mit regionalen Produkten und gemütliche Gasthäuser bieten Gelegenheit, die Alb auch kulinarisch kennenzulernen und eine genussvolle Pause einzulegen. Erleben Sie die Natur in ihrer ganzen Pracht – die schönsten Wege liegen noch vor Ihnen.
→ Praktische Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen
→ Detaillierte Karten zu jeder Tour sowie ein VVS-Netzplan
→ Mit Höhenprofilen und mit GPS-Tracks zum Download
→ Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten
Download der GPS-Daten der Touren
Dieter Buck, Auf Tour im Biosphärengebiet.
26 Naturerlebnis-Wanderungen auf der Schwäbischen Alb.
160 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und Detailkarten sowie 1 Übersichtskarte, Klappenbroschur im handlichen Taschenformat.
ISBN 978-3-95505-595-0. EUR 16,90.
Alexandra Werlé reflektiert, seit sie schreiben kann, ihr Umfeld mit spitzer Feder.
Entsprossen aus einem freigeistlichen, künstlerisch geprägten Elternhaus, hinaus ins eigenständige Leben; seit jeher sammelt sie kreativ, mit sicherer Intuition den Gefühlen hinterher, ihre Lebensweisen und -situationen, welche hier nun einen Ausdruck in Schrift und Bild verliehen bekommen. Oder Sie beschreibt, was erkannt und von Bestand für immer festgehalten werden sollte, im reimischen Momentum.
Und nun, spüren Sie nach, nehmen Sie mit kindlicher Freude Anteil an der Beschreibung, entdecken Sie, ohne den Ernst des Sinns im Leben aus den Augen zu verlieren.
Viel Spaß!
Alexandra Werlé, Essenz. Gedichte & Mehr.
112 Seiten mit 7 Farbabbildungen. Fester Einband.
ISBN 978-3-95505-606-3. EUR 14,90.
Die vorliegende Publikation schließt eine dreiteilige Untersuchung zur Geschichte Günterstals, die mit der Säkularisation des Klosters 1806 begann und bis in die 1970er Jahre reicht, ab. Im Mittelpunkt stehen erneut die „kleinen Leute“ und deren Schicksale. Die Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird ebenso beleuchtet wie der Weg in den Aufschwung der Folgejahrzehnte und die damit verbundenen Veränderungen, die letztlich den Verlust der klassischen Dorfstruktur und des Zusammengehörigkeitsgefühls bewirkten. Damit waren die Grundlagen für das Heute gelegt, wo in einer anonymisierten Gesellschaft die örtlichen und historischen Bezüge an Bedeutung verloren haben. Dieser reich bebilderte, dritte Band zu Günterstal macht deutlich, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte ist. Er trägt dazu bei, die Besonderheiten des Stadtteils bewusst wahrzunehmen und eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. So kann Günterstal auch heute als ein Ort mit eigener Identität und reicher Historie erlebt werden, der seinen Bewohnern vielfältige Anknüpfungspunkte für ein gemeinsames Verständnis und Zugehörigkeitsgefühl bietet.
Karin Groll-Jörger, Günterstal. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre, Band 3.248 S. mit 144 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-584-4. EUR 29,80.
DER BAUERNKRIEG IM LANDKREIS REUTLINGEN
BERND BREYVOGEL Der Bauernkrieg 1525 in Südwestdeutschland – seine Geschichte und seine heutige Bedeutung JONATHAN REINERT Reformation und Bauernkrieg – ein tragisches Missverständnis? ROLAND DEIGENDESCH Ende in der Räuberhöhle. Der Bauernkrieg im Echaztal EBERHARD FRITZ Der Bauernkrieg im Gebiet des Klosters Zwiefalten und auf der Münsinger Alb.
WEITERE BEITRÄGE
MARCEL SCHÖN Landesgeschichtliche Perspektiven auf einen Fischereikonflikt zwischen Reutlingen und Kirchentellinsfurt (1494–1511) IRMTRAUD BETZ-WISCHNATH / MICHAEL WISCHNATH Jakob Salb – ein Reutlinger Maler des 16. Jahrhunderts JÜRGEN QUACK Heirat in Helenendorf. Schwäbische Kolonisten und Basler Missionare im Kaukasus SEBASTIAN WENGER Von „Lumpen“ und „üblen Frauenzimmern“ – Schicksale und Lebenswege der Klienten des Fürsorgeamtes Reutlingen in der Zeit des Nationalsozialismus ANDREA BRÄUNING Gustav Adolf Rieth, Geograph, Bildhauer, Prähistoriker, Landeskonservator und Denkmalpfleger.
Hrsg. von dem Stadtarchiv Reutlingen und dem Reutlinger Geschichtsverein e.V.
Reutlinger Geschichtsblätter. Jahrgang 2025, Neue Folge Nr. 64.
Redaktionelle Leitung von Dr. Roland Deigendesch.
Mit Beiträgen von: Marco Birn, Bernd Breyvogel, Jonathan Reinert, Roland Deigendesch, Eberhard Fritz, Marcel Schön, Irmtraud Betz-Wischnath, Michael Wischnath, Jürgen Quack, Sebastian Wenger und Andrea Bräuning.
368 Seiten mit 70 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Leineneinband mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-95505-602-5. ISSN 0486-5901. EUR 25,00.
Während die Rechtsanwältin Adeviye Bel ihren Sommerurlaub fernab des heimatlichen Karlsruhes auf den Spuren impressionistischer Künstler in Frankreich verbringt, erschüttert der zufällige Fund eines eingemauerten Skeletts auf dem Grötzinger Augustenberg die Öffentlichkeit. Schnell ranken sich verschiedenste Mutmaßungen um die mögliche Identität des Augustenburger Skeletts, wie es in Volksmund und Presse genannt wird. Stammt die Leiche aus der Zeit der Grötzinger Malerkolonie? Oder könnte es sich um ein Opfer des „Dritten Reiches“ handeln? Der ermittelnde Staatsanwalt Meyer hat eine äußerst unangenehme Befürchtung und holt Adeviye Bel ins Boot. Die „Akte Augustenberg N. N.“ streift gleich mehrere Rätsel, in denen ein antikes Gemälde, eine verschwundene Künstlerin und das Schicksal von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielen – auf der Spurensuche durch mehrere Epochen stochert Adeviye lange im Dunkeln, bis sie endlich die richtige Fährte findet.
Rahsan Dogan, Der Fall Augustenberg. Karlsruhe-Krimi. 162 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-613-1. EUR 16,00.
Westpfalz, 1956: Eine ungewollte Schwangerschaft bindet Johanna an den Bauernsohn Peter und das harte Leben auf dem Clausenhof. Als ein Giftanschlag die Existenz der Familie vernichtet, wird der neue Hof außerhalb des Dorfes zu Johannas Lebensaufgabe. Während sich Johanna mit aller Kraft dafür einsetzt, die Zukunft zu sichern, wächst ihre Tochter Mia in einer Welt im Umbruch auf. Für Mia ist der Hof kein Rettungsanker, sondern ein Käfig aus Pflichterfüllung und Plackerei. Johanna tut alles, damit der Hof niemals scheitert. Mia jedoch sucht nach einem Weg, der sie weit weg vom schweren Erbe der Westpfalz führt. Eine tiefgreifende Familiensaga über eine Mutter, die für das Überleben ihres Betriebes und das Wohlergehen ihrer Familie kämpft, und eine Tochter, die den Mut finden muss, ihre eigenen Träume gegen die Tradition zu verteidigen.
Ursula Klein, Mittagsleuchten. Eine Familiensaga aus der Pfalz. 354 Seiten, Broschur. ISBN 978-3-95505-605-6. EUR 14,90.
Die 1876 eingeweihte Johanneskirche, das Meisterwerk von Christian Friedrich von Leins (1814 – 1892), ist die bedeutendste neugotische Kirche in Württemberg. Von außen stellt sich die Kirche rein gotisch dar; die Maßwerkpyramide auf dem Turm ist den Kriegszerstörungen zum Opfer gefallen. Im Inneren zeigt sich, wie Leins die Gotik für den evangelischen Gottesdienst produktiv weiterentwickelt hat. Zum einen durch den Einbau von Emporen, zum anderen hat er die Kreuzung von Längs- und Querschiff zu einem achteckigen Zentralraum ausgebildet, in dem die Hauptstücke des evangelischen Gottesdienstraums, nämlich Altar, Kanzel und Taufstein, Platz finden.
Hermann Ehmer (Hrsg.), Die Johanneskirche in Stuttgart. Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum.Herausgegeben im Auftrag der Evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-West.176 S. mit 117 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-591-2. EUR 19,90.
Oberkirch kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt, erhielt der Ort 1326 die Stadtrechte. Der vorliegende Band stellt faszinierende historische Bilder aktuellen Fotografien gegenüber und zeigt so Kontinuitäten und Veränderungen. Informative Texte bieten einen Streifzug durch die spannende Stadtgeschichte von ihren Anfängen an.
Stadt Oberkirch (Hrsg.), Oberkirch, Geschichte erzählt in vergleichenden Ansichten.
144 Seiten mit 168 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-597-4. EUR 24,80.
Was bleibt von einer Vergangenheit, die lange hinter einer Mauer des Schweigens lag?
In Eine dünne Schicht begibt sich Hans Schmid auf eine persönliche Spurensuche. Ausgehend von den Lebensgeschichten seiner Eltern und Großeltern sowie von eigenen Erfahrungen in Familie und Schule fragt er, wie Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit in das Leben eines Nachgeborenen hineinwirken. Die Suche führt nach Illingen, in den Enzkreis und nach Vorarlberg – und zugleich weit über diese Orte hinaus. Dabei tritt auch das Konzentrationslager Vaihingen an der Enz unübersehbar in den Blick – räumlich sehr nahe, im biografischen Erfahrungsraum jedoch lange nicht präsent. Erinnerung erscheint dabei nicht als abgeschlossene Erzählung, sondern als Auftrag. Auch dort, wo geschwiegen wird, wirkt Vergangenheit fort.
Hans Schmid, Eine dünne Schicht. Erinnerung als Auftrag – Spurensuche eines Nachgeborenen in Illingen, im Enzkreis und in Vorarlberg. 106 Seiten mit einer Schwarz-Weiß-Abbildung, fester Einband. ISBN 978-3-95505-604-9. EUR 16,90.
Der Sammelband „Weibliche Lebenswelten im langen 19. Jahrhundert in der Pfalz“ vereint elf Beiträge der gleichnamigen Jahrestagung des Historischen Vereins der Pfalz, die in Kooperation mit dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde und dem „Kulturellen Erbe – Stadtarchiv Speyer“ im Oktober 2019 in Speyer ausgerichtet wurde. Die Aufsätze beleuchten unterschiedliche Lebens- und Arbeitsfelder von Frauen in diesem Zeitraum und geben Einblicke in öffentliche wie private Wirkungs- und Einflussbereiche. Da das Thema „Weibliche Lebenswelten“ in der pfälzischen Geschichtsforschung bislang weder aus frauen- noch aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive eine nennenswerte Rolle gespielt hat, sollen sie einer Bestandsaufnahme und Bündelung aktueller Forschungsprojekte dienen und darüber hinaus zur Diskussion, Vernetzung und weiteren Studien anregen.Sabine Klapp, Wolfgang Knapp, Christiane Pfanz-Sponagel, Barbara Schmidt (Hrsg.), Weibliche Lebenswelten im langen 19. Jahrhundert in der Pfalz.Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte, Band 5.
Beihefte zu den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz.208 Seiten mit 61
Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN
978-3-95505-522-6. EUR 24,80.
Seit mehr als 120 Jahren sind die «Internationalen Bibelforscher», seit 1931 bekannt als «Jehovas Zeugen», auf der ganzen Welt in ihrer Evangelisierungsarbeit tätig. Sie verstehen diese Mission als göttlichen Auftrag für alle Christen. Schon in den 1920/30er-Jahren gerieten in Deutschland Zeugen Jehovas in Konflikt mit den Behörden, weil sie biblische Literatur verbreiteten. Ihre religiöse Neutralität und ihr Widerstand gegen politische Ideologien brachten sie bereits zu Beginn des Nationalsozialismus in ernste Gefahr. Tausende wurden verfolgt; etwa ein Drittel der Zeugen Jehovas im Deutschen Reich landeten in Konzentrationslagern, viele wurden dort ermordet.
Auch im besetzten Elsass erlebten sie brutale Verfolgung durch die deutschen Besatzer, während sie in Frankreich von 1939 bis 1947 vollständig verboten waren. In der Schweiz standen sie während des Zweiten Weltkriegs mehrfach kurz vor einem Verbot.
Nach Kriegsende waren die Lebensbedingungen in Deutschland und Frankreich besonders hart, insbesondere in den vom Krieg zerstörten Regionen. Obwohl das Grundrecht der Religionsfreiheit in vielen Ländern garantiert wurde, mussten die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaft – teils bis zum Ende des 20. Jahrhunderts – um die Anerkennung ihrer Rechte kämpfen.
«Seid mutig und stark» erzählt die Geschichte der Zeugen Jehovas im Dreiland von ihren frühen Jahren um 1900 bis in die Gegenwart. Das Dreiland umfasst dabei eine Region von etwa 70 Kilometern rund um das Basler Rheinknie, darunter die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land, des südlichen Elsass mit Mulhouse und Pulversheim sowie des Hoch- und Oberrheingebiets bis nach Rheinfelden, Schopfheim, Lörrach, Weil und Müllheim.
Diese reich bebilderte und gründlich recherchierte Darstellung stützt sich auf umfangreiche Archivbestände aus Stadt-, Orts-, Landes- und Bundesarchiven, darunter auch Materialien aus dem Schweizerischen Bundesarchiv in Bern sowie aus Archiven ehemaliger Konzentrationslager. Ergänzt wird die Dokumentation durch Interviews mit Zeitzeugen, Briefe und persönliche Berichte, die ein lebendiges und anschauliches Bild dieser Glaubensgemeinschaft im Dreiland vermitteln.
Hansjörg Noe und Rainer Neuberger, „Seid mutig und stark". Jehovas Zeugen im Dreiland.Von den Anfängen um 1900 bis zur Gegenwart.252 S. mit 278 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-590-5. EUR 22,00.
Im Schatten der traditionsreichen Benediktinerabteien waren im Bodenseegebiet im Spätmittelalter zahlreiche geistliche Institutionen entstanden, die andere, teilweise auch neue Formen der vita monastica hervorbrachten. Einsiedler ließen sich alleine oder in kleinen Gruppen in den Wäldern rund um den See nieder, während Frauen als Orte der Weltabkehr gewöhnlich Reklusorien, kleine Häuschen in Kirchennähe, wählten. Adel wie Städter sprachen den Gebeten dieser Männer und Frauen, die die Einsamkeit suchten, besondere Wirkmacht zu.
Nur für die Gemeinschaften, die sich später zu Klöstern entwickelten, fließen die Quellen reichlich in Gestalt von Totenbüchern, Rechnungsheften, Liturgica oder Andachtsliteratur. Viele kleinere Gemeinschaften haben demgegenüber keine Schriftzeugnisse hinterlassen oder nur einzelne Urkunden; dafür prägte sich ihre Existenz vielerorts in das topografische Gedächtnis der Gegend ein, und es deuten bis heute Flurnamen darauf hin, dass sich an dieser oder jener Stelle ehedem eine Klause oder ein Waldklösterchen befunden hat oder befunden haben könnte. Von diesen vielfältigen Formen religiöser Weltabkehr, die sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts zusehends verweiblichten, handelt dieses Buch.
Simon Götz, Gabriela Signori, Im Schatten der Klöster. Einsiedeleien, Klausen und Drittordensgemeinschaften in der spätmittelalterlichen Bodenseeregion.Oberschwaben – Ansichten und Aussichten, Band 16.144 S. mit 42 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-95505-603-2. EUR 20,00.
Aus dem Vorwort:
Mit der fünften Fortsetzung unserer „Bausteine“ dürfen wir den dritten Sammelband vorlegen. Auch er wartet mit einer Neuerung auf. Seine insgesamt zehn Beiträge gruppieren sich nicht nur um einen inhaltlichen, sondern zudem um einen methodischen Schwerpunkt.
Die Erinnerung an die Revolution von 1848/49 wurde während der vergangenen beiden Jahre in Bruchsal durch eine Reihe ganz unterschiedlicher Veranstaltungen gepflegt. Zu ihnen zählten auch geschichtswissenschaftliche Vorträge, von denen nun zwei, von Dr. Jürgen Dick und Dr. Ingrid Stamm, in überarbeiteter Fassung gedruckt vorliegen. Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Christian Jansen und Thomas Moos zwei Autoren gewonnen zu haben, die diese Reihe mit weiteren Beiträgen ergänzen. So werden insgesamt vier Persönlichkeiten gewürdigt, die über die Revolution in ganz unterschiedlicher Weise mit Bruchsal in Zusammenhang standen.
Die vier Beiträge mit ihrer Orientierung an 1848/49 bilden aber nicht nur einen inhaltlichen Schwerpunkt. Durch ihren ausgeprägt biografischen Ansatz stehen sie auch für einen spezifischen Zugriff auf Geschichte. Seine Stärke liegt vor allem darin, das Schillernde aller Vergangenheit viel anschaulicher machen zu können als eine sich nur an allgemeinen Zusammenhängen und Entwicklungen orientierte Darstellung. Lässt man sich auf einzelne Leben ein, zeigt sich sehr schnell, dass das historische Bild nicht nur schwarzweiß gezeichnet werden darf, sondern mit vielen Farben nuanciert gemalt werden muss, wenn man den Gegebenheiten einigermaßen gerecht werden will. Manches auf den ersten Blick so Eindeutige erweist sich bei genauerer Betrachtung als ziemlich kompliziert und kaum auf einfache Begriffe zu bringen. Dass dies nicht zuletzt für Personen gilt, die im so wechselvollen 20. Jahrhundert lebten, machen die Beiträge von Ruth Birkle zu Werner Hiersche und von Dr. Tamara Frey zu Johanna Hambsch alias Hans-Peter Moll überzeugend deutlich. In gewisser Weise ist hierzu auch der Beitrag Steffen Maischs zu zählen, auch wenn er sich nicht mit einer Einzel-, sondern einer Art Gruppenbiografie beschäftigt. Und selbst der Abriss zur Geschichte der Malzfabrik Schrag & Söhne von Alex Entzminger darf in diesem Zusammenhang genannt werden, war der Ausgangspunkt seiner Forschungen doch primär durch die Biografie Dr. Otto Schrags motiviert.
Zeitgeschichtliches durch Beteiligte aufzeichnen zu lassen, haben wir bereits im dritten Band unserer „Bausteine“ begonnen. Das wird durch den Beitrag von Dr. Alexander Lang ein Stück weit fortgesetzt. Er hat es unternommen, die von unserem Kommissionsmitglied Prof. Dr. Johannes Ehmann vor Jahrzehnten angestoßene Rückführung jüdischer Grabsteine aus der Grombacher Hohle im Zusammenhang nachzuzeichnen.
Wir hoffen erneut, dass die Vielfalt der angesprochenen Themen eine breite Leserschaft anspricht, und wünschen allen Leserinnen und Lesern eine genauso genussvolle wie informative Lektüre – einzelner Beiträge oder vielleicht sogar des ganzen Bandes.
Konrad Dussel / Jürgen Treffeisen (Hrsg.), Bausteine zur Geschichte der Stadt Bruchsal und ihres Umlands. Band 5.
Mit Beiträgen von Ruth Birkle, Jürgen Dick, Alex Entzminger, Tamara Frey, Christian Jansen, Alexander Lang, Steffen Maisch, Thomas Moos und Irmgard Stamm.
248 Seiten mit 96 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-559-2. EUR 19,90.
Dokumentation über die Brunnen im Neckar-Odenwald-Kreis.
Martin Brunner, Das Wasser. Brunnen im Neckar-Odenwald-Kreis. 112 Seiten mit 219 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen. 2023. ISBN 978-3-95505-620-9. EUR 10,00.
Zwischen 1939 und 1945 prägten Zwangsarbeit und Ausbeutung den Alltag der Stuttgarter Kriegswirtschaft. Zehntausende Männer und Frauen aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa mussten unter oft unmenschlichen Bedingungen für die Fabriken, Behörden und Bürger der schwäbischen Industrie- und heutigen Landeshauptstadt arbeiten. Diese Studie rekonstruiert erstmals umfassend die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Stuttgart und beleuchtet die komplexen Verflechtungen zwischen ideologischen Vorgaben, kommunaler Verantwortung und privatem Profit. Wo fanden diese Menschen Unterkunft? Wie sah ihr Alltag aus? Welche Handlungsspielräume besaßen die Stuttgarter Entscheidungsträger in Stadtverwaltung und Rüstungswirtschaft im Umgang mit ihnen? Und schließlich: Wie wirkte sich die Umkehr der Machtverhältnisse in der Stadt nach dem Kriegsende auf das Verhältnis von Deutschen und ehemaligen ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus? Anhand zahlreicher Quellen zeigt die Arbeit, dass die „rassenideologisch“ gelenkte Kriegswirtschaft nur durch individuelle Entscheidungen vor Ort umgesetzt werden konnte. Sie verdeutlicht, wie die Haltung einzelner Stuttgarterinnen und Stuttgarter das Leben und Überleben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unmittelbar beeinflusste – zum Guten wie zum Schlechten. Unter Berücksichtigung eines einzigartigen Quellenbestands in Form von Fragebögen ehemaliger Opfer aus Osteuropa eröffnet diese Untersuchung neue Einblicke in das System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit.
Kevin Schmidt studierte Geschichte und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und ist derzeit Studienreferendar am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg – Abteilung Gymnasium.
Kevin Schmidt, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Stuttgart 1939–1945.
352 Seiten mit 57 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart, Band 118.
Hrsg. von Katharina Ernst.
ISBN 978-3-95505-589-9. EUR 29,00.
Rom 1870:
Pius IX., das Oberhaupt der „streitbaren Kirche“, ein charismatischer Papst von Dominanz und Prominenz, hat ein Konzil einberufen, auf dem der Episkopat der Weltkirche die katholische Glaubenslehre, das Verhältnis zwischen Kirche und Staat und die Dogmatisierung der sogenannten Unfehlbarkeit des Papstes im Lehramt definieren soll. Während langwierige Diskussionen ablaufen, geht der Kirchenstaat verloren: Die Truppen des jungen Königreichs Italien entreißen dem letzten Papst-König dessen noch verbliebenen Rest. In einem dramatischen Kampf um Rom geht das Patrimonium Petri unter. Das Konzil, abgebrochen und vertagt, wird nie wieder aufgenommen – aber es hinterläßt kirchengeschichtlich unübersehbare Spuren.
Der Speyerer Domkapitular, Dichter und Schriftsteller WILHELM MOLITOR (1819–1880), Vorbereiter und Berater beim Konzil, beobachtet die aufgewühlte Szene täglich wechselnder Ereignisse und Entwicklungen aus der Perspektive des ultramontanen Geistlichen und Pius-Verehrers. Er ist zugleich auch ein belesener, feingeistiger Essayist, der sich dem Zauber Italiens und der Roma aeterna der Päpste nicht entziehen kann.
Bernhard Adamy (Hrsg.), Wilhelm Molitor. Der Papst, das Konzil und die Ewige Stadt. Briefe und Essays aus Rom.
308 Seiten mit 21 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-585-1. EUR 29,80.
Was würde aus uns, wenn es die Botschaft Jesu Christi vom Himmelreich nicht gäbe?
Alles dreht sich um diese Hoffnung; die Wege, die Gründung und der Aufbau der Kirchen und Klöster in Kron Weißenburg durch angelsächsische Missionare sowie die Stadtentwicklung von Leucopolis mit ihrem gesellschaftlichen Aufblühen durch die Benediktinermönche und Äbte und ihre angesiedelten Bewohner, erhielten von dieser Hoffnung her ihre Dynamik und schöpferische Kraft.
Auch in uns steckt oft verborgen diese Hoffnung, die uns antreibt zur Schaffenskraft, dem Tatendrang, der Entdeckerfreude, und der Erfindungsgabe.
Möge der Gang in die Historie verknüpft mit unseren neuen Techniken Inspiration, Erbauliches, Gutes und Schönes ans Licht bringen, auch wenn seit der Gründung von St. Peter und Paul, dem heutigen französischem Wissembourg, eine lange Zeitspanne verflossen ist.
Was Bestand hat über die Grabsteine der Kreuzganges hinaus, und was wir ins ewige Himmelreich als Ertrag von hier mitnehmen, sind die Taten, ja sogar selbst der kleinste Gedanke aus Liebe getan zur größeren Ehre des Dreifaltigen Gottes, aus dem die Gründermönche und Heiligen, wie auch die damaligen Bischöfe von Speyer, Äbte von Weißenburg gelebt und auf den sie ihre Hoffnung gesetzt haben.
Matthias Henrich,
Leucopolis – Kron Weißenburg – Wissembourg. Kirchen, Klöster und Stadtentwicklung in Weißenburg bis ins 16. Jahrhundert.
Ein kleiner wissenschaftlicher Reiseführer mit 3D anaglyphen Bildern.
72 Seiten mit 85 Farbabbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-555-4. EUR 16,90.
Der Verein für Pfälzische Kirchengeschichte wurde 1925 im „Gasthaus zur Post“ in Neustadt an der Haardt gegründet. Das Titelbild dieses Bandes zeigt eine aus dem Gründungsjahr stammende Fotografie des Ursprungsorts der nun 100jährigen Vereinsaktivitäten, die im Jubiläumsjahr – wie der Vorsitzende des Vereins am Anfang des Bandes berichtet – besonders vielfältig waren. Die vielen freundlichen Grußworte, die dem Verein zugekommen sind, finden sich gleich im Anschluss. Den Schwerpunkt des Jubiläumsbandes bilden die Vorträge, die auf der Tagung „Interregionalität. Verbindungen zwischen den Landeskirchen und der Pfalz“ gehalten wurden. Die Tagung fand in Kooperation mit dem „Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte“ (ADLK) vom 19. bis 20. Juni 2025 im Butenschoen-Haus in Landau statt. Weitere Aufsätze zur pfälzischen Kirchengeschichte und Buchbesprechungen schließen den Jahrgang ab.
Das Ebernburg-Heft 2025 ist Dr. Traudel Himmighöfer und Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt als Dank für ihre langjährige Arbeit für die Ebernburg-Stiftung und die Ebernburg-Hefte gewidmet. Sein Themenschwerpunkt lautet „Die Reformation im Südwesten – Der Bauernkrieg 1525“. Constanze Elisabeth Kelava, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelische Theologie der RPTU in Landau, beschäftigt sich in einem umfangreichen Aufsatz mit der „Reformation in Straßburg und ihre Auswirkungen am Oberrhein“, insbesondere mit der Rolle Bucers für die Reformation im Südwesten. Wolfgang Breul, Kirchengeschichtler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, untersucht den Bauernaufstand in den beiden geistlichen Fürstentümern in Osthessen, den Reichsabteien Hersfeld und Fulda, im Frühjahr 1525 und seine Vorgeschichte. Zur 500. Wiederkehr des Bauernaufstands von 1525 erschienen drei große Monographien aus der Feder bekannter Reformationshistoriker und Mediävisten, von Thomas Kaufmann, Lyndal Roper und Gerd Schwerhoff. Ihnen sind drei ausführliche Rezensionen gewidmet.
Verein für Pfälzische Kirchengeschichte (Hrsg.), Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2025. Ebernburg-Hefte 59. Folge (2025).
328 Seiten mit 26 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-575-2. EUR 35,00.
Hagen von Tronje wächst als Geisel bei den Hunnen auf und kehrt im Jahr 406 zu den Burgundern zurück. Dort findet er das Land in Aufruhr: Die Vandalen und andere Gruppen wollen die Abwesenheit des römischen Feldheeres nutzen, um den Rhein beim heutigen Mainz zu überqueren und sich neue Siedlungsgebiete innerhalb des Imperiums zu suchen. Sollen sich die Burgunder diesem Zug anschließen? Hagen rät dem König zur Vorsicht: Im Osten zeigen sich die Vorboten der hunnischen Expansion nach Westen. Aber das Römische Imperium ist noch immer stark – und Eindringlingen gegenüber unnachsichtig. Wie wird sich der König entscheiden? Und wie werden die Folgen für die Burgunder aussehen?
Die Grundlage des Romans bildet das historische und archäologische Wissen über die Burgunder zur Zeit der Spätantike. Soweit die epische Handlung des Nibelungenliedes dazu passend erscheint, folgt ihr der Roman. Das burgundische Schicksal erfüllt sich aber nicht in den Steppen Ungarns, sondern am Rhein. Und letztlich in Savoyen, wo die Burgunder am Ende von den Römern neue Siedlungsgebiete erhalten, und in Burgund, das noch heute ihren Namen trägt.
Gerhard Rochus Halder, Hagen von Tronje. Berater und Waffenmeister der Könige.
Historischer Roman mit Zeichnungen von Wolfgang Himmelmann.
760 Seiten mit 30 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-517-2. EUR 19,90.
Er erlebte in seinem Heimatland, der Tschechoslowakei, zwei Diktaturen: die nationalsozialistische mit Verfolgung und Deportation sowie die kommunistische mit Unterdrückung und Verlogenheit. Dennoch gelang es Ivan Lefkovits, eine herausragende Bildung zu erwerben und Karriere als Wissenschaftler zu machen. Das Basel Institute for Immunology ermöglichte es ihm, Forschungskontakte in die ganze Welt zu knüpfen und maßgeblich zur Entwicklung der neuen Disziplin der Immunologie beizutragen. Neben der Lebensgeschichte gewährt das Buch Einblicke in die zeitgeschichtlichen Verhältnisse und die Entwicklung der Immunologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Walter Hochreiter, Nach Basel und von Basel in die Welt. Die Lebensgeschichte des Immunologen Ivan Lefkovits.
132 Seiten mit 85 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-571-4. EUR 19,80.
Auschwitz, Dachau, Bergen-Belsen – Namen, die aufschrecken lassen und die Gräuel der NS-Diktatur ins Gedächtnis rufen. Doch wer schreckt bei den Namen Neckarelz, Neckargerach, Asbach oder Neckarbischofsheim auf? Die vorliegende Studie zeichnet die Geschichte des Außenlager-Komplex Neckarelz nach: Als Lager des zweitgrößten Verlagerungsprojektes im Deutschen Reich – der Verlagerung des Daimler-Benz Flugmotorenwerks Genshagen nach Obrigheim am Neckar –, als Prestigeobjekt der SS im letzten Kriegsjahr und als „Außenkommando des KL Natzweiler-Struthof“.
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen und die medizinische Versorgung der Häftlinge bilden einen Schwerpunkt der Betrachtung. Das Buch zeichnet den Weg von Menschen nach, die von Auschwitz, Dachau, Bergen-Belsen oder Groß-Rosen ins „beschauliche“ Neckartal verschleppt wurden, und erzählt aus einer Zeit, in der harmlose Begriffe wie, ,Goldfisch‘ und ,Zebra‘ Ausbeutung, Unmenschlichkeit und maßlose Selbstüberschätzung verdeckten.
Tobias Markowitsch und Kattrin Zwick, Goldfisch und Zebra. Der Außenlager-Komplex Neckarelz. Konzentrationslager des Verlagerungsprojektes A8 und „Außenkommando des KL Natzweiler“.
280 Seiten mit 57 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-580-6. EUR 29,80.
Sie können das E-Book über folgende Shops erwerben:
Die Idylle des Bodensees wird von einem Albtraum überschattet. Eine Reihe grausamer Morde erschüttert die gesamte Region. Die Opfer? Allesamt junge Frauen, grausam zugerichtet und von Schnittwunden gezeichnet. Eine Sonderkommission wird ins Leben gerufen, die jeden Winkel rund um den See durchkämmen soll. Karl Grimm und sein Team geben alles, um den oder die Täter zu fassen, während die Zeit gegen sie arbeitet. Für den Kriminaloberrat steht dabei vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Ist dies das Werk eines eiskalten Serienkillers?
Gerd Stiefel erschafft mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Leitender Kriminaldirektor und seinem scharfsinnigen Blick für die Abgründe der menschlichen Psyche einen Kriminalroman, der unter die Haut geht. Mit Karl Grimms drittem Fall gibt der erfahrene Autor einen Einblick in die harte Realität der Ermittlungsarbeit – spannend, intensiv und fesselnd erzählt.
Gerd Stiefel, Soko Bodensee. Ein Fall für Karl Grimm.
ePub.
ISBN 978-3-89735-045-8. EUR 12,99.
Der Rechtsruck in Deutschland ist keine Randerscheinung mehr – er hat längst die Mitte erreicht. Dieses Buch zeichnet eindringlich nach, wie sich rechtsextreme Strukturen in Baden, insbesondere in der Ortenau, verfestigt haben und welche historischen Wurzeln diese Entwicklung hat. Vom nationalsozialistischen Erbe in der Region über die gescheiterte Entnazifizierung bis hin zum Wiedererstarken einer völkisch-nationalen Ideologie in der AfD spannt das Buch einen weiten Bogen, der zeigt: Die Geschichte ist nicht vergangen – sie wirkt fort.
Aus der Perspektive zivilgesellschaftlichen Engagements schildern Wolfgang Achnitz und Jenny Haas zehn Jahre antifaschistischer Arbeit im Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Offenburg“. Mit sorgfältiger Recherche und klarer Haltung entlarven sie die Mechanismen der Radikalisierung in der AfD, benennen die Versäumnisse der Politik und dokumentieren, wie sich demokratiefeindliche Strömungen in Vereinen, Parlamenten und Sozialen Medien ausbreiten. Im Superwahljahr 2026 ist das Buch Mahnung und Aufruf zugleich: Die Autoren treten für eine offene, tolerante Gesellschaft ein, die ihre demokratischen Werte nicht den Feinden der Freiheit überlässt.
Wolfgang Achnitz und Jenny Haas, Völkischer Nationalismus. Ein Notizbuch aus der Provinz.
344 Seiten mit 31 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-583-7. EUR 24,80.
Die internationale Forschungstagung hat 2024 Desiderate aufgegriffen und im allgemeinhistorischen Kontext die als politisches Kunstgebilde „Pfalz“ sich stabilisierende Region untersucht. Zwischen der Französischen Revolution und dem Ende des Deutschen Kaiserreiches hat diese Region im bayerischen bzw. binnendeutschen Kontext keinen Sonderweg eingeschlagen. Sie partizipierte gesellschaftlich und ökonomisch, aber auch in religiöser Hinsicht an der bisweilen paradox anmutenden Vielfalt. Aufklärung, Rationalismus und Religionskritik brachten Dissonanzen und setzten die traditionelle und traditionsorientierte, aber auch die sich modernisierende Kirchlichkeit unter Druck. Das Judentum war von den allgemeinen Entwicklungen und Transformationsprozessen ebenfalls betroffen, aber auch von Assimilationsdruck und Antisemitismus herausgefordert. Religiöse Diversität und Dissidenz entwickelten sich weiter. In den Großkirchen und davon unabhängigen Gemeinschaften kam es zu spirituellen Aufbrüchen, zu Reaktionen auf die Moderne und zum Aufbau von sozialdiakonischen Strukturen. Auch das Bestattungswesen und die Friedhofsgestaltung transformierten sich. In diesen Prozessen sind die Dynamiken alle angelegt und ansatzweise zur Entfaltung gebracht worden, die das Heute prägen. Wer die Entwicklungen bis zur Gegenwart verstehen will, wird hier kompetent informiert.
Ulrich A. Wien (Hrsg.), Opium des Volks? Frömmigkeit – Rationalismus – Konfessionsprofile – Religionskritik. Religiöse Vielfalt in der Pfalz und ihren Nachbargebieten zwischen 1789 und 1918.
Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte, Band 4.
320 Seiten mit 62 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-564-6. EUR 34,80.
Sie können das E-Book über folgende Shops erwerben:
Der Kreisgeschichtsverein Calw e.V. (KGV) präsentiert zum dreizehnten Mal den Band „Einst & Heute – Historisches Jahrbuch für den Landkreis Calw“, in Fortsetzung der gleichnamigen Heftreihe sowie der Jahrbücher des Landkreises Calw. Auf 184 Seiten sind nach der Einleitung des Redakteurs elf Beiträge verschiedener Autoren zu lesen. Die untenstehende Liste gibt eine Übersicht. Die informativen Abhandlungen konnten nur durch den Fleiß der Autoren und deren umfangreiche Recherchen in den Archiven, vor Ort und in der Literatur entstehen. Dabei gilt es zu betonen, dass die lokalen Archive durch die dauerhafte Aufbewahrung schützenswerten Kulturguts die wesentliche Grundlage dafür bieten, dass heutige und künftige Generationen einen Blick in die Vergangenheit werfen können. Durch die zeitintensive und fordernde Arbeit der Autoren kann dieses „Rohmaterial“ im weiteren Verlauf für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht und in einem verständlichen und übersichtlichen Format zur Verfügung gestellt werden. Besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen: Autoren, Redakteur, Redaktionsbeirat und allen darüber hinaus an der Erstellung des Werkes beteiligten Mitgliedern des KGV, weiter der Sponsorin Sparkasse Pforzheim Calw, sowie dem die Herausgabe fördernden Landkreis Calw. Alle gemeinsam ermöglichen durch ihr Engagement neue Einblicke in vergangene Zeiten.
Kreisgeschichtsverein Calw e.V. (Hrsg.), Einst & Heute – Historisches Jahrbuch für dem Landkreis Calw. Ausgabe 2025/26.
184 Seiten mit 163 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, pdf.
ISBN 978-3-89735-044-1. EUR 9,00.
Aus dem Vorwort:
Es ist das erste Mal, dass Episoden aus der Geschichte Kochertürns in Form eines Buches einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu bedurfte es umfangreicher, häufig sehr zeitaufwendiger Nachforschungen. Wir haben mit unserer Recherche jedoch nicht bei null angefangen, denn im Archiv in Neuenstadt lagern viele einzelne Dokumente zu verschiedenen Themen unserer Ortsgeschichte, hauptsächlich zusammengetragen und erstellt von Engelbert Mager (* 1912 – † 2000), der von 1950 bis 1961 Lehrer an der Volksschule in Kochertürn war.
Wir hoben allerdings nicht nur den Schatz im städtischen Archiv, sondern recherchierten auch in den Staatsarchiven Stuttgart und Ludwigsburg, im Diözesanarchiv Rottenburg und sehr häufig im Landesarchiv Neuenstein. Dabei konnten wir auch Neues entdecken, z. B. über den Stammbaum derer von Kochertürn oder den tragischen Überfall der Kochertürner Bevölkerung durch italienische Soldaten in der Weihnachtszeit 1546. Wir haben gewissenhaft und sorgfältig recherchiert; was wir geschrieben haben, ist durch Fakten belegt. Unsere Beiträge erheben mitnichten den Anspruch, die Geschichte Kochertürns lückenlos darzustellen.
Viele Informationen haben wir auch von Zeitzeugen erhalten, die uns die Geschichte lebendig, informativ und berührend nahegebracht haben.
Unsere Schilderungen beginnen mit den ältesten erhaltenen Zeugnissen aus der Geschichte Kochertürns und enden im letzten Jahrhundert in den 1970er-Jahren, mit Ausnahme der Geschichte der Vereine und der Firmen. Wir hoffen, dass dieses Buch eine Fortsetzung erhält, in der die neuere Geschichte Kochertürns beschrieben wird – doch das überlassen wir der nächsten Generation.
Stadt Neuenstadt a. K. (Hrsg), Kochertürn 1176 – 2026.
Kochertürner Geschichte(n).
576 Seiten mit 502 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-561-5. EUR 27,00.
Protestantischer Kirchenbau: Was unterscheidet ihn seit der Reformation von früher und den dann weiterhin römisch-katholischen Kirchen? Und weiter gefragt: Gibt es im evangelischen Württemberg eigenständige Kirchenbau, der im übrigen Deutschland und Europa so nicht vorkommt? Ja, eindeutig, sagt der Autor dieser Studie, der württembergisch-evangelische Pfarrer Ulrich Zimmermann, seit Jahrzehnten mit Kirchenbaugeschichte und kirchlicher Kunst beschäftigt. Seine Erfassung der Glasmalerei und anderer Ausstattung in den meisten evangelischen Kirchen seiner Heimat ließen ihn besonders im letzten Jahrzehnt „nebenbei“ die Erkenntnis gewinnen, wie stark doch die reformatorische Theologie und die in Südwestdeutschland schon um 1526 ausgeprägte Liturgie des reinen Predigtgottesdienstes zur bisher weitgehend unbekannten Sonderrolle Württembergs im protestantischen Kirchenbau Europas mit einer ganz eigenen Anordnung, Ausrichtung und Gestaltung von Kirchenräumen führten: Die Kanzel geriet zur Hauptsache und brachte mit der Einführung der Reformation an 1534 zwei bisher unbekannte Kirchenbautypen hervor, die längs gerichtete Predigtkirche und die Querkirche. Der Entstehung beider Bautypen geht der Verfasser auf den Grund und nennt 370 chronologisch und alphabetisch geordnete Beispiele durch die Zeiten bis ins 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung ihrer bautypologischen Originalität oder Veränderungen. Mit einer Bildauswahl, Blicken in die Rezeptionsgeschichte, den Technologietransfer, die historische wie aktuelle Fachliteratur, einer Spurensuche in den Architekturepochen sowie der Nennung von wichtigsten Baumeistern und Architekten der vergangenen fünf Jahrhunderte wird der protestantische Kirchenbau in Württemberg weiter erschlossen, auch in historisch differenzierend wie zunkunftshoffend ökumenischer Perspektive. Eines der Beispiele, so hat sich erst im Jahre 2022 ergeben, erweist sich mit der Datierung um 1535 als die europaweit wahrscheinlich frühste protestantische Kirche – bisher unentdeckt mitten in Württemberg seit fast fünfhundert Jahren. In einer anderen Kirche, dem zweiten Kirchentyp zuzurechnen, ist bautechnisch Einmaliges verwirklicht, was für die riesigen Kornspeichers im Dachraum dreihundert Jahre lang Maßstäbe setzte.
Ulrich Zimmermann, Die Predigtkirche und die Querkirche.
Protestantischer Kirchenbau in Württemberg. Eine Studie zur Geschichte und Theologie des Kirchenraums.
360 Seiten mit 61 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-592-9. EUR 39,90.
Warum protestierten die Pfälzer mit Freiheitsbäumen, warum träumten sie von der Freiheit? Wie kam es überhaupt zu den Konflikten mit Bayern und später auch Frankreich? Welche Rolle spielte die Pfalz im Kaiserreich, während der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus? Diesen und anderen Fragen geht der Autor nach und beschreibt auf eingängige Weise politische und gesellschaftliche Veränderungen zwischen 1816 und 1945. Neben bedeutenden historischen Ereignissen enthält das Buch auch grundlegende Informationen zur Landeskunde. So entsteht ein präzises Bild einer Landschaft, das die vielfältigen Rahmenbedingungen für das Leben der Pfälzer Bevölkerung aufzeigt.
Stefan Schaupp, Freiheitsbäume Freiheitsträume. Die Geschichte der Pfalz von 1816-1945.
216 Seiten mit 63 Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-594-3. EUR 7,90.
Das einst stille, fast vergessene Tal am Rande des Schönbuch zwischen Stuttgart und Tübingen. Es hat sich zu einem geschätzten Kleinod des mittleren Neckarraums gewandelt.
Gotthardt Bauer (Jahrgang 1954) war dabei. So wie der Bach im Tal schreibt er, - mal plätschernd, auch schnell strömend, dann wieder zum Tümpel aufgestaut oder über Katarakte rauschend.
Zeitgenössische Prosa aus naher und ferner Vergangenheit.
Gotthard Bauer, Merkwürdiges aus dem 7-Mühlental.
260 Seiten mit 88 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-593-6. EUR 24,00.
Garstig sind nicht alle Geschichten. Aber einige schon! Gott, seine Vertreter auf Erden und noch schlimmer der amerikanische Präsident, dessen Anhänger teilweise glauben, er stünde noch über dem Erstgenannten, sind Gegenstand von Erzählungen. Meist aber stehen ganz normale Menschen mit all ihren Schwächen, Ängsten und Wünschen im Zentrum, denn es gibt sie ja auch: die anständig Gebliebenen.
Stefan M. Ummenhofer, Von Hampel und anderen Männern. 13 garstige Geschichten.
184 Seiten, Broschur.
ISBN 978-3-95505-573-8. EUR 14,90.
Aus dem Vorwort:
Auch unser selbst noch junges Mühlacker sollte sich in den Jahren zwischen 1970 und 1975 nachhaltig verändern. Bedingt durch die Gebietsreform wurden Lomersheim, Enzberg, Mühlhausen, Großglattbach und schließlich Lienzingen Teile der Senderstadt. Diese stieg hierdurch wiederum 1973 zur Großen Kreisstadt des, erst im Zuge der Kreisreform neu geschaffenen, Enzkreises auf.
Was sich hier so scheinbar einfach zusammenfassen lässt, war in Wirklichkeit jedoch das Ergebnis langwieriger Verhandlungen mit zahlreichen Widerständen und Gegenentwürfen, an denen eine Vielzahl politischer Akteure auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene mitwirkten.
In diesem Jahr dürfen wir als Gesamtstadt den 50. Geburtstag der Eingemeindungen von Großglattbach und Lienzingen feiern, mit denen die Gebietsreformen in Mühlacker ihr Ende fanden. Die Autoren des Ihnen hier vorliegenden Buches, Stadtrat Günter Bächle aus Lienzingen und Hans-Peter Vaas aus Großglattbach, haben dieses runde Jubiläum zum Anlass genommen, sich der alles andere als leichten Aufgabe zu stellen und den überaus komplexen Prozess der lokalen Kreis- und Gebietsreform in einer auch für historische Laien verständlichen Form aufzubereiten.
In den folgenden Kapiteln beschreiben sie auf anschauliche Weise die Abläufe und Hintergründe der Reformen, geben Einblick in verschiedene zeitgenössische Quellen und schildern darüber hinaus ihren ganz persönlichen Blick auf die Ereignisse und ihre Erfahrungen mit deren Nachwirkungen - dies alles natürlich mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihre eigenen beiden Stadtteile.
Günter Bächle und Hans-Peter Vaas, Mühlacker +, Mit Millionen gelockt oder von Richtern gezwungen: Wie fünf Ortschaften zur Senderstadt kamen. Zur Kommunalreform vor 50 Jahren und andere Geschichten.
Hrsg. von der Stadt Mühlacker.
Aus den Beiträgen zur Geschichte der Stadt Mühlacker, Band 10.
196 Seiten mit 163 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-581-3. EUR 20,00.
Demokratie ist kein Selbstläufer – sie beginnt mit Initiative. Dieses Buch vereinigt Darstellungen zu 45 Persönlichkeiten, die sich im räumlichen Umfeld des späteren Landes Rheinland-Pfalz um demokratische Reformen verdient gemacht haben. Zwischen 1750 und 1850, in der Zeit vom Beginn der Aufklärung bis zum Aufstieg des politischen Liberalismus, gab es zwar noch keine Demokratinnen und Demokraten im heutigen Sinne. Jedoch traten Persönlichkeiten hervor, die in Konflikten mit repressiven – meist staatlichen – Mächten mutig Widerstand leisteten und an vorderster Front für ihre Überzeugungen einstanden. Sie zu porträtieren und ihren Anteil an der Liberalisierung von Staat und Gesellschaft zu würdigen, ohne dabei Probleme und Widersprüche auszublenden, ist das Ziel der Verfasserinnen und Verfasser. Deren Darstellungen schließen Männer wie Frauen aus unterschiedlichen geistigen, sozialen und geographischen Zusammenhängen ein. So macht das Buch auf eindrückliche Art und Weise deutlich, dass die Demokratieentwicklung nicht nur ein kollektiver, gesamtgesellschaftlicher Prozess ist, sondern Menschen ganz individuell auf ihren „Lebenswegen“ vor Herausforderungen stellt.
Stephan Laux (Hrsg.), Lebenswege zur Demokratie in Rheinland-Pfalz. Band 1: Aufklärung und Frühliberalismus 1750 – 1850.
512 Seiten mit 45 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-566-0. EUR 35,00.
Dirk Hecht: Wie der Edelstein auf dem Ölberg zu seinem Namen kam. Eine bisher unbekannte Sage.
Bernhard Wachter: Die zweitälteste bekannte Ansicht von Schriesheim aus dem Jahre 1699.
Dirk Hecht: Neuentdeckter Bergwerksstollen am Ölberg in Schriesheim, Rhein-Neckar-Kreis.
Gerhard Merkel: Die Entdeckung eines Bergwerksstollen im Ölberg (1799) und die Vorgeschichte der heutigen Anwesen in der Schmalen Seite 18 in Schriesheim.
Volker Bratfisch: Ein Kündigungsschreiben vor 215 Jahren – der Abgang des Sudmeisters Johann Christian Schacke.
Bernhard Wachter: Die Pfarrer der katholischen Gemeinde in Schriesheim seit ihrer Wiederbegründung im Jahre 1698 bis 1990.
Volker Bratfisch: Familie Carl Benz und Schriesheim – Sehnsuchtsort Strahlenburg.
Stadt Schriesheim, Schriesheimer Jahrbuch 2025. Geschichte und Geschichten.
160 Seiten mit 127 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-569-1. EUR 16,00.
Markus Weber ist seit etlichen Jahren ein engagierter Botschafter der Weinheimer Mundart. Vor allem hat er bewiesen, dass Dialekt nicht verstaubt oder altmodisch sein muss, sondern mit kreativen Ansätzen überaus reizvoll und zeitgemäß ist. Statt nur eines Nachschlagewerkes hat er auf Basis des Buches von Heinz Schmitt und mit eindrucksvollen Fotografien u. a. von Sven Sasse-Rösch ein farbiges Lese- und Sprachbilderbuch geschaffen – und eine spannende Zeitreise durch die Weinheimer Geschichte.
Unsere Heimatschbrooch verbindet alle Generationen, Einheimische wie Roigeplaggde – sie lebendig zu halten, ist das Ziel dieses unterhaltsamen Weinheimer Wörterbuches.
Nach einer Vorlage von Heinz Schmitt.
Markus Weber, Weinheimer Wörterbuch. Sou babbelt Woinem.
256 Seiten mit 251 Farbabbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-570-7. EUR 29,80.