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Simon Götz / Gabriela Signori

Im Schatten der Klöster

Im Schatten der traditionsreichen Benediktinerabteien waren im Bodenseegebiet im Spätmittelalter zahlreiche geistliche Institutionen entstanden, die andere, teilweise auch neue Formen der vita monastica hervorbrachten. Einsiedler ließen sich alleine oder in kleinen Gruppen in den Wäldern rund um den See nieder, während Frauen als Orte der Weltabkehr gewöhnlich Reklusorien, kleine Häuschen in Kirchennähe, wählten. Adel wie Städter sprachen den Gebeten dieser Männer und Frauen, die die Einsamkeit suchten, besondere Wirkmacht zu. Nur für die Gemeinschaften, die sich später zu Klöstern entwickelten, fließen die Quellen reichlich in Gestalt von Totenbüchern, Rechnungsheften, Liturgica oder Andachtsliteratur. Viele kleinere Gemeinschaften haben demgegenüber keine Schriftzeugnisse hinterlassen oder nur einzelne Urkunden; dafür prägte sich ihre Existenz vielerorts in das topografische Gedächtnis der Gegend ein, und es deuten bis heute Flurnamen darauf hin, dass sich an dieser oder jener Stelle ehedem eine Klause oder ein Waldklösterchen befunden hat oder befunden haben könnte. Von diesen vielfältigen Formen religiöser Weltabkehr, die sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts zusehends verweiblichten, handelt dieses Buch.

Simon Götz, Gabriela Signori, Im Schatten der Klöster. Einsiedeleien, Klausen und Drittordensgemeinschaften in der spätmittelalterlichen Bodenseeregion.
Oberschwaben – Ansichten und Aussichten, Band 16.
144 S. mit 42 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband.
ISBN 978-3-95505-603-2. EUR 20,00.