Ewald A. Boucke (1871–1943) war ein deutscher Germanist, Skandinavist und Schrifsteller, der besonders als Goetheforscher international Anerkennung fand. Nach seiner Promotion unter Friedrich Kluge (1894) emigrierte er in die Vereinigten Staaten. An der Staatsuniversität von Michigan in Ann Arbor lehrte und wirkte er 20 Jahre lang, bis er durch die Umstände des Ersten Weltkriegs seine Professur aufgeben und nach Europa zurückkehren musste. 1921 kam er an das Germanistische Seminar der Universität Heidelberg, wo er bis zu seiner Pensionierung 1938 neben Friedrich Gundolf und Friedrich Panzer als außerordentlicher Professor neuere deutsche und skandinavische Literatur unterrichtete. In seiner Freizeit war Boucke schriftstellerisch tätig, veröffentlichte eine Novelle und einen Gedichtband. Seine letzten Lebensjahre wurden vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überschattet: Zum zweiten Mal musste er erleben – diesmal auf deutscher Seite – wie sich seine beiden Heimatländer im bis dato größten Krieg der Geschichte gegenüberstanden. Nach seinem Tod vermachte er der Universität Heidelberg sein Haus in bester Lage unterhalb des Philosophenwegs und einen Großteil seines Vermögens zur Gründung einer Stiftung für mittellose Studenten der Musikwissenschaft. Bouckes Leben, Forschung und Werk sind heute nahezu in Vergessenheit geraten – zu unrecht, wie diese Biographie zeigt.
Nicolai Johann Schmitt, Ewald Augustus Boucke. Germanist und Schriftsteller zwischen „Neuer Welt“ und „Vaterland“ (1871–1943).144 S. mit 9 Abb. und 4 Grafiken.ISBN 978-3-89735-880-5. EUR 14,90.
Einwohner der Gemeinde St. Peter und Umgebung wenden sich zum Erwerb des Buches bitte direkt an die Gemeindeverwaltung!
St. Peter im Schwarzwald, eingebettet in eine herrliche Natur und Landschaft, kann auf eine über 900jährige Geschichte zurückblicken. Dabei hat St. Peter seinen ländlichen Charakter stets bewahrt. Die stattlichen Bauernhöfe trugen mit ihrem Aussehen und der damit verbundenen Arbeitsweise einen wertvollen Beitrag hierzu bei, wobei sie viele Jahrhunderte überdauert haben. Der Autor schildert hier nun die Geschichte von 55 einzelnen Höfen und der von dort abstammenden Familien.
Siebzehn Jahre nach Herausgabe der Höfechronik von St. Peter, Band I, hat sich gezeigt, dass – aufgrund des großen Interesses vieler Personen an der Familiengeschichte der im Band I beschriebenen Höfe – das Buch vergriffen ist. Die Gemeinde St. Peter hat sich deshalb entschieden, das Buch in einer zweiten Auflage herauszugeben. Sie würdigt damit die Arbeit des verstorben Autors Klaus Weber und des verstorbenen Illustrators Franz Metzger.
Die Chronik erscheint deshalb in unveränderter Form, da eine lückenlose Fortschreibung der Familienchroniken nach dem Tod des Ortschronisten und Ehrenbürgers Klaus Weber nicht mehr erfolgt ist.
Die Gemeinde St. Peter wünscht allen Leserinnen und Lesern interessante Einblicke in die Geschichte des Dorfes, der Höfe und der dazugehörigen Familien und legt ihnen auch die Höfechronik II nahe.
Klaus Weber, Höfechronik von St. Peter. Band 1.Hrsg. von der Gemeinde St. Peter/Schwarzwald.368 Seiten mit 25 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-940-6. EUR 19,50.
Mit dem Hauptpreis des Landespreises für Heimatforschung Baden-Württemberg 2015 ausgezeichnet! – Zur Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums Baden-Württemberg – Zum Filmbeitrag über den Hauptpreisträger
Mit Schwerpunkt auf die NS-Zeit werden die ersten 50 Jahre der 1905 gegründeten Einrichtung, des heutigen Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN), in Wiesloch dargestellt. Zwischen 1940 und 1944 sind von dort über 2000 Patienten systematisch in Einrichtungen verlegt worden, wo sie entweder sofort ermordet wurden oder nur sehr eingeschränkte Überlebensbedingungen vorfanden. Mehr als zwei Drittel von ihnen sind umgekommen. Abschließend geht es um die frühe Aufarbeitung nach Kriegsende und die Tendenzen zum Verschweigen, Verdrängen und Schönreden.
Frank Janzowski, Die NS-Vergangenheit in der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch. „... so intensiv wenden wir unsere Arbeitskraft der Ausschaltung der Erbkranken zu.“Hrsg. vom zfp Psychiatrisches Zentrum Nordbaden.440 S. mit 55 Abb. und 18 Tab., fester Einband.ISBN 978-3-89735-852-2. EUR 29,80.
Das Buch ist bei uns leider vergriffen!
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben einige hunderttausend Amerikaner zeitweise in Mannheim gelebt. Die in Spitzenzeiten über 25.000 Menschen umfassende Militärgemeinde ist in den vergangenen Jahren langsam verschwunden, zurück blieben große verlassene Areale, die nun neu entwickelt werden müssen. Diese vergleichende fotografische Dokumentation stellt Fotos aus Mannheims amerikanischer Vergangenheit modernen Ansichten gegenüber, die aus etwa der gleichen Perspektive gemacht wurden. Die sich daraus ergebenden Kontraste, die Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte überspannen, dokumentieren das unaufhaltsame Voranschreiten der Zeit, konfrontieren den Betrachter häufig aber auch mit dem, was die amerikanische Garnison in Mannheim wirklich ausgemacht hat: den Soldaten und zivilen Mitarbeitern, Vätern und Müttern, Söhnen und Töchtern – eben jenen Amerikanern, denen Mannheim zeitweise als Heimat diente. Nachbarn und Freunde, die einst Teil Mannheims gewesen sind und deren Vermächtnis es im Rahmen der anstehenden Konversion zu bewahren gilt.
Vanessa Bernauer, Christian Führer, Tomo Ogawa, Simon Senft, Places – Amerikaner in Mannheim. Hrsg. vom Studiengang BWL-Dienstleistungsmarketing, DHBW Mannheim120 S. mit 112 Abb., attrakt. Querformat.ISBN 978-3-89735-875-1. EUR 17,90.
Einwohner von Bad Schönborn wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Gemeinde Bad Schönborn.
Der zweite Band der „Bad Schönborner Geschichte – Die Chronik der wiedervereinigten Dörfer Mingolsheim und Langenbrücken“ zeichnet die Entwicklung beider Gemeinden bis zum Zusammenschluss zu „Bad Schönborn“, wie wir es heute kennen, auf: Er folgt dem ersten Band, der bis zum Jahr 1800 reichte, und richtet nun den Fokus auf die Entwicklung bis zur Fusion der beiden Orte im Jahre 1971. Doch im Mittelpunkt dieser Publikation stehen die Menschen, die in Mingolsheim und Langenbrücken geboren wurden, hier gelebt oder gewirkt haben, die der Nachwelt spannende Spuren und interessante Zeugnisse hinterließen.Zu ihnen gehören Auswanderer, die in den USA als Mediziner, Bischof oder Scout Bekanntheit erreichten. Aber auch Kommunalpolitiker, mit denen die demokratische Diskussion in die Dörfer einzog, und Menschen, die mit Mut und Überzeugung im Dritten Reich agierten. Zu den prägenden Wirtschaftspersönlichkeiten zählen nicht nur Gründer früher Industriebetriebe, sondern auch jene, mit denen der Kurbetrieb ins Laufen kam und die ein frühes Zeugnis ablegten für die Herausforderung, Gesundheitspolitik ökonomisch zu gestalten.Was für packende Lebensgeschichten! Ob in den Bereichen der Gemeindepolitik, der Industrie- und Arbeitsplatzgeschichte, der Kirchen oder spezieller ortsprägender Entwicklungen des Eisenbahn-, Post- oder Bäderwesens.Manche Bürger und Bürgerinnen schoben die Entwicklung unserer Dörfer richtiggehend an. Manche bereicherten die Gemeinden auf zurückhaltende Art, andere in eher eigenwilliger Weise – eben „einfache Leute“–, die mit viel Einsatz versuchten, eine Existenz aufzubauen. Dabei haben sie schwere Schicksalsschläge gemeistert und in Bescheidenheit mit zähem Fleiß und besonderem Gemeinsinn unsere Ortsteile in bewegten Zeiten aufgebaut, gestaltet und gefestigt.
Bad Schönborner Geschichte – Die Chronik der wiedervereinigten Dörfer Mingolsheim und Langenbrücken, Bd. 2: Vom Großherzogtum Baden bis zur Gemeindefusion 1971.Hrsg. von Klaus Gaßner im Auftrag der Gemeinde Bad Schönborn.336 S. mit 542 Abb., Leineneinband.ISBN 978-3-89735-861-4. EUR 25,00.
Einwohner von Neckargemünd wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Neckargemünd.
Dieser Bildband bietet einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt Neckargemünd, mit ihren Teilortschaften Kleingemünd, Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach. Historisches Bildmaterial begleitet die Übersicht über die „Marksteine“ einer über tausendjährigen Geschichte. Die Kernstadt Neckargemünd ist ein Schatzkästlein insbesondere alter Fachwerk-Baukunst aus dem 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert. Architektonische und historische Besonderheiten werden gezielt hervorgehoben. Dem kulturellen Leben und dem Brauchtum der Stadt, also den Menschen, wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Dass über tausend Jahre Stadtgeschichte steten Wandel bedeuten, ist in diesem Buch am Beispiel der neuesten Stadtgeschichte der letzten ca. 20 Jahre in Wort und Bild dokumentiert. Das Leben in einer kleinen Stadt an zwei Flüssen weist seine spannenden Eigentümlichkeiten auf. Landschaftliche Schönheit, eine spezifische Pflanzen- und Tierwelt werden treffend vorgestellt. Der Dilsberg erscheint als Kristallisationspunkt aller romantischen Schwärmereien. Ein Ausblick schließlich in die nähere und weiter gelegene Nachbarschaft sprengt die Fesseln einer „Kirchturm“-Perspektive. – Wort und Bild sind in diesem Buch in einen vielfältig gestalteten, spannungsvollen Dialog untereinander und miteinander eingebunden.
Helmut Slogsnat, NECKARGEMÜND – Ein kurpfälzisches Kleinod. Hrsg. von der Stadt Neckargemünd. 132 S. mit 179 Abb., attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-864-5. EUR 17,90.
Der vorliegende Band beschreibt den Lebensweg Erika Wuttkes, die wie viele andere in der Blütezeit der Basler Mission Anfang des 20. Jahrhunderts von dort entsandt `auf dem Missionsfeld´ in Indien tätig gewesen war.Geboren und aufgewachsen unter dem absolutistisch regierenden Zar in Russland arbeitete Erika Wuttke im Baltikum als Kindermädchen, bevor sie jahrelang unter britischer Kolonialhoheit in Indien `in der Mission´, dann in der Schweiz und als `Reiseschwester´ in Hessen tätig war. Schließlich verbrachte sie während der NS-Diktatur und Nachkriegszeit in Württemberg ihren Lebensabend. Von den Stränden der Moskwa über die Ufer der lettischen Düna, des Indischen Ozeans und schließlich des Rheins führte sie das Leben bis an den Neckarstrand. Dabei prägten sie ganz verschiedene Länder und Landschaften, unterschiedliche Staatsformen und Wertesysteme, differierende Lebensformen und -ideen, unvorhersehbare Entwicklungen und Ereignisse, nicht zuletzt sowohl Kriegs- wie Friedenszeiten.Erika Wuttkes Leben und Wirken steht exemplarisch für das vieler Mitarbeiter der Basler Mission. An ihrem Werdegang wird deutlich, wie Missionarinnen damals arbeiteten, wie sie ihre Sicht von Gottes rettender Liebe den von ihm und darum auch von ihnen geliebten Heiden weitergaben. Der Autor geht auf die Frage ein, was an Erika Wuttkes Leben und Erleben als typisch gelten kann für die Arbeit(erinnen) dieser Zeit in der Mission und wo ihre ganz eigene Persönlichkeit zum Vorschein tritt. So wird große Weltgeschichte im Kleinen greifbar und Fakten der Zeitgeschichte bekommen ein ganz individuelles Gesicht ...
Wolf Eckhard Miethke, Erika Wuttke (1874–1963). Das bewegte Leben einer Missionarin der Basler Mission – eine kritische Würdigung.128 S. mit 16 Abb. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-691-7. EUR 14,90.
2011 jährte sich zum 850. Mal die erste urkundliche Erwähnung Eichelbergs, 2012 jährte sich zum 575. Mal die erste urkundliche Erwähnung der St.-Jakobus-Kirche, 2008 jährte sich zum 900. Mal die Gründung des Klosters Wigoldesberg (später Kloster Odenheim und Stifterhof), mit dem die Geschichte Eichelbergs unmittelbar verbunden ist. Und seit über 825 Jahren wird in Eichelberg Wein angebaut. Diesen und vielen weiteren Aspekten der geschichtlichen Entwicklung Eichelbergs widmet sich der Autor mit jederzeit spürbarer Heimatliebe.Mit dem vorliegenden Band hat der Ortskundler Kurt Emmerich, selbst 1932 in Eichelberg geboren, seine Publikation »Wigoldesberg und seine St.-Jakobus-Kirche« von 1990 aktuell überarbeitet und mit einem Bildteil von historischen Fotografien bereichert. Damit stellt sich das Buch in eine Reihe mit den Heimatbüchern zu Östringen und Tiefenbach. In harmonischer Ergänzung zu diesem Buch erscheinen mit »So war’s damals« die Erinnerungen des Autors an eine fast vergessene Zeit ebenfalls in Neuauflage.
Kurt Emmerich, Eichelberg. Geschichte eines Kraichgaudorfes.160 S. mit 181 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-868-3. EUR 12,90.
„So war’s damals“ – mit der vorliegenden Publikation legt der Eichelberger Ortskundler Kurt Emmerich seine gleichnamigen und längst vergriffenen »Erinnerungen an eine fast vergangene Zeit« in einer überarbeiteten Neuauflage vor. In diesem Buch widmet sich Emmerich, der 1932 in Eichelberg geboren wurde, der jüngeren Vergangenheit in seinem Heimatdorf, wie er sie selbst als Augen- und Ohrenzeuge miterlebte. Aus der Perspektive seiner Kinder- und Jugendtage erzählt Kurt Emmerich Geschichten, wie sie das Leben schrieb und in denen sich die weltpolitischen Entwicklungen jener Jahre ebenso widerspiegeln wie so manche Mythen. Gedichte, Reime, Verse und ein kleines Dialektwörterbuch verdichten das Buch zu einem Kaleidoskop einer Generation, die wir bald nicht mehr fragen können: „Wie war’s damals?“.Mit diesen meist sehr persönlichen Geschichten ergänzt das Buch in harmonischer Weise die ebenfalls neu erschienene Veröffentlichung des Autors »Eichelberg – Geschichte eines Kraichgaudorfes«, mit dem Emmerich quasi ein Eichelberger Heimatsbuch vorlegt.
Kurt Emmerich, So war's damals im Kraichgaudörfchen Eichelberg.176 Seiten mit 68 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-871-3. EUR 12,90.
Einige Beiträge in der Ausgabe 27/2014 der „Mannheimer Geschichtsblätter“ führen weit weg von Mannheim, sowohl zeitlich als auch räumlich, um dann den Blick aus einer weiteren Perspektive auf Themen zu richten, die die Stadt dann wieder betreffen: Die Geschichte der Beobachtung des Venustransits im 18. und 19. Jahrhundert beginnt in Schwetzingen und endet auf den fernen Kerguelen-Inseln, das Forschungsvorhaben regte eine frühe interdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit an.Ein junger Mannheimer Historiker gewann mit der Geschichte seiner Familie einen Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/2013, sein Bericht beginnt in der Türkei der 1960er Jahre und schildert über einige Generationen hinweg die Schritte einer gelungenen Integration.Die dieses Jahr errichtete Erinnerungsstele auf dem Mannheimer Bismarckplatz gedenkt der verfolgten und ermordeten Bewohner des „Judenhauses“ Große Merzelstraße 7, zwei Artikel erinnern an den Terror des Dritten Reiches in Mannheim, der dank nicht nachlassender historischer Aufarbeitung zunehmend heller beleuchtet wird.Mit der vorliegenden Ausgabe gesellt sich außerdem der Fördererkreis für die Reiss-Engelhorn-Museen zu den Herausgebern der „Mannheimer Geschichtsblätter". In der neuen Rubrik „Fördererkreis für die rem" wird in lockerer Folge über die Unternehmungen dieses Freundeskreises informiert, den Auftakt macht der Bericht über den Ankauf faszinierender Objekte aus dem präkolumbischen Südamerika für die Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen.
Mannheimer Geschichtsblätter 27/2014. Herausgegeben von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüllersowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 126 Abb, repräsentatives Großformat, fester Einband.ISBN 978-3-89735-862-1. EUR 19,80
Einwohner von Yach wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Yach.
Am Beispiel des Dorfes Yach, eines Ortsteils von Elzach, und der Gegend rund um den Rohrhardsberg soll dieses Foto-Lesebuch den Blick für die Schönheiten des Schwarzwaldes schärfen: für eindrucksvolle Höfe, Kleindenkmale, die Wälder und die Besonderheiten der Landschaft. Deren Ruhe und Weite wird spürbar. Das Buch ermuntert dazu, auch auf die „kleinen Dinge‟ wie Blumen, Pilze, Schmetterlinge, Vögel, Eidechsen, Spinnennetze oder einzelne Bäume zu achten. Die beigefügten Texte vermitteln Hintergründe und Zusammenhänge. Wer hier wandert, kann sich einlassen auf die hiesige Kultur und Landschaft mit ihren Menschen in ihrer Geschichte, sich in sie vertiefen, und dabei viel gewinnen.
Schönheiten des Schwarzwaldes. Elzach, Yach und der Rohrhardsberg. Ein Foto-Lesebuch.Hrsg. vom Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach.96 S. mit 353 meist farbigen Abb. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-853-9. EUR 16,90.
Die Stadt Brackenheim hat heute viele Gesichter: Für die einen ist sie als größte Weinbaugemeinde Württembergs ein beliebtes Ausflugsziel, andere möchten in der Geburtsstadt des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland „auf den Spuren von Theodor Heuss“ wandeln. Und wiederum andere besuchen eines der vielen hochwertigen Feste, wie überhaupt das breit gefächerte Kultur- und Vereinsleben die Attraktivität der Stadt für Einheimische wie Besucher in hohem Maße mitbestimmt. Dass es sich in Brackenheim gut leben lässt, war und ist eine Gemeinschaftsleistung der Bürgerschaft, der Vertreter von Vereinen, Kirchen, Schulen, Organisationen und Institutionen, von Gemeinderat und Verwaltung. Darüber hinaus liegen die acht Stadtteile eingebettet in das wunderschöne Zabergäu zwischen Heuchelberg und Stromberg, das zum Verweilen, Spazierengehen und Durchatmen einlädt. Wenn innerhalb der Stadt alles vorhanden ist, was der Mensch zum Leben und Arbeiten braucht, und man drum herum eine reizvolle Landschaft mit hohem Erholungswert findet, wofür Bewohner anderer Regionen weite Wege auf sich nehmen müssen – was kann es Besseres geben?
Der Bildband „Brackenheim. Acht Teile – Ein Ganzes“ zeigt die Stadt auf eindrucksvolle Weise durch die „Linse“ hier ansässiger Fotografen, die mit sowohl vertrauten als auch überraschenden Ansichten die Sehenswürdigkeiten, die Landschaft, Stimmungen und die Menschen in über 10.000 Aufnahmen festgehalten haben. 350 davon finden sich nun – begleitet von unterhaltsamen Informationen rund um die Stadt – auf den 120 liebevoll gestalteten Seiten des repräsentativen Bandes.
Brackenheim. Acht Teile – ein Ganzes.Hrsg. von der Stadt Brackenheim.120 S. mit 352 farb. Abb., attrakt. quadrat. Format.ISBN 978-3-89735-779-2. EUR 17,90.
Im vorliegenden Buch wird der barocke Wiederaufbau der Stadtkirche nach der Zerstörung Durlachs durch die Franzosen im Jahr 1689 beschrieben. Als 1998 umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen wurden, entdeckte man im Kirchenboden gut erhaltene Grabplatten, deren Inschriften ausführlich analysiert werden. In weiteren Beiträgen wird der heutige Zustand der Orgel und der Kirchenfenster geschildert. „Eine kleine Kirchengeschichte“ zeigt schließlich die Bedeutung Durlachs für die evangelische Kirche Badens. Ein reichhaltiges Bildmaterial veranschaulicht und ergänzt die einzelnen Beiträge.
Die Stadtkirche. Durlachs zentraler Ort über viele Jahrhunderte. Hrsg. vom Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach. Beiträge zur Geschichte Durlachs und des Pfinzgaus, Bd. 6.96 S. mit 66 meist farbigen Abbildungen. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-837-9. EUR 13,90.
Im Jahre 1936, drei Jahre nach der Machtergreifung Hitlers, wurde die „Deutsche Waldenservereinigung“ gegründet. In diesem Band werden mehrere Persönlichkeiten aus Hessen und Württemberg vorgestellt, die in der Vereinigung aktiv waren. Es wird gezeigt, wie sie versucht haben, das Erbe der Waldenser im 20. Jahrhundert zu bewahren und zu erneuern.
Bewahrung und Erneuerung. Förderer des deutschen Waldensertums. Aufsätze anlässlich des 75-jährigen Bestehens der deutschen Waldenservereinigung e. V. 2011 und des 75-jährigen Jubiläums der Einweihung des Henri-Arnaud-Hauses in Schönenberg als Museum 2014.Herausgegeben von Albert de Lange. Band 5 der Waldenserstudien, herausgegeben von der Deutschen Waldenservereinigung e.V. Ötisheim-Schönenberg.296 Seiten mit 72 Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-89735-797-6. EUR 28,00.
2013 wurde Waghäusel Große Kreisstadt, 2015 werden es 40 Jahre sein, dass die drei Dörfer Kirrlach, Waghäusel und Wiesental sich zu einer Gemeinde zusammenschlossen – zwei gute Gründe, einen neuen, farbenfrohen Bildband aufzulegen. Waghäusel präsentiert sich hier von seinen schönsten Seiten mit Impressionen des großen Stadtfestes, des erweiterten Rathauses, der frisch renovierten Eremitage, des weltgrößten Weihrauchfasses oder des kunstvollen Flandrischen Schnitzaltars ebenso wie mit lebendigen und fröhlichen Eindrücken vom Wohnen und Arbeiten, vom Glauben und geselligen Miteinander, von Denkmälern und Natur.Was Kirrlach, Waghäusel und Wiesental in den vier Jahrzehnten seit der Fusion zusammen erreicht haben und was an Eigenheiten und Besonderheiten bewahrt wurde, davon zeichnen die Fotos und ihre Begleittexte in Deutsch und Englisch ein lebendiges Bild.
Artur J. Hofmann und Katja Hoffmann, Große Kreisstadt Waghäusel. Von den drei Dörfern zur Großen Kreisstadt. Three Villages Merging into One Major District Town.Herausgegeben von der Stadt Waghäusel. Mit Fotos von Peter Disson, Klaus Schwabenland. Übersetzung von Isolde B. Vogel.96 Seiten mit 206 farbigen Abbildungen. Repräsentatives Großformat.ISBN 978-3-89735-848-5. EUR 20,00
Einwohner von Lahr wenden sich bitte für den Erwerb des Buches direkt an die Stadtverwaltung Lahr.
Schüler einer zehnten Klasse aus Lahr, viele mit Migrationshintergrund, setzen sich mit deutscher Geschichte auseinander. Mit der Zeit des Nationalsozialismus, in der grausame Morde an damaligen Mitbürgern begangen wurden. Es gibt viele Opfergruppen. Ob Menschen mit jüdischem Glauben, geistig Benachteiligte, politisch oder religiös Andersdenkende. Die Dokumentation der Verlegung der Lahrer Stolpersteine will in ihrer Gesamtheit an diese Menschen erinnern, keine Opfergruppe ausschließen und so Gelegenheit zur Erinnerung und zum historischen Lernen geben.
Stolpersteine in Lahr. Ein Geschichtsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10a der Friedrichschule in Lahr, Schuljahr 2013/2014.Hrsg. vom Historischen Verein für Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land.96 S. mit 42 Abb., Broschur.ISBN 978-3-89735-865-2, EUR 9,90.
Das Buch ist derzeit leider vergriffen!
Bewohner der Stadt Bietigheim-Bissingen wenden sich für den Erwerb des Buches bitte direkt an das Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen:Hauptstr.61/63 74321 Bietigheim-Bissingen Tel. 07142 74365s.eisele@Bietigheim-Bissingen.de
Mit dem Ruf an die Medizinschule in Tokyo begann 1876 für den in Bietigheim geborenen Erwin von Baelz (1849–1913) eine beispiellose Karriere. Sein zunächst auf zwei Jahre befristeter Lehrauftrag wurde schließlich auf 26 Jahre ausgedehnt. Im sich reformierenden japanischen Staatswesen der Meiji-Zeit (1868–1912) war er maßgeblich an der Einführung der westlichen Medizin nach deutschem Vorbild beteiligt. 1889 übernahm er zudem die Aufgabe der medizinischen Betreuung des Kronprinzen, des späteren Taishō-Tennō (Regierungszeit 1912–1926). Daneben galt Baelz’ großes Interesse ethnologischen und anthropologischen Forschungen und der japanischen Kunst und Kultur. Er legte für Württemberg und privat umfangreiche Sammlungen aus Malerei, Graphik, Kunsthandwerk und ethnographischen Gegenständen Ostasiens an, die sich heute im Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, im Linden-Museum in Stuttgart und im Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen befinden.
Susanne Germann, Erwin von Baelz (1849 – 1913) – Von Bietigheim nach Tokyo. Eine Biographie.Hrsg. v. d. Stadt Bietigheim-Bissingen, Bd. 10 der Schriftenreihe des Archivs der Stadt Bietigheim-Bissingen.504 S. mit 266, meist farbigen Abb. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-795-2. EUR 36,80.
Rezension aus dem Literaturblatt Baden-Württemberg, 3,4/2015:
Erwin von Baelz: Eine Straße in Stuttgart-Degerloch ist nach ihm benannt und das Hornmoldhaus in Bietigheim widmet dem berühmten Sohn der Stadt, der dort 1849 als Erwin Otto Eduard Bälz geboren wurde, eine ständige Ausstellung. Nun ist eine umfassende und reich bebilderte Biografie des großen Humanisten, Arztes und Kulturvermittlers zwischen Japan und Deutschland zu entdecken. Die Japanologin Susanne Germann war während ihres wissenschaftlichen Volontariats im Linden-Museum in Stuttgart, dessen Ostasien-Abteilung viele Objekte der Sammlung Baelz besitzt, auf ihn aufmerksam geworden und promovierte bereits 2006 über seine damals unveröffentlichten Reisetagebücher.
In sieben Kapiteln zeichnet die Biografie den Lebensweg von Baelz nach. Er verbrachte seine Kindheit in Bietigheim und die Schulzeit in Stuttgart; das Studium der Medizin begann er in Tübingen und setzte es in Leipzig fort. Dort wurde es durch den Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 unterbrochen, in dem Baelz im Feldlazarett diente. Der Assistenzzeit in Leipzig folgte der Ruf nach Tokyo als Professor für Innere Medizin, und damit die entscheidende Wende in seinem Leben.
Die Jahre in Japan nehmen mit 200 Seiten dann auch den größten Teil der Biografie ein. Baelz hatte nach der erzwungenen Öffnung des Inselreiches die Aufgabe, die medizinische Fakultät nach westlichem Vorbild mit aufzubauen und lehrte dort 26 Jahre lang. Auch als Praktiker war er gefragt, am Hofe des Tenno behandelte er sehr erfolgreich den Kronprinzen. Er wies das modernisierungsvernarrte Japan auf erhaltenswerte Traditionen hin und heiratete eine Japanerin. Germann stellt dieses reiche Leben in den Kontext der bewegten Geschichte des jungen Meiji-Staates und beschreibt plastisch die weltoffene Persönlichkeit von Baelz. Dabei lässt sie ihn selbst in ausführlichen Zitaten aus seinen Tagebüchern und Briefen zu Wort kommen. Der Biografie vorangestellt ist ein Abriss der Baelz-Rezeption in Japan und Deutschland ab seinem Todesjahr 1913, die wechselvoll und ideologisch verlief, besonders während der Vereinnahmungsversuche durch die Achse Berlin-Rom-Tokyo. Für die künftige Rezeption liegt mit diesem Buch nun ein fundiertes Standardwerk vor.
Wie ist die Landschaft entlang der Bergstraße eigentlich entstanden? Auf welche Weise haben die Menschen seit Jahrhunderten sie geformt?Wie in seinen beiden anderen Bergstraßenbüchern lädt der Autor aufs Neue dazu ein, die Region auf Wanderungen oder mit dem Rad zu erkunden. Er führt uns diesmal an alten Landhausvillen vorbei, an den Bachläufen im Ried, verbringt mit dem Leser einen Tag im Weinberg und schaut auch aus der Vogelperspektive hinunter auf die Hänge und Städte der Bergstraße.
Mit diesem Buch hat Boguslawski die Geschichte der Bergstraße neu aufbereitet. So einen Reiseführer gab’s bislang nicht.
Rhein-Neckar-Zeitung
Auf eine philosophische Wanderung gehen kann man mit Alexander Boguslawskis kleinem Reiseführer „Die Bergstraße. Nachts in Rothschilds Garten“, ein Lesebuch, für diejenigen, die sich Zeit nehmen, einen kontemplativen Blick auf die alte Kulturlandschaft am Ostrand der Rheinebene zu werfen.
Meier. Das Magazin für das Rhein-Neckar-Delta
Alexander Boguslawski, Das Lied der Straße. Die Bergstraße im Wandel.144 Seiten mit 15 farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-705-1. EUR 11,90.
764 wird Schriesheim erstmals in einer Urkunde aus Ellwangen erwähnt. Funde aus der Eiszeit, den ur- und frühgeschichtlichen Epochen und der Römerzeit belegen allerdings eine weit längere Besiedlung. Die Geschichte des Ortes war wechselhaft. Im 13. Jahrhundert wurde die Strahlenburg und mit ihr die Stadt Schriesheim erbaut, dann erfolgte der Verkauf an die Kurpfalz (1347) und am Ende des Mittelalters 1470 die Belagerung und Einnahme durch Friedrich den Siegreichen. Schriesheim wurden die Stadtrechte entzogen. Durch die Verlegung des Zentsitzes nach Schriesheim und die Verleihung des Marktrechtes im 16. Jahrhundert gelangte der Ort zu Wohlstand, der im 17. Jahrhundert u. a. durch den Dreißigjährigen Krieg zunichte gemacht wurde. Das 18. Jahrhundert war bestimmt durch Kriege, religiöse Auseinandersetzungen, aber auch durch den wirtschaftlichen Aufstieg und das langsame Aufbrechen veralteter Strukturen. Romantik und frühe Industrialisierung prägten das frühe 19. Jahrhundert, Naherholung und moderne Infrastruktur das späte. Während die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts von den Weltkriegen und ihren Folgen überschattet war, bahnten sich in der zweiten Hälfte umfassende Strukturänderungen an, die den Ort grundlegend zum Positiven verändern sollten. Stadtarchivar Dirk Hecht hat über 20.000 Jahre Besiedlungsgeschichte in ein reich bebildertes Buch gefasst, das allen Leserinnen und Lesern einen kompetenten wie anschaulichen Überblick über die bewegte Vergangenheit Schriesheims seit der Eiszeit vermittelt.
Dirk Hecht, Geschichte der Stadt Schriesheim. Von der Eiszeit bis heute. Hrsg. von der Stadt Schriesheim vertreten durch Hansjörg Höfer.179, zum Teil farbige Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-808-9. EUR 22,80.
Das Gedenkbuch stellt die Einzelschicksale der aus der Stadt Freudenberg am Main gebürtigen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auf der Grundlage umfangreicher Archivstudien (z.B. in Berlin, Bronnbach, Karlsruhe, München, Potsdam, Wiesbaden, Würzburg) dar. Den Hauptanteil bilden die Schicksale von mehr als 30 jüdischen Freudenbergern, darunter mehrere minderjährige Kinder. Manche Juden hatten den Ort schon lange vor 1933 verlassen. Sie lebten in großen Städten (z.B. in Frankfurt, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, Würzburg) und waren zumeist erfolgreiche Geschäftsleute. Die ausweglose Flucht einer Familie aus Freudenberg im September 1939 führte nicht wie angestrebt nach Südamerika, sondern nach Berlin und von dort in die Vernichtungslager des Ostens. 1940 wurden die letzten sechs jüdischen Mitbürger aus Freudenberg in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich verschleppt. Aus einer zeitweilig in Freudenberg lebenden Sinti-Familie wurden der Vater und zwei Söhne ermordet. Vier Freudenberger wurden zu Opfern der „Euthanasie-Aktion“.
Joachim Maier, Die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aus Freudenberg am Main. Ein Gedenkbuch.Herausgegeben von der Stadt Freudenberg am Main. 320 Seiten mit 278, zum Teil farbigen Abbildungen. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-844-7. EUR 29,80.
Dieser Titel ist leider vergriffen, aber noch als E-Book erhältlich!
Über diesen Link können Sie das E-Book erwerben:
Im Oberschwaben des Jahres 1819 machen gefährliche Gestalten die Gegend zwischen den ehemaligen Reichsstädten Biberach und Ravensburg unsicher.In diesem unruhigen Jahr fällt die junge Susanna einem der Räuber buchstäblich vor die Füße. Dieser nimmt sie zu seiner Bande mit und schon bald ist Susanna gezwungen, ihr Leben auf Gedeih und Verderb auf der gesetzlosen Seite der Gesellschaft zu fristen. Dabei ist es für Susanna äußerst wichtig, niemandem den wirklichen Grund zu offenbaren, warum sie im Wald unter Räubern lebt.Dieses Geheimnis zu wahren wird immer schwieriger, da der Mann, der sie aufgelesen hat, sie zunehmend fasziniert. Auch dieser lebt allerdings mit einer Fassade, hinter der er sich schon jahrelang versteckt hält. Genau wie Susanna.
Sabine Maucher, Räuberliebchen. Ein historischer Roman aus der wilden Zeit Oberschwabens. 400 Seiten, Broschur.ISBN 978-3-89735-833-1. EUR 15,90
Beim Überfall auf einen Geldtransport in der Nähe von Wiesental wird einer der Fahrer ermordet. Wenige Tage später liegt ein Toter im Damianstor in Bruchsal. Die Polizei stellt schnell fest, um wen es sich handelt, aber die näheren Umstände seines gewaltsamen Todes bleiben im Dunkeln. Haben sich die Räuber um die Beute gestritten? Kommissar Adam glaubt es nur ungern, aber tatsächlich deutet alles darauf hin, dass ein Bruchsaler für die Verbrechen verantwortlich ist …
Gabriele Albertini, Mord im Damianstor? Ein Bruchsal-Krimi.128 Seiten, Broschur.ISBN 978-3-89735-856-0. EUR 9,90.
Von unserem heutigem Leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus ist kaum mehr vorstellbar, wie unsere unmittelbaren Vorfahren lebten. Aus der Sicht der Kinder Hildegard und Erwin erzählt Heinz Klee von den Mühen und Sorgen des Alltags, aber auch von den schönen Seiten und besonderen Begebenheiten des Landlebens in den schweren Jahren um das Ende des Zweiten Weltkriegs. Das schwäbische Lackendorf steht dabei für alle Dörfer des deutschen Südwestens, in denen sich diese Ereignisse zwischen Kirche, Dorfschule, Feld und Farrenstall überall hätten abspielen können.
Heinz Klee, Lust auf Dorf? Geschichten vom Landleben der 1940er Jahre.160 Seiten mit 105 Abbildungen. Fester Einband.ISBN 978-3-89735-725-9. EUR 14,90.
Nach vierzig Jahren anfangs glücklicher Ehe bestimmen nur noch Gewohnheit, gepaart mit Gleichgültigkeit und Zurückweisung das Zusammenleben von Katja und Erik. An einem Pfingstfeiertag hat Katjas Verbitterung den Höhepunkt erreicht. Sie ergreift die Flucht und fährt kurz entschlossen nach Heidelberg. Dieser Tag wird ihr gesamtes weiteres Leben beeinflussen: Gänzlich unerwartet begegnet sie dem gleichaltrigen Gregor, der ihr Herz im Sturm erobert. Beide erleben den Zauber einer neuen Liebe …
Wird Katja den Schritt wagen, sich von ihrem Mann loszusagen und mit Gregor in eine gemeinsame Zukunft aufbrechen?
Dorothea Conrad, Trennung und Neubeginn. Eine Novelle.144 Seiten mit 15 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-854-6. EUR 11,90.
Dem Alltag entfliehen, ausspannen, den Liebhabereien nachgehen – Markgraf Carl Wilhelm, der Gründer von Karlsruhe, erfüllte sich diese Wünsche. Unternahm er seine ersten Reisen nach Amsterdam und Venedig noch mit der Postkutsche, leistete er sich bald eine eigene Jacht und schipperte mit seinen Vertrauten, einem kleinen Harem, Musikanten und reichlich Dienstpersonal auf dem Rhein in die Niederlande und nach Frankfurt. Ein Barockfürst als Urlauber.Was bisher wohl kaum jemandem bekannt sein dürfte, wird nun von Hans Merkle ans Licht gebracht. Akribisch durchleuchtet der Autor erstmals die handschriftlichen Tagebücher von Johann Ernst Bürcklin, seines Zeichens Hofrat und Geheimsekretär, der den Markgrafen stets begleitete. Aus erster Hand berichtet Bürcklin von den Kreuzfahrten des Fürsten zu dessen „Gemüthsergötzung“. Wir erfahren, dass der Markgraf dabei „Fünfe grade sein ließ“ und die Hofetikette weitgehend außer Kraft setzte. Ohne Scheu schildert Bürcklin auch solche Reiseerlebnisse und Vorkommnisse, die heutzutage in der Boulevardpresse nachzulesen wären.Dieses auf Originalquellen gestützte Buch bietet einen neuen Blick auf die Person des Markgrafen und ist nicht nur für Geschichtsinteressierte eine spannende Lektüre.
Hans Merkle, Markgraf Carl Wilhelms Reisen zur „Gemüthsergötzung“. Auf dem Rhein in die Niederlande und andere „Lustreisen“ des Gründers von Karlsruhe. Spurensuche und Tagebücher.176 Seiten mit 43 Abbildungen, darunter mehrere große Karten, fester Einband. ISBN 978-3-89735-788-4, 19,90 EUR.
Das ungewöhnliche Schicksal eines Komponisten im 20. Jahrhundert: Franz Niemann schließt sich 1935 in Frankfurt einer Widerstandsgruppe an, wird zwei Jahre später von der Gestapo aufgespürt und gerät in die Mühlen der Nazidiktatur. Nach dem Krieg beginnt er in seiner Künstlerklause am Philosophenweg in Heidelberg mit der Komposition einer großen Programm-Sinfonie. Er versucht, seine traumatischen Erlebnisse durch die intensive Beschäftigung mit Musik zu verarbeiten. Themen und Melodien beziehen sich oft auf Menschen, die er geliebt und verloren hat. „Alas, my love“, ein englisches Lied, wird zum Leitmotiv des Werkes – Erinnerung an eine Geliebte, die in diesen leidvollen Zeiten für immer aus seinem Leben verschwunden ist. Erst nach Jahren gelingt es ihm durch seine Musik, dem mörderischen Kriegsgeschehen das „Prinzip Hoffnung“ entgegenzusetzen.
Alexander Bertsch, Eine Sinfonie der Welt. Roman.552 Seiten. Broschur.ISBN 978-3-89735-855-3. EUR 17,90
Kein Tag ohne Goethe! – Auch heute hat er uns noch viel zu sagen. Unser Dichterfürst hielt sich bis ins hohe Alter geistig fit. Er las die führenden Zeitungen, Bücher der damaligen Geistesgrößen, korrespondierte mit wichtigen Zeitgenossen und empfing Besucher. Die bedeutenderen wurden zur Tafel gebeten. Gutes Essen, beste Weine und anregende Gespräche dienten der Horizonterweiterung. Hinzu kamen die zahlreichen Reisen, die Goethe unternommen hat. An eine Reise, die sich in diesen Tagen zum 200. Mal jährt, soll in diesem Buch erinnert werden: die Reise in die süddeutschen Gegenden nach Frankfurt, Wiesbaden und Heidelberg. Nachdem Napoleon geschlagen war, stand einer Fahrt zur Kur nach Wiesbaden nichts mehr im Wege. Hier beginnt auch die Liebe zur 35 Jahre jüngeren Marianne von Willemer. Zudem trifft Goethe an Rhein, Main und Neckar alte Freunde. Auch die Sammler alter deutscher und niederländischer Kunst, die Brüder Boisserée in Heidelberg, werden besucht. In diesem Buch geht es dem Autor allerdings nur am Rande um das Thema „Junge Liebe, alte Kunst“. Es wird dargestellt, dass der Wein selbst ein Reisemotiv Goethes gewesen ist. Einen Schwerpunkt bildet daher auch die Darstellung der Rolle des Weins im Leben des Dichters.
Fritz Richter, Goethe und der Wein. Seine Reise an Rhein, Main und Neckar.66 Seiten mit 14 Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-89735-847-8. EUR 11,90.
Fast 70 Jahre waren amerikanische Soldaten und ihre Familien in Heidelberg stationiert, haben amerikanische Lebensweise und Kultur große Teile der Stadt mitgeprägt. Was in den Wirren der letzten Weltkriegswochen zunächst als Befreiung vom Nationalsozialismus und Besatzung begonnen hatte, entwickelte sich zu einem konstruktiven und durchaus freundschaftlichen Miteinander, in dem sich stets auch die große Weltpolitik widerspiegelte. Das Einholen der letzten Fahne und der Abzug des letzten amerikanischen Soldaten setzten 2013 einen Schlusspunkt unter diese wichtige Epoche Heidelberger Stadtgeschichte. Für nicht wenige Heidelberger und Amerikaner bildete dieses Ereignis einen schmerzhaften persönlichen Einschnitt, gingen doch viele über die Jahre gewachsene Beziehungen mit dem Abzug unweigerlich zu Ende. Grund genug, die Geschichte des amerikanischen Teils von Heidelberg nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die vorliegende Abhandlung eines deutsch-amerikanischen Autorenteams liefert eine umfassende Darstellung der Geschichte der amerikanischen Garnison Heidelberg. Neben der Militärgeschichte beleuchtet der reichhaltig bebilderte Text zahlreiche zivile Aspekte amerikanischen Lebens in Heidelberg wie etwa die Wohnverhältnisse von Soldatenfamilien und alleinstehenden Soldaten, das Schulwesen, religiöse Aktivitäten, die Medienland schaft, soziale Einrichtungen und nicht zuletzt auch das überaus facettenreiche Kulturleben. Der Leser wird letztlich mit einem Teil Heidelberger Stadtgeschichte konfrontiert, der vielen Einheimischen trotz der räumlichen Nähe zu den Amerikanern über die Jahrzehnte stets ein wenig fremd geblieben ist, aber eben doch zu Heidelberg gehörte. Einem kleinen Stück Amerika am Neckar.
Walter F. Elkins, Michael J. Montgomery, Christian Führer, Amerikaner in Heidelberg 1945-2013. Im Auftrag der Stadt Heidelberg herausgegeben von Peter Blum. Sonderveröffentlichungen des Stadtarchivs Heidelberg, Band 20.144 Seiten mit 173 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband, Großformat.ISBN 978-3-89735-806-5. EUR 22,80.
Anlässlich des 80. Geburtstags von Herrn Dr. theol. Gerhard Schwinge (Durmersheim, Baden) am 4. September 2014 veröffentlicht die Jung-Stilling-Gesellschaft Siegen diesen Sammelband mit 15 ausgewählten Beiträgen des Jubilars zur Jung-Stilling-Forschung aus 26 Jahren. Sie ehrt damit einen Autor, der sich seit langem intensiv mit der Erforschung von Leben und Werk des Arztes, Staatswirtschaftlers und Erbauungsschriftstellers Johann Heinrich Jung-Stilling (1740 – 1817) befasst hat. Dabei steht hier Jung-Stillings Lebenszeit in Kaiserslautern, Heidelberg und Karlsruhe im Vordergrund und insbesondere seine Bedeutung als „Patriarch der Erweckung“. 1994 wurde bereits die Dissertation des Jubilars über Jung-Stilling als Erbauungsschriftsteller der Erweckung veröffentlicht; 2002 erschien die von ihm besorgte, umfangreiche Edition von Briefen Jung-Stillings. Gerhard Schwinge steht somit in einer Reihe mit anderen, welche Jung-Stilling mit den zahlreichen Aspekten seines Lebens und Wirkens durch ihre Veröffentlichungen seit bald 50 Jahren neu ins Bewusstsein gehoben haben.
Gerhard Schwinge, Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817), „Patriarch der Erweckung“. Beiträge aus 26 Jahren Jung-Stilling-Forschung. Hrsg. von der Jung-Stilling-Gesellschaft e.V. 320 Seiten inkl. 16 Farbtafeln in der Buchmitte, klassisch-edler Leinen-Einband.ISBN 978-3-89735-850-8. EUR 34,80.
Im 20. Jahrhundert hat der europäische Adel nicht nur seine Privilegien, sondern auch einen Großteil seines gesellschaftlichen Renommees verloren. Galante Noblesse, aristokratische Conduite oder gar ein blaublütiger Stammbaum spielen, so scheint es, heutzutage eine immer geringere Rolle. Doch dass dies keine Besonderheit der Moderne ist, zeigen Günther Ebersolds detaillierte Untersuchungen adeliger Karrieren am kurpfälzischen Hof Carl Theodors. Die Mannheimer Hofgesellschaft vereinte bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Nachkommen alteingesessener Adelsgeschlechter, nobilitierte Bürger des neuen Beamtenadels oder die in den Adelsstand erhobenen unehelichen oder – wie die Zeitgenossen sie bezeichneten – „natürlichen“ Kinder des Kurfürsten. Neben der umfangreichen Studie zu Leben und Werk des Beamten, Aufklärers und Wohltäters Ferdinand Adrian Freiherr von Lamezan, mit welcher der Verfasser größtenteils Neuland betritt, widmet er sich in drei weiteren biografischen Porträts den Zwillingstöchtern Carl Theodors, Eleonore und Friederike von Bretzenheim, dem sächsischen Gesandten Andreas Graf von Riaucour sowie den Freiherrn von Wieser. Seine ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Ausführungen unterstreichen zum einen, dass der „Zweite Stand“ auch im Ancien Régime keineswegs homogen war, sondern eine Mischung aus altem, neuem und „natürlichem“ Adel. Zum anderen verdeutlichen sie, welche Attribute außer dem Adelsprädikat notwendig waren, um ein auch in den Augen der Adelsgesellschaft standesgemäßes Leben zu führen.
Günther Ebersold, Alter, neuer und „natürlicher“ Adel. Karrieren am kurpfälzischen Hof des 18. Jahrhunderts. Mannheimer historische Schriften, Band 10. Hrsg. von Hermann Wiegand, Wilhelm Kreutz sowie dem Mannheimer Altertumsverein von 1859 – Gesellschaft der Freunde Mannheims und der ehemaligen Kurpfalz.160 Seiten mit 36 Abbildungen. ISBN 978-3-89735-724-2. EUR 16,90.
Der 60. Geburtstag von Alfried Wieczorek gibt uns eine willkommene Gelegenheit, die Entwicklungen der letzten 15 Jahre in den Reiss-Engelhorn-Museen, die geprägt sind von seinem unermüdlichen Form- und Gestaltungswillen, einmal Revue passieren zu lassen. An seiner Seite ist es schwer innezuhalten, denn mit seinem geistig äußerst umtriebigen Naturell ist er ständig unterwegs und damit beschäftigt, seine neuen Ideen und Visionen auf Machbarkeit zu prüfen und umzusetzen und wer es mit ihm zu tun hat, kann gar nicht anders, als ihm dabei fasziniert zu folgen. In der vorliegenden Festschrift spiegeln die Beiträge, die in so großer Fülle an uns herangetragen worden sind, ein lebendiges Kaleidoskop der Menschen, die sich über lange Zeit mit Alfried Wieczorek an seinem großen Museums-Aufbauwerk beteiligt und es auf unterschiedliche Weise begleitet haben. Zusammen mit ihm haben sie Schneisen in das Dickicht vorgefasster Meinungen und Klischees geschlagen, um Einblicke zu gewinnen in die seltsamen und erstaunlichen Weg der Geschichte und Kulturen. Viele Mitautoren und Freunde von Alfried Wieczorek haben kurze Statements, Zurufe oder Erinnerungen an Episoden mit ihm als Glückwünsche formuliert. Das vielfältige Ergebnis zeigt die geistige Weite und den Facettenreichtum dieses Mannes, der die Reiss-Engelhorn-Museen mit klugem Instinkt und wachem Verstand ins neue Jahrtausend geführt hat.
Mit Beiträgen von Grit Anscheidt, Barbara Beaucamp-Markowsky, Hans-Jürgen Buderer, Friederike Fless, Mathilde Grünewald, Ursula Koch, Ernst Pernicka, Peter Rothe, Günther Schauerte, Regine Schulz, Wilfried Seipel, Michael Tellenbach, Friedrich-Wilhelm von Hase, Stefan Weinfurter, Matthias Wernhoff, Susanne Wichert.
Zukunft gestalten. Alfried Wieczorek zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von: Reiss-Engelhorn-Museen, Fördererkreis für die Reiss-Engehorn-Museen, Gesellschaft der Freunde Mannheims und der ehemaligen Kurpfalz Mannheimer Altertumsverein von 1859, Hans-Jürgen Buderer, Michael Tellenbach, Susanne Wichert. Publikationen der Reiss-Engelhorn Museen, Bd. 64.192 Seiten mit 139 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-726-6. EUR 22,80
1972, als der Behinderten(leistungs)sport noch in den Kinderschuhen steckt, schwingt sich Heidelberg auf zur Gastgeberin des Vorläufers der heutigen Paralympics. Anstelle Münchens! In der Folge weltläufiger Austragungsorte wie Rom, Tokio und Tel Aviv! Mit spontaner Begeisterung! Im Vertrauen auf die vorhandene Infrastruktur! Im Wissen um geradezu gewaltige organisatorische Herausforderungen … Oberbürgermeister Reinhold Zundel begrüßt und fördert die Paralympics von Beginn an. Ihm gelingt es, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, zusätzliche Partner zu gewinnen (z.B. US-Army), ein Ortskomitee und verschiedene Arbeitskreise zu konstituieren und deren Organisationsarbeit nach Kräften zu unterstützen. Daneben organisieren städtische Stellen zusätzliche soziale und kulturelle Aktivitäten … Und die Heidelbergerinnen und Heidelberger? – Sie zeigen sich als neugieriges, aufgeschlossenes wie begeisterungsfähiges Publikum! Ganz zu Unrecht nahezu vergessen, gewinnt ein auf dem Feld des Behindertenleistungssports progressives wie menschlich gewinnendes Heidelberg-Bild Kontur.
Daniel Westermann, Die XXI. Weltspiele der Gelähmten in Heidelberg 1972. Entstehungsgeschichte und Ablauf. Band 9 der Schriftenreihe des Stadtarchivs Heidelberg. Hrsg. vom Stadtarchiv Heidelberg.160 S. mit 45 Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-89735-807-2. EUR 17,90.
AUS DEM MÄRCHEN EINER HEILEN WELT hieß die Ausstellung von Uscha Rudek-Werlé, die im Rosenhof in Ladenburg acht Objekte und Assemblagen präsentierte. Auf ihre nun schon bekannte eindrückliche Weise hinterfragen die teilweise aus gefundenem Material gebauten Objekte unsere Gegenwart. Ein Werkkatalog aufgebaut als Rundgang durch die Ausstellung.
Uscha Rudek-Werlé, Aus dem Märchen einer heilen Welt. Kunstausstellung im Rosenhof Ladenburg – Gezeigt werden Objekte, die verschiedene Bereiche unserer Gegenwart hinterfragen. 72 S. mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Fester Einband. ISBN 978-3-89735-849-2. EUR 19,90.
Wenige Städte können sich rühmen, einen geschichtsträchtigen und zugleich innovativen Ort des Landbauwesens zu besitzen. Durch Eingemeindung der Nachbarstadt Durlach war Karlsruhe ein einzigartiges Mustergut geschenkt worden, wo schon Weinreben und Feldfrüchte gediehen, als es die Fächerstadt noch gar nicht gab. Mit weitläufigen Obstanlagen bestanden, gehört das Gelände heute zum international renommierten Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg. Im Rückblick auf seine Vergangenheit ist der Augustenberg mehr als nur ein bearbeitetes Fleckchen Erde am Rande einer Großstadt. Einhergehend mit dem Wandel in der Agrarstruktur enthüllt ihn seine hier dargestellte Geschichte als ein Sinnbild für eine Reihe sozialer Veränderungen im Verlauf der Jahrhunderte: Das Buch ist reich an Bildern und Erinnerungen von längst vergessenen Lebensgewohnheiten im landwirtschaftlichen Alltag, spannt aber auch den Bogen hin zu spannenden ökologischen Forschungsthemen der heutigen Zeit.
Bernd Gölz, Der Augustenberg. Die bewegte Geschichte eines Gutshofs vor den Toren Durlachs und seine Wandlung zum modernen Technologiezentrum. Beiträge zur Geschichte Durlachs und des Pfinzgaus, Band 7. Hrsg. vom Freundeskreis Pfinzgaumuseum Historischer Verein Durlach.120 Seiten mit 142 überwiegend farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-846-1. EUR 13,90.
In ihren einfühlsamen künstlerischen Arbeiten verbindet Uscha Rudek-Werlé seit vielen Jahren das Alltägliche mit dem Nichtalltäglichen. Sie sammelt Fundstücke aus Metall, Stoff oder Holz, Weggeworfenes oder Vergessenes, um daraus Installationen zu schaffen, die nicht um des Effekts Willen entstehen, sondern aus der ernsten Auseinandersetzung mit dem Menschen und der von ihm geprägten Welt. Die Ausstellungen Erblast D sind eines ihrer zentralen Werke gegen das Verdrängen und Vergessen des Holocausts. Mit Artefakten, Zeichen, Spuren, Namen und Gedichtzeilen erinnert die Künstlerin an das schwere Erbe der deutschen Vergangenheit, an die Opfer und ihre Leiden. In dem nun vorliegenden Werkkatalog, der gleichzeitig eine lückenlose Dokumentation der Ausstellungen aber auch der nicht zustande gekommenen Ausstellungen beinhaltet, verdeutlicht die Künstlerin, eben nicht nur durch ihr Schaffen, sondern auch mit dem Umgang damit, wie schwierig das Thema Holocaust bis in die heutigen Tage geblieben ist. Doch „Erinnerung könnte Erlösung sein“.
Uscha Rudek-Werlé, ERBLAST D. Kunst als Erinnerungsarbeit.216 S. mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Fester Einband. ISBN 978-3-89735-845-4. EUR 29,80.
Für den Erwerb des Buches wenden Sie sich bitte direkt an: Stadtarchiv WinnendenAltes Rathaus, Marktstraße 4771364 WinnendenE-Mail sabine.reustle@winnenden.deTelefon (0 71 95) 58 58 38Fax (0 71 95) 1 39 74 00
Der jüngste Winnender Wohnort ist bereits ein halbes Jahrhundert alt! Das ist ein Grund zum Feiern: Denn das Schelmenholz ist von Anfang an bekannt als attraktiver und dynamischer Wohnort für alle, die hier leben, arbeiten und auch feiern. Zum Jubiläum erschien nun bereits der zweite Band zur Geschichte des Schelmenholzes vor sich. Er ergänzt den 2003 herausgekommenen Band „Unser Schelmenholz. Geschichte und Geschichten“, in dem die Geschichte des Schelmenholzes von seiner Entstehung bis zum 40-jährigen Bestehen beschrieben ist. Im vorliegenden Band werden die Entwicklungen der letzten zehn Jahre dargestellt. Und da kommt Einiges zusammen! Das älteste Wohngebiet, der Schiefersee, steht vor großen Veränderungen was die in die Jahre gekommene Gebäudesubstanz, Außenanlagen oder das Wohnraumangebot betrifft. Gleich daneben ist das große Kinderhaus Schafweide als Familienzentrum neu entstanden, das die Betreuung und Beratung der jungen Familien neben den vorhandenen drei Kindergärten gut ergänzt. Auch die Infrastruktur hat sich inzwischen signifikant verbessert, sei es in Bezug auf die öffentliche Verkehrsanbindung, die Energieversorgung oder auch im Hinblick auf alternative Bestattungsformen auf dem schön gelegenen Waldfriedhof. Neues ist hinzugekommen, darunter auch die Malteser, die im katholischen Gemeindezentrum ihre Heimat gefunden haben. Und auch die beiden großen sozialen Einrichtungen vor Ort, die Paulinenpflege und das Haus im Schelmenholz, sind weiter gewachsen und haben ständig ihr Angebot erweitert und verbessert.
50 Jahre Schelmenholz. Was sich in den Jahren 2004 bis 2014 getan hat. Beiheft zu "Unser Schelmenholz". Hrsg. vom Stadtarchiv Winnenden. Mit Beiträgen von Alfred Wenke, Michael Rieger, Dirk Braune, Stefan Wegenast, Thomas Pfeifer, Florian Hambach, Marco Kelch, Peter Hettig, Sabine Reustle, Beatrice Hertel, Peter Ney und Juanita Kränzle. 80 Seiten mit 78 Abbildungen. ISBN 978-3-89735-841-6. EUR 10,90.
Der Band beleuchtet, wie sich der Erste Weltkrieg auf das Leben der Menschen im Rhein-Neckar-Raum ausgewirkt hat. Zentrale Themen wie Politik, Wirtschaft oder Alltagsleben werden an Hand von Dokumenten aus Archiven, Museen und Bibliotheken in der Metropolregion Rhein-Neckar dargestellt. So entsteht ein lebendiges Bild der Verhältnisse an der „Heimatfront“ während des Ersten Weltkriegs.
Martin Krauß und
Walter Rummel
(Hrsg.), „Heimatfront“. Der erste Weltkrieg und seine Folgen im Rhein-Neckar-Raum (1914-1924).240 Seiten mit 130 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-838-6. EUR 19,90.
Die 2013 veröffentlichte Studie „Ausgeplündert, zurückerstattet und entschädigt. Arisierung und Wiedergutmachung in Mannheim“ von Dr. Christiane Fritsche hat große Nachdenklichkeit ausgelöst. Ihre beklemmende Darstellung von der Beteiligung weiter Teile der Stadtbevölkerung und der Verwaltung an der Vertreibung der Mannheimer Juden aus dem Wirtschaftsleben, der Vernichtung ihrer bürgerlichen Existenz bis hin zur Flucht, Deportation und Ermordung, gab die Anregung zu weiteren Detailstudien. Denn die schiere Masse an Fällen konnte in ihrer Publikation nicht vollständig berücksichtigt werden.Aus dem Bedürfnis heraus, in Mannheim Klarheit über die Rolle der Evangelischen Kirche bei den sogenannten Arisierungen zu gewinnen, hat der evangelische Dekan Mannheims, Ralph Hartmann, Dr. Christiane Fritsche damit beauftragt, weiterführende Forschungen zu diesem Thema anzustellen. Das Ergebnis liegt nun vor: An drei von mehr als 1.200 mit der „Arisierung“ in Verbindung stehenden Grundstücksverkäufen in Mannheim waren Institutionen der Evangelischen Kirche beteiligt. Die Untersuchung, die sich bewusst als Fortsetzung der 2013 veröffentlichten Hauptstudie versteht, gibt einen genauen Einblick, wie „Arisierung“ und „Wiedergutmachung“ in diesen Fällen vonstatten gingen und welches Schicksal die jüdischen Vorbesitzer erleiden mussten. Dabei stellt sich neben der Erforschung der historischen Abläufe für den Herausgeber auch die Frage, wie wir heute, fast 70 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur, angemessen auf diese Erkenntnisse reagieren können.
Christiane Fritsche, „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus“. Die „Arisierung“ von Grundstücken in Mannheim durch Institutionen der Evangelischen Kirche.Sonderveröffentlichungen des Stadtarchivs Mannheim. Band 43. Hrsg. von Ulrich Nieß, Stadt Mannheim.64 Seiten mit 11 Abbildungen, fester Einband.ISBN 978-3-89735-829-4. EUR 12,00.
Seit 150 Jahren nun bewegt sich die Volksbank Bruchsal-Bretten im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch, einen zeitlosen Unternehmenszweck zu haben, und dem Anspruch, zeitgemäß und angemessen zu handeln, auch wenn sich politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ständig ändern. Aus den beiden Vorschussvereinen in Bruchsal und in Bretten, die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurden, ist heute – auch durch viele Fusionen, die dazu dienten, genossenschaftliche Kräfte zu bündeln – ein regionales Kreditinstitut entstanden, das wesentlich zur guten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region um die beiden Mittelzentren Bruchsal und Bretten beigetragen hat.
Im Jahre 1864, wurde der Vorschussverein in Bretten gegründet. Zu diesem Anlass erscheint diese Unternehmensgeschichte, die aufzeigen soll, wie, trotz dramatischer politischer und wirtschaftlicher Umbrüche, zweier verheerender Weltkriege und großer Weltwirtschaftskrisen, aus der Idee der Gründungsmitglieder ein modernes, leistungsfähiges Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von über 1,4 Mrd. €, mit einem verwalteten Kundenvolumen von 3,0 Mrd. € und mit über 46.000 Mitgliedern geworden ist. Das Buch zeigt aber auch, wie eng und tief die Verwurzelung der Volksbanken in der Region ist. Die Entwicklung der Wirtschaft, der Kommunen und des Wohlstandes der Bürger in ihrem Geschäftsgebiet ist mitgetragen durch die gute Entwicklung der Genossenschaft.
Martin Krauß, „Es muss und kann geholfen werden – durch Gründung einer Vorschusskasse.“ Die Geschichte der Volksbank Bruchsal-Bretten eG. Hrsg. von der Volksbank Bruchsal-Bretten eG.144 S. mit ca. 135 Abbildungen sowie zahlreichen Tabellen. Fester Einband in attraktivem quadratischen Format.ISBN 978-3-89735-839-3. EUR 19,90.