Der vorliegende Band 7 der Reihe „Fragmenta Melanchthoniana“ vereinigt Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Melanchthonforschung: zunächst zur Melanchthonpreisverleihung des Jahres 2018, darüber hinaus zur Bildtradition südwestdeutscher Reformatoren, zu verschiedenen Aspekten des Melanchthonbildes, zu dessen ökumenischer Bedeutung und mittelosteuropäischen Wirkung sowie zu literarischen Formen der humanistischen Bewegung zur Zeit Melanchthons. Alle Vorträge verstehen sich gleichzeitig als Beiträge zum Reformationsjahr 2017.
Fragmenta Melanchthoniana, Band 7. 500 Jahre Reformation.Hrsg. von Günter Frank. Mit Beiträgen von Matthias Dall'Asta, Günter Frank, Beate Kobler, Josef Makovitzky, Heinz Scheible, Martin Schneider, Hendrik Stössel, Maria Lucia Weigel und Martin Wolff.160 S. mit 24, z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-95505-108-2. EUR 16,90.
Adolf Märkt, geboren 1861 in Böblingen, war 1888–1901 Pfarrer der Waldenserdörfer Pinache und Serres, dann in Hessigheim (1901–1909) und schließlich in Birkach (1909–1929). Im Ruhestand in Ludwigsburg, schrieb er 1935 bis 1943 seine Lebenserinnerungen nieder. Er starb 1947 in Ludwigsburg. In diesem Band wird zum ersten Mal die Autobiographie von Märkt vollständig veröffentlicht. Sie zeigt nicht nur, wie sehr ihm die Waldenser am Herzen lagen. Sie bietet auch einen tiefen Einblick in das Denken und Wirken eines württembergischen Pfarrers in der Zeit zwischen der Reichsgründung 1871 und der nationalsozialistischen Herrschaft.
Hermann Ehmer, Albert de Lange (Hrsg.)Lebenserinnerungen des Waldenserpfarrers Adolf Märkt (1861–1947)Waldenserstudien Bd. 6272 Seiten mit 33 Abbildungen, Broschur.ISBN 978-3-95505-097-9. EUR 22,00.
Vor 150 Jahren brach der Mannheimer Vulkanologe Wilhelm Reiß (1838-1908) zu einer acht Jahre dauernden Expedition durch Südamerika auf. Sie führte ihn durch Kolumbien, Ecuador, Peru und Brasilien. Er befuhr den Amazonas und bestieg als erster den rund 5.900 m hohen Vulkan Cotopaxi.Zum Jubiläum wird eine repräsentative Auswahl aus dem Konvolut an Fotografien gezeigt, das Wilhelm Reiß mitgebracht hat. Die kostbaren historischen Aufnahmen bezeugen die zunehmende Urbanisierung, die Auswirkungen von Naturkatastrophen, den Beginn der Abholzung der Regenwälder und nicht zuletzt anhand vieler Porträts die sozialen Schichten der Bevölkerung.
Mannheimer Geschichtsblätter 35/2018. Abenteuer Anden und Amazonas. Wilhelm Reiß` Südamerika-Expedition in historischen Fotografien.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem MARCHIVUM.160 S. mit 219, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-112-9. EUR 19,80.
Forschungsarbeit zeitigt manchmal Überraschungen: Die Untersuchung eines Mumienkopfes mit neuester Medizintechnik bringt einen Mord ans Licht, der Fund eines unscheinbaren Alltagsgegenstandes wie einer Zahnbürste erhellt die Wirtschaftsgeschichte der Region. „Lanz" steht nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Schicksale dreier Frauen, die Einblicke in die Sozialgeschichte der Gründerzeit erlauben. Bei intelligenten und gelehrten Männern wie den Professoren Max Wundt und Adalbert Wahl findet sich Gedankengut, das Taten legitimieren sollte, von denen sie sich doch wohl distanziert hätten. Die heutige Flusslandschaft der Region hat nichts mit Natur zu tun, eher etwas mit Abwehr, Planung und Kontrolle. Ein Revolutionär aus Mannheim macht sein Glück in Amerika. Die ersten jüdischen Literaten in Mannheim tragen bei zur „Orientalisierung des Judentums".Eine Kehrtwendung, ein Seitenblick rufen nachhaltige Initiativen hervor: Ein neuer Lehrstuhl wird eingerichtet. Der Friedhof bietet nun auch den Lebenden einen „Ort des Verweilens". Behutsame Rekonstruktion wertet eine vernachlässigte Straßenecke auf. Dies und noch mehr bietet der Band 34.2017 der Mannheimer Geschichtsblätter.
Mannheimer Geschichtsblätter 34/2017.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 142, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-081-8. EUR 19,80.
Einst diente er der Gewerbeschule als Treppenhaus: der Alfons-Kern-Turm. Dem rätselhaft anmutenden Sonnenuhr-Wandbild auf der Südseite des Turms ist es zu verdanken, dass er vom Abriss der Schule verschont blieb und heute einen kulturellen Projektraum bietet.Dieser Architekturführer stellt das Kreativquartier rund um den Alfons-Kern-Turm vor und zeigt in einem kleinen Rundgang Orte, an denen Kreative in Pforzheim lernen, experimentieren und arbeiten. Erläuterungen zum Standort und zur Nutzung des Turms sowie zur Sonnenuhr, die ihm den Erhalt sicherte, ergänzen die Broschüre.
Ana Kugli, Architektur. Kreativquartier. Rund um den Alfons-Kern-Turm.Hrsg. vom Kulturamt Pforzheim. Pforzheimer Stadtrundgänge, Bd. 5.24 S. mit 20 farbigen Abb., Broschüre im handlichen Taschenformat.ISBN 978-3-95505-059-7. EUR 5,90
Der Band ist der verdienten Historikerin Dr. Grit Arnscheidt zu ihrem 80. Geburtstag gewidmet und lenkt den Blick auf viele ihrer Forschungsgebiete, etwa auf die Revolution von 1848, deren Spiegelung in der Karikatur oder die damalige Akteurin Amalie Struve, die lange nur im Schatten ihres Ehemannes wahrgenommen wurde. Beiträge über die Freimaurerei in Mannheim, die vergessene Großherzogliche Gemäldegalerie im Schloss, den Kurpfälzischen Hofkanzler von Hallberg, die Berufung Alessandro Collinis an den Hof oder die Kirche St. Peter bereichern die Forschung zur Mannheimer Stadtgeschichte. Aus den Sammlungen und Aktivitäten von Grit Arnscheidts langjähriger Wirkungsstätte, den Reiss-Engelhorn-Museen, werden besondere Exponate vorgestellt, darunter antike Darstellungen starker Frauen. Ein Bericht über die Exhumierung von Anna Maria Luisa de´ Medici lässt die technikgestützten Möglichkeiten moderner Museumsarbeit erkennen. Zu welchen Erkenntnissen auch die schmaleren Wege der Forschung führen, zeigen ein studentisches Hochzeitsgedicht für Jung-Stilling oder die Erläuterung der eigenwilligen Orthographie in den Briefen des berühmten Mannheimers Albert Bassermann. Warum die Jubilarin die Kurpfalz zu ihrer Wahlheimat erkor, offenbart vielleicht eine Lobrede, die schon 1671 die typischen, liebenswürdigen Charakterzüge der Kurpälzer betonte.
Mannheimer Geschichtsblätter 33/2017.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Hermann Wiegand, Ulrich Nieß sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 160, meist farbigen Abb., fester Einband im repräsentativen Großformat.ISBN 978-3-95505-055-9. EUR 19,80.
Experiment und Moderne – Die Stadt der Nachkriegszeit. An dieses bekannte Bild knüpft der Architekturführer an, der als handlicher Begleiter im Pocket-Format gedacht ist. Das Ziel ist es, eine Auswahl bemerkenswerter Nachkriegsarchitektur zu präsentieren und so dem bislang negativen Image („nichts Sehenswertes mehr da“) eine positive Sicht gegenüberzustellen („Pforzheim hat (Nachkriegs)Geschichte“).Die architektonischen „Highlights“ der 1950er und 60er-Jahre werden in einem Katalog jeweils mit Foto(s), Stichworten, Hinweisen zur Bedeutung und künstlerischen Mitwirkung vorgestellt. In der Reihenfolge der Darstellung der Objekte ergibt sich ein Rundgang durch die Innenstadt. Die außerhalb der Rundgang-Route in den Vororten stehenden Objekte folgen. Der hintere Teil des Bucheinbands ist ausklappbar, dort befindet sich ein Übersichtsplan. Ziel ist es, für die architektonischen und künstlerischen Leistungen der Neuaufbauzeit zu sensibilisieren und diese als positives Merkmal der Stadt zu kommunizieren.Das kulturelle Erbe der Nachkriegszeit prägte die Identität von Pforzheim: Hier finden Sie einen Überblick über das archetektonische Schaffen dieser Epoche. Präsentiert wird eine Auswahl an lokaler Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre, jeweils mit Foto und Info zur künstlerischen Bedeutung. Aus der Reihenfolge der Objekte ergibt sich ein Rundgang durch die Innenstadt, danach folgen die Objekte in den Vororten. Eine ausklappbare Karte dient als Orientierung.
Hrsg. vom Kulturamt der Stadt Pforzheim.36 S. mit ca. 30 farbigen Abb., handliches Taschenformat, Klappbroschur. ISBN 978-3-89735-613-9. 5,90 EUR
Wo im Stadtbild sind historische Orte des Schmucks und Designs heute noch sichtbar?Dieser Führer weckt Entdeckerlust: Er geht dem Mythos der historischen „Goldstadt“ nach und bietet einen Überblick über das lokale Kulturerbe des Industriezeitalters.
Präsentiert werden historische Orte der Industriekultur: Orte von Kunst und Design, Produktionsstätten, Villen und Wohnquartiere aus der Blütezeit des Jugendstils und Art Déco, die die Kriegszerstörung überlebt haben. Sie werden jeweils mit Foto und Infos zur historischen Bedeutung vorgestellt.
Eine ausklappbare Karte dient als Orientierung.
Ein handlicher Begleiter im Taschenformat!
Kulturamt der Stadt Pforzheim (Hrsg.)Pforzheimer Stadtrundgänge, Bd. 2.Architektur. Goldstadt – Jugendstil und Art Déco48 S. mit 68 farbigen Abbildungen, Klappbroschur.978-3-89735-634-4. € 5,90.
Der zweite Halbjahresband 2016 belegt ein weiteres Mal, dass dem historisch forschenden Blick jede materielle Hinterlassenschaft menschlichen Tuns eine Quelle möglicher Erkenntnis ist, vom steinernen Prunkbau bis zum einfachen Blatt beschriebenen Papiers. Der glücklicherweise erhaltene Brief einer Putzmacherin aus Mannheim, adressiert an Goethe in Weimar, berichtet vom mühsamen Leben einer alleinstehenden Frau „aus dem Volke" im Mannheim der Kurfürstenzeit, auch von den engen Schranken, in die Geschlechtszugehörigkeit und Standesgrenze sie verweisen. Er wirft ein Licht auf ihre Wünsche und Hoffnungen und nicht zuletzt auf ihren Mut.Mut, erwachsen aus Status und Verpflichtung seines Amtes, zeigte auch der hier vorgestellte Johann Georg Hörner, Bürgermeister von Seckenheim, im zähen Kampf um das Wohlergehen seiner Gemeinde und die Freiheit seines Landes.Ein hoher sozialer Status überwindet die Grenzen von Geschlechterrollen, wie am Beispiel von Kaiserin Cixi zu sehen ist. Künstlerische Betätigung, für Frauen lange Jahrhunderte verpönt, wurde von ihr geradezu erwartet; die Reiss-Engelhorn-Museen bewahren einige ihrer Werke, hier werden sie vorgestellt.Drückt sich das finanziell abgesicherte Statusbewusstsein eines stolzen Bürgertums im Stadtbild aus wie in Mannheim am Ende des 19. Jahrhunderts, entstehen Schöpfungen wie die des Architekten Bruno Schmitz. Seiner aufs Repräsentative gerichteten, kaum begrenzten Imagination gelangen Gebäude wie der Rosengarten, dessen ursprüngliche Gestalt hier unter anderem in Bildern festgehalten ist.Steine ganz anderer Art berichten vom Leben in der Region, als sie noch Teil des römischen Weltreichs war: Ein neues Forschungsprojekt widmet sich den römischen Grabsteinen in den Reiss-Engelhorn-Museen, ein Beitrag eröffnet erste Einblicke.
Mannheimer Geschichtsblätter rem-magazin 32/2016.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 141, meist farbigen Abb., fester Einband, repräsentatives Großformat.ISBN 978-3-95505-016-0. EUR 19,80
Der Hauptfriedhof in Pforzheim zählt zu den stimmungsvollsten Parkfriedhöfen in Südwestdeutschland. Er ist Ort der Einkehr und historisches Gedächtnis der Stadt – wie ein aufgeschlagenes Buch gibt er allen, die zu lesen vermögen, Kunde vom Schicksal der Stadt: von ihren Erinnerungsstätten und ihrem jüdischen Friedhof, ihrer Architektur, ihrer Bildhauerkunst, ihrer Gartenkunst und dem Fabrikantenbürgertum der „Goldstadt“. Dieser reich bebilderte Führer präsentiert eine Auswahl der interessantesten Erinnerungs- und Grabstätten, eingebettet in den Park und seine Architektur. Wer mag, kann den Friedhof auf den vorgeschlagenen Rundgängen erkunden. Eine ausklappbare Karte dient der Orientierung.
Pforzheimer Stadtrundgänge, Band 4. Park + Architektur, Hauptfriedhof. Gebäude, Grün und Grabstätten.Hrsg. vom Kulturamt Pforzheim.48 S. mit 96 farbigen Abb., handl. Taschenformat, Klappbroschur.ISBN 978-3-95505-017-7. EUR 5,90
Der fünfte Band der „Neuen Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte“ beinhaltet Aufsätze von sechs Autoren sowie den Bericht zur kommunalen Denkmalpflege für die Jahre 2013 bis 2015. Ausgehend von den archäologischen Grabungen auf dem Rathaushof werden neue Ergebnisse zur Gründung der Pforzheimer Neustadt im 12. Jahrhundert präsentiert. Zwei Beiträge widmen sich Ruine und Wiederaufbau der 1945 zerstörten Schlosskirche und ihrer Bedeutung als Wahrzeichen und Symbol im städtebaulichen Kontext. Untersucht wird die Sammlungs- und Rezeptionsgeschichte des Stadt- bzw. Reuchlinmuseums, das der Begründer der modernen Traditionspflege in Pforzheim Alfons Kern ins Leben gerufen hat. Mit dem Pädagogen und badischen Heimatforscher Karl Bissinger und seiner Pforzheim vermachten Münzsammlung steht eine weitere zentrale Persönlichkeit der Stadtgeschichte im Fokus. Ein Beitrag über den Pforzheimer Bergsteiger Walter Stösser beleuchtet die über hundertjährige Geschichte des Kletterns an dem im Norden der Kurstadt Baden-Baden gelegenen Battertfelsen.
Neue Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte. Band 5 Hrsg. von Andreas Jobst im Auftrag des Stadtarchivs Pforzheim.288 Seiten mit 131 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-89735-998-7. EUR 18,90.
Auf der Vermittlung von historischem Wissen und ihrer Geschichte liegt ein Schwerpunkt des Bandes 31/2016 der „Mannheimer Geschichtsblätter“. „Die Zeiten der Vergangenheit sind uns ein Buch mit sieben Siegeln" – doch zumindest Blicke in das Buch sind möglich. Dafür sorgen Leidenschaft, Fleiß und Akribie der Historikerinnen und Historiker, die den Quellen mit Hartnäckigkeit und Fachkunde das Wissen um Vergangenes abringen. Ihre Erkenntnisse teilen die Geschichtswissenschaftler auf unterschiedliche Weise mit der Öffentlichkeit, in Aufsätzen und Büchern, in Vorträgen oder Ausstellungen, Mannheim ist ein in langer Tradition etablierter und weiterhin ertragreicher Standort solcher Forschung. Für die Vermittlung historischen Wissens sorgen gleich mehrere Institutionen in der Quadratestadt, einige davon stellen Forschungsergebnisse hier vor: Vorträge sind abgedruckt, es gibt Rezensionen neuer Bücher über ehemalige und jetzige Bürger der Stadt und Berichte über Ausstellungen. Das Leben in weit zurückliegenden Zeiten gerät ebenso in den Blick wie das gegenwärtige.
Mannheimer Geschichtsblätter rem-magazin 31/2016.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.144 S. mit 160 meist farbigen Abb., fester Einband, repräsentatives Großformat.ISBN 978-3-89735-977-2. EUR 19,80.
Der vorliegende Band 6 der Reihe „Fragmenta Melanchthoniana“ umfasst Beiträge zu ganz unterschiedlichen Aspekten der Melanchthon- und Humanismusforschung: zur Kindheit und zum Geschichtswerk Melanchthons, zu seiner Christologie und Geometrie, kunsthistorische Beiträge zu Reformatorenbildnissen, zur Ausbreitung der Reformation im Kraichgau, zum Türkenbild in der Frühen Neuzeit, zur Geschichte des Heidelberger Schlosses, zur Baugeschichte des Melanchthonhauses und der Geschichte der evangelischen Kirche seit dem Ersten Weltkrieg. Alle Beiträge sind Facetten einer vielschichtigen Geschichte Melanchthons und der protestantischen Tradition. Gleichzeitig werden in allen Beiträgen durchaus beachtliche Aspekte der Forschung beleuchtet, auch wenn diese nicht immer in einem inneren Zusammenhang stehen, die es aber dennoch als sinnvoll erweisen, die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Fragmenta Melanchthoniana, Band 6. Humanismus und Reformation.Hrsg. v. Günter Frank. Mit Beiträgen von Rainer W. Burkart, Günter Frank, Reinhard Hirth, Ulrich Reich, Martin Schneider, Christina Soltani, Hendrik Stössel, Heiko Wacker, Maria Lucia Weigel und Gerhard Weng.248 S. mit 65 z.T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-961-1. EUR 17,90
Ein Teil der Beiträge in den Mannheimer Geschichtsblättern 30.2015 beschäftigt sich mit dem Blick auf Details und den Erkenntnissen, die sich daraus gewinnen lassen: Winzige Veränderungen an Münzbildern oder die Graffiti an altägyptischen Monumenten erzählen nicht nur Geschichten vom Wandel in den Bildern selbst, sondern auch vom Wandel im Denken und Handeln ihrer Erzeuger.Sorgfältiges Hinsehen gehört ebenso zum Arbeitsinstrumentarium von Restauratoren und Denkmalpflegern, mit entsprechenden Gerätschaften dringt ihr Blick weit unter die Oberfläche. Was dort zu finden und wie es zu interpretieren ist, davon berichten die Aufsätze über neu restaurierte Objekte aus den Sammlungsbeständen der rem und Beiträge über historisch und stilistisch bedeutsame Wohngebäude in Mannheim.Die jüngsten Autoren, drei Schülerinnen des Mannheimer Lessing-Gymnasiums, sahen sich in der Vergangenheit ihrer Schule um und erstellten eine anrührende Dokumentation des Leidensweges eines ehemaligen jüdischen Lessing-Schülers.Des Weiteren geht es um das noch heute deutsch-kaiserzeitlich geprägte Tsingtau, architektonische Leistungen einer deutschen Firma im Ersten Weltkrieg, die Entwicklung von Typentankstellen und nicht zuletzt um Aktuelles aus Museen und Archiv.
Mannheimer Geschichtsblätter rem-magazin 30/2015.Hrsg. von Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 180 meist farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-952-9. EUR 19,80.
Die Reiss-Engelhorn-Museen haben einen neuen Sammlungsschwerpunkt, die Ausstellung "Ägypten - Land der Unsterblichkeit" wird nun ausführlich hier vorgestellt. Die altägyptische ist eine Erinnerungskultur, sie gehörte zu den ersten, die dem vergänglichen Wort durch Schrift Dauer und ihrer Vorstellung vom Sein der Welt in steinernden Monumenten Ausdruck verlieh. Sie wirkt so nachhaltig, dass nicht nur ihr Faszinosum weiter besteht, sondern auch ihre Erkenntnis "Denn einer lebt, solange sein Name genannt wird!"
Mannheimer Geschichtsblätter 29/2015. Hrsg. von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 160 meist farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband.ISBN 978-3-89735-918-5. EUR 19,80
Ägyptomanie – die Begeisterung für das alte Ägypten, der ein Teil dieses Bandes gewidmet ist, weckte einst die Reiselust in der Familie Reiß (und verhalf den Reiss-Engelhorn-Museen so zu einem sehr wertvollen Bestand an historischen Fotografien), doch sie ist viel älter und in mancherlei Hinsicht wohl begründet, wie ein hier abgedruckter Aufsatz erläutert. Das klangvolle Wort – es erregt reizvolle Assoziationen und hoffentlich auch Lust auf den Besuch der neuen Ägyptenausstellung in den rem – setzt sich zusammen aus „Ägypten" und dem altgriechischen Wort „Mania", das, wie viele Begriffe in dieser Sprache, durchaus eine zweite, weniger helle Seite hat: Begeisterung und Freude ist die eine, Besessenheit und Raserei die andere.Auch für die dunkle Begeisterung bietet die Mannheimer Historie Beispiele, wenn eingedenk des traurigen Jubiläums im letzten Jahr daran erinnert wird , dass Schüler aus dieser Stadt 1914 in wilder Vaterlandsliebe und fataler Aufbruchslust vom „Klassenzimmer in den Schützengraben" und damit oft in den sicheren Tod zogen. Der Erste Weltkrieg brachte grundlegende Veränderungen bis hinein ins Familienleben, wenn der „Bräutigam an die Front" musste, und schloss ein Jahrhundert endgültig ab, gegen dessen Ende sich die zunehmende wirtschaftliche Prosperität in großen Leistungsschauen wie der „Gewerblichen und landwirtschaftlichen Ausstellung" auch in Mannheim zeigte. Damals wurden in Deutschland die Grundlagen für die Ablösung der Monarchen durch demokratisch gewählte Repräsentanten gelegt, die „Lebenserinnerungen des ersten badischen Staatspräsidenten Anton Geiß" sind dafür eine wichtige Quelle, sie werden hier unter anderem vorgestellt.Einen unmittelbaren Zugriff auf die Lebenswelt der Mannheimer Stadtbevölkerung bietet der Blick in die alten Ausgaben des „Mannheimer Anzeiger". Da werden in selbstbewußtem Dialekt mittels kleiner Anzeigen Verhaltensweisen und Erscheinungsbild – „Awer Kättel!" – kommentiert und kritisiert, in einer analogen Frühform der inzwischen allgegenwärtigen sozialen Netzwerke.Wir hoffen, dies und auch anderes im Panorama dieser Ausgabe der „Mannheimer Geschichtsblätter" erweckt in den Leserinnen und Lesern eine gewisse Begeisterung.
Mannheimer Geschichtsblätter 28/2014. Hrsg. von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüller sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 177 z.T. farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband.ISBN 978-3-89735-889-8. EUR 19,80
Einige Beiträge in der Ausgabe 27/2014 der „Mannheimer Geschichtsblätter“ führen weit weg von Mannheim, sowohl zeitlich als auch räumlich, um dann den Blick aus einer weiteren Perspektive auf Themen zu richten, die die Stadt dann wieder betreffen: Die Geschichte der Beobachtung des Venustransits im 18. und 19. Jahrhundert beginnt in Schwetzingen und endet auf den fernen Kerguelen-Inseln, das Forschungsvorhaben regte eine frühe interdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit an.Ein junger Mannheimer Historiker gewann mit der Geschichte seiner Familie einen Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/2013, sein Bericht beginnt in der Türkei der 1960er Jahre und schildert über einige Generationen hinweg die Schritte einer gelungenen Integration.Die dieses Jahr errichtete Erinnerungsstele auf dem Mannheimer Bismarckplatz gedenkt der verfolgten und ermordeten Bewohner des „Judenhauses“ Große Merzelstraße 7, zwei Artikel erinnern an den Terror des Dritten Reiches in Mannheim, der dank nicht nachlassender historischer Aufarbeitung zunehmend heller beleuchtet wird.Mit der vorliegenden Ausgabe gesellt sich außerdem der Fördererkreis für die Reiss-Engelhorn-Museen zu den Herausgebern der „Mannheimer Geschichtsblätter". In der neuen Rubrik „Fördererkreis für die rem" wird in lockerer Folge über die Unternehmungen dieses Freundeskreises informiert, den Auftakt macht der Bericht über den Ankauf faszinierender Objekte aus dem präkolumbischen Südamerika für die Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen.
Mannheimer Geschichtsblätter 27/2014. Herausgegeben von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß und Günter Eitenmüllersowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein, dem Förderverein der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 126 Abb, repräsentatives Großformat, fester Einband.ISBN 978-3-89735-862-1. EUR 19,80
Der vierte Band der „Neuen Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte“ umfasst neben den wissenschaftlichen Beiträgen von sieben Autoren wieder einen Bericht zur kommunalen Denkmalpflege für die Jahre 2012 und 2013 sowie einen Besprechungsteil mit Rezensionen der neuesten stadt- und landesgeschichtlichen Publikationen.Der zeitliche Schwerpunkt des Bandes liegt mit insgesamt vier Aufsätzen im 19. Jahrhundert, von denen sich zwei der Industrie- und Technikgeschichte widmen, einer den Spuren des Pforzheimer Dekans Frommel folgt und ein weiterer die Pressezensur während der Zeit des „Vormärz“ thematisiert. Eine Untersuchung zu Pforzheim als Residenz im Spätmittelalter und erstmals ein Beitrag zur Fußballgeschichte der Stadt runden den vorliegenden Band ab.
Neue Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte. Band 4 Hrsg. von Christian Groh im Auftrag des Stadtarchivs Pforzheim.240 S. mit 62, z.T. farbigen Abb., fester Einband. ISBN 978-3-89735-819-5. EUR 18,90
Die Beiträge in diesem Band fokussieren den Blick unter anderem auf das Individuum, seine künstlerischen oder auch wissenschaftlichen Eigenarten und seine Leistungen. Den Auftakt bildet ein Beitrag über ein frühes Mitglied der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften (die vor 250 Jahren gegründet wurde), den eigenwilligen und in mancher Hinsicht visionären Botaniker Natalis Joseph de Necker. Zum ersten Mal überhaupt gerät er hier als Person in den Blick der Wissenschaft, wird vorgestellt mit seiner Biographie und seinen Hauptwerken, in denen sich modern anmutende Hypothesen zur geschlechtlichen und ungeschlechtlichen Fortpflanzung von Pflanzen finden.Ein Artikel über die Mannheimer Künstler und Künstlerinnen und ihre Ateliers in der Alten Sternwarte führt nicht nur die Vielfalt künstlerischer Aktivität in Mannheim vor Augen, sondern auch, wie ein ehemals der Wissenschaft gewidmetes Gebäude auch weiterhin ein lebendiger kultureller Mittelpunkt für die Stadt bleiben kann, wenn man es nur einer entsprechenden Nutzung zuführt. Die historische Sternwarte verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart, ebenso wie die angesichts der aktuellen, großangelegten Baumaßnahmen in der Quadratestadt sehr intensive Stadtarchäologie: Die Münzfunde aus Mannheim, die in den Reiss-Engelhorn-Museen aufbewahrt werden, reichen vom römischen Imperium bis in die Neuzeit. Ins Neolithikum zurück führt die Vorstellung des Textilkonvoluts aus einer Pfahlbausiedlung, das in den Reiss-Engelhorn-Museen bewahrt, erforscht und restauratorisch betreut wird.
Hrsg. von Hermann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß sowie den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte. 160 Seiten mit 155 farbigen Abbildungen, repräsentatives Großformat, fester Einband. ISBN 978-3-89735-825-6. EUR 19,80.
Der vorliegende Band 5 der „Fragmenta Melanchthoniana“ vereinigt ganz unterschiedliche Aspekte der Melanchthon- und Humanismusforschung: reformationsgeschichtliche und philologische Aspekte der beiden vergangenen Melanchthonpreisträger, kunsthistorische Überlegungen zur Stadt Rom zur Zeit Martin Luthers, Melanchthons Ehe- und Familienbild sowie seine Geschichtsdeutung, Politik der Reformationszeit, Lebensbildnis des Erbauers des Melanchthonhauses sowie nicht zuletzt verschiedene Kuriositäten, die ebenso mit dem Namen Melanchthons verbunden sind. In ihnen werden vielfach zu wenig beachtete Aspekte der Forschung beleuchtet, auch wenn sie selbst nicht immer in einem inneren Zusammenhang miteinander stehen.
Hrsg. von Günter Frank mit Beiträgen von Nicole Kuropka, Jürgen Krüger, Inge Mager, Martin Schneider, Thorsten Fuchs, Günter Frank, Gerlinde Strohmaier-Wiederanders120 Seiten mit 31 Abbildungen, durchgehend farbig, fester EinbandISBN 978-3-89735-823-2 EUR 14,90
Die Ebernburg-Hefte enthalten u.a. von Joachim Schneider: Die Bedeutung von Burgen und Wehrkirchen für den niederen Adel, von Matthias Freudenberg: Glauben lernen 1563 und heute. Der Heidelberger Katechismus als Herzstück der Kurpfälzischen Kirchenordnung, von Irene Dingel: Den Glauben ins Leben ziehen. Der Heidelberger Katechismus als Handbuch des christlichen Lebens und Grundlage konfessioneller Neuordnung, von Christian-Erdmann Schott: St. Johannis – Mutter-Kirche für das evangelische Mainzund von Uwe Kai Jacobs: Verträge zwischen der evangelischen Kirche und dem Staat. Entwicklung, Stand, Perspektiven.
Hrsg. von Wolfgang Breul, Traudel Himmighöfer, Wolf-Friedrich Schäufele112 S. mit 20 Abb., Broschur. 2005. ISBN 978-3-89735-820-1. EUR 9,90
Das zehnjährige Bestehen des „Forums Internationale Photographie" (FIP) an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim bietet den Anlass, diesen Band der Mannheimer Geschichtsblätter den „Abenteuern des Lichts", der Fotografie, zu widmen. Eine Serie von Artikeln beleuchtet die Arbeit des FIP von den Anfängen bis zu den Ausstellungen im Jahre 2013. Weitere Beiträge zeigen die Bedeutung der Fotografie in mannigfaltigen Wissenschaftsbereichen, etwa in der ethnologischen Forschung oder in der Textilkunde. Fotografien führen in den Mikro- und in den Makrokosmos, sie ermöglichen Einblicke in allerkleinste, dem bloßen Auge unsichtbare Strukturen, z. B. in elektronenmikroskopischen Aufnahmen. Sie bilden unersetzliche historische Zeugnisse oder geraten zu berührenden Kunstwerken, wie sie die Autoren hier vorstellen und erläutern.Eine besseres Erkennen der Fähigkeiten seiner Mitmenschen erhoffte sich Arthur Schopenhauer, als er sich gläserne, also dem Blick zugängliche Hirnschalen wünschte. Seine Zeit in der Quadratestadt würdigt ein weiterer Beitrag. Was hätte der Philosoph wohl vorgefunden, wenn er wirklich in die Köpfe von ebenfalls hier vorgestellten Persönlichkeiten hätte sehen können, etwa in den des Unternehmers Heinrich Propfe oder den des „Mannheimer Lohengrin" Theodor Bumiller? Wahrscheinlich eine starke Vorstellungskraft verbunden mit dem Willen, Ideen auch in Taten umzusetzen, eine Kombination, die, wie gezeigt wird, in der Geschichte Mannheims immer wieder eine förderliche Rolle spielte.
Hrsg. von Herrmann Wiegand, Alfried Wieczorek, Ulrich NießHrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 138 Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-798-3 EUR 19,80
Der aktuelle Band der Mannheimer Geschichtsblätter 24/2012 steht wie das neue Jahr im Zeichen des Beginnens. Initiativen und Anfänge werden vorgestellt, von einem mutigen Zeitungsmacher aus dem 18. Jahrhundert über den ersten Oberbürgermeister Mannheims nach dem Zweiten Weltkrieg und neue Wege im Musiktheater zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu Forschungsaktivitäten in den rem und dem von Synergie getragenen Beginn der „Sternstunde" im Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte reichen die Themen. Der 100. Todestag von Karl May ist ein Anlass, auf die Verbindungen der rem mit dem inzwischen in Werk und Nachwirkung gewürdigten Schriftsteller hinzuweisen, Berichte über neue Wege in der Textilforschung und über die Erstellung eines deutsch-chinesischen Archäologischen Fachwörterbuchs zeigen die Bandbreite der wissenschaftlichen Aktivitäten. Auch die Nachrichten aus den Institutionen stehen im Zeichen des Aufbruchs, zu ihnen gehören unter anderem eine Preisverleihung und die Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Hilfe für die rem.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 137 meist farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2012.ISBN: 978-3-89735-776-1. € 19,80
Neben den aktuellen Nachrichten aus Altertumsverein, Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte und Reiss-Engelhorn-Museen widmet sich diese Ausgabe der „Mannheimer Geschichtsblätter“ einigen Kapiteln der Mannheimer Geistesgeschichte. Goethe kommt darin vor, zum einen als Besucher der Quadratestadt und zum anderen als Kunstsammler, wobei seine Verbindung zu den hier wirkenden Kobell-Brüdern im Mittelpunkt steht. Auch der Beitrag zu den Anfängen und zum Wirken der Anthroposophie in Mannheim bis heute gehört zu diesem Themenkreis, war Goethes Werk doch in vielerlei Hinsicht Impulsgeber für diese Bewegung.Zurück ins 18. Jahrhundert führen die Darstellungen der Geschehnisse um die unglücklich endende Schwangerschaft der Kurfürstin Elisabeth Augusta und die der Baugeschichte des Barockhauses B 4, 13. Einmal ist es der Blick auf großes Unglück, das auch Herrscherfamilien nicht verschonte, und einmal der von der Archäologie ermöglichte Einblick in die Wohnverhältnisse der Stadtbevölkerung zu dieser Zeit, die sich, in kleinen Schritten zwar, doch nach und nach verbesserten. Nicht zuletzt gibt es Rückblicke auf die Anfänge der „Mannheimer Geschichtsblätter" und die Geschichte dieser Publikation, die im Jahre 1900 begründet wurde.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 153 meist farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2012.ISBN: 978-3-89735-745-7. € 19,80
Innovationen und Aufbrüche stellt dieser Band vor, angefangen beim Revolutionär Friedrich Hecker über den Aufbruch der Mannheimer Familie Morgenthau nach Amerika, die später einen wichtigen US-Finanzminister stellen sollte, bis zur wegweisenden Initialzündung für die umfassende, individuelle Mobilität, die die Erfindung des Automobils vor 125 Jahren darstellte. Nicht nur Motoren, auch Innovationen bedürfen eines zündenden Funkens, der das Schwungrad der Tatkraft in Bewegung setzt. Ideen können Taten hervorbringen, die wirken wie der ins Wasser geworfene Stein: Die Kreise werden größer, aber auch schwächer. Ideen einen Aufbewahrungsort zu schenken, ist eine der Aufgaben der Museen und der Archive, denn die dort gesammelten Objekte sind nicht nur materielle Überreste der Vergangenheit, sondern auch Kristallisationspunkte von Informationen, die ihnen mit immer feineren Methoden entlockt werden, wie Beiträge über die Funde aus einem Barockhaus in Mannheim und über das neue Digitalisierungszentrum im Stadtarchiv Mannheim – ISG zeigen. Dass auch Museen neue Wege der Wissensgewinnung und -vermittlung finden können und sollen, zeigt ein weiterer Beitrag, der „Formen der Zusammenarbeit für die Zukunft" beschreibt.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 170 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2012.ISBN: 978-3-89735-736-5. € 19,80
21/2011
Mit diesem Band der Mannheimer Geschichtsblätter gibt es eine Neuerung in der Herausgeberschaft: Das Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte (ISG) wird ab jetzt die Halbjahresbände mit gestalten, was das Spektrum der Publikation entscheidend erweitert. Die Beiträge des Stadtarchivs finden unsere Leserinnen und Leser künftig unter der Rubrik ISG-Report. Den Auftakt bilden Vorträge, die anlässlich wichtiger Veranstaltungen im aktuellen Stadtgeschehen gehalten wurden, unter anderem die Rede von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zur Erinnerung an die Deportation der Mannheimer Juden vor siebzig Jahren. In unserer ersten Ausgabe 2011 knüpfen die Autorinnen und Autoren in detailreichen Texten Verknüpfungen über die Jahrhunderte: Vom Mantel der Stauferkaiser, Stoff gewordenes Zeichen für einen imperialen Herrschaftsanspruch, führt eine Linie über die textile Brautausstattung der Wilhelmine Bassermann, die einen Blick auf den Wohlstand der Mannheimer Stadtbürger im frühen 19. Jahrhundert erlaubt, zu den Forschungen des EU-Projektes DressID. Ein weiteres EU-Projekt, LeCHE, an dem die rem beteiligt sind, wird vorgestellt und regt zu Gedanken über die Lebensumstände zur Zeit der Besiedlung Europas durch die ersten Bauern an. Die hier angewandten interdisziplinären Methoden erbringen auch Ergebnisse bei der Erforschung wesentlich jüngerer Objekte, wie die Bauaufnahme des Barockhauses B 4, 13 zeigt. Der Artikel, ein weiteres Kapitel der umfassenden Erforschung eines Zeugnisses aus der Mannheimer Residenzzeit, informiert mit detailreichen Plänen und Zeichnungen über die Bauweise und Ausstattung des Hauses. Und der historische Zugriff auf die Wirtschaftsgeschichte der Stadt bringt zu Tage, dass weniger das sagenhafte Rheingold, sondern eher das Herstellen von Chemikalien der heutigen Metropolregion zu Prosperität und Wohlstand verhalf.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.160 S. mit 158 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2011.ISBN: 978-3-89735-690-0. € 19,80
Band 3 der „Neuen Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte“ umfasst neben Aufsätzen wieder einen Besprechungsteil sowie den Bericht zur kommunalen Denkmalpflege für die Jahre 2008 und 2009. Die Dokumentation der Berichte der NSDAP-Kreisleitung Pforzheim stellt erstmals ausführlich und kommentiert eine bislang unterschätzte Quelle vor. Auch der Briefwechsel eines jüdischen Dienstmädchens in Konstantinopel mit den Eltern in Pforzheim ist in Auszügen ediert.Daneben schreiben Autorinnen und Autoren zu Themen der Stadtgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Neue Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte, Band 3Hrsg. vom Stadtarchiv Pforzheim.264 S. mit 40, z. T. farbigen Abb., fester Einband.ISBN 978-3-89735-656-6. 18,90 EUR.
rem-magazin 20/2010
Band 20/2010 der Mannheimer Geschichtsblätter–remmagazin richtet den Blick zurück auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts mit Porträts dreier Mannheimer Persönlichkeiten aus dieser Zeit. Vorgestellt werden ein Journalist im Fin de siècle, die in Mannheim wirkende erste Hochschullehrerin Deutschlands und der Oberbürgermeister der Stadt während des Dritten Reiches. Mit der Geschichte einer jüdischstämmigen Familie aus der Metropolregion Rhein-Neckar wird an den siebzigsten Jahrestag der unseligen Aktionen erinnert, die Baden-Württemberg, die Pfalz und das Saarland „judenfrei“ machen sollten.Als Tribut an ein weiteres, wenn auch knapp verflossenes Schillerjahr wird das Verhältnis des Dichters zu seinem Zeit- und Berufsgenossen August Wilhelm Iffland dargestellt. In der Schillerzeit begann auch die Geschichte des Hauses B 4, 13 in Mannheim. Der Abbruch des Wohngebäudes aus der Barockzeit ermöglichte seine eingehende und gründliche archäologische Untersuchung durch die Wissenschaftler der rem, die unser Wissen um das Leben im Mannheim des 18. Jahrhunderts um viele Facetten erweitert.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Mannheimer Altertumsverein.160 S. mit 160 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2010.ISBN: 978-3-89735-671-9. € 19,80
rem-magazin 18/2009
Der Mannheimer Altertumsverein feiert Jubiläum: Seit 150 Jahren betreiben engagierte Bürger zusammen mit den Reiss-Engelhorn-Museen und jetzt auch dem Stadtarchiv Mannheim historische Forschung, erweitern das Wissensspektrum mit Vorträgen und Publikationen und bewahren wichtige Dokumente vor dem Vergessen. Deshalb ist der Band 18/2009 der Mannheimer Geschichtsblätter – remmagazin der Geschichte und Bedeutung des Mannheimer Altertumsvereins gewidmet: Festvortrag und Chronik sind darin enthalten, Porträts einzelner Vorsitzender, die Lebensgeschichten prominenter Mitglieder und nicht zuletzt zahlreiche Bilddokumente. Sie führen von den Anfängen im ersten Vereinslokal „Silberner Anker“ 1859 bis zur heutigen Institution und ihren aktuellen Aktivitäten. Ins große Weite führt der zweite Schwerpunkt der Publikation: Die Geschwister Reiß brachen von Mannheim aus auf zu ihren Reisen, unter anderem in den nahen und fernen Osten. Heute sind ihre Reisesouvenirs kostbare und aussagekräftige Museumsobjekte, die Reisebilder wertvolle historische Dokumente nicht nur für das Aussehen der bereisten Orte im 19. Jahrhundert, sondern vor allem als Zeugnisse für die Entwicklung und den Einsatz des Mediums Fotografie. Die Reisebilder aus China und Japan werden hier publiziert, ein Teil der reichhaltigen Bestände der Reiss-Engelhorn-Museen. Ebenso werden in diesem Band rem-eigene Grafiken vorgestellt, vorfotografische Reiseerinnerungen aus dem Süden, in den es schon die Zeitgenossen des Kurfürsten Carl Theodor und diesen selbst zog. Hinzu kommen Berichte und Bilder zu den aktuellen Forschungsvorhaben und der Publikumsarbeit von Altertumsverein und Museen.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Mannheimer Altertumsverein.160 S. mit 144 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2009.ISBN: 978-3-89735-635-1. € 19,80
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rem-magazin 17/2009
Eine der schönsten Aufgaben für Historiker und Museumsleute ist es, Geschichte so zu vermitteln, dass in den Augen der bislang vielleicht nicht sehr Neugierigen das Verlangen nach mehr aufleuchtet. Wissendes Schauen ergibt sich sicher aus der Lektüre des Artikels über den Mannheimer Fabrikanten Flink, sind doch viele Erzeugnisse aus seiner Eisen- und Bronzegießerei noch in den Quadraten zu finden: Bei nostalgisch anmutenden Schaufensterfassungen und Fassadengestaltungen lohnt die Suche nach dem Firmenstempel "Carl Flink". Flink wirkte hier um die Wende zum 20. Jahrhundert, ebenso wie der weitaus bekanntere Heinrich Lanz. Das Lanz'sche Stadthaus auf dem Quadrat A 2 wurde vor genau hundert Jahren fertig gestellt, Grund genug, diesem "bürgerlichen Palazzo" einen längeren Artikel zu widmen. Entsprechend guter Mannheimer Bürgertradition rief Lanz auch eine Stiftung ins Leben, die etwa hundertjährige Geschichte des Heinrich-Lanz-Krankenhauses schildert ein weiterer Beitrag dieses Bandes. Und ebenfalls gerade hundert Jahre zurück liegen die Anfänge der Fliegerei in Mannheim, so sei an die ersten Konstrukteure und die wagemutigen Piloten am Himmel über der Stadt erinnert. Viel weiter in die Zeit zurück führt die rem-Wissenschaft. Zeigte die Ausstellung "Homer – Der Mythos von Troia in Dichtung und Kunst" die andauernde Aktualität der homerischen Themen, erweitern wir den Blick in die Rezeptionsgeschichte anhand der Fresken in der Villa Valmarana. Ein Ergebnis interdisziplinärer Forschung ist die Vorstellung der homerischen Pflanzenwelt, in die wahrscheinlich auch schon Cannabis gehörte. Und natürlich fehlen die Hinweise auf das aktuelle rem-Geschehen nicht, auf neue Ausstellungen, unseren Jugendclub und Highlights.
Hrsg. von den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Mannheimer Altertumsverein.160 S. mit 157 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2009.ISBN: 978-3-89735-595-8. 19,80
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Pieter Valkenier (1641–1721) war seit 1676 niederländischer Gesandter in Deutschland, seit 1690 in der Schweiz. Hauptziel seiner Diplomatie war die Bekämpfung der absolutistischen Machtpolitik und Intoleranz des französischen Königs Ludwig XIV. Seit 1698 kümmerte sich Valkenier mit großem Erfolg um die Ansiedlung der Waldenser in Deutschland, die ihres Glaubens wegen aus dem Piemont vertrieben worden waren. Es fehlen neuere Studien zu Valkenier. Im vorliegenden Band werden Leben und Werk dieses niederländischen Gesandten ausführlich vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf seinem Engagement für die Waldenser.
Zweite Neuauflage.
Waldenserstudien, hrsg. von der Deutschen Waldenser-Vereinigung e.V. Ötisheim-Schönenberg, Bd. 2.
288 S. mit 31 Abb., Broschur. 2009.
ISBN 978-3-89735-273-5. EUR 28,-
Humanismus und Europäische Identität
Die Beiträge des vorliegenden Bandes sind aus verschiedenen Anlässen der Jahre 2007 und 2008 hervorgegangen. Der erste Hauptteil vereinigt Beiträge eines Symposiums, welches die Europäische Melanchthon-Akademie mit der Evangelischen Akademie in Hermannstadt vom 3.–6. Oktober 2007 in Sbiu/Hermannstadt veranstaltet hat. Thema dieses Symposiums war die Frage nach der Bedeutung des Humanismus für das europäische Selbstverständnis an der Schwelle zur frühen Neuzeit sowie die religiöse Toleranz, wie sie im 16. Jahrhundert in vorzüglicher Weise in Siebenbürgen gegeben war. In diesem komplexen Thema spielten nicht zuletzt zwei bedeutende Melanchthon-Schüler eine herausragende Rolle: Johannes Honterus und Valentin Wagner. In einem zweiten Hauptteil werden erneut jene Vorträge, die aus der Tradition der Sonntagsvorträge in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses hervorgegangen sind, dokumentiert. Diese haben sich einigen zentralen, in der Forschung vielfach vernachlässigten Aspekten der Melanchthon-Forschung gewidmet wie die Bedeutung der antiken Literatur im Wirken Melanchthons, sein Geschichtsverständnis sowie die mit Melanchthon verbundenen Diskussionen um die Seelenlehre. Der abschließende Beitrag wendet sich dem Thema der religiösen Toleranz erneut zu, nunmehr in der Wahrnehmung des Islam in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
190 S., fester Einband. 2009.
ISBN 978-3-89735-584-2. EUR 17,80
Neben den wissenschaftlichen Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren ist in Band 2 erstmals ein Besprechungsteil mit Rezensionen der wichtigsten stadtgeschichtlichen Publikationen der letzten Jahre enthalten sowie das künftig fortzuschreibende Denkmalskataster der Stadt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt mit gleich drei Beiträgen auf dem derzeit in Wissenschaft und Politik aktuellen Thema der Erinnerungskultur. Die zeitliche Spanne der Beiträge reicht vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis in die jüngste Vergangenheit und bietet Wissenschaftlern und interessierten Laien mit unterschiedlichen Interessen, auch weit über die Stadtgrenzen hinaus, anregende und aufschlussreiche Lektüre.
Aus dem Inhalt (Auswahl):
Andreas Deutsch (Frankfurt am Main) über den juristischen "Bestseller" eines Pforzheimer Stadtschreibers des 16. Jahrhunderts; Marica Venturino Gambare und Alberto Crosetto (Turin, Italien) über einen Pforzheimer Weltmenschen des 19. Jahrhunderts mit höchsten Verdiensten für die Forschung in Italien; Barbara Grimm (München) über ein Kriegsverbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs; Christiane Winkler (London) über die Erinnerung an die Kriegsgefangenschaft; Axel Schildt (Hamburg) über das kulturelle Leben im Pforzheim der frühen Bundesrepublik; Georg Wagner-Kyora (Hannover) über den Wiederaufbau in Pforzheim.
Neue Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte, Band 2
Hrsg. vom Stadtarchiv Pforzheim.
336 S. mit 20 Abb., fester Einband. 2008.
ISBN 978-3-89735-540-8. EUR 18,90
rem-magazin 16/2008
Der "Relaunch" der Mannheimer Geschichtsblätter ist nun gerade ein Jahr alt. Sollte Ihnen dieser Anglizismus ein gewisses Unbehagen bereiten, könnte Sie der Schwerpunkt unserer neuen Ausgabe um anregende Einsichten bereichern. Er liegt auf dem Werk und Wirken des Verlegers und Publizisten Anton von Klein, der, unter anderem als "Geschäftsverweser" der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft, die deutsche Sprache verbessern und ihr eine höhere Wertschätzung verschaffen wollte. Seine Auseinandersetzungen mit anderen Sprachreformern und Autoren, allen voran mit Johann Jakob Hemmer und Friedrich Schiller, werden aus verschiedenen Blickwinkeln in mehreren Textbeiträgen beleuchtet. Der Streit um den rechten Umgang mit Sprache und Schrift hat, so ist zu erkennen, nichts von seiner Brisanz verloren, kämpfte man im 18. Jahrhundert gegen die Übermacht des Französischen, ist heute eher Englisch das Angriffsziel. Der Blick in die Vergangenheit rät zur Gelassenheit, solange man über Sprache streitet, wird sie bereichert.
Wie bereits guter Brauch, bietet auch diese Ausgabe wieder Einblicke ins aktuelle rem-Geschehen mit Berichten über neue Ausstellungen, einen Archäologiekongress und weitere Veranstaltungen, die Highlights in den Sammlungen und laufende Arbeiten wie Grabungen oder Restaurierungen. Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2007 verschafft zudem einen konzentrierten Überblick.
192 S. mit zahlreichen farb. Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2008.
ISBN: 978-3-89735-571-2. € 19,80
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rem-magazin 15/2008
Bunte Vielfalt kennzeichnet den neuen Halbjahresband der Mannheimer Geschichtsblätter mit rem-Magazin. In bewährter Qualität enthält er sowohl Beiträge zur Regionalgeschichte der Kurpfalz von ausgewiesenen Autoren als auch Themen aus den Reiss-Engelhorn-Museen – meist im Zusammenhang mit laufenden Ausstellungen und Forschungsprojekten. Ein Schwerpunkt dieses Bands ist das Pferd und „Urpferd“ aus archäozoologischer Sicht, weiter werden auch interessante Einblicke in die aktiv betriebene Stadtarchäologie Mannheims gewährt. „Mannheimer Geschichtsblätter. rem-Magazin“ erscheint ab sofort in zwei Halbjahresbänden zum Preis von je 10,00€ oder als Doppelband zum Preis von 20,00€. Das neue ‘Outfit’: attraktives DIN A 4-Format mit festem Einband und Vierfarbdruck mit vielen Abbildungen – aber nach wie vor in bewährter Partnerschaft mit dem verlag regionalkultur.
192 S. mit 177 farbigen Abb., repräsentatives Großformat, fester Einband. 2008.
ISBN 978-3-89735-559-0. EUR 19,80
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