Ilse Koch
Die »Kommandeuse« von Buchenwald – Eine Darstellung des Bösen
Die Ehefrau des Lagerleiters von Buchenwald, Ilse Koch, machte sich als »Hexe von Buchenwald« einen unrühmlichen Namen. Sie eignete sich anmaßende Befugnisse an, die so weit gingen, dass sie die Häftlinge, auf unverschämte Weise provozierte und keine Gelegenheit ausließ, um sie zu demütigen und zu quälen oder sogar eigenhändig zu erschießen. Im Juni 1945 wurde sie in Ludwigsburg verhaftet. Der erste Prozess, 1947 von den Amerikanern durchgeführt, wurde wegen Verfahrensfehlern annulliert; im Folgeprozess, ab 1949, vor einem deutschen Gericht, bekam sie eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Im Buch wird anhand von Gerichtsprotokollen und Zeugenaussagen bei der Zentralen Stelle Ludwigsburg zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen, die Darstellung des Bösen thematisiert und aufbereitet. Ilse Koch starb 1967 in der Frauenstrafanstalt Aichach durch Suizid.
Manfred Henne, Ilse Koch. Die »Kommandeuse« von Buchenwald – Eine Darstellung des Bösen.
122 Seiten mit 64 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur.
ISBN 978-3-95505-625-4. EUR 19,90.