Neuerscheinung über Opfer des Nationalsozialismus aus Schriesheim

„Gesund will ich bleiben, wieder zurückkehren.“ So lautete die letzte Botschaft einer Schriesheimer Jüdin, als sie 1942 deportiert wurde. Sie kehrte nicht mehr zurück.
1933 lebten in Schriesheim unter 4.300 Einwohnern noch etwa 45 jüdische Bürger. Andere Juden hatten den Ort aus beruflichen Gründen oder durch Heirat zum Teil schon lange vor 1933 verlassen. In ihren Schicksalen zeichnen sich alle Facetten der nationalsozialistischen Judenverfolgung ab.. Parallel zur Judenverfolgung wurden Frauen, Männer und ein Kind Opfer der Zwangssterilisation und der NS-„Euthanasie“.
Das Gedenkbuch stellt die Einzelschicksale der Verfolgten auf der Grundlage umfangreicher Archivstudien und unter Verwendung der Aussagen von Zeitzeugen dar. Das Schlusskapitel zur „Wiedergutmachung“ beschreibt neben der Rückerstattung entzogener Vermögenswerte und der Entschädigung für erlittenes Unrecht auch die Bemühungen der Stadtgesellschaft um eine Kultur des Erinnerns.

Auf 720 Seiten und mit 482, meist farbigen Bildern wird detailreich, fundiert und auch sehr persönlich an die Opfer des Nationalsozialismus in Schriesheim erinnert und ihre Schicksale aufgearbeitet - ein sehr wichtiges Buch, nicht nur für Schriesheim!

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