Ausstellungskatalog "NATURE A MYSTERY" jetzt lieferbar!

Die Künstlerin hat eine Entdeckungstour in die Natur unternommen, hat Fundstücke gesammelt, welche für die Vielfalt der Natur stehen, aber auch für die Vergänglichkeit sowie die vom Menschen gemachte Bedrohung. Abgestorbene Pflanzen, ja sogar tote Tiere werden mit Fotografien intakter Natur konfrontiert. Man ist erinnert an die Stillleben, wie wir sie aus der Kunstgeschichte kennen. Uscha Rudek-Werlés Ansatz ist allerdings ein anderer: Sie bildet Natur nicht mit malerischen Mitteln nach, sondern nutzt aufgefundene Objekte aus der Natur, um sie in einen unerwarteten Kontext zu stellen. Damit befindet sie sich in bester Tradition zu anderen Künstlern, die gefundene Gegen-stände zum Zentrum ihrer Kunst machen (object trouvé). Uscha Rudek-Werlé hat ihre Fundstücke in durchsichtige Plastikdosen verpackt. Es sind Alltagsgegenstände, Verpackungen, die man zum Beispiel vom Supermarkt kennt und gleichsam unseren Wohlstandsmüll symbolisieren. Das Besondere dabei ist, dass die verpackte Natur auch an die Archive und Schaustücke naturkundlicher Sammlungen erinnert.
Damit schlägt die Ausstellung einen unerwarteten Bogen zum Ausstellungsort, dem MARCHIVUM, das zwar kein naturkundliches Museum ist, das aber als Mannheims Archiv ebenfalls Objekte sammelt und aufbewahrt. Freilich sind es keine Fundstücke aus der Natur, sondern Dokumente, die von der Geschichte Mannheims und seinen Menschen erzählen. Es sind Verwaltungsakten, Nachlässe, Fotografien und Filme, Plakate und an-deres mehr. Auch sind diese Dokumente nicht in durchsichtigem Plastik verpackt, sondern in archivgerechten Kartons aus Pappe.

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