Neues aus dem verlag regionalkultur

Wider das Vergessen der Verbrechen der NS-„Euthanasie“, dem auch Menschen aus Neckargemünd und Kleingemünd sowie aus den Ortsteilen Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach zum Opfer fielen, richtet sich das vorliegende Buch. Durch gemeinsames Gedenken wollen die Autoren der einzelnen Aufsätze den Opfern ihre Würde zurückgeben – unter diesem Motto wurden die Lebensgeschichten verfasst, die in diesem Buch veröffentlicht werden. Das ist ihnen gelungen.
Wie im ersten Wappen gezeigt werden konnte, lässt sich dasHarfenwappen des Bligger von Steinach als Folge der Verschwägerung der Landschaden mit zahlreichen Adelsgeschlechtern des süddeutschen Raumes in einer Vielzahl von Grabdenkmälern und Epitaphien in den verschiedensten Orten nachweisen. Die Suche nach diesem Wappen wurde inzwischen fortgesetzt und mit einigem Erfolg weitergeführt. Deshalb werden in diesem zweiten Band weitere Nachweise des Harfenwappens vorgelegt. Auch hierbei handelt es sich um Funde in Wappen- und Turnierbüchern sowie an Grabdenkmälern im weiteren Umkreis von Neckarsteinach und weit darüber hinaus
Welchen Weg beschritt die „Ideenwerkstatt Waldkirch in der NS-Zeit“ in den Jahren 2011– 2017, der am Ende zur Enthüllung dieses Mahnmals in Waldkirch geführt hat? Vielleicht kann die Dokumentation Anregungen geben, wie über die Erforschung der Täterbiographien hinaus eine längerfristige Auseinandersetzung mit dieser Thematik geführt werden kann. Wer den Weg verstehen will, den die deutsche Gesellschaft damals gegangen ist – in die Diktatur, in den Zweiten Weltkrieg und in den Holocaust –, kommt nicht daran vorbei, sich mit den unterschiedlichen Formen der Täterschaft zu beschäftigen.

125 Jahre JKG Bruchsal!

Mit einer monumentalen Chronik wird das 125. Jubiläum des Justus-Knecht-Gymnasiums in Bruchsal gewürdigt: Florian Jung, der selbst das JKG besuchte und heute dort unterrichtet, hat die fakten- und facettenreiche Schulgeschichte mit enormem Engagement recherchiert, zusammengetragen und auf gut lesbare, unterhalt same Weise aufbereitet; durch ein Autorenteam unter seiner Führung sind alle Aspekte des Schullebens vertreten – von den Fachbereichen über die sich ständig verändernden Raumbedingungen bis hin zu den Schüleraustauschen oder den sportlichen, musischen und kulturellen AGs. Schülermitverwaltung, Elternbeirat oder Freundeskreis sind Beispiele dafür, dass das gute und konstruktive Miteinander und der „Spirit“ dieser traditionsreichen pädagogischen Institution überall zu spüren sind.

Nicht nur für Ehemalige eine lohnenswerte Lektüre!
Im 19. Jahrhundert verließen zahlreiche Badener ihre Heimat, um in der Ferne das Glück zu suchen. Ihre Namen und Herkunftsorte sind inzwischen weitgehend erschlossen und können auf der Internet-Seite des Landesarchivs, in Ortsgeschichten und an anderer Stelle nachgelesen werden. Alle diese Fundstellen enthalten jedoch nur die Leute, die unter förmlicher Aufgabe des Staatsbürgerrechts weggezogen sind. Wo aber stehen diese frühen und die vielen anderen Auswanderer? Ganz einfach: in der Zeitung! Die Amts- und Intelligenzblätter des 19. Jahrhunderts. sind voll von niedergerichtlichen Bekanntmachungen über Auswanderer und Abwesende.
Allein wie findet man solche Einträge, wenn nur der Name bekannt ist, aber nicht der Heimatort? Man kann ja nicht auf gut Glück tausende von Zeitungsseiten durchblättern. Hier helfen nur Namensregister, und solche liegen jetzt gedruckt in vier Bänden vor!
Schon lange bevor Freiburg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Zentrum der wissenschaftlichen Forschungen zur Parapsychologie sowie als Hochburg der Esoterik bekannt wurde, gehörten Okkultismus, Spiritismus und der Glaube an paranormale Phänomene zur Lebenswelt der Breisgau-Hauptstadt. Zwischen 1900 und 1945 boten zahlreiche „Magnetopathen“ und sonstige Laienheiler unorthodoxe Gesundheitstherapien an, bekannte Hellseher und Telepathen traten in Erscheinung und wurden experimentell untersucht, die Praxis der Astrologie war populär, Tiere wurden zum Sprechen gebracht und in der Stadt existierten mehrere auf Occulta spezialisierte Verlage und Buchhandlungen.

Dieser neue Sammelband stellt einige dieser Akteure und ihre ganz speziellen Besonderheiten vor!
Fast niemand glaubte im März 1933 in Herrenberg noch an die Demokratie. Als zum letzten Mal freie Wahlen stattfanden, gab die Mehrheit der Wahlberechtigten ihre Stimme den Nationalsozialisten. Die meisten dieser Männer und Frauen waren keine Fanatiker, aber sie konnten sich mit vielen Aspekten des neuen Regimes identifizieren. Minderheiten wurden hingegen auch in Herrenberg Opfer des NS-Terrors: Politisch missliebige Personen wurden in Konzentrationslager gebracht, ausländische Zwangsarbeiter ausgebeutet und kranke Menschen zwangssterilisiert und ermordet.
Der Historiker Marcel vom Lehn untersucht in diesem Buch, wie sich der Nationalsozialismus in Herrenberg ausprägte, und wirft dabei einen umfassenden Blick auf die Entwicklung von Stadt, Gesellschaft, Kirchen und Wirtschaft.
Einst ein Treppenhaus, hat sich der Alfons-Kern-Turm zum Kreativzentrum von Pforzheim entwickelt, auch dank der Kooperation mit EMMA Kreativzentrum Pforzheim. Dem rätselhaft anmutenden Sonnenuhr-Wandbild auf der Südseite des Turms ist es zu verdanken, dass er vom Abriss der Schule verschont blieb und heute einen kulturellen Projektraum bietet. Mehr dazu und das umliegende Quartier im neuen Band der Pforzheimer Stadtrundgänge - erhältlich ab dem 24. November!
Hier kommt sie, die Vorgeschichte zum „Räuberliebchen“: Er ist ein zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilter Mörder, sie eine Tochter aus bestem Hause. Im Oberschwaben des Jahres 1780 treffen diese beiden aufeinander. Eine gemeinsame Zukunft scheint daher für beide unmöglich. Oder etwa doch nicht? Mit ihrer Hartnäckigkeit gegen alle Widerstände an ihm festzuhalten und seiner Willensstärke, alle Schikanen, denen er ausgesetzt ist, zu überstehen, schaffen sie es zunehmend, nicht zuletzt mit Hilfe ihrer Freunde, ihr weiteres Leben selbst zu bestimmen.

Das neue Buch von Sabine Maucher hat es mal wieder in sich!
Auch Schwaben haben Sex - und das schon seit einer ganzen Weile! Wie das früher und heute so ablief erfährt man in den amüsanten und oft ziemlich rustikalen Geschichten und Anekdoten, die in diesem Büchlein gesammelt sind. Auf 120 Seiten bietet der Autor Gerhard Fritz eine ganze Reihe interessanter und schlüpfriger Begebenheiteten, die die Bauersleut genauso betreffen wie den hohen Adel - der es oft am schlimmsten trieb. Anschaulich wird das Ganze durch zahlreiche, größtenteils farbige Abbildungen.
Draußen wird es kalt. Eigentlich müssten sie nun wieder an den Fenstern erscheinen: die Eisblumen .Vor allem moderne Fenster und unsere gestiegenen Ansprüche an die Wohnqualität haben die Eisblumen allerdings praktisch zum Verschwinden gebracht. Der Autor bedauert dies und hat sich daher ausführlich mit diesem Thema befasst. Er erklärt, wie Eisblumen an unseren Fenstern entstehen und erinnert an frühere Zeiten, die auch weniger romantische Seiten hatten. Darüber hinaus widmet er sich dem Gegenstand in philosophischer und lyrischer Hinsicht und hat zehn der schönsten Eisblumen-Gedichte ausgewählt. Zahlreiche Abbildungen vervollständigen das Buch, wobei u.a. die vielfältigen und faszinierenden Muster der Eisblumen anschaulich gemacht werden.
Vor 17 Jahren wurde die Erstauflage von "Das Heidenloch" veröffentlicht. Nach mehreren weiteren Auflagen und einem erfolgreichen Hörspiel ist der Heidelberger Mystery-Roman nun auch digital als E-Book erhältlich.

An der Spannung der Schauergeschichte ändert das nichts: Unheimliche Wesen terrorisieren 1907 Handschuhsheim und Neuenheim. Bald wird ihre Herkunft klar: Sie entsteigen dem Heidenloch auf dem Heiligenberg. Aber wie kann man ihnen Herr werden? Das Heidenloch ist die fiktive Aufdeckung einer Geheimakte aus dem Jahr 1907, die anhand von Einzeldokumenten fantastische Ereignisse auf dem Heiligenberg schildert.
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