Filter schließen
Filtern nach:

Neues aus dem verlag regionalkultur

Der Düsseldorfer Fotograf Anton Tripp dokumentierte 1963 den damaligen Metallarbeiterstreik in der Industriemetropole Mannheim. Ein großer Teil dieser fotografischen Aufnahmen findet sich in den Sammlungen von Udo Achten, viele weitere im Ruhr Museum Essen. Ein Autorenteam um Horst Steffens hat nun diese Bestände gesichtet und rund 70 Fotografien ausgewählt, die in diesem Quellenband präsentiert werden. Sie bieten einen lebendigen Querschnitt der Ereignisse und Akteure, portraitieren Männer, Frauen sowie ausländische Mitarbeiter, die am Streikgeschehen teilnehmen. Atmosphärisch wird die „Volksfeststimmung“ an einem 1. Mai ebenso eingefangen wie der Alltag von Streikposten vor den Werkstoren. In mehreren Artikeln wird das Streikgeschehen von 1963 nachgezeichnet. Gewerkschaftliche Akteure des damaligen Arbeitskampfes werden als Zeitzeugen interviewt, und es entsteht auf diese Weise ein eindrucksvolles Bild der damaligen Geschehnisse. Durch die Kamera von Anton Tripp geschaut stehen – ebenso wie in den Zeitzeugen Interviews – die Akteure im Mittelpunkt, die diesen von der IG Metall organisierten Streik führen.
Siegfried Blum hat in diesem Buch sämtliche Häuser Oberprechtals, die bis 1950 errichtet wurden, mit ihren jeweiligen Besitzern verzeichnet. Aus seiner umfangreichen Sammlung werden sie auch in Abbildungen vorgestellt, überwiegend mit alten Aufnahmen und nur, wenn dies nicht möglich war, mit neueren Fotografien. Weitere Abbildungen dokumentieren die Entwicklung Oberprechtals seit dem 19. Jahrhundert. Ergänzend hat Heiko Haumann einen Überblick zur Geschichte Oberprechtals beigefügt. Siegfried Blum hat mit diesem Werk, das ein Ergebnis lebenslanger Forschungen darstellt, eine wichtige Grundlage für die Orts- und Familiengeschichte geschaffen.
Dieses Buch ist eine abenteuerliche Zeitreise durch die Welt der Schwarzwaldsagen. Denn wo, wenn nicht im Schwarzwald kann man sie noch finden – Gespenster, Hexen, verborgene Schätze und mystische Orte? Vieles von dem, was uns in Sagen als außergewöhnlich und übersinnlich begegnet, gibt es nach Ansicht des Verfassers tatsächlich, auch in unserer Zeit. In diesem Band stellt er nicht nur zahlreiche Sagen des Nordschwarzwaldes vor, sondern beleuchtet auch ihre historischen Hintergründe und Deutungen. Das macht dieses Buch zu weit mehr als einer einfachen Sagensammlung!
Altes neu entdecken – mehr erfahren – unterwegs sein: Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise durchs Pfinztal und lernen Sie die kulturellen und historischen „Schätze“ neu kennen. Sie werden überraschende Einblicke zu Bekanntem und Unbekanntem erhalten, Gewöhnliches und Außergewöhnliches mit neuen Augen sehen oder einfach nur Anregungen finden, um sich in der Natur zu erholen. Über 190 Fotos illustrieren die Texte eindrucksvoll und fokussieren Details, die es wert sind, sie zu entdecken. Tourenvorschläge und persönliche Bezüge von Pfinztalern zu ihrer Heimat ergänzen das 120 Seiten umfassende Buch.
Dieser Bildband zeigt auf über 200 Seiten mit fast 470 Fotos, wie sich ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf in den letzten 70 Jahren in einen Kurort verwandelt hat. Die „neue Zeit“ hat jedoch auch in anderen Orten ihre Spuren hinterlassen. Das Buch ist deshalb nicht nur für Mingolsheimer Ureinwohner, Neubürger und Kurgäste interessant, sondern für alle, die den Wandel auch in ihren Heimatorten erlebten oder noch erleben.
Die Region Heilbronn-Franken sonnt sich schon seit Jahrzehnten in einem anhaltenden dynamischen Wirtschaftswachstum, obwohl viele dafür aus einer quantitativ-theoretischen Perspektive als notwendig erachteten Strukturbedingungen dort gar nicht gegeben sind. Im Vergleich zu anderen Regionen besteht z.B. eine deutliche Lücke an hochqualifizierten Arbeitskräften und höherrangigen Unternehmensdienstleistungen. In der vorliegenden wirtschaftsgeographischen Regionalanalyse kommt deshalb eine qualitative Brille für die Analyse der dem regionalen Wirtschaftswachstum in Heilbronn-Franken zugrundeliegenden Kompetenzen zur Anwendung. Über eine umfassende Fallstudie über den Automobilzuliefersektor hinaus werden mit der IT-, der Logistik- und der Fulfillment-Branche drei Dienstleistungssektoren unter die Lupe genommen. Eingebettet sind die Fallstudien in einen Analyserahmen, der bildungswissenschaftliche Theorien mit Unternehmenstheorien und Konzepten regionaler Wirtschaftsentwicklung zu verknüpfen versucht. Über eine umfassende Erläuterung des Kompetenzbegriffs hinaus bietet der Theorieteil auch eine Fundierung der Konzepte des „Tüftler-Unternehmers“ und der „Vererbten Kompetenz“. Das Schlusskapitel gibt Anregungen zur Förderung zukünftiger regionalwirtschaftlicher Entwicklungspfade.
Über eine kurze Zeitspanne von knapp 80 Jahren entfaltete sich in Horb am Neckar eine vielfältige jüdische Kultur. Die aus den umliegenden Dörfern zugezogenen jüdischen Familien belebten Handel, Gewerbe und das kulturelle Leben in der Stadt. Sie integrierten sich in das Gemeinwesen der Oberamtsstadt, behielten aber ihre eigenen jüdischen Traditionen. Davon zeugen heute noch ein Betsaal und der jüdische Friedhof. 1913 wurde der Sitz des Rabbinats des Schwarzwaldkreises von Mühringen nach Horb verlegt. Der geplante Bau einer Synagoge musste nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aufgegeben werden. Die jüdische Gemeinde wurde in der Shoa vollständig vernichtet.
In langjähriger Recherche im Stadtarchiv Horb hat eine Arbeitsgruppe reiches Material zusammengetragen. Daraus sind in einem lebendigen Prozess die Beiträge für dieses umfassende Werk entstanden.
Im Alter von etwa 25 Jahren schrieb Alfred Bassermann (1859–1935) mehrere Kinderstücke, darunter auch „Die guten Kameraden“, das erst von seinen Kindern und Neffen als Theater-, später auch von seinen Enkeln im Familienkreis als Marionettenstück aufgeführt wurde. Schon in seiner Kindheit war es im Hause Bassermann Tradition, dem Nachwuchs das Theater durch eigene Aufführungen und die klassische Literatur durch Lesungen nahezubringen. Heidrun Halbaur, eine Enkelin Alfred Bassermanns, die seine Werke als Marionettenspielerin lieb gewann, hat nun anhand seiner alten Aufzeichnungen den Text der „Guten Kameraden“ zusammengestellt, bearbeitet und herausgegeben. Die Geschichte basiert auf den Texten und herrlichen Zeichnungen aus den „Münchner Bilderbogen“, welche nun auch diese Ausgabe schmücken.

Entstanden ist nicht nur eine Hommage an den kreativen Großvater, sondern auch ein herausragendes Beispiel für Selbstverständnis und Wertevermittlung des gebildeten Großbürgertums im 19. Jahrhundert.
Im Juni 769 wird Helmsheim als fränkische Siedlung erstmals erwähnt: Schreibkundige Mönche des Klosters Lorsch beurkunden die fromme Stiftung eines Niederadeligen, der den Benediktinerbrüdern um des Seelenheils willen seine Güter „in villa Helmolvesheim“ überlässt. Damit tritt das kleine Dorf im Saalbachtal zwischen Bruchsal und Bretten ins Licht der Geschichte, dessen Schicksal und Entwicklung in diesem Buch entlang eines roten Fadens bis in die aktuelle Gegenwart weiterverfolgt wird. Immer steht die Darstellung von Wandel und Veränderung einer dörflichen Gemeinschaft im Mittelpunkt der Betrachtung. Berichtet wird von den Tagen der Ersterwähnung, von adeligem und bäuerlichem Leben im Mittelalter und von den folgenreichen konfessionellen Gegensätzen in der frühen Neuzeit. Das 19. Jahrhundert begann in Helmsheim wirtschaftlich schwierig, endete aber dank innovativer Bemühungen um genossenschaftliche Zusammenarbeit vielversprechend und gab dem Dorf spürbaren Aufwind. Zwei verlustreiche Weltkriege, eine Diktatur und der Neubeginn mit stark gewachsener, durch Heimatvertriebene deutlich vergrößerter Bevölkerung prägten die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Zeit nach 1950 ist durch einen nahezu vollständigen Wandel des bäuerlichen Dorfes zur Wohngemeinde als Stadtteil der Großen Kreisstadt Bruchsal bestimmt. Im jungen 21. Jahrhundert hat sich Helmsheim viel von seiner lokalen kulturellen Eigenständigkeit bewahrt. Zur 1250-Jahr-Feier erscheint als Gemeinschaftswerk zahlreicher Autorinnen und Autoren die vorliegende Ortschronik und spannt den weiten Bogen von der Vorgeschichte bis ins Jubiläumsjahr 2019.
Am Freitag, den 25.10., wurde die Neuerscheinung "NaturKultur der Weinberge" feierlich vorgestellt. Neben dem Autor Werner Bußmann (rechts) war bei der sehr schönen Buchpräsentation auch Andrea Sitzler vom verlag regionalkultur (links im Bild) mit dabei.

Sehr schön zusammengefasst wurde die Veranstaltung im BZ-Artikel von Sabine Model, die schreibt:

"Werner Bußmann ist ein leidenschaftlicher Aktivist in Sachen Natur und Kultur im Markgräflerland. Auf seinen Wanderungen und Exkursionen hat er in Jahrzehnten vieles fotografiert, beobachtet, gelesen und gehört. Seine Streifzüge dokumentiert er nun in dem attraktiv-informativen Multifunktionsbuch „NaturKultur der Weinberge – Zwischen Freiburg und Basel“. Es besticht auf 112 Seiten durch 150 brillante Aufnahmen, vermittelt Wissen, empfiehlt Touren und sensibilisiert, diese einmalige Landschaft zu hegen, zu pflegen, zu schützen und zu bewahren. Die innige Heimatverbundenheit des gebürtigen Freiburgers spiegelte sich in seiner Buchvorstellung wider. Im überschaubar-familiären Rahmen, mit Menschen, die ihm besonders verbunden sind, moderierte die ehemalige Markgräfler Weinprinzessin Annette Seywald im Weingut Steinle eine hochwertige Weinprobe, die Bußmanns bild- und wortreiche Ausführungen flankierte."
Nein, dieses Buch ist kein „Remake“ des erfolgreichen „Prost Heidelberg!“ aus dem Jahr 2005! Aufbauend insbesondere auf der Auswertung der überlieferten ­Konzessionsakten geht es kenntnisreich wie vielschichtig um eine Geschichte der Heidelberger Kneipen, Gastwirtschaften, Weinstuben, Cafés, Szenel­okale ...
In dieser Geschichte spiegelt sich unverfälscht, bisweilen durchaus ­amüsant das spezifische Heidelberger Lokal­kolorit. Aus einer Vielzahl wirtschafts-, sozial-, politik­geschichtlicher Aspekte und meist kaum bekannter Details verdichtet sich eine Art von Kulturgeschichte oder Geschichte ­einer spezifischen Kneipenkultur Heidelbergs fokussierend auf Geschichte, Charakter, Atmosphäre). Mit vielen über­raschenden Erkenntnissen und oft unerwartet aktuellen Bezügen.

Neuer Bildband zu Weinheim

Weinheim mit anderen Augen gesehen. Aus neuen Perspektiven erzählt der Autor von der Geschichte der alten Stadt und den Menschen, die sie in der Vergangenheit geprägt haben. Und aus ungewohnten Blickwinkeln betrachtet der Fotograf die verwunschenen Eckchen der Stadt und ihre Umgebung. Wir erleben die Stadt in einer Zeit, als sie von einem mächtigen Mauerring umgeben war, und lesen die Lebensgeschichten zweier prominenter Bürger aus dem 19. Jahrhundert.
Die kunstvollen schwarz-weißen Fotografien verdanken sich dem besonderen Blick des Fotografen und seiner hochmodernen Fototechnik, und dennoch wirken sie wie Ansichten Weinheims aus einer geheimnisvollen, fernen Zeit.
Texte und Bilder verführen die Leserinnen und Leser zu einer Neuentdeckung des scheinbar Altbekannten.
2 von 19