Neues aus dem verlag regionalkultur

Unser Mitarbeiter Harald Funke besuchte am letzten Freitag den Südwestdeutschen Archivtag in Augsburg - die größte Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland: 135 Archivare und Archivarinnen aus Süddeutschland und angrenzenden Regionen waren dort. An unserem Stand traf er ebenso alte Bekannte wieder wie er interessante neue Kontakte knüpfen konnte. Rundum also eine gelungene Veranstaltung!
1968 wurde eine Institution ins Leben gerufen, die aus Östringen und der gesamten Region nicht mehr wegzudenken ist: das Leibniz-Gymnasium. Neben den intensiven Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Hermann Kimling verdankt das Gymnasium seine Gründung einer damals neu erkannten Notwendigkeit von internationaler Bedeutung. Die "Bildungsreserve auf dem Land" musste erschlossen werden, um im technologischen Wettrennen zwischen der westlichen Welt und der Sowjetunion mit gut ausgebildetem Fachpersonal zu antreten zu können - die ersten LGÖler und LGÖlerinnen sind also quasi Kinder des Sputnik-Schocks .... hier weiterlesen!
Wer durch Graben-Neudorf spaziert, kann am Wegesrand viele Kleinode entdecken: Viele davon sind religiös motivierte Gebilde aus Stein, Metall oder Holz – Kreuze, Grabsteine oder Statuen – Zeitzeugen vorangegangener Jahrhunderte, welche uns am Wegesrand begegnen. Wer sie kennt, erfährt viel über die Historie dieses Ortes, über seine Bewohner und deren Gäste, die beidermaßen ihren geschichtlichen „Abdruck“ hinterließen.

Der Autor und Bürger Reinhard Langlotz, ein ausgewiesener Kenner seiner Gemeinde und deren Geschichte, lädt Sie ein, die beschriebenen Kleindenkmale einmal selbst aufzusuchen. Genaue Gauß-Krüger-Koordinaten und eine Übersichtskarte helfen Ihnen auf Ihrer Entdeckungstour.
Für das vorliegende Buch haben Bertram Noback, Andreas Pflock und Andreas Schulz daher entschieden, vor allem Jugendlichen Raum für ihre Meinungen und Positionen zu geben, um darüber ins Gespräch zu kommen, welche Relevanz die NS-Zeit für sie heute noch besitzt und wie für sie eine zeitgemäße Vermittlung dieser Epoche aussehen könnte – im schulischen wie im außerschulischen Kontext. Auf das Medium, über das die Gespräche geführt werden sollten, hatten sich alle Beteiligten schnell geeinigt: das Smartphone. So ist ein Buch entstanden, das einerseits den Gesprächsverlauf mit all seinen Facetten wiedergibt. Andererseits möchten die Herausgeber aufzeigen, welche Chancen und Grenzen eine digitale Debatte mit Jugendlichen bieten kann.
Dieser Band verbindet Forschungsarbeiten, Erinnerungen und persönliche Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit. Sie thematisieren an interessanten Beispielen etwa die Entstehung der NSDAP in Offenburg, das Lebensbornheim "Schwarzwald" in Nordrach, die Erhängung eines polnischen Zwangsarbeiters in Schiltach oder die Jagd und Jäger während NS- und Besatzungszeit. Hinzu kommen persönliche Erinnerungen von Kriegs- und Nachkriegszeiten.

Denn im Mittelpunkt stehen in diesem Buch wie auch in den anderen Büchern der Reihe "Lebenswelten im ländlichen Raum" die Menschen und ihre Umgebung.
Welches Haus stand wo in Büchenau? Dieser Frage geht dieses Themenheft nach: Basierend auf dem "Gemarkungsplan Büchenau Nr. 1" von 1882 mit den Grundstücks- und Hausnummern der Hauptstraße 1 bis 105 werden zahlreiche Abbildungen gezeigt, die das alte Dorf wieder aufleben lassen. Hinzu kommen auch Dörfer, die nach der Bombardierung 1945 errichtet wurden.

Eine große Hilfe, die diese Rekonstruktion möglich machte, war die Bereitschaft der Büchenauer, in ihren Archiven nach altem, längst vergessen und verloren geglaubtem Bildmaterial zu suchen!
Das Heimatbuch 2018 setzt sich mit Themen auseinander, die die Menschen im Landkreis Rastatt bewegen. Dazu zählt insbesondere die Problematik mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Böden und Grundwasser, aber auch die Veränderungen in der Tierwelt. Im Mittelpunkt der Heimatbuchreihe stehen vor allem die Menschen, die den Landkreis prägen. So wird beispielsweise über die Künstlerin Simone Vögele aus Muggensturm berichtet, den Vollblutmusiker Hans Huber und die Baden Brass Band, den „Pappuhrenhersteller“ Steffen Bittmann oder die vielen begeisterten Sänger in der Region.
16 Jahre Helmut Kohl haben Deutschland geprägt. Was aber hat den ehemaligen Bundeskanzler geprägt? Als „junger Wilder“ suchte er schon früh die intensive politische Auseinandersetzung. Der ersehnte Aufstieg an die Spitze seiner Heimatstadt Ludwigshafen blieb ihm verwehrt. Innerparteilich hingegen setzte sich Kohl durch. Hier erlernte und erprobte er das politische Rüstzeug, welches ihn zu der politischen Ikone machte, als die Helmut Kohl heute gefeiert wird.
Umso wichtiger ist es, sich mit dem Ludwigshafener Teil seines Lebens eigenständig zu beschäftigen und ihn nicht nur als „Episode“ auf dem Weg zum Kanzleramt zu sehen. Dieses Anliegen hat Lothar Meinzer in dieser Publikation verfolgt – und interessant, spannend und informativ umgesetzt.
Die Studie beleuchtet den unter dem Namen „A8“/Goldfisch codierten Verlagerungsprozess des Daimler-Benz-Flugmotorenwerks Genshagen nach Obrigheim am Neckar und zeigt daran zum einen das enge Zusammenspiel zwischen NS-Regime und deutscher Wirtschaft, zum anderen die Wandlung des strukturschwachen Elzmündungsraumes zur überforderten Region auf. Später war Goldfisch einer der ersten Rüstungsbetriebe, der von der Sowjetunion im amerikanischen Sektor demontiert wurde. Personell und strukturell findet Goldfisch auch nach 1945 seine Fortsetzung: Als Neuanfang für frühere Daimler-Benz-Mitarbeiter und -Führungspersonen, als geeigneter Standort für die Bundeswehr und als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor des ländlichen Raums – ein Erbe, das bis heute in der Region sichtbar ist.