Neues aus dem verlag regionalkultur

1968 wurde eine Institution ins Leben gerufen, die aus Östringen und der gesamten Region nicht mehr wegzudenken ist: das Leibniz-Gymnasium. Neben den intensiven Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Hermann Kimling verdankt das Gymnasium seine Gründung einer damals neu erkannten Notwendigkeit von internationaler Bedeutung. Die "Bildungsreserve auf dem Land" musste erschlossen werden, um im technologischen Wettrennen zwischen der westlichen Welt und der Sowjetunion mit gut ausgebildetem Fachpersonal zu antreten zu können - die ersten LGÖler und LGÖlerinnen sind also quasi Kinder des Sputnik-Schocks .... hier weiterlesen!
Wer durch Graben-Neudorf spaziert, kann am Wegesrand viele Kleinode entdecken: Viele davon sind religiös motivierte Gebilde aus Stein, Metall oder Holz – Kreuze, Grabsteine oder Statuen – Zeitzeugen vorangegangener Jahrhunderte, welche uns am Wegesrand begegnen. Wer sie kennt, erfährt viel über die Historie dieses Ortes, über seine Bewohner und deren Gäste, die beidermaßen ihren geschichtlichen „Abdruck“ hinterließen.

Der Autor und Bürger Reinhard Langlotz, ein ausgewiesener Kenner seiner Gemeinde und deren Geschichte, lädt Sie ein, die beschriebenen Kleindenkmale einmal selbst aufzusuchen. Genaue Gauß-Krüger-Koordinaten und eine Übersichtskarte helfen Ihnen auf Ihrer Entdeckungstour.
Für das vorliegende Buch haben Bertram Noback, Andreas Pflock und Andreas Schulz daher entschieden, vor allem Jugendlichen Raum für ihre Meinungen und Positionen zu geben, um darüber ins Gespräch zu kommen, welche Relevanz die NS-Zeit für sie heute noch besitzt und wie für sie eine zeitgemäße Vermittlung dieser Epoche aussehen könnte – im schulischen wie im außerschulischen Kontext. Auf das Medium, über das die Gespräche geführt werden sollten, hatten sich alle Beteiligten schnell geeinigt: das Smartphone. So ist ein Buch entstanden, das einerseits den Gesprächsverlauf mit all seinen Facetten wiedergibt. Andererseits möchten die Herausgeber aufzeigen, welche Chancen und Grenzen eine digitale Debatte mit Jugendlichen bieten kann.
Welches Haus stand wo in Büchenau? Dieser Frage geht dieses Themenheft nach: Basierend auf dem "Gemarkungsplan Büchenau Nr. 1" von 1882 mit den Grundstücks- und Hausnummern der Hauptstraße 1 bis 105 werden zahlreiche Abbildungen gezeigt, die das alte Dorf wieder aufleben lassen. Hinzu kommen auch Dörfer, die nach der Bombardierung 1945 errichtet wurden.

Eine große Hilfe, die diese Rekonstruktion möglich machte, war die Bereitschaft der Büchenauer, in ihren Archiven nach altem, längst vergessen und verloren geglaubtem Bildmaterial zu suchen!
16 Jahre Helmut Kohl haben Deutschland geprägt. Was aber hat den ehemaligen Bundeskanzler geprägt? Als „junger Wilder“ suchte er schon früh die intensive politische Auseinandersetzung. Der ersehnte Aufstieg an die Spitze seiner Heimatstadt Ludwigshafen blieb ihm verwehrt. Innerparteilich hingegen setzte sich Kohl durch. Hier erlernte und erprobte er das politische Rüstzeug, welches ihn zu der politischen Ikone machte, als die Helmut Kohl heute gefeiert wird.
Umso wichtiger ist es, sich mit dem Ludwigshafener Teil seines Lebens eigenständig zu beschäftigen und ihn nicht nur als „Episode“ auf dem Weg zum Kanzleramt zu sehen. Dieses Anliegen hat Lothar Meinzer in dieser Publikation verfolgt – und interessant, spannend und informativ umgesetzt.
Die Studie beleuchtet den unter dem Namen „A8“/Goldfisch codierten Verlagerungsprozess des Daimler-Benz-Flugmotorenwerks Genshagen nach Obrigheim am Neckar und zeigt daran zum einen das enge Zusammenspiel zwischen NS-Regime und deutscher Wirtschaft, zum anderen die Wandlung des strukturschwachen Elzmündungsraumes zur überforderten Region auf. Später war Goldfisch einer der ersten Rüstungsbetriebe, der von der Sowjetunion im amerikanischen Sektor demontiert wurde. Personell und strukturell findet Goldfisch auch nach 1945 seine Fortsetzung: Als Neuanfang für frühere Daimler-Benz-Mitarbeiter und -Führungspersonen, als geeigneter Standort für die Bundeswehr und als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor des ländlichen Raums – ein Erbe, das bis heute in der Region sichtbar ist.
ie Rolle des Pathologischen Instituts in Freiburg während der nationalsozialistischen Zeit steht im Fokus dieses Buches des Historikers Bernd Martin. Das Institut wurde von 1936 bis 1963 von Franz Büchner als Direktor geleitet. War er ein Mitläufer, ja sogar Mittäter des NS-Regimes – oder leistete er Widerstand? Oder überschnitt sich in seiner Person beides, widerständisches Verhalten und aktive Mittäterschaft?

Während er im November 1941 die Euthanasie der Nationalsozialisten kritisierte, wirft seine Einstellung zu den ihm bekannten, lebensgefährlichen und oftmals tödlichen Menschenversuchen im Konzentrationslager Dachau Fragen auf. Zahlreiche Originaldokumente werden herangezogen und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein wichtiges, drängendes Buch, dem wir viele interessierte Leser wünschen!
Der Stuttgarter Anwalt Dr. Volker Grub, ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte, zeichnet auf der Grundlage amtlicher Dokumente ein abwechslungsreiches Bild der ökonomischen und sozialen Verhältnisse der adeligen Rittersfamilie Speth von Schülzburg mit ihrem Aufstieg und Niedergang.
Zwischen Rothenburg o.d.T. und Wertheim erstreckt sich eine der attraktivsten Landschaften Süddeutschlands – Tauberfranken. Das Tal der Tauber ist seine Lebensachse. Mehrere Nebentäler und die begleitenden Gäuflächen bereichern die abwechslungreiche Natur. Seit mindestens zwei Jahrtausenden hat sich der Mensch hier dauerhaft eingerichtet und eine wertvolle, geschichtsträchtige Kulturlandschaft geschaffen. Die lange Reihe der in ihrem Kern mittelalterlichen Städte, der Burgen, Schlösser und Klosterbauten belegt dieses hochwertige historische Erbe.
Ein Rückblick: In der Reblandhalle zu Neckarwestheim wurde am 13. April das jüngste Produkt des Hauses vorgestellt: „Mensch – Kultur – Heimat. Was Kleindenkmale aus dem Landkreis Heilbronn erzählen“. Bevor sich die rund 300 Zuschauer das Buch erwerben und sich auf die Getränke und kleinen Köstlichkeiten beim abschließenden Stehempfang stürzen konnten, gab es noch eine Reihe spannender Vorträge zu belauschen.
Ausgabe 34 der Mannheimer Geschichtsblätter birgt wieder zahlreiche Themen rund um die Geschichte der Stadt Mannheim und die Reiss-Engelhorn-Museen: Die Untersuchung eines Mumienkopfes mit neuester Medizintechnik bringt einen Mord ans Licht, der Fund eines unscheinbaren Alltagsgegenstandes wie einer Zahnbürste erhellt die Wirtschaftsgeschichte der Region. „Lanz" steht nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Schicksale dreier Frauen, die Einblicke in die Sozialgeschichte der Gründerzeit erlauben. Bei intelligenten und gelehrten Männern wie den Professoren Max Wundt und Adalbert Wahl findet sich Gedankengut, das Taten legitimieren sollte, von denen sie sich doch wohl distanziert hätten. Die heutige Flusslandschaft der Region hat nichts mit Natur zu tun, eher etwas mit Abwehr, Planung und Kontrolle. Ein Revolutionär aus Mannheim macht sein Glück in Amerika. Die ersten jüdischen Literaten in Mannheim tragen bei zur „Orientalisierung des Judentums".
Grenzsteine, Wegweiser, Brunnen, Bildstöcke – diese scheinbar unscheinbaren Kleindenkmale sind Zeugen vergangener Zeiten und erzählen Geschichten. Dieses Buch stellt rund 1.200 Objekte aus allen 46 Gemeinden des Landkreises Heilbronn - nur eine Auswahl aus über 8.000 kleinen Denkmalen, die ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in Feld und Flur, aber auch in den Ortskernen systematisch erfasst und dokumentiert haben. Damit wurde ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das kulturelle Erbe im Landkreis Heilbronn für die Nachwelt zu erhalten!
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