Neues aus dem verlag regionalkultur

Die Idee von der heutigen naturnahen Waldwirtschaft beflügelt Förster, Biologen, Naturschützer und Romantiker gleichermaßen. Der Weg von den ausgeplünderten Wäldern des 19. Jahrhunderts bis heute ist eine Erfolgsgeschichte, die von einem starken Artenwandel der Waldvogelwelt begleitet wird.
Das Ausmaß auf das Artengefüge des von Naturschutz und Förstern in weitgehendem Einklang getroffenen Wandels vom schlagweisem Hochwald zur naturnahen Forstwirtschaft wurden bislang weder in seinem Ausmaß erkannt, noch in den Roten Listen thematisiert. Mit dem Rückgang der Kahlschlagstätigkeit werden die Vogelarten offener, junger Wälder – vielfach Tropenüberwinterer – seltener; Vogelarten der Hochwälder, die innerhalb Europas überwintern, sind die Gewinner.
Wir freuen uns über den ersten historischen Roman von Frank Cornelius in unserem Hause: Überlieferungen aus der Klosterherrschaft St.Peter verbindet er mit den politischen Einflüssen der Habsburger Monarchie und zeichnet dadurch ein authentisches Bild des Kräftemessens zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Verbunden mit der Darstellung von Brauchtum und Volksglauben der einfachen Leute, entsteht eine spannungsgeladene Geschichte im Herzen des Schwarzwaldes.

Oder, konkreter: Die Leute sagen, Katharina sei eine Hexe. Entgegen der Verachtung und Gewalt kämpft sie sich, getrieben von der Liebe zu ihren Kindern, mit unbändigem Lebenswillen durch das harte Dasein im Wald. Dass Bruder Bonifatius sie begehrt, ist jedoch für beide unverzeihlich. Als der sich entschließt, einen Säugling von den Stufen des Klosters aufzunehmen, beginnt eine Geschichte, welche die Schicksale zahlreicher Schwarzwälder miteinander verknüpft. Plötzlich schleicht ein schwarzer Hund um Höfe und Häuser: eine Verheißung von Schrecken und Tod. Der verbrecherische Kreis aus Korruption, Missgunst und Mord schließt sich immer enger um die Bewohner.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Ein Schreiberling und eine Malerin, was verbindet sie? Beide haben genügend Zeit gehabt, die Welt einzusaugen und in Text und Bild umzuwandeln. Und beide verwandeln ungewöhnlich: Hans-Peter Kipfmüller schreibt über Frauen. Candace Carter malt nackte Frauenkörper. Kipfmüllers Geschichten sind pointiert liebenswürdig. Carters Figuren sind erotisch, nicht voyeuristisch. Zusammen bilden sie ein kreatives „cross-dresser“ Team, das sich im Rollentausch zuhause fühlt. „Du schöner als draußen!“ ist eine Frauen wie Männer inspirierende Hommage an die Weiblichkeit.
Der Pforzheimer Tornado am 10. Juli 1968 ist bekannt als schwerste Wirbelsturmkatastrophe in Deutschland: Bäume wurden abgebrochen, Dächer abgedeckt, Autos durch die Luft geschleudert. Unfassbare Bilder boten sich den Betroffenen und den Katastrophenhelfern nach dem nur wenige Minuten andauernden Durchzug des Tornados. Mit der Darstellung anlässlich des 50. Jahrestags des Tornados liegt erstmals eine umfassendere historische Publikation zu dem Großschadensereignis vor.
Von Hans Hildenbrand ist kaum etwas anderes übrig geblieben als Bilder: ein paar Originale, der Rest gedruckt. Allein dieses visuelle Erbe kann Hinweise auf Arbeitsweisen und Motivation geben. Aber diese Bilder haben es wahrlich in sich: Farbfotografien aus der Zeit des Ersten Weltkrieges lassen eine Epoche näher rücken, die lange vergangen ist. Ob es die beeindruckenden Bilder deutscher Soldaten in den Schützengräben sind, die erstaunlich freizügigen Akte in der Natur oder imposante Porträtaufnahmen: Diese Fotografien bleiben im Gedächtnis und haben auch heute noch hohen künstlerischen Anspruch.

Jetzt kann das Haus der Geschichte Baden-Württemberg nun mit dem vorliegenden Band einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Stuttgarter Hofphotographen und Pioniers der Farbfotografie vorlegen.
Unser Mitarbeiter Harald Funke besuchte am letzten Freitag den Südwestdeutschen Archivtag in Augsburg - die größte Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland: 135 Archivare und Archivarinnen aus Süddeutschland und angrenzenden Regionen waren dort. An unserem Stand traf er ebenso alte Bekannte wieder wie er interessante neue Kontakte knüpfen konnte. Rundum also eine gelungene Veranstaltung!
1968 wurde eine Institution ins Leben gerufen, die aus Östringen und der gesamten Region nicht mehr wegzudenken ist: das Leibniz-Gymnasium. Neben den intensiven Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Hermann Kimling verdankt das Gymnasium seine Gründung einer damals neu erkannten Notwendigkeit von internationaler Bedeutung. Die "Bildungsreserve auf dem Land" musste erschlossen werden, um im technologischen Wettrennen zwischen der westlichen Welt und der Sowjetunion mit gut ausgebildetem Fachpersonal zu antreten zu können - die ersten LGÖler und LGÖlerinnen sind also quasi Kinder des Sputnik-Schocks .... hier weiterlesen!
Wer durch Graben-Neudorf spaziert, kann am Wegesrand viele Kleinode entdecken: Viele davon sind religiös motivierte Gebilde aus Stein, Metall oder Holz – Kreuze, Grabsteine oder Statuen – Zeitzeugen vorangegangener Jahrhunderte, welche uns am Wegesrand begegnen. Wer sie kennt, erfährt viel über die Historie dieses Ortes, über seine Bewohner und deren Gäste, die beidermaßen ihren geschichtlichen „Abdruck“ hinterließen.

Der Autor und Bürger Reinhard Langlotz, ein ausgewiesener Kenner seiner Gemeinde und deren Geschichte, lädt Sie ein, die beschriebenen Kleindenkmale einmal selbst aufzusuchen. Genaue Gauß-Krüger-Koordinaten und eine Übersichtskarte helfen Ihnen auf Ihrer Entdeckungstour.
Für das vorliegende Buch haben Bertram Noback, Andreas Pflock und Andreas Schulz daher entschieden, vor allem Jugendlichen Raum für ihre Meinungen und Positionen zu geben, um darüber ins Gespräch zu kommen, welche Relevanz die NS-Zeit für sie heute noch besitzt und wie für sie eine zeitgemäße Vermittlung dieser Epoche aussehen könnte – im schulischen wie im außerschulischen Kontext. Auf das Medium, über das die Gespräche geführt werden sollten, hatten sich alle Beteiligten schnell geeinigt: das Smartphone. So ist ein Buch entstanden, das einerseits den Gesprächsverlauf mit all seinen Facetten wiedergibt. Andererseits möchten die Herausgeber aufzeigen, welche Chancen und Grenzen eine digitale Debatte mit Jugendlichen bieten kann.
Dieser Band verbindet Forschungsarbeiten, Erinnerungen und persönliche Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit. Sie thematisieren an interessanten Beispielen etwa die Entstehung der NSDAP in Offenburg, das Lebensbornheim "Schwarzwald" in Nordrach, die Erhängung eines polnischen Zwangsarbeiters in Schiltach oder die Jagd und Jäger während NS- und Besatzungszeit. Hinzu kommen persönliche Erinnerungen von Kriegs- und Nachkriegszeiten.

Denn im Mittelpunkt stehen in diesem Buch wie auch in den anderen Büchern der Reihe "Lebenswelten im ländlichen Raum" die Menschen und ihre Umgebung.
Welches Haus stand wo in Büchenau? Dieser Frage geht dieses Themenheft nach: Basierend auf dem "Gemarkungsplan Büchenau Nr. 1" von 1882 mit den Grundstücks- und Hausnummern der Hauptstraße 1 bis 105 werden zahlreiche Abbildungen gezeigt, die das alte Dorf wieder aufleben lassen. Hinzu kommen auch Dörfer, die nach der Bombardierung 1945 errichtet wurden.

Eine große Hilfe, die diese Rekonstruktion möglich machte, war die Bereitschaft der Büchenauer, in ihren Archiven nach altem, längst vergessen und verloren geglaubtem Bildmaterial zu suchen!
Das Heimatbuch 2018 setzt sich mit Themen auseinander, die die Menschen im Landkreis Rastatt bewegen. Dazu zählt insbesondere die Problematik mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Böden und Grundwasser, aber auch die Veränderungen in der Tierwelt. Im Mittelpunkt der Heimatbuchreihe stehen vor allem die Menschen, die den Landkreis prägen. So wird beispielsweise über die Künstlerin Simone Vögele aus Muggensturm berichtet, den Vollblutmusiker Hans Huber und die Baden Brass Band, den „Pappuhrenhersteller“ Steffen Bittmann oder die vielen begeisterten Sänger in der Region.
1 von 12