Neues aus dem verlag regionalkultur

Die Studie beleuchtet den unter dem Namen „A8“/Goldfisch codierten Verlagerungsprozess des Daimler-Benz-Flugmotorenwerks Genshagen nach Obrigheim am Neckar und zeigt daran zum einen das enge Zusammenspiel zwischen NS-Regime und deutscher Wirtschaft, zum anderen die Wandlung des strukturschwachen Elzmündungsraumes zur überforderten Region auf. Später war Goldfisch einer der ersten Rüstungsbetriebe, der von der Sowjetunion im amerikanischen Sektor demontiert wurde. Personell und strukturell findet Goldfisch auch nach 1945 seine Fortsetzung: Als Neuanfang für frühere Daimler-Benz-Mitarbeiter und -Führungspersonen, als geeigneter Standort für die Bundeswehr und als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor des ländlichen Raums – ein Erbe, das bis heute in der Region sichtbar ist.
ie Rolle des Pathologischen Instituts in Freiburg während der nationalsozialistischen Zeit steht im Fokus dieses Buches des Historikers Bernd Martin. Das Institut wurde von 1936 bis 1963 von Franz Büchner als Direktor geleitet. War er ein Mitläufer, ja sogar Mittäter des NS-Regimes – oder leistete er Widerstand? Oder überschnitt sich in seiner Person beides, widerständisches Verhalten und aktive Mittäterschaft?

Während er im November 1941 die Euthanasie der Nationalsozialisten kritisierte, wirft seine Einstellung zu den ihm bekannten, lebensgefährlichen und oftmals tödlichen Menschenversuchen im Konzentrationslager Dachau Fragen auf. Zahlreiche Originaldokumente werden herangezogen und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein wichtiges, drängendes Buch, dem wir viele interessierte Leser wünschen!
Der Stuttgarter Anwalt Dr. Volker Grub, ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte, zeichnet auf der Grundlage amtlicher Dokumente ein abwechslungsreiches Bild der ökonomischen und sozialen Verhältnisse der adeligen Rittersfamilie Speth von Schülzburg mit ihrem Aufstieg und Niedergang.
Zwischen Rothenburg o.d.T. und Wertheim erstreckt sich eine der attraktivsten Landschaften Süddeutschlands – Tauberfranken. Das Tal der Tauber ist seine Lebensachse. Mehrere Nebentäler und die begleitenden Gäuflächen bereichern die abwechslungreiche Natur. Seit mindestens zwei Jahrtausenden hat sich der Mensch hier dauerhaft eingerichtet und eine wertvolle, geschichtsträchtige Kulturlandschaft geschaffen. Die lange Reihe der in ihrem Kern mittelalterlichen Städte, der Burgen, Schlösser und Klosterbauten belegt dieses hochwertige historische Erbe.
Ein Rückblick: In der Reblandhalle zu Neckarwestheim wurde am 13. April das jüngste Produkt des Hauses vorgestellt: „Mensch – Kultur – Heimat. Was Kleindenkmale aus dem Landkreis Heilbronn erzählen“. Bevor sich die rund 300 Zuschauer das Buch erwerben und sich auf die Getränke und kleinen Köstlichkeiten beim abschließenden Stehempfang stürzen konnten, gab es noch eine Reihe spannender Vorträge zu belauschen.
Ausgabe 34 der Mannheimer Geschichtsblätter birgt wieder zahlreiche Themen rund um die Geschichte der Stadt Mannheim und die Reiss-Engelhorn-Museen: Die Untersuchung eines Mumienkopfes mit neuester Medizintechnik bringt einen Mord ans Licht, der Fund eines unscheinbaren Alltagsgegenstandes wie einer Zahnbürste erhellt die Wirtschaftsgeschichte der Region. „Lanz" steht nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Schicksale dreier Frauen, die Einblicke in die Sozialgeschichte der Gründerzeit erlauben. Bei intelligenten und gelehrten Männern wie den Professoren Max Wundt und Adalbert Wahl findet sich Gedankengut, das Taten legitimieren sollte, von denen sie sich doch wohl distanziert hätten. Die heutige Flusslandschaft der Region hat nichts mit Natur zu tun, eher etwas mit Abwehr, Planung und Kontrolle. Ein Revolutionär aus Mannheim macht sein Glück in Amerika. Die ersten jüdischen Literaten in Mannheim tragen bei zur „Orientalisierung des Judentums".
Grenzsteine, Wegweiser, Brunnen, Bildstöcke – diese scheinbar unscheinbaren Kleindenkmale sind Zeugen vergangener Zeiten und erzählen Geschichten. Dieses Buch stellt rund 1.200 Objekte aus allen 46 Gemeinden des Landkreises Heilbronn - nur eine Auswahl aus über 8.000 kleinen Denkmalen, die ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in Feld und Flur, aber auch in den Ortskernen systematisch erfasst und dokumentiert haben. Damit wurde ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das kulturelle Erbe im Landkreis Heilbronn für die Nachwelt zu erhalten!
Da kommen nostalgische Gefühle auf! Wie lief das Geschäftsleben im Durlach der 50er und 60er Jahre? Wo war der Milchladen? Was lief im Kino? Und was ist eigentlich aus den ganzen Geschäften geworden? Ein Arbeitskreis des Freundeskreises Pfinzgaumuseum - Histori­scher Verein Durlach hat sich bemüht, mit Hilfe von Zeitzeugen ein lebendiges Bild dieser vergangenen Welt entstehen zu lassen, sozusagen ein Sittengemälde zu erstellen. Chroniken Durlacher Betriebe, insbesondere solche, die auch heute noch existieren, ergänzen diese Berichte. Historische Fotos mit Straßenszenen aus der Pfinztalstraße lassen ein Bild entstehen, das so ganz anders ist als das, was wir heute beim Gang durch Durlach erleben.
Das Buch heißt Gründonnerstag, weil sich in meiner Familie viele dramatischen Ereignisse an einem Gründonnerstag angesammelt haben. Die Geschichte spielt in Karlsruhe, erzählt von meiner Kindheit und Jugendzeit, Aufarbeitung einer tragischen Vater-Tochter-Geschichte, Liebeserklärung an meine Mutter und besonders an meinen Mann, an meine Kinder und Enkel, an unsere Familie und an die Menschen, die uns durch die Zeiten begleitet, denen ich auch dieses Buch verdanke und die mich darin unterstützt haben.
Hans Jörg Staehle hat ein ganz besonderes Auge für unschöne Kleinigkeiten - und eine bissige Zunge, die dazu passt. Das hat er schon in seinem Bildband "Roman Tic" bewiesen, in dem er Heidelbergs hässliche Seiten humoristisch beleuchtet. Nun wendet er sich einem anderen Ort zu: Pirmasens. Das Resultat ist sehenswert - oder gerade nicht. In jedem Fall ist es bissig,
Am 1. März wurde die Neuerscheinung "Urkunden des Freiherrlich-Gemmingen'schen Archivs" von Burg Hornberg über dem Neckar in festlichem Rahmen vorgestellt. Das 560 Seiten umfassende Buch präsentiert einen Urkundenbestand von 888 Nummern (in 1011 Regesten) und reicht vom früheren 14. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei der Buchvorstellung mit anwesend waren unter anderem (v.l.n.r.): Reiner Schmidt (verlag regionalkultur), die Autoren Prof. Dr. Andermann, Prof. Dr. Borchardt und Prof. Dr. Maier, Alfred Götz vom Heimatverein Kraichgau (Herausgeber) sowie Wolf Eckart Freiherr von Gemmingen-Hornberg - der Gastgeber.
In der Woche vor dem 23.2.2018, dem 73. Jahrestag der Bombardierung von Pforzheim, hat unser Autor Tony Redding ein wahres Mammutprogramm abgeleistet: Er las nicht nur im Thalia Pforzheim, sondern auch in drei Schulen vor insgesamt mehreren hundert Schülern. Dabei traf er durchweg auf eine sehr interessierte und engagierte Zuhörerschaft - ein Rückblick.
2 von 12