Neues aus dem verlag regionalkultur

Ausgabe 34 der Mannheimer Geschichtsblätter birgt wieder zahlreiche Themen rund um die Geschichte der Stadt Mannheim und die Reiss-Engelhorn-Museen: Die Untersuchung eines Mumienkopfes mit neuester Medizintechnik bringt einen Mord ans Licht, der Fund eines unscheinbaren Alltagsgegenstandes wie einer Zahnbürste erhellt die Wirtschaftsgeschichte der Region. „Lanz" steht nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Schicksale dreier Frauen, die Einblicke in die Sozialgeschichte der Gründerzeit erlauben. Bei intelligenten und gelehrten Männern wie den Professoren Max Wundt und Adalbert Wahl findet sich Gedankengut, das Taten legitimieren sollte, von denen sie sich doch wohl distanziert hätten. Die heutige Flusslandschaft der Region hat nichts mit Natur zu tun, eher etwas mit Abwehr, Planung und Kontrolle. Ein Revolutionär aus Mannheim macht sein Glück in Amerika. Die ersten jüdischen Literaten in Mannheim tragen bei zur „Orientalisierung des Judentums".
Grenzsteine, Wegweiser, Brunnen, Bildstöcke – diese scheinbar unscheinbaren Kleindenkmale sind Zeugen vergangener Zeiten und erzählen Geschichten. Dieses Buch stellt rund 1.200 Objekte aus allen 46 Gemeinden des Landkreises Heilbronn - nur eine Auswahl aus über 8.000 kleinen Denkmalen, die ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in Feld und Flur, aber auch in den Ortskernen systematisch erfasst und dokumentiert haben. Damit wurde ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das kulturelle Erbe im Landkreis Heilbronn für die Nachwelt zu erhalten!
Da kommen nostalgische Gefühle auf! Wie lief das Geschäftsleben im Durlach der 50er und 60er Jahre? Wo war der Milchladen? Was lief im Kino? Und was ist eigentlich aus den ganzen Geschäften geworden? Ein Arbeitskreis des Freundeskreises Pfinzgaumuseum - Histori­scher Verein Durlach hat sich bemüht, mit Hilfe von Zeitzeugen ein lebendiges Bild dieser vergangenen Welt entstehen zu lassen, sozusagen ein Sittengemälde zu erstellen. Chroniken Durlacher Betriebe, insbesondere solche, die auch heute noch existieren, ergänzen diese Berichte. Historische Fotos mit Straßenszenen aus der Pfinztalstraße lassen ein Bild entstehen, das so ganz anders ist als das, was wir heute beim Gang durch Durlach erleben.
Das Buch heißt Gründonnerstag, weil sich in meiner Familie viele dramatischen Ereignisse an einem Gründonnerstag angesammelt haben. Die Geschichte spielt in Karlsruhe, erzählt von meiner Kindheit und Jugendzeit, Aufarbeitung einer tragischen Vater-Tochter-Geschichte, Liebeserklärung an meine Mutter und besonders an meinen Mann, an meine Kinder und Enkel, an unsere Familie und an die Menschen, die uns durch die Zeiten begleitet, denen ich auch dieses Buch verdanke und die mich darin unterstützt haben.
Hans Jörg Staehle hat ein ganz besonderes Auge für unschöne Kleinigkeiten - und eine bissige Zunge, die dazu passt. Das hat er schon in seinem Bildband "Roman Tic" bewiesen, in dem er Heidelbergs hässliche Seiten humoristisch beleuchtet. Nun wendet er sich einem anderen Ort zu: Pirmasens. Das Resultat ist sehenswert - oder gerade nicht. In jedem Fall ist es bissig,
Am 1. März wurde die Neuerscheinung "Urkunden des Freiherrlich-Gemmingen'schen Archivs" von Burg Hornberg über dem Neckar in festlichem Rahmen vorgestellt. Das 560 Seiten umfassende Buch präsentiert einen Urkundenbestand von 888 Nummern (in 1011 Regesten) und reicht vom früheren 14. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei der Buchvorstellung mit anwesend waren unter anderem (v.l.n.r.): Reiner Schmidt (verlag regionalkultur), die Autoren Prof. Dr. Andermann, Prof. Dr. Borchardt und Prof. Dr. Maier, Alfred Götz vom Heimatverein Kraichgau (Herausgeber) sowie Wolf Eckart Freiherr von Gemmingen-Hornberg - der Gastgeber.
In der Woche vor dem 23.2.2018, dem 73. Jahrestag der Bombardierung von Pforzheim, hat unser Autor Tony Redding ein wahres Mammutprogramm abgeleistet: Er las nicht nur im Thalia Pforzheim, sondern auch in drei Schulen vor insgesamt mehreren hundert Schülern. Dabei traf er durchweg auf eine sehr interessierte und engagierte Zuhörerschaft - ein Rückblick.
Das Archiv von Burg Hornberg über dem Neckar ist gewissermaßen das Zentralarchiv der Freiherren von Gemmingen Hornberger Stammes. Mit einem Umfang von nahezu zweihundert laufenden Metern ist es eines der umfangreichsten ritterschaftlichen Archive weit und breit. Allein der hier präsentierte Urkundenbestand umfaßt 888 Nummern (in 1011 Regesten) und reicht vom früheren 14. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die enthaltenen Überlieferungen sind weit über die Region hin von Bedeutung: Und diese Schätze sind in dem umfangreichgen Buch erstmals gehoben und einer interessierten Öffentlichkeit leicht zugänglich gemacht.

Es steht damit in der Reihe voriger Publikationen der Gemmingen'schen Archive in Burg Guttenberg sowie Gemmingen und Fürfeld.
Die schönsten Kinderlieder - echt auf Pälzisch! Mit dieser wunderschönen und mit vielen Zeichnungen liebevoll illustrierten Liedersammlung leistet Franz Schlosser einen Beitrag zum Erhalt des Pälzischen als Kulturgut. Viel Spaß beim Singen!
Mit "Von der mittelalterlichen "Kuhstadt Speyer" bis zur Dom-Restaurierung 1957/61" erscheint der erste Band der neuen Reihe "Beiträge zur Geschichte der Stadt Speyer", die die Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz e.V. im verlag regionalkultur herausgibt.

Die zehn Beiträge dieses Buchs, die sich zeitlich von den salischen Kaiserinnen bis zur Ablösung der Schraudolph-Fresken im Speyerer Dom in den Jahren 1957 bis 1961 erstrecken, handeln über die Geschichte der Stadt Speyer und ihrer Umgebung. Dazu gehören Aufsätze zu den jüdischen Gemeinden im Südwesten im 14. Jahrhundert, zu den Folgen der Reformation in Speyer, zum hier verstorbenen Mathematiker Nicolaus Matz, aber auch ein Zeitzeugenbericht zum Neuanfang unter französischer Besatzung 1945. Über die Stadt hinaus greifen Untersuchungen zu kurpfälzischen Generälen in bayerischen Diensten oder über historische Rebsorten am Rhein. Zwei Abhandlungen schlagen den Bogen nach Norddeutschland, vergleichen das mittelalterliche Speyer mit Lübeck und zeichnen die Auswirkungen des Reichskammergerichts auf dieses Gebiet nach.
Der Band stellt die Biographie einer Parzelle von den ersten, fast tausend Jahre alten Be-siedlungsspuren bis zum Abriss des alten Schul- und Pfarrhauses von Heddesheim im Jahr 2012 vor. Ausgewertet wurden die Befunde im Boden, das Gebäude selbst sowie Funde aus dem Haus und seiner unmittelbaren Umgebung wie Tierknochen, Keramik und Glas. Gerade die akribische Untersuchung von ganz gängigen Alltagsobjekten wie Glasflaschen oder Ab-fällen wie Tierknochen zeitigte erstaunliche Ergebnisse: Der Hofhund durfte die Knochen des Sonntagsbratens abnagen, zu den Zugtieren gehörte auch ein Esel, ab und zu gönnte man sich Kupferbergsekt und leere Flaschen wurden der Wiederverwendung zugeführt. Parallel dazu wurden umfangreiche Archivalien durchforstet.
Ermöglicht haben diese Erkenntnisse die intensive Arbeit der Forscherinnen und Forscher sowie das große Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der Gemeinde Heddesheim konnte der Mannheimer Altertumsverein diesen Band als zehnte Sonderveröffentlichung seiner Publikationsreihe „Mannheimer Geschichtsblätter“ vorlegen.
Wider das Vergessen der Verbrechen der NS-„Euthanasie“, dem auch Menschen aus Neckargemünd und Kleingemünd sowie aus den Ortsteilen Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach zum Opfer fielen, richtet sich das vorliegende Buch. Durch gemeinsames Gedenken wollen die Autoren der einzelnen Aufsätze den Opfern ihre Würde zurückgeben – unter diesem Motto wurden die Lebensgeschichten verfasst, die in diesem Buch veröffentlicht werden. Das ist ihnen gelungen.
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